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14.07.2008

NEW YORK (FDI) - Wie dem Falun Dafa Informationszentrum berichtet wurde, starb am 13. Mai 2008 ein 55 Jahre alter Lehrer aus der Provinz Hunan nach acht Monaten ungesetzlicher Inhaftierung und Folter. Herr Tang Cibao ist der einhundertsiebte Falun Gong-Praktizierende seit 1999, der in der Provinz Hunan im Zuge der Verfolgung ums Leben kam. Insgesamt wurden bis heute 3.163 Todesfälle durch die Verfolgung in China bestätigt.

Herr Tang war Lehrer an der Familien-Schule der 7319. Militärfabrik und lebte im Bezirk Lengshuitan der Stadt Yongzhou. Berichten zufolge haben Beamte der örtlichen Sicherheitsbehörde in Yongzhou seine Wohnung im Mai 2006 durchsucht, seinen Computer, Drucker, Fernseher sowie Bargeld mitgenommen. Herr Tang wurde zu dieser Zeit nicht inhaftiert, war aber gezwungen, seine Wohnung zu verlassen um einer Verhaftung zu entgehen.

Quellen berichten, dass Herr Tang im Januar 2007 in seine Wohnung zurückkehrte. Am 2. Februar 2007 erwartete der örtliche Polizeibeamte, Feng Defu, Herrn Tang vor seinem Haus und verhaftete ihn rechtswidrig.

Herr Tang wurde ins Xinkaipu Lager „Umerziehung durch Arbeit” gebracht, um dort eine zweijährige Haftzeit zu verbüßen. Augenzeugen berichteten, dass Herr Tang im Arbeitslager aufgrund der ihm zugefügten Folter 35 kg Körpergewicht verlor. Er habe „keine Kraft zum Sprechen” gehabt und später an einer ernsthaften Lebererkankung (Hydrozephalus) gelitten.

Seine Familie wurde von der Arbeitslagerverwaltung im Oktober 2007 angewiesen ihn abzuholen. Herr Tang erholte sich nicht mehr von den Verletzungen durch die Folterungen und erlag diesen am 13. Mai 2008.

„Dieser Lehrer ist die dritte Person, die im vergangenen Jahr durch Folter in diesem speziellen Arbeitslager gestorben ist”, sagte die Sprecherin des Falun Dafa Informationszentrums, Gail Rachlin. „Praktizierende und andere Gefangene in dem Lager - alle wurden ohne Gerichtsverhandlung verurteilt ‑ befinden sich eindeutig in unmittelbarer Lebensgefahr.”

Das Infozentrum fordert die Medien im Ausland und andere unabhängige Organisationen auf, detaillierte Nachforschungen zum Tod von Herrn Tang und anderen Gefangenen dieses Lagers anzustellen.

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Am 5. Juli 2008 veranstalteten Praktizierende einen “Informationstag über Falun Gong” im Stadtzentrum von Passau und führten den Einwohnern sowie den Touristen die fünf Falun Gong Übungen vor. Sie sammelten Unterschriften, womit die Öffentlichkeit ihre Unterstützung ausdrücken konnte, die Verfolgung gegen Falun Gong-Praktizierende durch das Kommunistische Regime, noch vor dem Beginn der Olympischen Spiele in Peking 2008, zu beenden.

Auch Mitglieder von ‘Amnesty International in Deutschland’ koordinierten sich mit den Falun Gong-Praktizierenden, um auf die Verletzungen der Menschenrechte und die Verfolgung an Falun Gong in China aufmerksam zu machen. Viele Menschen blieben stehen, unterschrieben und nahmen Flyer entgegen.

Passanten stehen vor dem Informationstisch und unterschreiben eine Petition zur Verurteilung der Verfolgung von Falun Gong in China

Da Wochenende war, war die Fußgängerzone des Stadtzentrums Passau gedrängt voll mit Menschen. Der Informationstisch zog die Aufmerksamkeit von zahlreichen Menschen auf sich. Während die Menschen, die bereits über die Verfolgung von Falun Gong Bescheid wussten, sofort unterschrieben, hatten viele Menschen von Falun Gong sowie von der Verfolgung durch das Kommunistische Regime in China, noch nie gehört. Nachdem sie aber die Erklärungen der Praktizierenden gehört hatten, erklärten sich viele bereit, auch zu unterschreiben.

Ein Jura-Student lehnte es, unter einigen Begründungen, anfangs ab zu unterschreiben, obwohl er schon von der Verfolgung gehört hatte. Nach einem tiefgründigen Gespräch mit einem Praktizierenden änderte er seine Meinung und unterschrieb den Appell der Praktizierenden gegen die Verfolgung.

Dieser Artikel auf Englisch:
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Falun Gong findet mehr Resonanz beim chinesischen Volk als die kommunistische Ideologie, vor allem die marxistisch-kapitalistische

Epoch Times Deutschland


Menschenrechtsanwalt David Matas aus Kanada. (Woody Wu/AFP/Getty Images)

06.07.2008

Menschenrechtsanwalt David Matas stellte im Juli 2006 in Ottawa gemeinsam mit dem ehemaligen kanadischen Parlamentsabgeordneten und Staatssekretär für Asien und den Pazifikraum, David Kilgour, die Ergebnisse ihres Untersuchungsberichts über den systematischen Organraub an lebenden Falun Gong-Praktizierenden durch die Kommunistische Partei Chinas vor. Inzwischen wurde 2007 ein zweiter Bericht mit neuem Material über den Organraub veröffentlicht und ein dritter ist zu erwarten. Die Berichte erregten internationales Aufsehen.

David Matas war am 7. Juni Gesprächspartner der Moderatorin Zhu Dan in der Sendung von NTDTV, “Forum Aktuell”. Wir übersetzten mit Genehmigung von NTDTV (New Tang Dynasty TV) Ausschnitte der Sendung für unsere Leser.

NTD: Hallo, Mr. Matas! Es ist schön Sie wieder zu sehen, willkommen bei unserer Sendung. Ich denke, dass unser Publikum darauf wartet, Ihre Geschichte zu hören. Bitte, erzählen Sie uns etwas über sich selbst. Warum haben Sie für ihre berufliche Laufbahn als Anwalt das Gebiet Menschenrechte und Flüchtlingsrecht gewählt?

Matas: Es gibt viele verschiedene Gründe. Ich denke, dass es eine Berufsausübung ist, die sich entwickelte und ich hatte bestimmte Klienten und einen bestimmten Erfolg. Aber es ist klar, dass ich motiviert war und dass eine innere Resonanz bei mir vorhanden war. Was die internationalen Menschenrechte angeht, so kann man sagen, meine Beschäftigung mit ihnen entwickelte sich aus der Beschäftigung mit dem Asylrecht.

Obwohl meine Familie nicht persönlich mit dem Holocaust zu tun hatte, war ich auf eine Art intellektuellem Niveau doch sehr davon betroffen. Ich fühlte, dass ich in dieser Richtung etwas tun musste. Ich versuchte, aus dem Holocaust Lehren zu ziehen, versuchte ein Vermächtnis aus dem Holocaust zu zeigen und gemäß diesem Vermächtnis zu handeln und ich habe eine Reihe von Lehren aus dem Holocaust gezogen.

Die eine Lehre ist die, dass man Flüchtlinge beschützen muss und dass man gegen die Vergewaltigung der internationalen Menschenrechte protestieren muss, wo immer sie auch geschehen. Die andere ist die, dass man die Täter vor Gericht stellen und Hassreden bekämpfen muss.

Nach diesen Lehren habe ich während meiner gesamten Berufszeit und meiner ehrenamtlichen Tätigkeit gehandelt.

NTD: Seit wann sind Sie auf Falun Gong gestoßen?

Matas: Ich stieß zum Teil durch meine Arbeit als Anwalt darauf, weil ich einige Klienten hatte, die Falun Gong-Praktizierende waren und die den Status als anerkannte Flüchtlinge beanspruchten.

Ich begegnete ihnen auch bei meiner Arbeit für internationale Menschenrechte, bei der ich Leute traf, die zu mir kamen, weil sie Opfer von Unterdrückung geworden waren, nur weil sie Falun Gong praktizierten. Diese Erfahrung habe ich in der Tat immer wieder gemacht.

NTD: Was war Ihr Eindruck, als Sie zum ersten Mal von der Verfolgung von Falun Gong in China hörten?

Matas: Ich war mit China recht vertraut, weil ich als jemand, der als Menschenrechtsanwalt arbeitet, die Probleme der Unterdrückung in China kannte. Meine Falun Gong-Klienten waren ganz anders als meine ersten chinesischen Klienten. Ich habe Klienten vertreten, die bei dem Massaker auf dem Platz des Himmlischen Friedens verhaftet wurden und ich habe Flüchtlinge vertreten, die vor der Justiz in China geflohen waren und die bei einer Rückkehr Folter zu befürchten hatten. Ich habe sehr gute Kenntnisse von den Problemen der Menschenrechte in China.

Als die Falun Gong-Leute zu mir kamen, brauchten sie mir nicht viel zu erzählen, um mich erkennen zu lassen, dass sie sich einem echten Problem gegenüber sahen. Sie hatten genau das Profil einer Gruppe, die in China Schwierigkeiten bekommt. Ich glaube, es einer der Vorteile, die man hat, wenn man so lange beruflich in diesem Bereich gearbeitet hat. Ich habe eine Art von Gespür entwickelt nicht nur für die Umstände eines Landes, sondern auch für die gesetzlichen Möglichkeiten, die zur Verfügung stehen. So konnte ich mehr oder weniger sofort reagieren und Vorschläge machen.

NTD: Als dieser zweite Bericht über den Organraub veröffentlicht wurde, hatten Sie mehr als 30 Länder bereist. Was haben Sie in der Zeit gelernt?

Matas: Ich habe mehr über den Gegenstand des Berichtes, nämlich die Organentnahmen, den Organraub bei Falun Gong-Praktizierenden in China gelernt. Überall, wohin wir gingen, gab es Patienten, die wegen einer Transplantation nach China gegangen waren, gab es Ärzte, die mit Ärzten in China Handel trieben, gab es Leute, die dafür aus Gefängnissen entlassen worden waren, sowohl Falun Gong-Praktizierende als auch andere. So entstand eine Art Anhäufung von Beweistücken und natürlich gab es verschiedene Länder, die sich mit dem Problem beschäftigten, wenn wir es auf die eine oder andere Art zu erklären versuchten.

Darum möchte ich sagen, dass ich viel über das Thema dieses Berichtes erkannte. Daraus resultierte die zweite Version und jetzt sind wir in der Lage, eine dritte Version zu erstellen. Das ist das eine, was ich gelernt habe.

Das andere ist das, was ich über die chinesische Unterdrückung im Ausland gelernt habe. Ich war über die Unterdrückung in China gut unterrichtet, selbst bevor den Bericht anfing. Doch ich wusste nicht viel von dieser Unterdrückung im Ausland, als wir den Bericht begannen. Die Art und Weise, wie China seine Unterdrückung ins Ausland verlagert, war mir neu; denn China ist das einzige Land, das so etwas tut. Alle anderen Gewalttäter ignorieren grundsätzlich den Rest der Welt. China ist die einzige globale Macht, die ihre Unterdrückung weltweit projiziert. Zwar töten sie nicht Menschen, wie sie es in China tun, ihre Handlungen sind nicht so schwerwiegend. Sie stehlen aber zum Beispiel Ausgaben von Epoch Times oder blockieren das Telefon, wenn du Karten kaufen willst für die Show „Shen Yun – Chinese Spectacular“. Ich meine, jede dieser Handlungen ist trivial, aber da sie überall auf der Welt geschehen und immer mehr werden, kam ich dazu, ein Muster zu erkennen und ihre Bedeutung und Wirkung zu sehen; es war, als wenn ich ein Puzzle zusammensetzte.

Als ich damit anfing, schaltete sich die chinesische Regierung natürlich sofort ein und sagte, dass wir, wen wir auch zu treffen planten, „sie nicht treffen dürften“ oder sie versuchten, den zuständigen Gerichtsort abzusagen usw. Als es ein- oder zweimal zu diesen Vorfällen kam, hielt ich sie nur für ein kleines Ärgernis, aber wenn sich diese Dinge über einen bestimmten Zeitraum häufen, erkennt man ein Muster und sieht den Einfluss, den sie haben, wenn man versucht, in der ganzen Welt das Interesse für die Menschenrechte zu mobilisieren, die in China mit Gewalt unterdrückt werden.

NTD: Was die Unterdrückung außerhalb Chinas angeht, so hatten Sie einige Treffen an der Princeton Universität und an der Columbia Universität. Was haben Sie herausgefunden?

Matas: … und in Chicago und San Francisco. In Chicago, Princeton und Columbia hatte das Konsulat von unserem Plan für das Unternehmen gehört und platzierte sofort eine Gruppe direkt vor Ort, schätzungsweise 20 Studenten. In Chicago verteilten sie schon vorher Material vor dem Raum, betraten ihn aber nicht. An der Columbia Universität und Princeton Universität gingen sie in den Raum hinein. An der Columbia Universität gab es eine spezielle Sicherheitsbestimmung, und so konnten sie keine großen Plakate mitbringen aber sie durften kleine Poster hochhalten, die mit englischen und chinesischen Texten versehen waren. Den chinesischen Text konnte ich nicht lesen, aber der englische Text lautete: „Falun Gong ist ein XXX“. Sie waren alle ähnlich angezogen und hatten vorher eine E-Mail geschickt, in der unser Bericht und Falun Gong kritisiert wurden. Es gelang mir, der E-Mail habhaft zu werden und im Verlauf meiner Rede trug ich sie den Leuten vor, nahm bei jedem Satz Stellung zu dem Text und zeigte ihnen so meine Reaktionen.

Das war etwas, was ihnen wohl gar nicht gefiel, denn inmitten meiner Anmerkungen befahl der Anführer seinen Leuten, den Raum zu verlassen, was sie dann auch taten. Mitten in meinem Vortrag ging die Gruppe geschlossen hinaus.

NTD: Glauben Sie, dass diese Leute aufgeschlossen sind und freien Zugang zu allen Informationen haben? Wie lautet Ihr Kommentar zu deren Verhalten?

Matas: Natürlich sind einige so. Ich meine, was man hier vor sich sieht, ist kein repräsentatives Beispiel der chinesischen Studenten an der Columbia und der Princeton Universität.

NTD: Sie meinen also, es sei nur ein sehr kleiner Prozentsatz?

Matas: Ein kleiner Prozentsatz. Schauen Sie einmal auf die die Realität im Nazi-Deutschland. Die Nazis stellten nie eine Mehrheit dar, aber die Leute wählten sie. Wenn wir heute eine Wahl in China hätten und die kommunistische Partei sich in einer freien und demokratischen Wahl zur Wahl stellen würde, so bin ich fest davon überzeugt, dass sie nicht gewinnen würden, aber ebenso fest bin ich davon überzeugt, dass sie einige Stimmen bekämen. Einige Leute würden sie wählen. Ich meine Leute, die durch das Interesse ihrer Familien gebunden sind. Oder durch politische Verpflichtungen oder Wirtschaftsinteressen, oder weil sie eingeschüchtert sind. Einige Leute sind auch durch die Propaganda, der sie von frühester Jugend an ausgesetzt waren, derart beeinflusst, dass sie über die Propaganda nicht hinausblicken können. Ich meine, dass es immer jemanden geben wird, der sich auf die Seite der Partei stellt.

Was Sie in China sehen, ist ein Volk, das von Kindheit an gelernt hat, die kommunistischen Partei mit China zu identifizieren und einige können dieses Denken nicht überwinden und sehen in der Kritik an der Partei eine Kritik an China. Sie fühlen sich als Patrioten.

NTD: Ich habe gerade bemerkt, dass Sie auf den Holocaust zurückgreifen und Vergleiche anstellen zwischen Nazi-Deutschland und dem kommunistischen China. Warum tun Sie das?

Matas: Nun, kein Vergleich ist perfekt und es gibt augenfällige Unterschiede, aber es gibt auch viele Ähnlichkeiten in Folgendem: Aufhetzung zum Hass, gesetzeswidriges Regieren, Mord, Folter, Unmenschlichkeit. Die Zahlen hierbei sind sehr hoch.

Das kommunistische China hat mehr Menschen getötet und mehr Unschuldige politisch verfolgt als das stalinistische Russland und Nazi-Deutschland zusammen Auch bei den Olympischen Spielen gibt es eine Parallele, was die Olympische Fackel angeht. Sie wurde zum ersten Mal bei den Olympischen Spielen im Jahre 1936 eingeführt und wurde von Hitler dazu benutzt, als ein Ausdruck der Glorifizierung und Rechtfertigung der Nazi-Herrschaft. Was man jetzt in China sieht, ist auch der Versuch, die Olympische Fackel auf diese Art und Weise zu benutzen.

NTD: Sie definieren auch die Organbeschaffung als Verbrechen gegen die Menschlichkeit, können Sie uns einige gesetzliche Gründe nennen?

Matas: Verbrechen gegen die Menschlichkeit sind vielfältig, eine ganze Liste von Verbrechen, nicht nur ein einzelnes. Aber was all diese Verbrechen gegen die Menschlichkeit gemeinsam haben, ist das systematische Vorgehen, ihre Verbreitung und dass sie sich gegen die Zivilbevölkerung richten.

Was wir bei der Organbeschaffung sehen können, ist ein systematisches und weit verbreitetes Vorgehen. Wegen der Tatsache, dass wir keine Dokumentation besitzen, ist es schwieriger zu erkennen, wie weit verbreitet sie ist und um zu erfahren, wie systematisch hier gearbeitet wird, brauchen wir wirklich Dokumente. Aber diese Organbeschaffung richtet sich ganz klar gegen die zivile Bevölkerung, involviert Mord und Folter und betrifft die Gruppe der Falun Gong.

NTD: Welcher Art von Konsequenzen sehen sich die Verteidiger (des Regimes) gegenüber, wenn, wie Sie sagen, der Kommunismus nicht ewig währt? Es wird eine nachkommunistische Ära geben, wie zum Beispiel das Nürnberger Gericht für Nazi-Deutschland. Welchen Konsequenzen sehen sich die Verteidiger (des Regimes) in einer nachkommunistischen Ära gegenüber?

Matas: Natürlich hängt das davon ab, was in einer postkommunistischen Ära geschieht. Putins Russland zum Beispiel ist ein postkommunistisches Russland, aber nicht einer der Täter des Stalin-Regimes ist vor Gericht gestellt worden.

Wohingegen in anderen Ländern, zum Beispiel jetzt in Sierra Leone, Gerichtsverfahren stattfinden. In Kambodscha gibt es Gerichtsverfahren. Bei einem postkommunistischen Regime würde ich darauf drängen, dass die Täter strafrechtlich verfolgt werden, und zwar nicht nur wegen der Verbrechen gegen Falun Gong, sondern wegen aller Verbrechen im kommunistischen China; denn für mich ist es ein wichtiger Teil des Heilungsprozesses der Gesellschaft in den Ländern, dass sie viele Probleme beim Regieren haben, weil sie sich mit der Vergangenheit noch nicht auseinandergesetzt haben. Man kann sagen, dass Russland heute eine Menge Probleme beim Regieren hat, weil es seine Vergangenheit noch nicht aufgearbeitet hat.

NTD: Wir sprachen über die Verfolgung der Falun Gong-Anhänger außerhalb Chinas. Was können Sie uns aus der Sicht eines Anwalts zu der Präsenz der chinesischen Kommunisten im Ausland sagen?

Matas: Aus der Sicht eines Anwalts kann ich nicht viel dazu sagen, aber ich habe eine Menge Reisen unternommen und überall, wohin ich kam, mit Leuten gesprochen. Es gibt da diese Art von Belästigung, die den Versuch darstellt, die Kritik an China zum Schweigen zu bringen.

Das gibt es bei anderen tyrannischen Regierungen nicht. In Simbabwe oder im Iran oder in Syrien oder in Nord-Korea wird jede Kritik an der Regierung im Lande selbst unterdrückt, wenn ich aber in Winnipeg Simbabwe kritisiere, so nimmt niemand Notiz davon.

Wohingegen China als globale Macht überall versucht, Kritik zu unterdrücken. Es ist die erste und höchste Aufgabe der chinesischen Botschaften und Konsulate, sich um die Falun Gong-Anhänger zu kümmern und dafür stehen ihnen Personal, Zeit und Geld zur Verfügung. Sie haben da eine Methode der kleinen Nadelstiche, indem sie zum Beispiel Ausgaben der Epoch Times stehlen, indem sie versuchten NTDTV-Sendungen zu verhindern oder indem sie ihre eigenen Fernsehkanäle für ihre Propaganda einrichteten.

Ich habe Ihnen darüber erzählt, wie sie versuchten, uns am Reden zu hindern oder wie sie versuchten, Leute davon abzuhalten, sich die Tanzaufführungen anzusehen. Sie schicken immer noch Briefe an städtische Angestellte mit der Aufforderung, nicht dorthin zu gehen oder sie versuchen, die Telefonleitungen zu blockieren, wenn man Eintrittskarten bestellen will. Sie lassen sich infiltrieren und spionieren um herauszufinden, wer Falun Gong-Praktizierende sind und verlängern dann ihre Pässe nicht oder verseuchen ihre E-Mails mit Viren. Sie rufen die Leute auf ihrem Handy an und setzen sie ihrer Propaganda aus. Es handelt sich also um eine Ansammlung solch trivialer Belästigungen doch diese zusammen genommen stellen die Art und Weise dar, wie Kritik an China verhindert wird.

Wenn ich irgendwo einen Vortrag halten will und die chinesische Regierung den Gastgeber überredet, das Treffen abzusagen und ich irgendwo anders hingehe, so bin ich bereit damit fertig zu werden, aber einige Leute werden einfach fortgeschickt oder sie tauchen gar nicht erst auf. Vor einigen Wochen zum Beispiel sprach ich an der staatlichen Universität von San Francisco und die Chinesen riefen die Universität an. Die Universität sprach von einem Sicherheitsrisiko, was natürlich nicht der Fall war, und sagte den Vortrag ab. Wir gingen dann in ein Hotel aber die Universität hängte Hinweise aus, dass das Treffen abgesagt wurde. Die Organisatoren begaben sich zur Universität und sagten den Leuten, dass der Vortrag an einem anderen Ort stattfände. Aber einige Leute waren zu früh da, bevor die Organisatoren ankamen, um ihnen zu sagen, dass das Treffen an einem anderen Ort stattfände. So sahen die Leute nur den Hinweis, dass es ausfiele und gingen fort.

Das Ereignis fand also statt und war gut besucht, aber es ist diese Anhäufung von solchen Dingen, die überall auf der Welt passieren, zu jeder Zeit. Und es bleibt die Hauptaufgabe für jede chinesische Botschaft und für jedes chinesische Konsulat im Ausland. Vieles davon findet auch in Kanada statt und zeigt seine Auswirkungen.

Ich vermute, dass Sie wissen, dass meine Reaktion als Aktivist für Menschenrechte in erster Linie darin besteht, Verbrechen gegen die Menschlichkeit zu dokumentieren und aufzuzeigen. An zweiter Stelle steht mein allgemeines Eintreten für die Abschaffung der Menschenrechtsverletzungen in China. Das ist bis zu einem gewissen Grad die Lektion, die ich aus dem Holocaust gelernt habe. Ich habe zuerst versucht, mich mit den schlimmsten Vergewaltigungen auseinanderzusetzen. Es war wirklich grauenhaft; denn ich befasste mich das ganze Jahr mit Völkermord, Verbrechen gegen die Menschlichkeit, Folter, Vergewaltigung und den schlimmsten Formen von Verletzungen. Aber andererseits denke ich, dass es diese Vergewaltigungen sind, die dringend höchste Aufmerksamkeit erfordern und zum Kampf dagegen aufzurufen. Auch ist es natürlich Realität, dass die Menschen, die in solche Fälle verwickelt sind, so verletzt und zerstört wurden, dass ihre Erlebnisse traumatisch sind und sie nur noch von ihnen davonlaufen möchten, um ihr restliches Leben weiter leben zu können. Nur Leute wie ich selbst haben genügend Abstand zu diesen Ereignissen, sodass man sich ihnen auf professionelle Weise nähern und etwas dagegen tun kann.

NTD: Was sind in dieser Phase für Sie die wichtigsten Begriffe für China?

Matas: Die wichtigsten sind Demokratie, Respekt vor Menschenrechten und die Täter zu bestrafen.

NTD: Sehen Sie in der nahen Zukunft dafür eine Möglichkeit?

Matas: Ja, nach meiner Erfahrung mit repressiven Regimes kommt eine Veränderung sehr schnell, über Nacht, nicht stufenweise. Es sind sehr anfällige Regime. Es ist nicht so wie in einer Demokratie, wo man sehen kann, dass die Regierung nicht beliebt ist und weil man ja wählen kann, weiß man, dass sie bei der nächsten Wahl wahrscheinlich verlieren wird. Nein, so ist es absolut nicht.

An irgendeinem Punkte werden die Menschen zornig und es sind so viele und zu viele bilden einen Teil der Regierung, dass einfach alles zusammenbricht.

Die Falun Gong-Bewegung wurde zwischen 1992 und 1999, als sie verboten wurde, zahlenmäßig größer als die kommunistische Partei, was auch ein Teil der Gründe ist, warum sie verboten wurde. Aber Falun Gong ist in einem gewissen Sinne die Art der ideologischen Fortsetzung Chinas, bevor es vom Kommunismus vereinnahmt wurde.

Falun Gong ist eine Art moderner Version chinesischer Kulturgeschichte, weil seine Wurzeln im Qigong, dem Taoismus und dem Buddhismus liegen. Ich sehe einen chinesischen Führer vor mir, der einem anderen Glauben beitritt und Falun Gong-Praktizierender wird und in dem Augenblick würde sich das ganze System ändern.

Ich konnte sehen, dass das geschehen würde, weil die chinesische Regierung jetzt irgendwie sieht, dass Falun Gong Staatsfeind Nr. 1 ist. Aber in Wirklichkeit ist es doch so: wenn sie klar denken könnten, würden sie erkennen, dass Falun Gong der Freund Nr. 1 ist, weil er etwas darstellt, was ihn stärker an das historische China bindet. Falun Gong findet mehr Resonanz beim chinesischen Volk als die kommunistische Ideologie, vor allem die marxistisch-kapitalistische. An der marxistisch-sozialistischen Ideologie halten noch einige Leute fest, jedenfalls die, die an den Sozialismus glaubten. Doch die marxistisch-kapitalistische ist ideologisch einfach unverständlich.

Das ist das Problem mit dem sich Jiang Zemin konfrontiert sah, als seine drei Schriften vorstellte. Niemand konnte verstehen, was sie bedeuteten, und Jiang Zemins Reaktion auf Falun Gong erfolgte zu der Zeit, als niemand verstand, was er sagen wollte und hundert Millionen Leute das lasen, was Li Hongzhi schrieb. Jiang Zemin wurde wütend und neidisch, als er sah, dass jemand etwas schrieb, das beliebter war als das, was er schrieb und dass die Leute Li Hongzhis Schriften mochten und seine nicht.

Irgendwann wird das Volk den Wert Falun Gongs für China erkennen. So sehe ich die Zukunft. Wenn China erst eine Demokratie hat, wird es ein breites Spektrum an Tendenzen und Trends haben, aber prädominant für China und für Chinas Zukunft wird Falun Gong sein.

Meine Ansicht über Falun Gong ist dieselbe wie über andere Religionen. Ich bin kein Förderer oder Anhänger oder Praktizierender von Falun Gong. Ich halte nur an der Meinung fest, dass Menschen die Freiheit haben sollten, das zu glauben was sie glauben wollen. Aber besonders bei den Chinesen hat Falun Gong viel Verbindung mit ihren Traditionen, ihrer Geschichte und Kultur und darum gibt es eine so starke Resonanz bei ihnen. Ich bin durch die Welt gereist und habe gesehen, dass Falun Gong von vielen angenommen wird, die keine Verbindung zu den chinesischen Traditionen haben. Aber in reinen Zahlen ausgedrückt, ist Falun Gong bei Chinesen erfolgreicher und beliebter als anderswo.

NTD: Was würden Sie als Anwalt und Autor des Berichtes über die Organentnahmen bei Falun Gong-Praktizierenden den Menschen in der Welt und dem chinesischen Volk sagen?

Matas: Den Menschen in China, die Opfer der Menschenrechtsverletzungen sind, möchte ich sagen, dass wir von ihrem Elend und ihrer Unterdrückung wissen und dass wir alles daran setzen werden, was in unserer Macht steht, um diese zu beenden. Und ich möchte ihnen sagen, dass wir ihren Mut und ihre Entschlossenheit bewundern, durchzuhalten und auf Menschenrechte zu bestehen und das im Angesicht der Unterdrückung, der sie sich gegenübersehen.

Den Menschen außerhalb Chinas möchte ich sagen, dass wir unsere Unterstützung und Sorge verstärken müssen. Wir müssen den Menschen in China, die Opfer der Vergewaltigung der Menschenrechte sind, helfen. Die Leute, die unseren Bericht kritisieren, bezeichnen uns als China- feindlich. Doch in Wirklichkeit ist es umgekehrt. Die Leute, die daneben stehen und die kommunistische Partei ihre Bürger unterdrücken lassen, das sind die China-feindlichen. China bedeutet sein Volk und dieses Volk wird gerade jetzt von der kommunistischen Partei unterdrückt. Ich möchte den Leuten außerhalb Chinas sagen: Wenn Sie etwas für China empfinden, dann müssen Sie etwas tun, um die Menschenrechtsverletzungen in China zu beenden.

NTD: Was erwartet uns im dritten Bericht?

Matas: m Bericht verfolgten wir unterschiedliche Beweisbringende Spuren. 18 waren es im ersten Bericht, 33 im zweiten und jetzt sind wir bei 51. Wir haben also eine Menge mehr Beweisbringender Spuren. Es wird auch eine Analyse dessen, was weltweit vor sich geht, erscheinen und Diskussionen, die man versucht hat zu verhindern und die in unseren früheren Berichten nicht zu sehen waren. Wir werden auch über grundsätzlichen Veränderungen schreiben, die aufgrund unserer Berichte erfolgt sind; denn es hat Veränderungen gegeben und so müssen wir nun die Situation auf den neuesten Stand bringen und darüber reden, was jetzt geschieht und wie wir weiter vorgehen wollen.

NTD: Wann können wir mit dem Bericht rechnen?

Matas: Vielleicht erscheint der Bericht in Form eines Buches, darum müssen wir einen Verleger finden und darum haben wir noch keinen endgültigen Termin.

NTD: Vielen Dank, Herr Matas! Danke, dass Sie sich die Zeit genommen haben!

Matas: Ich danke Ihnen für die Einladung.

Download: Untersuchungsbericht “Blutige Ernte” als PDF-Dokument

(Minghui.de) Es wurde gemeldet, dass NTDTV eine „technische Störmeldung“ von Eutelsat erhalten habe. Darin heißt es, dass die Ausstrahlung von NTDTV nach China und andere asiatische Regionen aufgrund einer „technischen Störung“ des W5-Satelliten am 17. Juni um 06:47 Uhr gestoppt werden musste. Der Zeitpunkt der Wiederherstellung ist nicht bekannt. Falun Dafa-Praktizierende in China und auf der ganzen Welt, bitte helft, mit aufrichtigen Gedanken diese Störung zu beseitigen.

Detaillierte Informationen bei Eutelsat:

Webseite: www.eutelsat.org

Telefon: + 33 1 53984747, +33 1 53 98 38 88

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voconnor@eutelsat.fr
Dieser Artikel auf Englisch:
http://www.clearwisdom.net/emh/articles/2008/6/23/98399.html
Dieser Artikel auf Chinesisch:
http://minghui.ca/mh/articles/2008/6/20/180586.html
Veröffentlicht in www.minghui.de am: 25.06.2008

Im Frühjahr 2006 enthüllte die Epoch Times zum ersten Mal das Verbrechen des Organraubs unter dem Regime der Chinesischen Kommunistischen Partei an lebenden Falun Gong-Praktizierenden. Seitdem gibt es immer wieder neue Hinweise darauf.

Li Jie / Epoch Times
Epoch Times Deutschland
28.06.2008 18:39


Demonstration von Falun Gong-Praktizierenden mit einer nachgestellten Organentnahme vor dem UNO Hauptquartier in New York am 25. September 2007. (Nicholas Roberts/AFP/Getty Images)

Vor Kurzem meldete sich ein Zeuge aus der Stadt Wuxi in der Provinz Jiangsu und berichtete, was er während seiner Untersuchungshaft im Untersuchungsgefängnis Nr. 2 in der Stadt Wuxi entdeckte. Nach seiner Aussage fanden viele Fälle von Organraub im Jahr 2002 statt.

Er wurde von 2005 - 2007 gefangen gehalten, weil er sich gegen Chinas verfassungswidrige Kontrolle von Redefreiheit und Medienfreiheit ausgesprochen hatte. In dieser Zeit erfuhr er, dass Organraub nicht nur an zum Tode verurteilten Gefangenen begangen wurde, sondern auch an Falun Gong-Praktizierenden. Um die Sicherheit seiner Familie in China nicht zu gefährden, werden wir seinen Namen nicht nennen.

ET: Unter welchen Umständen konnten Sie etwas über den Organraub an Falun Gong-Praktizierenden herausfinden?

Zeuge: Zwischen März 2005 und Frühjahr 2007 wurde ich illegal im Untersuchungsgefängnis Nr. 2 in der Stadt Wuxi gefangen gehalten. Mir wurde noch mehr Unrecht zuteil, als mich die boshaften Gefängniswächter immer wieder in eine andere Zelle verlegten und den dortigen Insassen sagten, ich wäre verrückt und sie sollten nicht mit mir reden, sondern mir meine Zeit schwer machen. Ich wurde in 17 verschiedenen Zellen eingesperrt. Langzeitgefangene erzählten mir, dass in jeder Zelle zwischen 2002 und 2003 Organraub an zwei oder drei Falun Gong-Praktizierenden begangen wurde.

ET: Wie kamen Sie auf dieses Thema?

Zeuge: Im Untersuchungsgefängnis muss jeder Insasse mindestens zweimal im Jahr körperlich untersucht werden. Während dieser Untersuchung erzählten mir ältere Insassen leise: „Es ist die Zeit für den Organraub an diesen Menschen. Schau dir diese starken jungen Männer an. Sie werden dem Organraub zum Opfer fallen.“

ET: Wer waren diese „starken jungen Männer“?

Zeuge: Zum Tode verurteilte Gefangene und Falun Gong-Praktizierende. Die Ärzte untersuchten diese Menschen sorgfältig, aber andere Insassen beachteten sie kaum. Es ist kein Geheimnis mehr, dass Organraub an zum Tode verurteilten Gefangenen begangen wurde. Die Hinrichtungen werden jedes Jahr vor dem chinesischen Neujahr und am 1. Oktober vollzogen, weshalb die körperlichen Untersuchungen immer im Januar und September durchgeführt werden. Dann überprüfen Ärzte die Gesundheit der Gefangenen um zu entscheiden, welche Körperteile für Organtransplantationen verwendet werden können. Diese älteren Insassen haben festgestellt, dass Falun Gong-Praktizierende ungewöhnlich sorgfältig untersucht werden. Das bedeutet, dass sie möglicherweise die Zielgruppe sein können.

ET: Woher wussten diese älteren Insassen, dass der Organraub an Falun Gong-Praktizierenden durchgeführt wurde?

Zeuge: Falun Gong-Praktizierende haben ihren eigenen spirituellen Glauben. Jene Insassen glauben jedoch, dass sie einfach stur sind. Für ihre Freilassung müssten Falun Gong-Praktizierende nur eine Garantieerklärung unterschreiben, dass sie nie mehr Falun Gong praktizieren, das tun sie aber nicht. Deshalb werden sie geschlagen und gefoltert. Manchmal bekommen sie von den Wächtern kein Essen oder nur Schweinefutter oder verschimmelte Nahrung. Ich weiß zum Beispiel, dass in jedem Untersuchungsgefängnis in Wuxi zwei Wächter die Aufgabe haben, Häftlinge zu schlagen. Sie schlagen und foltern Praktizierende bis sie fast tot sind. Manchmal erleiden die Gefangenen innere Verletzungen, aufgrund derer sie nicht mehr essen können. Manchmal wurden ihre Lippen und ihr Mund durch harte Tritte verletzt, sodass sie nicht essen können. Nach dem Verabreichen von Salzlösungen über einen Zeitraum von zwei Tagen hören die Wächter damit auf und ignorieren sie. Bis dahin sind diese Praktizierenden halbtot. Am nächsten Tag werden sie aus der Zelle geschleppt und ihrer Organe beraubt. Wir sehen sie nie wieder.

ET: Wie können diese Insassen sicher sein, dass diese Praktizierenden wegen ihrer Organe getötet wurden, anstatt entlassen worden zu sein?

Zeuge: Sie fragen mich, wie sich die langjährigen Insassen sicher sein können, dass diese Praktizierenden wegen ihrer Organe getötet wurden, anstatt entlassen worden zu sein? Erstens versprechen diese Menschen nicht, mit dem Praktizieren von Falun Gong aufzuhören, sodass es für sie keine Möglichkeit gibt, entlassen zu werden. Zweitens werden Praktizierende in ein isoliertes Zimmer gebracht. Viele Ärzte in weißer Kleidung versammeln sie in diesem Zimmer und man sieht sie nie wieder. Eines Tages wurde ein neuer Praktizierender in unsere Zelle gesperrt. Er erzählte uns, dass die Familie eines Praktizierenden draußen mit den Wächtern diskutierte. Sie fragten, warum ihr Verwandter so plötzlich gestorben sei und warum sein Körper verbrannt wurde, bevor ihn die Familie sehen durfte. Die Insassen waren verwirrt. Schließlich war dieser Praktizierende noch am Leben, als er vor zwei Tagen aus der Zelle gebracht wurde. Wie konnte er so plötzlich sterben? Er musste ermordet worden sein. Warum verweigerten sie seiner Familie das Recht, seinen Körper vor der Verbrennung zu sehen? Es ist deshalb, weil ihm die Organe entnommen wurden. Denken Sie einmal nach. Sie entnehmen hingerichteten Gefangenen die Organe, warum sollten sie nicht noch einen Schritt weiter gehen?

ET: Passierte das in jeder Zelle? Und wie oft?

Zeuge: Ich war zwei Jahre inhaftiert und saß in 17 verschiedenen Zellen. In jeder Zelle erzählte ein Insasse oft mehr als nur eine wahre Geschichte über Praktizierende, die wegen ihrer Organe getötet wurden. Obwohl ich die Verbrechen nicht selbst bezeugen kann, sah ich doch, wie schwer sie Falun Gong-Praktizierende schlugen. Die Wächter banden sie auf ein Brett, dehnten ihre Gliedmaßen und ließen sie stundenlang festgebunden liegen. Sie durften nicht auf die Toilette gehen. Ich habe auch Wächter beobachtet, die Falun Gong-Praktizierende zwangsernährten, indem sie ihnen mit scharfen Bambusspitzen den Mund aufsperrten oder ihnen den Mund mit Holzklötzen zustopften. Ich habe keine Ahnung, ob sie diese Methoden immer noch anwenden.

ET: Mit anderen Worten – die Insassen der Untersuchungsgefängnisse wussten vom Organraub an lebenden Falun Gong-Praktizierenden schon im Jahr 2002, bevor dieses Verbrechen in der Welt bekannt wurde?

Zeuge: Das stimmt. Die Insassen der Untersuchungsgefängnisse wussten schon im Jahr 2002 davon. Als ich die Berichte über den Organraub las, nachdem ich China verlassen hatte, war ich von diesen Berichten und auch von ihrer Genauigkeit vollständig überzeugt.

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