China: Foltermethode, Beinspagat (Fotos)

Von Cheng Yu

(Minghui.de) Tänzer und Athleten üben oft Spagat, um ihre Körper flexibler werden zu lassen. Ihr Ziel ist es, die Beine in einer geraden Linie zu spreizen. Das Training für Spagat muss langsam erfolgen und man fängt normalerweise in einem sehr jungen Alter an. Für die meisten Erwachsenen ist es äußerst schwierig ohne jegliches Training die Beine in einer geraden Linie zu spreizen. Doch die Kommunistische Partei Chinas (KPCh) benutzt diese Methode als eine Folterart bei Falun Gong-Praktizierenden, die eingesperrt wurden, um sie zu zwingen, ihren Glauben aufzugeben. Die Beine der Praktizierenden werden gewaltsam in einer geraden Linie auseinandergezogen. Es ist sehr schmerzhaft und endet oft damit, dass Bänder reißen. In einigen Fällen verursachte es sogar bleibende Behinderung. Diese Foltermethode wird „Beinspagat“ genannt. An einigen Orten heißt sie auch „Hüftspagat” oder „Weites Auseinanderspreizen der Hüften”.


Folternachstellung: Beinspagat

Die häufigste Art des Beinspagats bei Praktizierenden wird so ausgeführt, dass die Beine in entgegengesetzte Richtungen gezogen werden und dann der Körper von oben nach unten gedrückt wird, sodass die Beine unter Zwang gespreizt werden. Die 60 Jahre alte Falun Gong-Praktizierende Frau Li Mingying aus der Stadt Qiqihar in der Provinz Heilongjiang wurde so von dem Polizisten Wang Zhaoshan aus der politischen Sicherheitsabteilung der Polizeiwache Longsha und einem Polizisten mit Familiennamen Yi aus der Polizeiwache Hubin gefoltert. Frau Lis Hände waren hinter ihrem Rücken in Handschellen gelegt und einer der beiden Beamten stieß ihren Nacken nach unten und setzte sich dann auf ihren Nacken, während der andere Beamte tückisch in ihre Beine und Füße stieß. Ihre Beine waren in einer geraden Linie auf dem Boden gespreizt. Dann zogen sie an ihren Händen in den Handschellen, um sie vom Boden hochzuziehen und dann wiederholten sie diesen Spagatvorgang nochmals. Frau Li wurde den ganzen Morgen auf diese Weise wiederholt gefoltert und ihre Muskeln und Bänder in beiden Beinen wurden sehr stark verletzt.

Das berüchtigte Zwangsarbeitslager Masanjia in der Provinz Liaoning hat auch andere Methoden für den Beinspagat an Falun Gong-Praktizierenden. Eine davon ist ähnlich wie die oben genannte Beschreibung, doch wenn der Praktizierenden mit gespreizten Beinen am Boden sitzt, treten Wärter oder Gefangenen auf die Fersen und Knie der Praktizierenden, damit ihre Beine vollkommen flach auf dem Boden liegen. Die 58 Jahre alte Frau Li Jinqiu wurde an einem Tag im November 2009 dreimal so gefoltert. Ihre Beine waren mit violetten Flecken übersät, nachdem die Polizisten auf ihnen herumgetreten hatten. Heute kann sie immer noch nicht wieder gehen.


Frau Li Jinqiu

Der Falun Gong-Praktizierende Herr Cui Dejun aus Wafangdian, Provinz Liaoning, war ein Offizier auf Bataillonsebene in der Armee. Er wurde aus der Armee entlassen, weil er auf das Praktizieren von Falun Gong bestand. Herr Cui erlitt auch diese Folter im Zwangsarbeitslager Masanjia. Die Polizisten zwangen ihn, auf seinem linken Bein in Richtung Bett zu stehen, während sie sein rechtes Bein auf das obere Etagenbett legten. Sein linkes Schienbein wurde gegen das untere Bett gepresst und seine rechte Wade gegen das obere Bett, sodass seine Beine in einer geraden Linie waren. Dann dehnten sie seine Arme auseinander und machten sie an beiden Seiten des Bettes fest. Er wurde gezwungen in dieser Position eineinhalb Stunden auszuharren. Dann wechselten sie seine Beine und ließen ihn in dieser Position länger als eine Stunde stehen. Nach dieser Folter konnte er sein linkes Bein nicht mehr benutzen. Nach ungefähr zehn Minuten befahlen die Polizisten einigen Gefangenen, auf eines seiner Beine zu treten, während sie das andere spreizten. Er hatte wiederum quälende Schmerzen. Dann zwang man ihn mit seinem Rücken gegen die Bettkante zu sitzen. Seine Hände wurden hinter seinem Rücken auf der anderen Seitenkante des oberen Etagenbettes in Handschellen gelegt und seine Beine wurden wieder gespreizt. Ohne Bedauern drehten sie dann seinen linken Fuß so, dass er nach oben zeigte und seinen rechte Fuß so, dass er nach unten zeigte. Dann banden sie jeden Fuß auf der jeweiligen Seite des Bettes fest.

Der Polizist Wang Hanyu stellte dann einen Aschenbecher vor Herrn Cuis Gesicht und zündete gebrauchte Zigarren, Zigaretten und Papier an. Durch den Rauch tränten Herrn Cuis Augen und seine Nase begann zu triefen. Gleichzeitig spielten sie Hörbänder, in denen Falun Gong diffamiert wurde und benutzten Elektrostöcke, um ihn zu schocken. Nach einer Stunde befahlen sie den Gefangenen wiederum auf Herrn Cuis Beine zu treten, während sie gespreizt waren. Dann wiederholten sie diesen Vorgang wobei dieses Mal sein rechter Fuß nach oben und sein linker Fuß nach unten zeigten. Dann banden sie sie an beiden Bettenden fest. Nach einer Stunde kamen die Gefangenen wieder, um auf seine Beine zu treten. Diese Folter setzte sich von 20:00 Uhr bis 01:00 Uhr morgens fort. Unverfroren fingen sie am nächsten Morgen wieder mit dieser Folter an und setzten sie acht Tage lang fort.

Im Gefängnis Tilanqiao in Schanghai wird diese Spagatfolter „Tigerbank“ genannt. Der Falun Gong-Praktizierende Lu Xingguo, der im ersten Dorf Wangganghong, Großgemeinde Tang, Neuer Bezirk Pudong, wohnt, wurde dieser Folter ausgesetzt, als er im dritten Zwangsarbeitslager Qingpu in Schanghai eingesperrt war. Am 13. März 2003 befahl die Polizei mehreren Gefangenen Herrn Lu der Folter „Tigerbank“ zu unterziehen. Sie stellten einen kleinen runden Hocker gegen eine Wand, welchen sie „kleine Tigerbank“ nannten. Es war eigentlich ein Gerät zum Spulen bewickeln. Herr Lu wurde gezwungen, mit dem Rücken gegen diese kleine Tigerbank am Boden zu sitzen. Seine Beine wurden nach außen gestreckt und sein Körper und seine Beine bildeten einen 90-Grad-Winkel. Seine Arme wurden an jeder Seite seines Körpers hinab in einer geraden Linie gerichtet und gegen die Wand gedrückt. Mehrere Gefangene zogen daraufhin seine Beine in die andere Richtungen bis sie fast um 180 Grad auseinander waren. Herrn Lus schmerzvolle Schreie konnten draußen gehört werden. Die Gefangenen fragten ihn, ob er einer „Umerziehung“ zustimmen würde. Herr Lu sagte bestimmt, dass er sich nicht „umerziehen“ lasse und seinen Glauben an Wahrhaftigkeit-Barmherzigkeit-Nachsicht nicht aufgeben werde. Die Gefangenen folterten ihn daraufhin zwei Tage lang. Die Bänder in Herrn Lus Beinen wurden sehr stark verletzt und er konnte nicht mehr aufstehen oder gehen.

Bei einer anderen häufig vorkommenden Art des „Beinspagats“ werden alle Gliedmaßen der Praktizierenden gestreckt. Manchmal wird es auch als „Streckfolter“ und manchmal als „fünf Pferde spalten den Körper“ bezeichnet. Bei dieser Art strecken die Verfolger die Gliedmaßen der Praktizierenden gewaltsam in vier verschiedene Richtungen, was zur Folge hat, dass der Körper vom Boden hochgehoben wird. Wenn dies gemacht wird, strecken sie auch die Beine in die entgegengesetzten Richtungen, um eine gerade Linie zu bilden. Die Schmerzen dieser Folter sind unvorstellbar.


Folternachstellung: „Fünf Pferde spalten den Körper“. Die Polizei legt die Hände der Praktizierenden an den zwei oberen Etagenbetten in Handschellen. Dann befehlen mehrere Personen die Betten in die entgegengesetzten Richtungen zu ziehen. Der Körper des Praktizierenden fühlt sich an, als ob er auseinanderbricht und der extreme Schmerz kann in den inneren Organen gefühlt werden.

Während der Haft in dem Untersuchungsgefängnis der Stadt Chibi wurde die 62 Jahre alte Falun Gong-Praktizierende Frau Liu Xiaolian aus der Stadt Chibi, Provinz Hubei mit „fünf Pferde spalten den Körper“ von 19 Polizisten unter Führung des Direktors des Untersuchungsgefängnisses Herrn Deng Dingsheng gefoltert. Die Polizei befahl vier Gefangenen die Armen und Beine von Frau Liu festzuhalten und Deng Dingsheng hielt ihren Kopf. Dann zogen sie zusammen in fünf verschiedene Richtungen. Frau Lius Genitalien wurden sofort gerissen und gespalten und ihre Knochen im gesamten Körper machten eine Reihe von Geräuschen, als sie ausgerenkt wurden. Die Polizisten lachten unverschämter Weise laut.


Frau Liu Xiaolian

Es gibt eine weitere “kreative” Art der Spreizfolter, die man sich schwer vorstellen kann. Sie wird nachfolgend dargestellt. Gegen 17:00 Uhr am 28. März 2006 wurde der Falun Gong-Praktizierende Herr Sun Hongchang aus dem Kreis Qingyuan, Stadt Fushun, Provinz Liaoning, festgenommen und in die Polizeiwache der Großgemeinde Qingyuan gebracht, und zwar von sieben oder acht Polizisten. Darunter war Guang Yong aus der Staatssicherheit des Büros für öffentliche Sicherheit Fushun. Guan Yong und sechs andere Polizisten begannen um 23:00 Uhr in dieser Nacht damit, Herrn Sun zu foltern.


Herr Sun Hongchang wurde mit „Beinspagat” gefoltert, was zu seiner Behinderung führte
Nachdem die Polizisten Herrn Sun eine Stunde lang schlugen und auf ihn einstießen, benutzten sie einen Elektrostock um seinen Penis zu schocken. Dann stießen sie brutal mit ihren Fäusten in seine Genitalien. Dann folterten sie Herrn Sun mit dem „Beinspagat“ Die Täter befestigten sein rechtes Bein an einem Metallbett und streckten sein linkes Bein. Guan Yong war der Meinung, dass sie es nicht weit genug streckten und sagte: „Geht und holt zwei Holzstöcke und kauft eine breite Rolle Klebeband.“

Nachdem sie alles vorbereitet hatten, klebten sie die beiden Holzstöcke an Herrn Suns Beine, sodass sie nicht durchgedrückt werden konnten. Dann machten sie Herrn Suns rechtes Bein am Bett fest und Guan Yong hob Herrn Suns linkes Bein mit beiden Händen über seinen Kopf. Dies setzten sie eine oder zwei Stunden lang jedes Mal fort. Herrn Suns laute Schreie konnten von den Menschen gehört werden, die in der Nähe der Polizeiwache wohnte. Er verlor mehrmals das Bewusstsein. Die Folter wurde bis 05:00 Uhr am nächsten Morgen fortgesetzt. Als sie Herrn Sun folterten sagte einer von ihnen: „Wir sind so unmenschlich. Wir haben deine Frau verprügelt, bis sie starb. Wenn du stirbst, brauchen wir nur 2.000 Yuan bezahlen und werden nicht deswegen zur Verantwortung gezogen.“

Nachdem sie Herrn Sun in der Nacht des 30. März bereits geschlagen hatten, wendeten sie wieder die „Spagatfolter“ an, um ihn zu quälen. Sie stießen sehr fest auf Herrn Suns linken Fuß. Guan Yung und andere Polizisten fragten Herrn Sun, als sie ihn folterten: „Tut das weh?“ Herrn Suns gesamtes linkes Bein war lila und sehr stark geschwollen. Er konnte weder aufstehen noch gehen, sondern nur liegen.

Die Schmerzen von dieser Folterart verschwinden lange nicht. Am 31. März wurde Herr Sun in das Internierungslager Dashagou im Kreis Qingyuan getragen. Die extremen Schmerzen in seinem Bein hielten die ganze Zeit im Internierungslager an. Am 9. Mai befahl das Internierungslager den Verwandten von Herrn Sun, 1.000 Yuan zur Behandlung seiner Verletzungen zu senden. Herrn Suns linkes Bein wurde nach einiger Zeit vollkommen behindert, sein linker Fuß verkümmerte und die Zehen wurden schrumpelig. Sein linkes Bein und sein Fuß verkümmerten und wurden viel kleiner als sein rechtes Bein und sein rechter Fuß.

Es ist schwer sich vorzustellen, dass jemand so grausam sein kann und solche Foltermethoden wie „Beinspagat“ anwenden kann, doch diese sind weit verbreitet bei den Quälereien der Falun Gong-Praktizierenden in China.

Englische Version:
http://www.clearwisdom.net/html/articles/2011/8/4/127216.html
Chinesische Version:
中共酷刑-劈腿(劈胯)
Veröffentlicht am:
18.08.2011

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