Mein Bericht über die Zwangsarbeit in der Haftanstalt der Stadteisenbahn Lanzhou

Von Ming Xin, einer Falun Gong-Praktizierenden aus der Provinz Shandong, China

(Minghui.org) Weil ich Materialien über Falun Gong gelesen hatte, wurde ich 2004 verhaftet. Viele Polizisten fielen der Hass-Propaganda zum Opfer, die die Kommunistische Partei Chinas (KPCh) gegen Falun Gong führt. Ich wurde in der Haftanstalt der Stadteisenbahn der Stadt Lanzhou, Provinz Gansu, eingesperrt.

Diese Haftanstalt erfüllt häufig Verträge für private Organisationen, wie zum Beispiel das schälen von Knoblauch. Auch ich wurde zu dieser Arbeit gezwungen, um damit die Finanzen der Haftanstalt aufzubessern.

Ich dachte mir, Knoblauch zu schälen wäre eine leichte Aufgabe, aber es war überhaupt nicht so, wie ich es mir vorgestellt hatte. Am Morgen warfen sie einen oder zwei Säcke des Knoblauchs in unsere Zelle. Wir mussten sie alle schälen und sie am Ende des Tages sauber waschen. Für gewöhnlich befanden sich sechs bis sieben Menschen in jeder Zelle.

Als ich als erste anfing, Knoblauch zu schälen, lachten die Gefangenen in meiner Zelle. Sie sagten, in der Form wie ich es täte, würde ich dafür eine Ewigkeit brauchen. Sie schoben eine ungefähr 3 Fuß große Waschschüssel in unsere Zelle und ließen jemanden nach dem Wärter schauen. Natürlich würden einige Wärter ein Auge zudrücken. Die Gefangenen gaben den Knoblauch in die Waschschüssel und stampften mit ihren Füßen darauf, bis der Knoblauch in einzelne Knollen aufbrach. Dann ließen sie die Knollen in Leitungswasser einweichen und bedeckten die Schüssel. Das war verboten, da uns befohlen wurde, Knoblauch mit der Hand zu schälen, aber es gab einfach zu viel Knoblauch. Die Wärter gaben vor, nicht wirklich zu wissen, wie die Gefangenen Knoblauch schälen sollten.

Wir fertigten Handschuhe aus Milchverpackungen, um unsere Finger zu schützen. Sonst würden unsere Fingernägel früher oder später aufbrechen und der Knoblauchsaft würde unter die Nägel kommen und unsere Haut verbrennen. Wenn wir zu viel Knoblauch beschädigten, würden wir bestraft werden. Deshalb hatten wir keine Wahl, als die beschädigten Knollen jeden Tag vor den Wärtern zu verbergen. Unter der Anleitung der erfahrenen Knoblauchschäler, wurde ich nach mehreren hundert Knollen im Schälen ziemlich routiniert.

Eines Tages, während ich Knoblauch schälte, hörte ich Geräusche von Schlägen und Tritten, gefolgt von Geschrei eines Mannes. Als sich ein Wärter dieser Zelle näherte und danach fragte, was los sei, antwortete ein Mann schluchzend: „Sie verprügeln mich“. Weil es aber wichtiger war, die tägliche Quote zu erfüllen, tadelte der Wärter den Täter nur und ging. Als sich die Übergriffe wiederholten, kam der Wärter nicht mehr, um nach dem Rechten zu sehen.

Ein erfahrener Knoblauchschäler in meiner Zelle erklärte uns: „Er muss wohl beim Schälen zu langsam gewesen sein. Er sollte besser keine Antwort geben, wenn er dafür getadelt wird. Er wurde verprügelt, weil er eine freche Antwort gab. Wenn wir von den erfahrenen Gefangenen nichts lernen würden oder keinen Fingerschutz hätten, würden wir unter den aufgebrochenen Fingernägeln sehr schnell leiden. Haben Sie eine Ahnung, wie schmerzhaft es ist, wenn scharfer Knoblauchsaft, unter ihren Fingernägeln, in die Haut eindringt? Es ist äußerst qualvoll. Ohne Hilfe der erfahrenen Schäler, würde er hier bis 3:00 Uhr morgens bleiben müssen, um seine Quote zu erreichen. Keiner würde ihm helfen. Warten Sie ab und schauen Sie zu.“

Als wir um 21:00 Uhr fertig waren, gab es viele Zellen, die zum Erreichen ihrer täglichen Quote noch arbeiteten. Um Mitternacht wurden wir von den Wärtern geweckt, die an den Zellen, die die Quote nicht geschafft hatten, standen und schrieen.

Den darauffolgenden Monat, verbrachte ich in der Haftanstalt der Stadt Zibo, Provinz Shandong. Ich wurde gezwungen, für die Pharmazeutische Gesellschaft Xinhua in der Provinz Shandong Pillenbehälter verschiedener Größen herzustellen. Manchmal musste ich bis 22:00 Uhr arbeiten.

Kein Gefangener wurde für die Zwangsarbeit bezahlt. Als ich mit der Arbeit begann, drohte mir ein Gefangener mit Gewalt, da ich nicht schnell genug arbeitete. Was ich hier erzähle, geschah im Jahre 2004. Ich bin mir sicher, dass diese Praxis der Zwangsarbeit, bis heute noch in vielen Haftanstalten Chinas anhält.

  • Veröffentlicht am:
  • 23.01.2013
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