FDI: China – Gewagte Veröffentlichung über Gräueltaten im Masanjia-Arbeitslager

Berüchtigtes Lager ein „Pionier“ für Folter und Gehirnwäsche

  • Falun Dafa Informationszentrum Deutschland

Berlin / New York (FDI) – Pressemitteilung 03.05.2013 – Nach der gewagten Veröffentlichung einer 14-seitigen Reportage über Folter, Zwangsarbeit und politische Verfolgung im Masanjia-Arbeitslager in der Provinz Liaoning Anfang April 2013, beeilen sich jetzt die chinesischen Zensoren jegliche Erwähnung darüber auszulöschen. Das Falun Dafa-Informationszentrum fordert hingegen alle Medien im Ausland auf, zügig tiefgehender zu recherchieren und weiter darüber zu berichten.

Der Artikel mit der Überschrift „Geheimnisse der Frauen-Umerziehung im Arbeitslager Masanjia enthüllt: die ‚Tigerbank’ und das ‚Totenbett’“, veröffentlicht von der relativ liberalen chinesischen Zeitschrift Lens, ist für eine inländische chinesische Nachrichtenagentur beispiellos in seiner ausführlichen Berichterstattung über die schrecklichen Bedingungen in Masanjia. Aufgrund strenger Zensur rund um den Begriff „Falun Gong“ fehlt in dem Artikel aber eine ausdrückliche Erwähnung der Falun Gong-Praktizierenden, jene Gruppe Gefangener, die in Masanjia am schlimmsten gefoltert wurde. Der Artikel identifiziert aber eine „besondere Gruppe von Menschen“, was in der doppelbödigen Propagandasprache der Kommunistischen Partei in Wirklichkeit „Falun Gong-Praktizierende“ bedeutet, die primäres Ziel bestimmter Folter und Misshandlung sind.

Westliche Medien können jetzt ihren Teil beitragen und weitere Details offenlegen.

„Die chinesischen Autoren dieses Berichtes, jene, die ihn gedruckt haben und die Befragten selbst, haben bei der Aufdeckung dieser schrecklichen Verbrechen alle ein enormes Risiko auf sich genommen“, sagt Falun Gong-Sprecher Erping Zhang. „Wir hier im Westen dürfen ihre Anstrengungen und Risiken, die sie eingegangen sind, nicht vergeblich sein lassen. Zu diesem Thema gibt es noch vieles zu ergründen und Menschenleben stehen auf dem Spiel. Zurzeit werden dort Hunderte unschuldige Falun Gong-Praktizierende und andere gefangen gehalten und gefoltert.“

Masanjia: Berüchtigtes Vorzeigelager für Folter und systematische „Gehirnwäsche“

Seit über einem Jahrzehnt berichten Falun Gong praktizierende Augenzeugen und ihre Familienangehörigen vom systematischen Einsatz der Folter in dem Lager. In der Tat ist Masanjia als eines der berüchtigtsten Lager des Landes bekannt.

Erst im Dezember 2012 berichteten amerikanische Medien von einem handgeschriebenen Brief in gebrochenem Englisch, der in einer Packung Feiertagsdekoration aus dem Kaufhaus Kmart gefunden wurde. „Die Menschen, die hier arbeiten, leiden durchschnittlich 1 bis 3 Jahre unter der Strafe“, war in dem Schreiben zu lesen. „Viele von ihnen sind Falun Gong-Praktizierende.“

Berichten zufolge wurden im Jahr 2001 weibliche Falun Gong-Praktizierende in die Zellen männlicher Straftäter gebracht und dort vergewaltigt. Inzwischen kommt Personal aus anderen Haftanstalten Chinas nach Masanjia um in innovativen „Umerziehungs“-Methoden ausgebildet zu werden. Ziel ist es, den Willen der Falun Gong-Praktizierenden durch Folter und Gehirnwäsche zu brechen, ihren Glauben zu widerrufen und der kommunistischen Partei Treue zu schwören.

„Andere Arbeitslager lassen die gefügigen Gefangenen die nicht gefügigen schlagen“, sagt eine Falun Gong-Praktizierende, die acht Jahre lang in Masanjia gefangen gehalten wurde und heute in New York lebt „Masanjia lässt Profis foltern.“

Im Vorfeld der Olympischen Spiele in Peking wurden Berichten aus China zufolge Falun Gong-Praktizierende aus dem ganzen Land dorthin transportiert. Dies wurde später von Gefangenen bestätigt, die dort im Jahr 2008 inhaftiert waren. Die chinesischsprachige Falun Gong-Webseite Minghui hat seit dem Jahr 2000 über 8.100 Berichte veröffentlicht, in denen die Verfolgung von Falun Gong-Praktizierenden und anderen im Masanjia-Lager dokumentiert oder diskutiert wird.

Der UN-Sonderberichterstatter für Religionsfreiheit legte 2009 der chinesischen Regierung einen dieser Fälle vor, und zwar in Form eines dringenden Appells im Namen eines im Lager inhaftierten männlichen Falun Gong-Praktizierenden. „Herr Yu wurde gezwungen, einen Selbstmord-Abschiedsbrief zu unterschreiben, bevor man auf ihn einschlug – auch mit einem Stahlschläger auf den Kopf – und man ihn aufhing sowie mit elektrischen Schlagstöcken schockte.“ Infolge der Misshandlungen erlitt er starke Blutungen und verlor für mehr als eine Woche das Bewusstsein. Wiederholte Besuchsanfragen seiner Familie wurden abgelehnt.“ (Nachricht engl.)

Bei der Berichterstattung über diese Sache und jeder nachfolgenden Untersuchung fordert das Falun Dafa Informations-Zentrum die Journalisten auf, auf mögliche Vertuschungs-Bemühungen der chinesischen Beamten zu achten, die das Ausmaß der Verbrechen, die im Lager gegen Falun Gong-Praktizierende begangen werden, verbergen sollen.

Am 26. April 2001 meldete das Falun Dafa-Informationszentrum, dass neben einigen anderen Einrichtungen auch Masanjia darauf vorbereitet wird, ausländische und chinesische Medienvertreter für „Interviews“ mit ausgewählten Falun Gong-Praktizierenden zu empfangen. Fast einen Monat später wurden tatsächlich Journalisten in das Lager eingeladen, um frisch gestrichene Wände und Gefangene in neuen Overalls mit englisch geschriebenen Namen auf dem Rücken zu bezeugen, die eine scheinbar saubere und gesunde Umgebung genossen – alles in krassem Gegensatz zu den Berichten über schreckliche Misshandlungen, von dutzenden Personen, die zuvor in Masanjia gefangen gehalten und gefoltert worden waren.

In Reportagen westlicher Medien über den kürzlich veröffentlichten Bericht im chinesischen Lens-Magazin wurden erneut einige Fotos aus dieser „Vorzeigetour“ [aus dem Jahr 2001] veröffentlicht (Fotos), allerdings ohne jeglichen Hinweis auf die fragwürdigen Umstände, unter denen diese damals aufgenommen wurden.

„Machen Sie keinen Fehler“, sagt Zhang, „die Behörden werden außergewöhnliche und ausdauernde Anstrengungen unternehmen, die wahre Natur des Masanjia zu vertuschen, so dass von Seiten der westlichen Medien rechtzeitige und hartnäckige Bemühungen nötig sind, um die Gräueltaten, die hinter den Mauern von Masanjia geschehen sind, vollständig aufzudecken.“


Für weitere Informationen wenden Sie sich bitte an:
Waltraud Ng Tel.: 06201-15672, Mobil: 0173-3135532
Internet: www.faluninfo.de; E-Mail: pm@falun-info.de

Falun Dafa, auch Falun Gong genannt, ist eine traditionelle buddhistische Kultivierungsschule, die ursprünglich aus China stammt und in mehr als 114 Ländern und Regionen der Welt praktiziert wird. Neben den körperlichen Übungen wird besonderer Wert auf ein Leben nach den Prinzipien von Wahrhaftigkeit, Barmherzigkeit und Nachsicht gelegt, die seit Tausenden von Jahren in der chinesischen Kultur verwurzelt sind.

Seit dem 20. Juli 1999 unterliegt Falun Dafa in China einer irrationalen Verfolgung, die durch den ehemaligen Staatschef Jiang Zemin initiiert wurde. Schätzungen zufolge wurden seit dem Juli 1999 über 1 Million Falun Gong-Praktizierende festgenommen, über 500.000 Praktizierende, möglicherweise aber wesentlich mehr, zu häufig jahrelangem Arbeitslager gezwungen, in der Regel ohne ordentliches Gerichtsverfahren. Die Verfolgung in China umfasst alle Lebensbereiche: sie führt zum Verlust von Arbeitsplatz und Wohnung, schließt Schüler und Studenten von der Ausbildung aus, zwingt Frauen zur Abtreibung und Ehepaare zur Scheidung. Dem Falun Dafa-Informationszentrum liegen bis heute Informationen von über 3680 Todesfällen vor, zu denen es durch Folter in Polizeistationen und Arbeitslagern kam. Die Dunkelziffer dürfte um ein Vielfaches höher liegen. Dass systematischer Organraub von staatlichen Behörden angeleitet wird, ist kaum zu glauben und dennoch sind schätzungsweise 65.000 gesunde Falun Gong-Praktizierende Opfer von Organraub am lebendigen Leibe in China geworden.

Quelle: http://www.falungong.de/artikel/pressemitteilungen/1367519966.html

  • Veröffentlicht am:
  • 05.05.2013

Stellvertretender Polizeichef nach Verfolgung von Falun Gong-Praktizierenden von frühem Tod betroffen

Von einem Minghui-Korrespondenten aus der Provinz Hebei, China

(Minghui.org) Zhao Hongxiang, der stellvertretende Leiter der Polizeidienststelle im Bezirk Mancheng, Provinz Hebei, verfolgte brutal die lokalen Falun Gong-Praktizierenden. Er nutzte die Verfolgung als Sprungbrett, um seine Karriere voranzutreiben.

Zhao arbeitete in den Jahren von 1999 bis 2007 in der Haftanstalt des Bezirks Mancheng. Dort beteiligte er sich, zusammen mit Agenten des Büros 610 und der Staatssicherheitsabteilung, an der Folterung von Praktizierenden. Er erlitt im Jahr 2007 einen Schlaganfall und starb März 2013.

In der Haftanstalt im Bezirk Mancheng folterte er entweder persönlich Praktizierende oder forderte Jia Ruiqin und Li Gengtian auf, es auszuführen. Die verschiedenen Folterarten, die er durchführte, beinhalteten, Praktizierende an Handschellen aufhängen, sie in einen eisernen Käfig einsperren, sie schwer verprügeln und sie zwangsernähren.

Ausgewählte Misshandlungsfälle

Nachdem der Praktizierende Herr Wang Bingyi gesetzwidrig verhaftet wurde, plünderte die Polizei seine Wohnung und sperrte ihn auf die Polizeiwache Lingxi ein. Dort wendeten die Beamten Folter an, um von ihm eine Garantieerklärung zu erzwingen. Zhao befahl den Beamten, Herrn Wang zu schlagen, ihn zu fesseln, aufzuhängen und zu treten. Danach konnte Herr Wang nicht mehr gehen.

Zhao forderte auch Wärter und Inhaftierte an, um die Praktizierenden Frau Ye Xiujuan und Herrn Liu Dongxue in kleine eiserne Käfige zu sperren. Zhao ließ die Käfige nach draußen bringen, wo die beiden Praktizierenden eine längere Zeit der Sommersonne ausgesetzt waren. Darüber hinaus befahl Zhao den Wärtern, den eisernen Käfig, in dem Herr Liu steckte, zu rollen.

Um Herrn Liu zu zwingen, seinen Glauben aufzugeben, unterzogen Zhao, Jia Ruiqin und Li Gengtian ihn einer Zwangsernährung mit Kot und Urin. Sie brachten auch eine Schlange, damit sie ihn beiße. Dann verbreiteten sie das Gerücht, dass Herr Liu durch Falun Gong verrückt geworden sei und menschliche Exkremente esse.

Als Herr Liu in einen Hungerstreik trat, um gegen die Verfolgung zu protestieren, ließ Zhao ihn durch Jia Ruiqin zwangsernähren und forderte Häftlinge auf, ihn über den Boden zu schleifen, bis seine Haut mit Verletzungen bedeckt war. Herr Liu wurde auf diese Weise fünf Monate lang misshandelt. Sein Gewicht sank folglich von 75 auf etwa 37 Kilo. Als er sah, dass Herr Liu sich in einem kritischen Zustand befand, ließ Zhao ihn in das Jizhong Gefängnis in der Provinz Hebei überführen, um zu vermeiden, Verantwortung zu übernehmen. Herr Liu verstarb im Juni 2001.

Zhao folterte auch die Praktizierenden Frau Zhao Yuzhi, Frau Zhai Shutian, Herrn Zhao Zhiyun und Herrn Liu Dongxue. Sie wurden in Fesseln und Handschellen gelegt. Eine 30 cm lange Eisenstange wurde zwischen ihre Füße gelegt und eine 30 cm lange Kette verband die Fußfesseln und die Handschellen. Die Folge war, dass die Praktizierenden nicht gerade stehen oder sitzen konnten. Ohne fremde Hilfe waren sie nicht in der Lage, zu essen und die Toilette zu benutzen. Diese Art der Folter bewirkte oft, dass die Opfer permanent behindert waren. Zhao demütigte diese Praktizierenden weiter dadurch, dass er sie um den Gefängnisblock herum paradieren ließ.

Im Mai 2001 schlug Zhao die Praktizierende Frau Ren Jinhui heftig auf ihre Beine und ihr Gesäß, bis sie nicht mehr atmen konnte. Auch schlug Zhao die Praktizierende Frau Zhai Shutian so fest ins Gesicht, dass sie hinfiel. Dann zog er sie hoch und prügelte weiter auf sie ein. Ihr Gesicht schwoll bis zur Unkenntlichkeit an.

Zhao forderte auch Wärter an, um die 53-jährige Praktizierende Wang Jinling zu foltern. Frau Wang starb aufgrund dieser Misshandlung im Juli 2002. Bevor sie eingeäschert wurde, bemerkte ihre Familie, dass ihr Körper mit blauen Flecken bedeckt und ihr Mund schwarz von Elektroschocks war.

Praktizierende versuchten, Zhao davon abzuhalten, Verbrechen gegen die Menschlichkeit zu begehen, indem sie ihm, während sie der Verfolgung widerstanden, barmherzig die Fakten über Falun Gong erklärten. Allerdings weigerte er sich zuzuhören und war nur damit befasst, seine Karriere voranzutreiben, was ihm letztendlich einen frühen Tod bescherte.

  • Veröffentlicht am:
  • 06.05.2013

Richter warf Rechtsanwälte aus der Verhandlung

Von einem Minghui-Korrespondenten aus der Provinz Liaoning, China

(Minghui.org) Beamte des Bezirksgerichtshofs Zhenxing in Dandong, Provinz Liaoning hielten eine Gerichtsverhandlung ab, in deren Verlauf zwei Rechtsanwälte den Saal verlassen mussten. Angeklagt waren zwei Falun Dafa-Praktizierende.

Die Verhandlung von Chen Xinye und Han Chunlong begann am 12. April 2013 um 9.30 Uhr in einem Gerichtssaal, der 100 Menschen Platz bot. Sechs Familienmitglieder einschließlich der Eltern und Frauen durften erscheinen. Die letzten Reihen waren für sie reserviert – die ersten fünf Reihen für das Personal der Staatssicherheit.

Han Chunlong erzählte dem Gericht aufgrund der Aufforderung seines Anwaltes von seinen Misshandlungen in seiner Haftzeit. Beamte der Polizeistation Zhanqian folterten ihn während der Verhöre. Ein halbes Dutzend Polizisten schlug und trat ihn. Desweiteren sprühten sie ihm ein Gemisch aus Chili und Wasser ins Gesicht.

Der Vorsitzende Richter Tao Zhanshua stoppte ihn und befahl den Gerichtspolizisten, die beiden Rechtsanwälte aus dem Saal zu entfernen. Fünf oder sechs Polizisten führten den Befehl aus.

Als Familienmitglieder sahen, was vor sich ging, beschwerten sie sich bei ihnen über die ungerechtfertigte Behandlung der Rechtsanwälte. Auch die Familienangehörigen im Gericht waren ziemlich aufgebracht über die Vorgänge.

Die nächste Verhandlung wird bekannt gegeben.

Für die Verfolgung Verantwortliche:

Tao Zhanshua, vorsitzender Richter des Gerichtshofs: +86-415-2277071 (Büro)
Jiang Yaxian, Geschworener: +86-415-2277041 (Büro)
Dai Lianfen, Geschworener: +86-415-2277041 (Büro)
Sun Guozhi, Staatsanwalt: +86-15102455660 (Handy), +86-415-6276483 (Büro)
Zhu Xiaofeng, Staatsanwalt: +86-13904950005 (Handy), +86-415-6276438 (Büro)

Englische Version:
http://en.minghui.org/html/articles/2013/5/4/139179.html
Chinesische Version:
辽宁丹东市法官枉法-律师被推出法庭
Veröffentlicht am:
06.05.2013