Der friedliche Appell vom 25. April: Ein Ereignis verändert das Leben (Fotos)

Von Minghui-Korrespondent He Yu

(Minghui.org) Der 25. April veränderte das Leben vieler Menschen. An jenem Tag gingen mehr als 10.000 Falun Gong-Praktizierende für ihr Recht auf Glaubensfreiheit zum Petitionsbüro des Staatsrates in Peking. Als die Verfolgung von Falun Gong nicht lange danach voll entfesselt war, gingen die Praktizierenden in Übersee ebenfalls zu den chinesischen Botschaften oder Konsulaten, um ihre Mitpraktizierenden in China mit Appellen zu unterstützen und die Tatsachen über Falun Gong zu erklären. 14 Jahre sind seitdem vergangen und die Praktizierenden verweisen oft auf den 25. April als einen Schlüsselmoment in ihrem Leben. Lucy aus Ottawa, Kanada, gehört auch zu denen, die tiefe Gefühle haben, wenn sie sich an diesen Wendepunkt in ihrem Leben erinnern. Sie berichtete über ihren Weg auf einer Pressekonferenz im kanadischen Parlament.

Der 25. April in Übersee

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Lucy spricht in einer Presse Konferenz im kanadischen Parlament

Als sich der friedliche Appell des 25. April in Peking ereignete, arbeiteten Lucy und ihr Mann beide in einer renommierten Hightech-Firma in Ottawa. Sie hatten ihr Aufbaustudium in Übersee abgeschlossen, nachdem sie ihr Examen in der Qinghua Universität gemacht hatten. „Als wir die Nachricht hörten, dass Falun Gong-Praktizierende( Falun Gong auch Falun Dafa genannt) in Peking appelliert hatten, nachdem ihre Mitpraktizierenden in Tianjin illegal festgenommen worden waren, schrieben wir sofort einen Petitionsbrief und brachten ihn zur chinesischen Botschaft in Kanada, um unserer Meinung Ausdruck zu verleihen. Ich erinnere mich, dass es ein Wochenende war, aber ein Beamter kam heraus und nahm unseren Brief an.“

Nach ihrer Emigration nach Kanada waren Lucy und ihr Mann sehr beschäftigt mit ihrem Studium und ihrer Arbeit und nur einmal, im Jahre 1998, kehrten sie in ihre Heimat zurück. „Inzwischen war es schon sehr schwierig, in China irgendwelche Falun Gong-Bücher zu bekommen. Später konnten wir auf einem Übungsplatz in Tianjin Bücher bekommen. An dem Tag nahmen wir morgens am gemeinsamen Praktizieren teil und tauschten uns mit den dortigen Praktizierenden über unsere Erfahrungen in der Kultivierung aus. Ich war tief beeindruckt von der friedlichen Stimmung auf dem Übungsplatz. Viele andere Menschen, die Qigong praktizierten, wurden auch davon angezogen und begannen, Falun Gong zu praktizieren.

Falun Gong kommt in vielerlei Hinsicht Individuen, ihren Familien und der Gesellschaft als Ganzes sehr zugute und schadet niemandem. Während des friedlichen Appells vom 25. April stellten die Praktizierenden drei Forderungen auf: Freilassung aller in Tianjin inhaftierten Falun Gong-Praktizierenden; freie und ungehinderte Kultivierungsumgebung für Falun Gong-Praktizierende und Erlaubnis zur Veröffentlichung von Büchern des Falun Gong. Obwohl wir uns in Übersee befanden, verstanden wir die Problematik.“

Nach dem Appell vom 25. April nahm das friedliche Leben der persönlichen Kultivierung von Lucy und ihrem Mann eine große Wende. Sie hatten sehr viel zu tun, und vor dem eigentlichen Beginn der Verfolgung von Falun Gong durch die Kommunistische Partei Chinas (KPCh) am 20. Juli 1999 gingen sie oft zur chinesischen Botschaft in der Hoffnung, dass die chinesische Führung die Güte von Falun Gong zur Kenntnis nehmen würde und die Praktizierenden nicht verfolgen würde.

Die Praktizierenden in China schrieben ebenso zahlreiche Briefe an die Führungskräfte ihrer Regierung und stellten die Dinge richtig. Damals wussten die Medien in Übersee sehr wenig über Falun Gong und in ihren Berichten über Falun Gong gaben sie das wieder, was in den Medien des chinesischen Regimes berichtet worden war. Deshalb gingen Lucy und andere zu verschiedenen Medien, um ihnen die Tatsachen zu erklären und berichteten ihnen, wie sie und andere von der Kultivierung im Falun Gong profitiert hatten.

Die Wahl

Jedoch begann die zügellose Verfolgung am 20. Juli 1999 trotz der Bemühungen der Praktizierenden, sie zu verhindern. Die Lügen und die verleumderische Propaganda gegen Falun Gong wurden nach Übersee exportiert. Lucy erinnert sich: „Wir hatten in der Vergangenheit ein einfaches Leben in China und hatten der Regierung immer vertraut. Wir waren äußerst schockiert von den üblen diffamierenden Lügen und konnten nicht glauben, dass die Regierung solche Lügen fabriziert hatte und Richtig und Falsch durcheinanderbrachte! Wir fühlten uns verantwortlich dafür, den Menschen die wahren Hintergründe zu erklären.

Einer der Hauptgründe dafür, dass ich nach Übersee ging, war, dass ich die komplizierten zwischenmenschlichen Beziehungen und die Korruption wirklich satthatte. 1992 hatte ich einen Autounfall gehabt, der mir meine Gesundheit und mein Interesse am Leben raubte. Aufgrund der Folgeschäden nach dem Unfall, konnte ich weder richtig stehen noch sitzen und hatte permanent Schmerzen. Ich hatte das große Glück im Jahr 1996 Falun Gong kennenzulernen und gewann neuen Lebensmut. Falun Gong hat mir mehr gegeben, als ich mir je hätte vorstellen können, und das ganz ohne etwas dafür zu verlangen! Es löste alle meine Probleme und ich konnte mir ein Leben ohne Kultivierung mit Falun Gong nicht mehr vorstellen. Ich konnte nicht mehr zurück zu einem Leben in Unwissenheit, zu einem Leben, dessen wirkliche Bedeutung ich nicht verstand. Ich empfand große Dankbarkeit gegenüber Falun Gong und wollte seine Güte mit anderen teilen und den Menschen sagen, wie es sie vom Elend befreien kann.

Als wir auf Gesundheitsmessen den Menschen Falun Gong nahebrachten, bemerkte ich, dass die Menschen eifrig nach Wegen suchten, gesund zu bleiben und ein langes Leben zu haben, indem sie verschiedene Vitamine und Nahrungsmittel kauften. Ich dachte: Arme Leute haben ein schweres Leben und Reiche sind auch nicht glücklich, da sie von diesen und jenen Sorgen gestört werden. Doch die Kultivierung hat uns von Krankheiten und Furcht befreit. Wir führen ein zufriedenes, entspanntes und unbekümmertes Leben.”

Lucy erwähnte, dass es in China mehr als 100 Mio. Menschen gegeben hätte, die Falun Gong praktizierten; jeder 13. sei ein Falun Gong-Praktizierender gewesen, der sich gemäß den Prinzipien Wahrhaftigkeit, Barmherzigkeit und Nachsicht verhalten hätte. Wenn so viele Menschen praktizierten und ihre moralischen Standards erhöhten, würde das sicher die Moral verbessern und der Gesellschaft positive Veränderungen bescheren. Die Verfolgung nahm den Chinesen nicht nur das Recht, gute Menschen zu sein, sondern brachte die gesamte Gesellschaft in Gegensatz zu Wahrhaftigkeit-Barmherzigkeit-Nachsicht. Das hat den Eckstein, auf den China für seine eigentliche Existenz angewiesen war, wesentlich zerstört. Jetzt ist es den Menschen immer klarer geworden, dass die Verfolgung von Falun Gong zu einer Zerstörung der gesamten Moral geführt hat und folglich leben die Menschen in einer Gesellschaft, die auf Gewinn ausgerichtet ist und vor der großen Gefahr eines ökologischen Kollapses steht. All dies wird für China riesige Katastrophen mit sich bringen.

Anfangs, als die Verfolgung begann, sagten „gutherzige“ Menschen zu Lucy, sie solle nicht das Kind mit dem Bade ausschütten und sich in die Kategorie „anti-chinesische Kräfte“ hineinmanövrieren, erinnert sich Lucy. „Zu jener Zeit fühlte ich mich wirklich unwohl und dachte, dass ich immer Teil einer Elite gewesen war und mir nie vorstellen konnte, dass ich auf die Gegenseite zur Regierung gedrängt werden könnte. Jedoch fand ich auch, dass ich nach Grundsätzen leben sollte und dass es in der Gesellschaft Gerechtigkeit geben müsse. Wenn alle aus Egoismus sich an das Leben klammern und den Tod fürchten und ihre Grundsätze aufgeben, wie schrecklich würde so eine Gesellschaft werden?!“

Im Oktober 1999 gingen Lucy und andere Praktizierende wieder zur chinesischen Botschaft. Da die Botschaft es ablehnte, ihren Petitionsbrief anzunehmen, lasen sie ihn laut vor dem Gebäude der Botschaft vor. „Ich erinnere mich noch, dass die Luft voller Spannung war und einen Moment lang durchfuhr mich eine Welle von Angst, als stünde ich vor dem gesamten Staatsapparat einer gewalttätigen Autokratie. Aber sofort wurde die Angst weggefegt durch einen aufrichtigen Gedanken: Was wir tun ist richtig; wir räumen die Lügen aus. Ich gewann meine Entschlossenheit zurück und fühlte mich im Einklang“, sagte Lucy. Gegen den kalten Wind hielten die Praktizierende ein Spruchband hoch: „Die Welt braucht Wahrhaftigkeit-Barmherzigkeit-Nachsicht. Stoppt die Verfolgung von Falun Gong.“

Manche Leute sagten, dass das Regime Falun Gong verfolgt, weil damals zu viele Menschen in Peking appelliert haben. Dazu meinte Lucy: „Mehr als 100 Mio. Menschen praktizieren Falun Gong und nur 10.000 kamen zum Appellieren. Wie können das zu viele sein? Außerdem: Kultivierung ist eine persönliche Wahl; es ist keine Massenbewegung und hat auch nichts mit Politik zu tun. Nach so einer langen Zeit der Kultivierung würden alle echten Kultivierenden, wenn man sie fragte, ob sie zum Appellieren nach Peking gehen würden, sich entscheiden hinzugehen – da bin ich sicher.“

Die Ebene erhöhen

Lucy erklärte, was sie bezüglich des Appells vom 25. April am meisten berührte: „Nach dem brutalen Massaker vom 4. Juni 1989, zehn Jahre davor, trat diese Gruppe von Kultivierenden aus allen sozialen Schichten hervor und ertrug die große Ungerechtigkeit, die ihnen widerfuhr mit reiner Gutherzigkeit. Mit einem reinen Herzen und ohne an eigene Interessen zu denken, machten sie diesen Schritt vollständig für andere, für die Gesellschaft. Sie gingen dorthin um die Güte von Falun Gong zu zeigen.“

Lucy ist der Meinung, dass das Leben eines Jeden Grenzen hat und dass Egoismus die eigene Ebene begrenzen kann. „Die Wahl, die wir während des friedlichen Appells vom 25. April machten, brachte uns auf eine höhere Ebene des Lebens. Wir veränderten uns von Egoismus und Schläue, mit der man seine eigenen Interessen schützt, zu selbstlosen Wesen, die um anderer Menschen willen handeln und nicht auf eigenen Verlust und Gewinn achten. Was für eine großartige Erhöhung ist das! Ich finde, Falun Gong hat uns eine Existenzweise gebracht, die alle Lebewesen haben sollten und auch ein Stückchen reines Land auf Erden“, sagte sie.

Jahrelang haben wir an vorderster Front gegen die bösartige Verfolgung gekämpft. Und die friedliche Haltung, die damals am 25. April von den Falun Gong-Praktizierenden gezeigt wurde, gehört auch zu unserem normalen Verhalten. Es zeigt die Güte von Falun Gong und gibt uns die Stärke, in gefährlichen Situationen dem Bösen die Luft zu nehmen.

Der damalige Appell war ein guter Start und ob wir in den letzten 14 Jahren im kanadischen Parlament Pressekonferenzen abhielten oder die KPCh-Schergen, die für die Verfolgung verantwortlich sind und ihre Übersee-Medien, die Lügen erfanden, gerichtlich belangten, ob wir Eis und Schnee trotzten oder der brennenden Sonne, um friedlich vor dem Parlament und der chinesischen Botschaft zu appellieren oder die Neun Kommentare über die Kommunistische Partei aushändigten und die Menschen ermutigten, aus der kommunistischen Partei auszutreten und sich damit von dem bösartigen Gespenst zu befreien, ob wir zur freien Meinungsäußerung unsere eigenen Medien einrichteten oder Shen Yun Performing Arts veranstalteten, um die traditionelle chinesische Kultur wieder zum Leben zu erwecken, alles was wir getan haben diente dazu, den Menschen die wahren Tatsachen zu erklären, das Bewusstsein wachzurütteln und der menschlichen Gesellschaft die Prinzipien Wahrhaftigkeit-Barmherzigkeit-Nachsicht zurückzubringen.“

Wenn Lucy auf ihren Weg der Kultivierung zurückschaut, bewundert sie die außerordentliche Kraft des Falun Gong: „Unser Leben hat Bedeutung bekommen, denn wir helfen den Menschen, die durch Lügen betrogen wurden, die Wahrheit zu erfahren, damit sie eine helle Zukunft für sich wählen können. Gleichzeitig erfahren unsere Leben eine Erhöhung im Kultivierungsprozess.”

  • Veröffentlicht am:
  • 09.05.2013
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