Hebei: Praktizierende im Zwangsarbeitslager für Frauen mit Elektrostäben traktiert

Von einem Minghui-Korrespondenten aus der Provinz Hebei, China

(Minghui.org)

Die Praktizierenden Frau Liu Suran, Frau Huo Yuping, Frau Zhang Chunxian und Frau Hao Guangmei traten in den Streik, um gegen die willkürliche Verlängerung der Haftzeiten zu protestieren. Anfang August 2011 weigerten sie sich, im Zwangsarbeitslager für Frauen in Hebei „umerzogen“ zu werden. Der Lagerleiter Feng Kezhuang und andere befahlen am 15. August 2011 den Wärterinnen der Abteilung Nr. 3, Praktizierende zu foltern.

Hier berichten wir, was damals geschah.


Frau Zhao Ye, verstorben am 15. Dezember 2012

Die 42 jährige Frau Zhao Ye stammte aus Tangshan, Provinz Hebei und war eine ehemalige Designerin im dortigen Forschungsinstitut für Keramik. Weil sie eine DVD mit Informationen über Falun Gong verteilte, wurde sie zu 21 Monaten Zwangsarbeit verurteilt. Jedoch weigerte sie sich zu arbeiten. Die Wärterinnen zwangen sie, den ganzen Tag im Arbeitsraum zu stehen und anschließend für eine Woche auf einer kleinen Bank zu sitzen.

Folter Illustration: Mit Elektrostäben traktieren

Am 15. August stießen die Wärterinnen Frau Zhao erst in ihr Büro, in der es keine Überwachungskameras gibt. Dann traktierten die Wärterinnen Lu Yaqin und Liu Ziwei (ID 1356101), sie eine halbe Stunde lang mit Elektrostäben an Hals, Mund, Brust und Armen. Auf ihrer Brust entstanden dunkle Brandflecke und sie bekam Schmerzen in Zahnfleisch und Zähnen, sowie ihrem rechten Arm. Die Schmerzen waren so intensiv, dass sie nicht im Stande war zu kauen oder ihren rechten Arm zu bewegen.

Weil sie sich weigerte Lobeshymnen auf die kommunistische Partei Chinas (KPCh) zu singen, zwangen die Wärterinnen sie, den ganzen Tag zu stehen.

Am dritten Tag traktierte die Wärterin Liu Ziwei sie erneut für eine Stunde. Ihr rechter Unterarm war angeschwollen und durch die Stromschläge mit violett schwarzen Flecken übersät. Sie konnte weder ihren Finger noch ihre rechte Hand richtig bewegen. Sie verlor das Gefühl im rechten Arm und konnte ihn nicht heben. Später verkümmerten die Muskeln ihrer rechten Hand und ihr rechter Arm war fast vollständig gelähmt.

Bevor Frau Zhao eingekerkert wurde, war sie bei bester Gesundheit. Nach den Folterungen verlor sie schnell an Gewicht, begann zu husten und zu keuchen und konnte nicht mehr aufrecht stehen. Die Wärterinnen ließen ihr keinerlei medizinischer Versorgung durch ein auswärtiges Krankenhaus zukommen, bis ihr Zustand im Februar 2012 äußerst kritisch wurde. Bis dahin war es schon zu spät und sie verstarb am 15. Dezember 2012.

Die 48 jährige Frau Liu Suran, war Krankenschwester im Krankenhaus Nr. 3 der Provinz Hebei. Ohne Gründe wurde sie auf ihrer Arbeitsstelle verhaftet und mit der Begründung des „Öffentlichen Ärgernisses“ in einem Arbeitslager inhaftiert. Sie wurde zu Zwangsarbeit gezwungen und ihre Haftzeit wurde jeden Monat verlängert. Daraufhin trat sie in einen Streik, um gegen die Ungerechtigkeit zu protestieren.

Die Wärter brachten sie am 15. August ins Büro der weiblichen Wärter. Im Zimmer anwesend waren Feng Kezhuang, der für die Verfolgung von Praktizierenden verantwortliche Vizedirektor, ein männlicher Wärter aus der Verwaltungsabteilung und die Wärterinnen Lu Yaqin und Liu Ziwei. Nachdem Feng das Zimmer verlassen hatte, traktierte die Wärterin Lu Frau Liu so an den Schultern, dass ihre Kleidung die Brandwunden bedeckte.

Die 42 jährige Frau Feng Ruixue war Lehrerin am Institut für Integrative Medizin der Medizinischen Universität Hebei. Am 9. März 2011 wurde sie von der Polizei festgenommen und später zu zwei Wochen Zwangsarbeit verurteilt.

Am Vormittag des 15. August wurde sie in ein Büro gezerrt. Die Wärter ließen sie dort stehen und den Stromschlägen von nebenan zuhören. Anschließend um 14 Uhr nachmittags kam Liu Ziwei mit einem Elektrostab herein. Liu fluchte und befahl ihr zu antworten, ob sie arbeiten würde oder nicht. Weil Frau Feng nicht antwortete, traktierte Liu sie an Armen, Hals, Ohren, Mund und Kopf. Liu verwendete auch einen Schlagstock der Polizei, um sie an Armen, Gesäß und Beinen zu prügeln und stichelte: „Wie wäre es, wenn wir mit den Stromschlägen aus dir eine Schweineschnauze machen?“ Die Folter dauerte bis 17:00 Uhr.


Folter-Nachstellung: Stromschläge

Lu Yaqin drohte ihr, vier männliche Wärter von unten rufen, die sie foltern würden und sagte: „Ich werde Deine Haftzeit für weitere drei Monate verlängern.“

Als Frau Feng aus dem Büro geholt wurde, war ihr linker Unterarm blau und sie konnte ihn nicht anheben. Sie hatte Blutergüsse an Gesäß und Beinen. Sie hinkte und brauchte zwei Wochen, um zu genesen. Darüber hinaus war sie danach eine Zeit lang verwirrt, wenn sie sprach.

Die 31 jährige Frau Zhang Ni kommt aus Gaocheng, Provinz Hebei. Lu Yaqin traktierte Frau Zhang 20 Minuten lang mit dem Elektrostab am Kopf und Gesicht. Ihre Arme und der Mund wurden stark verletzt. Ihre Lippen schwollen extrem an und das Gesicht war mit schwarzen Blasen übersät.

Die 32 jährige Frau Lu Di war Englischlehrerin in Shijiazhuang. Sie wurde in ihrem Haus verhaftet.

Anschließend wurde Frau Lu am 15. August um 10 Uhr vormittags in ein Büro gebracht. Liu Ziwei traktierte sie mit dem Elektrostab an ihren Armen und fragte sie, ob sie arbeiten würde oder nicht. Frau Lu sagte zu ihr, dass sie ohne Gründe festgehalten würde, dass die Zwangsarbeit ihr und ihrer Familie schaden würde, dass der Verlust ihrer persönlichen Freiheit ohne Gerichtsverfahren und auch die Zwangsarbeit illegal seien. Liu jedoch ignorierte sie und setzte die Folterungen fort. Frau Lu erinnerte sie mit ruhigen Worten: „Sie sind auch Mutter. Wie können sie so etwas tun?“ Ihre Worte scheinen gewirkt zu haben, denn Liu ging nach einer Weile hinaus.

Während die Wärterinnen eine Mittagspause machten, blieb Frau Lu im Büro zurück. Nach der Pause kam Lu Yaqin mit einem kleinen mit Starkstrom geladenem Elektrostab und einem langen Schlagstock der Polizei. Lu traktierte damit Frau Lu an Armen, Hals und Mund. Frau Lu sagte ihr, dass Praktizierende andere gut behandeln, so wie sie sich selbst behandeln würden. Lu legte ihr dann Handschellen an und kettete sie an einen Heizkörper, um sie weiterhin mit dem Elektrostab zu traktieren. Lu erwiderte: „Wenn ich Dich nicht foltere, werde ich ins Erste gebracht.“ Damit war das benachbarte Frauengefängnis Hebei gemeint. Lu kündigte an, dass sie zu ihrer Unterstützung männliche Wärter rufen würde. Diese setzten die Folterungen mit Unterbrechungen bis 17:00 Uhr fort.

Frau Lu wurde später gezwungen, eine Woche lang alleine zu stehen.

Andere Praktizierende

Frau Qi Junling, eine Praktizierende aus Changzhou und Frau Wei Yuhuan, die wegen ihres Appells verhaftet wurde, wurden noch am selben Tag mit Elektrostäben traktiert.

Vor dem 15. August, während die Praktizierenden Frau Liu Suran und Frau Huo Yuping sich mit Lu Yaqin unterhielten, sagte Lu, dass sie viele Verfolgungstechniken aus anderen Zwangsarbeitslagern gelernt hätte. Außerdem meinte sie: „Wenn dieser Plan genehmigt wird, werdet ihr nicht im Stande sein, das auszuhalten.“ Lu war viele Jahre lang maßgeblich an der Verfolgung von Praktizierenden beteiligt und nahm an vielen geheimen Sitzungen des Büros 610 teil. Sie sagte, dass es nicht erlaubt sei, sich in den Sitzungen irgendwelche Notizen zu machen.

  • Veröffentlicht am:
  • 28.09.2013

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