Kanada: Der ehemalige kanadische Justizminister legte einen Gesetzesentwurf zur Bekämpfung der Verbrechen der erzwungenen Organentnahme an lebenden Menschen vor (Foto)

Von Yingzi, Minghui-Korrespondent aus Ottawa, Kanada

(Minghui.org) Professor Irwin Cotler, ehemaliger Justizminister und Generalstaatsanwalt, Parlamentspräsident des Kanadischen Unterhauses und Menschenrechtsanwalt, legte am 6. Dezember 2013 dem kanadischen Kongress die Gesetzesinitiative Bill C gegen die erzwungenen Organentnahmen an lebenden Menschen vor.

Professor Irwin Cotler, ehemaliger Justizminister und Generalstaatsanwalt von Kanada, Parlamentspräsident des Kanadischen Unterhauses und Menschenrechtsanwalt

Der Gesetzesentwurf sieht vor, dass die an einer erzwungenen Organentnahme beteiligten Personen, strafrechtlich zur Verantwortung gezogen werden. Das Gesetz betrifft alle kanadischen Staatsbürger und Ausländer, die auf kanadischem Boden leben. In dem Entwurf wird bestimmt, dass die Quelle des transplantierten Organs bekannt sein muss. Ferner sollte es eine Namensliste geben, in der die an einer Transplantation beteiligten Personen schriftlich festgehalten werden.

Dieses Gesetz wirke sich direkt auf das Einwanderungsgesetz aus, weil Personen, die sich an den Verbrechen der erzwungenen Organentnahmen in Festlandchina beteiligt haben, die Einreise nach Kanada verweigert werde.

MP Cotler: „Wir können nur sicher stellen, dass das Land Kanada nicht zum Mittäter dieser Verbrechen wird.“

Cotler erklärte: „Wir müssen in Kanada ein Gesetz haben, mit dem man Personen, die an diesen Verbrechen beteiligt sind oder die dazu betragen, diese Untaten aufrechtzuerhalten, anklagen kann. Wenn bekannt ist, dass eine Person an diesen Verbrechen teilgenommen hat oder sie auf gewisse Weise unterstützt, sollte dieser Person die Einreise untersagt werden.“

„Die bisher vorliegenden Beweise sind sowohl erschreckend, wie schockierend.“
Cotler: „Der Gesetzesentwurf basiert auf den Empfehlungen von David Kilgour (ein ehemaliges Mitglied des Parlaments) und David Matas (Menschenrechtsanwalt), die die kanadische Regierung um Maßnahmen gebeten haben, diese beispiellosen Verbrechen gegen die Menschlichkeit zu beenden.

In ihren unabhängigen Untersuchungen zu den Vorwürfen des Organraubs stellten David Kilgour und David Matas im Jahr 2006 fest, dass in den Jahren 2000 bis 2005 bei 41.500 Transplantationen die Herkunft der Organe ungeklärt ist. Ihre umfangreichen Ermittlungen führten sie zu der Schlussfolgerung, dass sie von den verfolgten Falun Gong-Praktizierenden stammen.

Cotler sagte: „Wir können diese verabscheuungswürdigen Verbrechen eines anderen Staates nicht ändern. Aber wir können sicherstellen, dass Kanada nicht zum Mittäter dieser Verbrechen wird.“

„In diesem Gesetz wird auch der einzelne Fall einer unfreiwilligen Organentnahme behandelt. Ich denke zum Beispiel an die Sache, bei der Kinder nach England verkauft wurden, um ihnen ihre Organe zu entnehmen. Um ähnlichen Geschehnissen vorzubeugen, haben wir in einem Passus eine konkrete Regelung für die Einreise nach Kanada getroffen.“

Der Gesetzentwurf sieht außerdem vor, dass bei Transplantationen der entsprechende Spenderausweis für das entsprechende Organ vorliegen muss. Auch ein Protokoll mit den Namen der an der Transplantation beteiligten Personen, ist erforderlich.

Kanadische Parlamentsabgeordnete legten zu diesem Thema bereits zwei Gesetzesinitiativen vor

Der ehemalige Parlamentarier, Herr Borys Wrzesnewskyj, brachte die Gesetzinitiative C-381 beim Kongress ein. Im Februar 2008 folgte der zweite Anlauf, die Gesetzinitiative C-500. Nach dieser Gesetzesvorlage sollte der illegale Organhandel mit mindestens fünf Jahren bis zu lebenslanger Haft bestraft werden. Diese Gesetzvorlage kam wegen der landesweiten Wahlen ins Stocken.

Verurteilungen der Verbrechen der gewaltsamen Organentnahme

In einem Interview äußerte Herr Cotler, dass er mit der Gesetzinitiative auch die Aufmerksamkeit der Menschen auf die Verbrechen des Organraubs an Falun Gong-Praktizierenden in China lenken möchte. Gleichzeitig sollten diese Verbrechen eingegrenzt und beendet werden.

Am 5. Februar 2013 führte der Unterausschuss für Internationale Menschenrechte des Ständigen Ausschusses für auswärtige Angelegenheiten und internationale Entwicklung auf dem kanadischen Parlamentshügel eine Anhörung zum Organraub an Falun Gong-Praktizierenden durch die Kommunistische Partei in China durch.

Während der einstündigen Anhörung berichteten David Matas und David Kilgour als Zeugen über ihre Untersuchungsergebnisse und beantworteten Fragen der Parlamentsabgeordneten. Die von den Zeugen vorgetragenen Beweise überzeugten die anwesenden Parlamentarier von den unmenschlichen Verbrechen des Organraubs an lebenden Menschen durch die KPCh.

Die Anhörung wurde von dem Abgeordneten Scott Reid, dem Vorsitzenden des Ausschusses für Internationale Menschenrechte, geleitet. Die beiden stellvertretenden Vorsitzenden MP Irwin Cotler und MP Wayne Marston, beide Mitglieder des Ausschusses, zwei weitere mit dieser Thematik befasste Parlamentsabgeordnete, Assistenten der Abgeordneten und Experten nahmen an der Anhörung teil.

In zahlreichen Aktivitäten wurden die Verbrechen des Organraubs in der ganzen Welt bekannt gemacht. Die Organisation DAFOH (Doctors against Organ Harvesting – Ärzte gegen erzwungene Organentnahme) veröffentlichte am 1. November die Anzahl der Unterschriften für eine UN-Petition der ersten Welle. Von Mitte Juni bis Ende September wurden 443.843 Unterschriften in vier Kontinenten Europa, Amerika, Australien, Asien und in 32 Staaten gesammelt.

Hintergrund:

Herr Irwin Cotler war in den Jahren 2003 bis 2006 Justizminister und Generalstaatsanwalt von Kanada. Er ist ein erfahrender Parlamentsabgeordneter des Kanadischen Unterhauses. Er beteiligte sich auch an den Rettungsaktionen von Kanadiern, deren Angehörige in China rechtwidrig eingesperrt sind, wie die Falun Gong-Praktizierenden, Herr Zhang Kunlun, Herr Lin Shengli usw.

  • Veröffentlicht am:
  • 10.12.2013

Verfolgung trennt Familie

Von einem Minghui-Korrespondenten in Peking, China

(Minghui.org) Falun Gong-Praktizierende erleben in China viel Leid, und viele Familien wurden durch die Verfolgung auseinandergerissen. So erging es auch einer dreiköpfigen Familie aus dem Bezirk Shijingshan. Herr Zhu, seine Frau Bian Xinzhong und ihr gemeinsamer Sohn Zhu Jinsong, wurden in den letzten Jahren immer wieder getrennt. Der folgende Bericht gewährt einen kurzen Einblick in eine Familiensituation, wie sie im heutigen China unter der Situation der Verfolgung typisch ist.

Bian Xinzhong: Gute Erinnerungen und dann die Verfolgung

Bian Xinzhong arbeitete früher als Schweißerin in einem Stahlverarbeitungsunternehmen in Peking. Sie hatte eine Herzschwäche, gynäkologische Beschwerden und wenig Energie. Auch das Gehen bereitete ihr Schwierigkeiten.

Mit dem Praktizieren von Falun Gong verschwanden ihre Beschwerden. Sie wurde ein offener, hilfsbereiter Mensch und die Freude kehrte wieder in ihr Herz zurück. Sie bot ihren Schwiegereltern an, bei ihr zu leben und kümmerte sich bis zu ihrem Tod um sie. Das sind gute Erinnerungen.

Bian Xinzhong kam nach ihrer Festnahme 2001 in das Frauenzwangsarbeitslager Beijing. Sie war zu zwei Jahren Haft verurteilt worden. 2005 wurde sie erneut verhaftet. Das Einwohnerkomitee Moshikou schickte sie in eine Gehirnwäscheeinrichtung. 2012 wurde sie wieder illegal verhaftet und in ein Zwangsarbeitslager geschickt. Im Sommer 2013 wurde sie entlassen.

Herr Zhu in ständiger Angst

Herrn Zhu hatten die in der Kulturrevolution stattfindenden Verhaftungen aus dem Gleichgewicht gebracht. Seine Parkinsonerkrankung verschlimmerte sich in dieser Zeit. Er wurde bettlägerig und benötigte Pflege. Seit der Verhaftung seiner Frau lebte er in ständiger Angst um sie. All die Jahre sehnte er sich nach ihrer Rückkehr.

Zhu Jinsong, ein fürsorglicher Sohn, musste ins Gefängnis

Der 37-jährige Zhu Jinsong kümmerte sich um seinen Vater, konnte aber nicht mehr regelmäßig arbeiten gehen.

Zhu Jinsong war Vertreter einer Medikamentenfirma in Peking. Aufgrund seiner Arbeit verfügte er über eine große Anzahl sozialer Kontakte. Er war ein guter Mensch: freundlich, ruhig, immer mit einem Lächeln auf den Lippen und fürsorglich seinen Eltern gegenüber.

Gemeinsam mit den Praktizierenden Zhang Mingxia, Yan Feng und Lin Fuhua ging er eines Tages zu den Changping Ming – Grabgewölben, um Falun Dafa verleumdende Banner zu entfernen. Alle vier wurden verhaftet und im Gefängnis des Dorfes Liu in Changping interniert.

Zhu Jinsong lehnte jegliches Schuldbekenntnis ab, da das Praktizieren von Falun Gong legal ist. Die Beamten des Büros 610 von Changping hingegen machten aus dem Vorfall eine große Geschichte. Die Praktizierenden wurden alle verurteilt.

Da Zhu Jinsong kurz vor der Entlassung seiner Mutter festgenommen worden war, konnten sich die beiden nicht mehr sehen. Die Haftanstalt lehnte es ab, Winterkleidung für ihn von seinen Eltern anzunehmen. Nur Geld erlaubten sie.

Drei Personen in Angst und Sorge; sie haben nicht die Freiheit, Falun Gong zu praktizieren.

2013-11-14-minghui-pohai-zhu
Zhu Jinsong

Englische Version:
http://en.minghui.org/html/articles/2013/12/2/143464.html

Chinesische Version:
北京优秀青年面临冤判 瘫痪老父泪眼盼儿归

Veröffentlicht am:
10.12.2013

Der Schreckensort eines Pekinger Gefängnisses – eine 9 Quadratmeter kleine Zelle (Illustration)

Von einem Minghui-Korrespondenten aus Peking, Festlandchina

(Minghui.org) In einem Pekinger Gefängnis gibt es eine kleine Zelle, in der schon viele Falun Gong-Praktizierende gequält wurden. Das Gefängnis Qianjin ist berüchtigt für diesen 9-Quadratmeter großen Schreckensort.

Auch der Falun Gong-Praktizierende Herr Li Xiaobai wurde dort über eine lange Zeit hinweg Tag und Nacht überwacht und gefoltert.

Am 5. Februar 2013 war Herr Li in das Gefängnis gebracht worden. Nach seiner Festnahme vor einem Jahr hatte man ihn illegal zu drei Jahren Gefängnis verurteilt. Um gegen seine Festnahme und Verfolgung zu protestieren, begann er einen Hungerstreik. Deshalb war er schon sehr schwach, als er in das Gefängnis Qianjin kam.

Folter und Misshandlung in Pekings Schreckenszelle

Im vergangenen Sommer war Herr Li in der berüchtigten 9 Quadratmeter kleinen Zelle eingesperrt. Dort war es unerträglich heiß. Die Wärter und andere Gefängnisinsassen des Abschnitts Nr. 9 folterten ihn. Jeden Tag legten sie ihm Handschellen und Fußfesseln an und zwangen ihn, einen halben Kilometer in eine Klinik zu gehen, nur um dort zwangsernährt zu werden.


Illustration einer Foltermethode: Handschellen und Fußfesseln

Wenn er dann in die Zelle zurückkehrte, musste er 17 Stunden lang auf einem Stuhl sitzen. Dieser Stuhl war 30 cm hoch. Er wurde gezwungen, den ganzen Tag mit dem Rücken aufrecht, beide Hände auf seinen Knien und nach vorne schauend sitzend auf dem Stuhl zu verharren. Dabei wurde er von vier Gefängnisinsassen überwacht.

Nachts ließ man ihn nicht schlafen, die Überwachung ging auch nach 22 Uhr weiter. Zum Beispiel machten seine Bewacher Lärm und sorgten dafür, dass er bis 3 Uhr morgens nicht schlafen konnte. Dann weckten sie ihn zwei Stunden später wieder auf.

Auch wurden in der Zelle tagsüber fortwährend Videos abgespielt, die Falun Gong verleumdeten, um die Praktizierenden einer Gehirnwäsche zu unterziehen. Sobald den Bewachern auffiel, dass ein Praktizierender müde aussah, schlugen und misshandelten sie ihn – so lautete der Befehl der Wärter.

Toilettenverbot für die Praktizierenden, die dort den ganzen Tag sitzen mussten, war an der Tagesordnung. Außerdem durften sie sich kaum waschen.

Diese Schikanen und Foltermethoden dienten dazu, Herrn Li und die andere Praktizierenden dazu zu zwingen, eine Erklärung zu schreiben, dass sie ihren Glauben an Falun Gong aufgeben würden. Doch obwohl Herr Li den ganzen Tag unaufhörlich gequält wurde, ließ er sich nicht dazu bringen, diese Erklärung zu schreiben. [Anmerkung der Redaktion: Weil wir keine weiteren Informationen vorliegen haben, müssen wir annehmen, dass Herr Li sich immer noch im Gefängnis befindet. Wir haben keinerlei Information über seinen derzeitigen Zustand.]

Englische Version:
http://en.minghui.org/html/articles/2013/10/1/142480.html

Chinesische Version:
北京市前进监狱酷暑期间“小屋”中的体罚

Veröffentlicht am:
10.12.2013