Der Untergang von Zhou Yongkang – KPCh erwähnt nicht seine Verantwortung für Organraub und andere Gräueltaten gegen Falun Gong

(Minghui.org) Am 20. Dezember verkündeten staatlich kontrollierte Medien Chinas, dass ein Untersuchungsverfahren gegen Li Dongsheng, Vizeminister im Ministerium für öffentliche Sicherheit und Direktor des Büros 610, eingeleitet wurde. Er wird beschuldigt Korruption und Machtmissbrauch begangen zu haben.

Die Meldung wird allgemein als Weiterentwicklung im Fall Zhou Yongkang, dem ehemaligen Leiter von Chinas Sicherheitsapparat und Mitglied des Politbüros der KPCh betrachtet. Li soll ein enger Protegé von Zhou sein und 2009 von Zhou auf seine derzeitige Position befördert worden sein.

Jüngsten Berichten Chinas zufolge wurde im Fall Zhou wegen Korruption bei einer staatlichen Ölgesellschaft und Missbrauch seiner politischen Macht ermittelt. Der Öffentlichkeit wurde mitgeteilt, dass er und seine Familie sich schuldig gemacht hätten, Bestechungsgelder in Milliardenhöhe angenommen zu haben.

Gerüchte über die Verhaftung Zhous (oder Hausarrest) erscheinen nach den offiziellen Nachrichten über die Ermittlungen in Sachen Li Dongsheng nun glaubhafter.

Zhous Fall folgt der Verhaftung und Verurteilung von Bo Xilai Anfang des Jahres. Bo, ein ehemaliger Spitzenpolitiker der KPCh und Zhous enger Verbündeter wurde wegen Korruption, Bestechung und Machtmissbrauch angeklagt.

Durch diese Fälle versucht die KPCh, die Illusion einer Kampagne zu erschaffen, welche die Regierung von schwerer Korruption befreit. Aber das Regime lässt die Hauptfakten aus, nämlich die Verbrechen von Zhou und seiner Bande bei der Verfolgung von Falun Gong – besonders ihre Rollen beim Organraub von lebenden Falun Gong-Praktizierenden.

Hochrangige KPCh-Funktionäre fallen wie Dominosteine

Li Dongsheng ist der Direktor des Büros 610, eine außergesetzliche Polizeitruppe mit der Aufgabe, Falun Gong zu eliminieren. Agenten des Büros 610 entführten Falun Gong-Praktizierende aus ihren Wohnungen und brachten sie, ohne ordentliches Verfahren, direkt in Gehirnwäscheeinrichtungen oder Zwangsarbeitslager.

Laut ABC News „überwachte Li, drei Jahre nach Beginn der Verfolgung von Falun Gong, bevor er 2002 Vizeminister für Propaganda wurde, Film Fernsehen und Radio. In dieser Funktion verteidigte er hartnäckig Chinas Durchgreifen gegen eine Gruppe, die einmal Millionen von Mitgliedern hatte und von Jiang Zemin, dem ehemaligen Präsidenten und Parteiführer, als Angriff auf seine Macht, gesehen wurde.“

Die Minghui-Webseite berichtete ausführlich, wie Bo Xilai in die Verfolgung von Falun Gong in Dalian und Städten in Chongqing verwickelt war. Einige Artikel finden Sie unter:
http://de.minghui.org/artikel/68734.html und
http://de.minghui.org/artikel/75176.html

Eine auf der Verfolgung von Falun Gong aufgebaute Karriere

Staatliche Medien in China berichteten, dass gegen Zhou ermittelt werde, versäumten es aber, seine Mittäterschaft und die seiner Komplizen bei der Verfolgung von Falun Gong zu erwähnen.

Zhou half Bo und auch Li bei ihrem Aufstieg. Auch seine eigene Karriere war auf der Verfolgung von Falun Gong aufgebaut.

Während seiner Amtszeit als Sekretär des Parteikomitees der Provinz Sichuan zwischen 1999 und 2002 wurde Zhou wegen seiner „herausragenden“ Leistung darin, die Verfolgung durchzuführen, zum stellvertretenden Direktor des Komitees für Politik und Recht und zum Leiter des Ministeriums für öffentliche Sicherheit befördert, ohne Erfahrung im Bereich öffentliche Sicherheit zu haben.

Unter Zhou wurden der Stil und die Operationen des Systems schnell in die einer Mafia umgewandelt. Die Leute des Komitees für Politik und Recht waren bei der Verfolgung an der Spitze der Befehlsausführung; die Befehle kamen meistens mündlich von Zhou und wurden auf allen Regierungsebenen darunter erteilt.

Die Befehle wirkten sich direkt auf die Verfolgung aus und schadeten hunderttausenden von Falun Gong-Praktizierenden und ihren Familien, Freunden und Kollegen. Tausende von Praktizierenden wurden zu Tode gefoltert als die Handlanger der kommunistischen Partei sie zwingen wollten, ihren Glauben an Falun Gong aufzugeben. Bis heute beträgt die Anzahl der bestätigten Todesfälle 3731; vermutlich sind es jedoch ein Vielfaches mehr.

Das Komitee für Politik und Recht ist auch aktiv an den Verbrechen des Organraubs von lebenden Falun Gong-Praktizierenden beteiligt.

Getarnte Telefonanrufe enthüllen Verantwortlichkeit

Ein getarnter Telefonanruf an Li Changchun, Mitglied des ständigen Ausschusses des Politbüros und ehemaliger Parteichef der Provinz Guangdong, enthüllte, dass Zhou Yongkang für das Projekt Organraub von Falun Gong-Praktizierenden verantwortlich war. Das Telefonat war Teil der Untersuchung der WOIPFG (Weltorganisation zur Untersuchung der Verfolgung von Falun Gong). Es wurde im Namen des Leiters des Büros von Luo Gan geführt; Luo Gan ist ein ehemaliges Mitglied des ständigen Ausschusses des Politbüros.

Ein weiterer getarnter Telefonanruf wurde direkt mit Zhou geführt. Während des Gespräches stritt Zhou die Existenz geheimer Gefängnisse für Falun Gong-Praktizierende nicht ab. Er bestand lediglich darauf, auf einer sicheren Leitung darüber zu sprechen. Dieses Telefonat wurde von der WOIPFG im Namen von Li Chuncheng, dem Parteichef der Provinz Sichuan geführt.

Einem kürzlich veröffentlichten Bericht von Amnesty International zufolge spielten Zwangsarbeitslager in China eine Hauptrolle in der Verfolgung von Falun Gong. Viele von ihnen wurden unter der Herrschaft von Zhou errichtet. Der Bericht wies darauf hin, dass die Karrieren der Beamten in Zwangsarbeitslagern, direkt mit ihrer „Leistung“ bei der Verfolgung von Falun Gong in Verbindung standen. Diese Verfolgungskampagne nutzte zehntausende lokale Beamte, um die Gedanken der Menschen zu kontrollieren und unschuldige Bürger für ihren Glauben zu foltern, anstatt sich mit Verbrechensbekämpfung zu beschäftigen.

Die Menschen auf der Welt sprechen sich gegen den Organraub aus


Anfang dieses Monats unterschrieben 300 mutige Bürger in China einen gemeinsamen Brief und verlangten die Untersuchung von Zhou Yongkangs Hauptverbrechen: Organraub an lebenden Falun Gong-Praktizierenden

Immer mehr Menschen werden sich über die Verbrechen von Zhou und seiner Bande in Bezug auf die Verfolgung bewusst, obwohl das kommunistische Regime diese immer noch deckt. Einige Chinesen haben beschlossen sich wegen der Ungerechtigkeit zu äußern. Anfang dieses Monats unterschrieben 300 Bürger in China gemeinsam einen öffentlichen Brief mit dem Aufruf zur Untersuchung welche Rolle Zhou Yongkong beim Organraub und bei der Verfolgung von Falun Gong gespielt hat.

Am 10. Dezember, dem internationalen Menschenrechtstag, wurde bei den Vereinigten Nationen eine Petition mit 1,5 Millionen Unterschriften eingereicht. Diese wurden in über 50 Ländern gesammelt, um zur Beendigung des Organraubs in China aufzurufen.

Mit dem Untergang von Zhous Bande werden immer mehr Tatsachen hinsichtlich der Verfolgung von Falun Gong enthüllt werden. Die Verantwortlichkeit hat bereits die Stellung hochrangiger KPCh-Beamte erreicht. Die Beweise werden bis zu Jiang Zemin, dem ehemaligen kommunistischen Präsidenten und Zhous Chef, der die Verfolgung von Falun Gong 1999 startete, zurückreichen.

Weitere Artikel hierzu (in Chinesisch):

大陆300余民众签名反活摘 要求调查周永康罪行
610头目落马-610罪恶昭彰
周永康重罪不容掩盖 江泽民血债必须偿还

  • Veröffentlicht am:
  • 24.12.2013

Fünf Falun Gong-Praktizierende in Gehirnwäsche-Einrichtung Shahezi eingesperrt (Provinz Jilin)

Von einem Minghui-Korrespondenten in der Provinz Jilin, China

(Minghui.org) Am 22. August 2013 wurden fünf Falun Gong-Praktizierende unrechtmäßig wegen ihres Glaubens verhaftet. Sie wurden in einer Gehirnwäsche-Einrichtung eingesperrt.

Ihre Namen: Frau Li Liying, Frau Jiang Ronglian, Frau Jiang Guilian, Frau Xue Ping und Herr Chang Chunqiu.

Die fünf Praktizierenden kommen aus der Großgemeinde Erdao, Stadt Jilin, Provinz Jilin. Frau Li ist ungefähr 60 Jahre alt. Sie und Frau Jiang Ronglian leben im Dorf Wanxiang. Frau Jiang Guilian wohnt im Dorf Xinjia. Herr Xue Ping und Herr Chang Junqiu wohnen im Dorf Erdao.

Der Überfall ereignete sich gegen 20:00 Uhr, als die Praktizierenden sich in einer Wohnung versammelt hatten. Eine Gruppe Zivilpolizisten von der Staatssicherheitsabteilung Fengmeng und der Polizeistation Erdao verhaftete die fünf Praktizierenden und beschlagnahmte alle ihre Falun Gong-Bücher. Sie schlugen Frau Li, rangen alle fünf Praktizierenden zu Boden und legten ihnen Handschellen an.

Die Polizisten brachten sie in die Polizeistation Erdao, wo man sie verhörte und versuchte, die Quelle der Bücher herauszufinden.

Gegen 22:00 Uhr am selben Abend wurden die fünf Praktizierenden in die Gehirnwäsche-Einrichtung Shahezi gebracht. Frau Jiang Guilian, Herr Xue und Herr Chang sind dort noch immer eingesperrt.

Frau Li nach Prügel im Krankenhaus

Nachdem Frau Li Liying am Morgen des 24. August erneut geschlagen wurde, wurde sie ohnmächtig und hatte Zuckungen. Ein Arzt untersuchte sie und sagte, sie schwebe in Lebensgefahr, woraufhin man sie zur Notfallbehandlung ins Krankenhaus brachte.

Nach ihrer Rückkehr vom Krankenhaus sagte man Frau Li, dass sie in eine Haftanstalt oder in ein Zwangsarbeitslager gebracht werden würde, falls sie ihren Glauben an Falun Gong nicht widerrufe.

Von dem übermäßigen Druck überwältigt fühlte sich Frau Li hilflos und ließ die Beamten ihren Fingerabdruck unter die Garantieerklärung setzen, dass sie nicht mehr Falun Gong praktizieren würde. Danach wurde sie freigelassen.

Nur wenige Minuten nachdem Frau Li wieder daheim war, kamen Li Zhiping und ein weiterer Beamter von der Polizeistation Erdao zu ihr nach Hause und versuchten ihren Mann, Wang Jing, zu verhaften, doch ohne Erfolg.

Gehirnwäsche-Einrichtung Shahezi eingerichtet, um Praktizierende zu verfolgen

Die Gehirnwäsche-Einrichtung Shahezi ist ein dreistöckiges Gebäude mit mehreren Räumen. Sie befindet sich im Dorf Xiaoguang, Stadt Jilin. Früher hieß es Institut für Sozialhilfe, doch der Name wurde in Umerziehungslager Jilin geändert. (Anmerkung des Übersetzers: „Umerziehungslager“ ist eine Bezeichnung, welche das kommunistische Regime oft für Gehirnwäsche-Einrichtungen verwendet).

Von Anfang an ist der wahre Zweck der Einrichtung die Verfolgung von Falun Gong-Praktizierenden. Die Einrichtung wird direkt vom Büro 610 Jilin kontrolliert.

Die Gehirnwäsche-Einrichtung arrangiert mehrere Gehirnwäschen pro Jahr. Das große Eisentor der Einrichtung ist immer abgeschlossen und die Polizei überwacht das Gebäude Tag und Nacht. Das Büro 610 befindet sich darin.

Die Praktizierenden werden isoliert voneinander eingesperrt, eine Person pro Zimmer. Die zugewiesenen „Ausbilder“ wechseln zwischen Überreden und Drohungen um die Praktizierenden „umzuerziehen“. Sie schüchtern die Praktizierenden ein und foltern sie, damit sie ihren Glauben widerrufen.

  • Veröffentlicht am:
  • 24.12.2013

Einer von Zehntausenden, die rechtswidrig vor Gericht gestellt wurden (Provinz Gansu)

Von einem Minghui-Korrespondenten aus der Provinz Gansu, Festlandchina

(Minghui.org) Seit das kommunistische chinesische Regime im Jahr 1999 die Verfolgung von Falun Gong begonnen hat, wurden Zehntausende von Falun Gong-Praktizierenden ohne ordnungsgemäße rechtliche Verfahren verurteilt. Dabei wurden sowohl die chinesische Verfassung als auch geltende chinesische Rechte missachtet. Lesen Sie im Folgenden ein Beispiel.

Das Gericht des Kreises Hui in der Stadt Longnan, Provinz Gansu, verhandelte am 22. Oktober 2013 von 09:00 bis 11:00 Uhr den Fall des Herrn She Jindong. Herr She ist Falun Gong-Praktizierender und wurde eine Woche vor der Verhandlung am Arbeitsplatz festgenommen. Das Büro 610 hatte ihn bereits zweimal am Arbeitsplatz verhaften lassen und ihn im August 2013 für 5 Tage in einer Gehirnwäsche Einrichtung festgehalten. An diesem 22. Oktober musste er die rechtswidrige Gerichtsverhandlung durchstehen. Die Verhandlung war in letzter Minute in einen Kreisgerichtssaal verlegt worden. Nur Herrn Shes Anwalt, sein Bruder und sein Neffen durften daran teilnehmen, aber nicht seine Frau.

Als sein Anwalt auf „nicht schuldig“ plädierte, unterbrach der Richter die Verteidigung abrupt und kündigte eine Vertagung der Verhandlung an.

Hintergrund:

Am 27. April 2012 verhafteten Agenten der Staatssicherheit in der Polizeidienststelle des Kreises Hui und der Stadt Longnan fünf Falun Gong-Praktizierende. Ihre Namen sind: Herr She und seine Frau Lu Caixia; Herr Lu Xuelin und seine Frau Xie Fang und Herr Yang Xuqin. Die beiden Frauen kamen für zehn Tage in Haft, die drei Männer einen ganzen Monat lang. Das Büro 610 der Provinz Gansu hatte die Haftbefehle ausgestellt.

Am 22. Januar 2013 wurden Herr She, Herr Lu und Herr Yang erneut von den Beamten der Staatssicherheit verhaftet. Mehr als zehn Polizisten drangen in Herrn Lus Haus ein und verhafteten ihn. Herr Yang wurde auch von zehn Polizisten festgenommen; Herrn She verhafteten sie an seinem Arbeitsplatz.

Am 22. Mai wurden die drei Praktizierenden auf Kaution freigelassen.

Untergetaucht, um sich dem Zugriff der Verfolger zu entziehen

Am Morgen des 12. Oktober suchte die Polizei auch Herrn Yangs Arbeitsplatz auf mit der Absicht, ihn zu verhaften. Herr Yang war nicht da und sah sich in Folge gezwungen, sein Zuhause zu verlassen, um nicht festgenommen zu werden.

Auch Herr Lu tauchte unter, um nicht verhaftet zu werden. Die Kreispolizei schikanierte daraufhin wiederholt seine Frau und trug ihr auf, ihren Mann zu überreden, nach Hause zurückzukehren. Die Polizei versuchte auch, seinen Sohn festzunehmen.

Die Gerichtsverhandlung gegen Herrn She wurde vertagt. Ob das Verfahren wieder aufgenommen wurde, ist derzeit nicht bekannt. Wir werden weiter darüber berichten.

An der Verfolgung beteiligt:

Pang Xizhong, Leitender Beamter bei der Plünderung des Hauses der Familie Lu
Tian Li, Polizist, beteiligt an der Plünderung des Hauses der Familie Lu
Wang Jianguo, verantwortlich für die Festnahme von Herrn Yang

  • Veröffentlicht am:
  • 24.12.2013