Aufstieg und Fall von Li Dongsheng, dem Chef des Büros 610: Eine Karriere triefend von Hasspropaganda und Gewalt

(Minghui.org) Joseph Goebbels, der Propagandaminister Hitlers während der Nazi Zeit in Deutschland sagte: „ Eine Lüge muss nur oft genug wiederholt werden. Dann wird sie geglaubt und dann wirst sogar du selbst sie glauben.“ Dies mag einer der Gründe gewesen sein, warum Hitler die öffentliche Meinung vor dem Genozid irreleiten konnte.

Einige Jahrzehnte später wurden ähnliche Strategien von der Kommunistischen Partei Chinas (KPCh) angewandt, um eine lebensfeindliche Umgebung für die Falun Gong Praktizierenden zu schaffen, während gleichzeitig Verhaftungen, Arrests und weitere Formen von Misshandlungen durchgeführt wurden.

Li Dongsheng ist der jetzige Chef des Büros 610. Zuvor war er Propagandaminister und später Minister für Öffentliche Sicherheit. Li Dongsheng spielte eine Schlüsselrolle in der Führung, sowohl bei der staatlich kontrollierten Medien-Propagandakampagne, sowie auch bei den weit verbreiteten Polizeieinsätzen gegen Falun Gong.

Seine Karriere startet durch: Irreführung der öffentlichen Meinung durch Medienpropaganda

Von 1993 bis im Juli 2000 war Li der ausführende Direktor des chinesischen Staatsfernsehen China Central Television CCTV. Als das Büro 610 im Juni 1999 errichtet wurde, wurde er zu einem der ausführenden Direktoren des Büros 610 ernannt und war verantwortlich für Propaganda.

Um die öffentliche Meinung zu beeinflussen, benutze er die beliebte Sendung „Fokus“, die in der besten Sendezeit ausgestrahlt wird und über aktuelle Themen berichtet. Laut dem Untersuchungsbericht 2013 der Weltorganisation zur Untersuchung der Verfolgung von Falun Gong (World Organization to Investigate the Persecution of Falun Gong (WOIPFG) wurden während der sechseinhalb Jahre vom 21. Juli 1999 bis Ende 2005 in der Sendung „Fokus“ insgesamt 102 Anti-Falun Gong Episoden gezeigt. Weiter besagt der Bericht, dass davon 70 Episoden von Juli bis Dezember 1999 ausgestrahlt wurden.

Die Medien zu manipulieren und dadurch die Zielgruppe zum Feindbild zu stempeln, war schon oft in früheren politischen Kampagnen der Kommunistischen Partei China benutzt worden, so auch während der Kulturrevolution oder dabei zu helfen, die Demokratiebewegung 1989 zu zerschlagen.

Lis Bemühungen die Meinung des Volkes zu beeinflussen, waren sehr effektiv. Einige Monate später im Juli 2000 wurde er befördert: Er wurde ausführender Direktor der staatlichen Administration für Radio, Film und Fernsehen Chinas (State Administration of Radio Film and Television of China (SARFT)).

Anders als andere Zielgruppen der früheren politischen Kampagnen haben Falun Gong Praktizierende keine politischen Absichten, was es für die Kommunistische Partie Chinas schwer macht, sie innerhalb kurzer Zeit zu vernichten. Im Gegenteil, ihre aufrichtige Lebensweise und die Prinzipien denen Falun Gong Praktizierende folgen, namentlich Wahrhaftigkeit, Barmherzigkeit und Nachsicht, haben in der Gesellschaft einen sehr positiven Eindruck hinterlassen.

Dies war ein starker Kontrast zu der diffamierenden Propaganda über sie. Viele Chinesen begannen sich zu fragen, ob diese Verfolgung gerechtfertigt sei und ob die Mittel bei der Durchführung- Verhaftung, Inhaftierung, Hausplünderungen – nicht übertrieben wären.

Um die Unterstützung für die Verfolgung abzusichern, sandte der staatliche Fernsehsender CCTV am Vorabend zum Chinesischen Neuen Jahr, am 23. Januar 2001, Aufnahmen einer inszenierten Selbstverbrennung auf dem Platz des himmlischen Friedens und erklärte Falun Gong als dafür verantwortlich. Sehr viele Chinesen wurden von den Lügen getäuscht und ihre Gedanken über Falun Gong Praktizierenden wurden sehr feindselig.

Falsches Feuer

Bei akuten Konflikten unter der Herrschaft der KPCh wurde die Selbstverbrennung zum letzten Ausweg. Die Selbstverbrennung wird von manchen Chinesen angewandt, wenn ihre Interessen zu lange ignoriert oder ihre Anliegen unangesprochen bleiben. Solche Ereignisse aber waren rar und es war strikt verboten, sie in staatlichen Medien zu zeigen.

Ein Reporter der Washington Post ging in die Heimatstadt von Liu Chunling, einer der Selbstverbrennungsopfer, um ihren Hintergrund zu untersuchen. Ein nachfolgender Artikel in der Washington Post sagte: „Niemand sah sie je praktizieren“. Nachdem Erscheinen dieses Artikels wurde der Journalist auf dem Weg zurück in die Heimatstadt, um weiter zu recherchieren, verhaftet.

Weitere Analysen des Beitrags zeigten weitere Lücken in der Authentizität des Ereignisses. Falsches Feuer, ein Film der Auszeichnungen gewann, analysierte den Beitrag im Detail und zeigte auf, dass der Film von CCTV fabriziert worden war, um Falun Gong zu verleumden. Doch wie auch immer, diese Information ist noch immer für viele Chinesen nicht zugänglich.

Weil diese inszenierte Selbstverbrennung am Vorabend des Chinesischen Neujahrs stattfand und mit einigen sehr lebendigen Charakteren ausgestattet worden war, wie mit dem 12 Jährigen Kind und seiner Mutter, wurde das TV Programm von einer sehr großen Zuschauermenge gesehen. Die gleiche Nachricht wurde dann in Zeitungen und anderen TV-Programmen wiederholt und fand sogar Einzug in die Schulbücher. Die Sympathie, die die Menschen gegenüber Falun Gong gehabt hatten, schlug in Hass und Wut um.

Lis Errungenschaften bei der Orchestrierung der Propaganda brachte ihm eine weitere Beförderung diesmal durch Zhou Yongkang ein. Er wurde im Oktober 2009 zum Vize-Minister des Ministeriums für Staatssicherheit und Chef des Büros 610. Es war ein Wechsel von einer KPCh Agentur die Propaganda ausschüttete, um Hass zu schüren, zu einer Agentur die Gewalt propagierte.

Karrierewechsel: Gewalt anwenden, um Gehirnwäsche zu fördern

Das Büro 610 befahl neben den körperlichen Gewaltanwendungen die Praktizierenden nun auch der Gehirnwäsche zu unterziehen. Also wurden eine große Anzahl von Gehirnwäsche-Einrichtungen errichtet, um die Praktizierenden festhalten zu können. Um diese Institutionen füllen zu können, wurden Praktizierende zu Hause oder bei der Arbeit verhaftet. Andere wurden, nachdem ihre Haftzeit beendet war, von den Gefängnissen oder Zwangsarbeitslagern in die Gehirnwäsche-Einrichtungen gebracht.

Die „Fokus“ Programme von CCTV , die unter der Leitung von Li Dongsheng fabriziert worden waren, gehörten auch zu den Materialien, die für die Gehirnwäsche benutzt wurden.

Am 22. Dezember 2013 wurde auf Minghui über drei Personen berichtet, die in der Gehirnwäsche-Einrichtung in Wuhan, der Provinz Hebei, inhaftiert sind. Sie sind charakteristisch dafür, wie Gewalt bei der Gehirnwäsche angewandt wird.

Frau Wang Yan, eine ca. 20 jährige Praktizierende ist seit Anfangs November 2013 im Zentrum für Gehirnwäsche inhaftiert. Der Direktor des Zentrums wusste, dass sie nicht aus dieser Gegend kam und befahl den Wärtern sie heftig zu schlagen.

Frau Cu Hai, eine 64 Jahre alte Beamtin der Firma Chemikalien Import und Export von Wuhan ist seit Oktober 2012 inhaftiert, zwei Monate davon in der Einrichtung von Wuhan, wo sie zwangsernährt wurde, ihr Nerven zerstörende Medikamente injiziert wurden, ihr der Schlaf entzogen wurde, sie fast erdrosselt wurde, sie im Winter mit eiskaltem Wasser übergossen wurde und so weiter…

Frau Peng Xinhua, eine 74 Jahre alte pensionierte Lehrerin wurde in die Gehirnwäsche-Einrichtung gebracht, nachdem ihre 5-jährige Haftstrafe im Gefängnis beendet war.

Dies sind nur drei Beispiele von Personen, die im Wuhan Gehirnwäsche-Einrichtung mit extremer Gewalt behandelt wurden. Auf der Minghui-Webseite sind noch viel mehr Fälle dokumentiert.

Tatsächlich ist die Gehirnwäsche-Einrichung in Wuhan nur eine von unzähligen Einrichtungen in denen die Praktizierenden unter der Aufsicht des Büros 610 misshandelt werden.

Karrierenfall: Die letzten Tage von Li Dongsheng

Am 20. Dezember 2013 berichteten chinesische Medienagenturen, dass gegen Li wegen Fehlverhaltens ermittelt wird, ein Zeichen des Beginn des Endes seiner politischen Karriere.

Einen Monat zuvor hatte Li Dongsheng den 120 km von Peking entfernten Bezirk Huailai besucht. Er ging mit dem Parteisekretär des Bezirks in eine Stadt, um dort die Propaganda und die Onlineüberwachung bei der Verfolgung von Falun Gong zu verstärken.

Der Besuch was sehr wahrscheinlich ein Versuch seine Angst zu verdecken. Staatlich kontrollierte Medien hatten schon seit August nicht mehr über Li berichtet. Als es Gerüchte gab, dass Zhou Yongkang, Lis größter politischer Patron, unter Hausarrest stehe, wollte Li sich bei öffentlichen Anlässen zeigen und seine Zukunft wieder mit der Verfolgung von Falun Gong sichern, in der Hoffnung von Jiang Zemin gerettet zu werden. Doch seinen Besuch wurde nur in lokalen Medien erwähnt.

Während Lis Position als Chef des Büros 610, halb geheim gehalten worden war und auch bei seiner offiziellen öffentlichen Einführung nicht erwähnt worden war, ist nun bei der Ankündigung der Untersuchung der erste offizielle Titel der genannt wird, „Chef des Büros 610“.

Der Niedergang von Li Dongsheng als Chef des Büros 610 wirft nun das Rampenlicht endlich auch auf die Organisation selbst. Seine Absetzung mag wie ein Resultat von einem „innerem Machtkampf“ innerhalb der KPCh aussehen, aber es ist auch eine Form von Vergeltung. Man kann nicht sagen, dass alle korrupten Beamten Falun Gong Praktizierende verfolgen, aber das Umgekehrte ist immer wahr: Alle, die Falun Gong Praktizierende verfolgen, sind mit Sicherheit korrupt.

Mit dem Untergang von Li Dongsheng ist das Ende des Büros 610 nicht mehr weit entfernt.

  • Veröffentlicht am:
  • 06.01.2014
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