Tod eines jungen Rechtsanwalts gibt Einblick in die Verfolgung in einem Arbeitslager in Henan (Fotos)

Von einem Minghui-Korrespondenten in der Provinz Henan, Festlandchina

(Minghui.org) Die eingesetzte brutale Gewalt, die im April 2002 zum Tod des jungen Rechtsanwaltes Li Jian führte, gibt einen Einblick in die Vorgehensweise bei der Verfolgung von Falun Gong in der Provinz Henan in China.

Herr Li Jian, ein junger Rechtsanwalt, starb um 3 Uhr in der Nacht auf den 26. April 2002 im Alter von nur 34 Jahren. Er starb an den Folgen der Folterungen, denen er im 3. Zwangsarbeitslager der Stadt Xuchang, Provinz Henan ausgesetzt war.

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Li Jian

Vor seinem Tod sagte Li Jian zu den anderen Praktizierenden im Lager: „Es macht mir keine Angst, dass ich ausgehungert bin. Wenn sie mir nur fünf Minuten Pause gönnen würden, ginge es mir wieder gut.“

Am Vortag seines Todes berichtete Li Jian noch: „Zho Zhimin (der Leiter einer Untergruppe der 3. Abteilung) ist besonders grausam. Er hat mich dermaßen hart geschlagen, dass ich noch immer starke Schmerzen habe. Ren Gaoqiang (Ausbilder der 3. Abteilung) hat diese Brutalität noch unterstützt.“

Gehirnwäsche und Zwangsarbeit im Arbeitslager der Provinz Henan

Herr Li praktizierte Falun Gong seit 1998. Im Jahr 2000 wurde er verhaftet, weil er Informationsmaterialien über Falun Gong und die Verfolgung hergestellt hatte. Man verurteilte ihn rechtswidrig zu drei Jahren Haft und internierte ihn im April 2000 im 3. Zwangsarbeitslager der Provinz Henan. Dort unterzog man ihn einer Gehirnwäsche und zwang ihn zu harter körperlicher Zwangsarbeit.

Folter des Schlafentzugs unter entsetzlichen Schmerzen

Zu den Foltermethoden in dem Arbeitslager gehörten Schlafentzug, während das Opfer gleichzeitig mit einem Nylonfaden auf dem Fußboden so fest gefesselt wird, dass der Blutkreislauf unterbrochen war – eine äußerst schmerzhaft Foltermethode. Wie in dem untenstehenden Foto zu sehen ist, werden bei dieser Foltermethode die Arme des Opfers mit einem Nylonfaden sehr fest hinter dem Rücken zusammengebunden. Dabei ist der Faden so straff, dass er in das Fleisch einschneidet.


Bei dieser Foltermethode werden die Arme des Opfers mit einem Nylonfaden sehr fest hinter dem Rücken zusammengebunden

Das Opfer wird gezwungen, auf dem Boden zu hocken, während ein Holzstab zwischen dem Rücken und den Oberarmen des Opfers eingeschoben wird, was den Schmerz schier unerträglich werden lässt. In dieser Position in der Hocke verharrend, wird dem Opfer mehrere Tage lang der Schlaf entzogen. Der Blutkreislauf ist durch den straffen Faden unterbrochen und die Adern abgeschnürt, sodass kein Blut in die Arme gelangt. Das Opfer leidet durch diese Foltermethode an einer erhöhten Herzfrequenz und entsetzlichen Schmerzen in beiden Armen. Schon nach wenigen Minuten beginnt es stark zu schwitzen.

Diese grausame Folter führt dazu, dass einige Praktizierende beginnen, Blut urinieren, dennoch bleiben sie weiter inhaftiert.

Herr Li schaffte es unter dieser Folter nicht, dem Druck standzuhalten und unterschrieb eine Erklärung, in der er sich von Falun Gong lossagte. Im März 2002 erklärte er diese Erklärung jedoch für nichtig und bekräftigte seine Entschlossenheit, wieder ein standhafter Falun Gong-Praktizierender zu werden.

Danach wurde er vom Abteilungsleiter Tan Junmin massiv gefoltert.

In der Todesnacht

Am Morgen des 25. April 2002 schrie der stellvertretende Abteilungsleiter Jin Weishan Herrn Li an: „Ihr Falun Gong Praktizierenden seid bei der Arbeit so inkompetent. Trotzdem müssen wir euch noch ernähren. Es wäre besser, Hunde aufzuziehen!“

Als der Abteilungsleiter Tan Junmin Herrn Li am Nachmittag ein weiteres Mal beschimpfte und wissen wollte, warum Herr Li seine Arbeit nicht fertigstelle, antwortete Herr Li ihm: „Mein Körper schafft es einfach nicht mehr. Ich bin ganz erschöpft.“

Erst nach Mitternacht schaffte es Herr Li, seine Arbeit zu beenden. Auf dem Weg zu seiner Zelle sagte er: „Ich schaffe es nicht mehr. Sie werden mich zu Tode foltern.“ Völlig erschöpft und unter Atemnot leidend konnte Herr Li nicht einschlafen. Er starb noch in der gleichen Nacht.

Um der Verantwortung für seinen Tod zu entgehen, ließ der Abteilungsleiter zwei Stunden verstreichen, bevor er den Leichnam ins Krankenhaus bringen ließ, wo lebensrettende Maßnahmen eingeleitet wurden. Man versuchte, Herrn Li wiederzubeleben, obwohl dieser bereits seit Stunden tot war.

Später ließ Ren Gaoqiang, der Ausbilder der 3. Abteilung, die Unterlagen zu diesem Fall verschwinden.

Arbeitslager verbreitet: „Li Jian starb an einer Krankheit“

Am nächsten Tag waren die Aufseher der 3. Abteilung in Alarmbereitschaft. Die Gefängnisinsassen durften während des Mittagessens nicht zu nah beieinander sitzen. Die Aufseher drohten ihnen mit schwerwiegenden Konsequenzen, sollten sie irgendetwas wegen Herrn Lis Tod unternehmen. Der stellvertretende Leiter des Zwangsarbeitslagers Qu Shuangzhai und der Staatsanwalt gaben am Nachmittag bekannt: „Li Jian starb an einer Krankheit. Wer auch immer seinen Tod zum Anlass nimmt, um Unruhe zu stiften, wird mit der Verlängerung der Strafzeit bestraft.“

Dann fügte er noch hinzu: „Lis Familie hat die Fakten akzeptiert. Das solltet ihr auch tun und aufhören, hier Ärger zu machen.“

Als ein inhaftierter Falun Gong-Praktizierender im Gedenken an Herrn Li drei Trauerminuten vorschlug, wurde seine Haftstrafe um sechs Monate verlängert.

Englische Version:
http://en.minghui.org/html/articles/2014/3/10/145764.html

Chinesische Version:
青年律师李建被河南第三劳教所活活累死的经过

Veröffentlicht am:
01.04.2014

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