17 Jahre Gefängnis für Entlarvung der Selbstverbrennungslüge

  • Von einem Minghui-Korrespondenten in der Provinz Heilongjiang, China

(Minghui.org) Der Fabrikarbeiter Yang Yongying wurde am 30. Juni 2006 zu einer 17-jährigen Haftstrafe verurteilt. Er hatte sich zusammen mit seinen Mistreitern in das Fernsehkabelnetz eingeklinkt und ein Video eingespielt, das die Selbstverbrennung auf dem Platz des Himmlischen Friedens als Lüge der Kommunistischen Partei (KPCh) entlarvte.

Gezwungen sein Heim zu verlassen, musste Yang es zunächst mit der bitteren Armut aufnehmen, nur um später verhaftet und dann in verschiedenen Gefängnissen schwer misshandelt zu werden.

Seiner Familie stand ein ähnliches Schicksal bevor.

Das Nachfolgende ist seine Geschichte.

Ins Kabelnetz geklinkt

Yang hatte sich zusammen mit vier Mitstreitern in das Kabelnetz der Stadt Hegang eingeklinkt. Sie unterbrachen, die reguläre Sendung der KPCh für ca. 20 Minuten und sendeten ein Video, das die Selbstverbrennung auf dem Platz des Himmlischen Friedens als bewussten Täuschungsversuch entlarvte. Das Ganze geschah am 20. April 2002. Yangs Mitstreiter waren: Zhang Yueming, Wang Shusen, Guo Zhongquan und Guo Xingguo.

Viele Bürger der Stadt sahen das Video. Ein Zuschauer erklärte: „Dieses Video war wirklich gut. Alle Zweifel wurden tiefgehend erörtert. Aber als ich mir das Video anschaute, wurde der Strom abgestellt“. Man fand später heraus, dass das KPCh-Komitee der Stadt Hegan Angst davor hatte, die Öffentlichkeit könnte die Wahrheit erfahren und daher den Stromversorger angewiesen hatte, den Strom abzuschalten.

Die KPCh geriet in Panik, als die Wahrheit über Falun Gong ans Licht drang und beschloss, die Praktizierenden, die das Video eingespielt hatten, hart zu bestrafen. Vier von den fünf beteiligten Männern wurden verhaftet und zu langen Haftstrafen verurteilt. Zhang Yueming bekam 19 Jahre, Wang Shusen 18 Jahre, Guo Zhongquan 13 Jahre und Guo Xingguo 15 Jahre. Letzterer wurde im Gefängnis Hulan brutal gefoltert und starb kurz nach seiner Freilassung.

Drei Jahre Armut: Yang muss sein Zuhause verlassen

Nachdem sich Yang ins Netz eingeklinkt hatte, gelang ihm zunächst die Flucht.

Am Abend des 21. April 2002 fuhren Mitglieder der KPCh und mehrere Polizisten zu Yangs Haus, brachen dort ein und durchsuchten es.

Yang blieb nichts anderes übrig als sein Zuhause zu verlassen. Da seine Verwandten regelmäßig zu den Urlaubszeiten streng überwacht und ihre Telefone abgehört wurden, konnte er auch später nicht nach Hause zurückkehren. Der Polizeichef Ren Ruichen teilte seine Einheit zu diesen Zeiten in zwei Gruppen ein, die Yangs Angehörige täglich rund um die Uhr überwachten.

Um zu überleben, musste Yang einen anderen Namen annehmen und auf einer Baustelle körperliche Arbeit verrichten. Sein Leben war extrem schwierig in dieser Zeit.

Verhaftet und sieben Tage lang gefoltert

Yang traf sich am 7. September 2005 gegen 9:00 Uhr mit einigen anderen Praktizierenden in einer Wohnung. Polizisten der Polizeibehörde Xianyang verschafften sich Zutritt und verhafteten die anwesenden Personen dort. Über 50 Praktizierende wurden verhaftet. Ihre Handys und weiteres Eigentum wurden beschlagnahmt, insgesamt wurden Gegenstände im Wert von mehreren Zehntausenden Yuan beschlagnahmt.

Noch in derselben Nacht wurde Yang zur zweiten Haftanstalt der Stadt Hegan gebracht. Dort sperrte man ihn in den Haftraum Nr. 3 und versuchte ein Geständnis von ihm zu erpressen. Er musste von 22:00 Uhr bis zum nächsten Morgen 6:00 Uhr auf dem kalten Betonboden sitzen.

In den darauffolgenden sieben Tagen wurde Yang schwer gefoltert. Die Polizisten legten ihm Handschellen an, hängten ihn auf, entzogen ihm den Schlaf, schlugen mit einer Wasserflasche auf seinen Kopf ein, schlugen mit einem Billardstock auf seine Gelenke und malträtierten seine Schultern mit einem Tennisschläger. Wurde er bewusstlos, so schütteten die Polizisten kaltes Wasser über ihn, um ihn aufzuwecken.


Folterillustration: an Handschellen aufgehängt

Unrechtmäßig zu 17 Jahren Haft verurteilt

Das Bezirksgericht Xianyang der Stadt Hegang verurteilte Yang am 30. Juni 2006 zu einer 17-jährigen Haftstrafe. Bei der Verhandlung führte Richter Chen Xuegang den Vorsitz. Beisitzer waren Richter Chen Min und Wang Jidong, das Protokoll führte Wang Xiaojun.

Yang legte gegen dieses Urteil Mitte Juli 2006 beim mittleren Volksgericht Berufung ein. Das Gericht hielt das frühere Urteil jedoch durch Entscheidung vom 22. September 2006 aufrecht. Bei der Verhandlung führte Liu Changfu den Vorsitz, Besitzer war Hao Lizhu. Ebenfalls anwesend waren der Assistenzrichter Sun Bo und Gerichtsdiener Li Wei.

Schwere Haftzeit

Yang wurde am 8. November 2006 ins Gefängnis Harbin gebracht, wo er Zwangsarbeit verrichten musste. Wenn er seine täglich zu erfüllende Quote nicht schaffte, wurde er in eine Extra-Zelle gesperrt und sollte dort von 23:30 Uhr bis 01:30 Uhr über sein Verhalten nachdenken.

Yang wurde am 1. Dezember 2006 in das Gefängnisses Hulan überführt und dort in der 13. Abteilung, der „streng kontrollierten Gruppe“ untergebracht. Er musste jeden Tag von 6:00 Uhr bis 20:30 Uhr Matten für PKWs zurechtschneiden. Wenn er seine Quote nicht erfüllte, sollte er sein Verhalten reflektieren und wurde zusätzlich von den anderen Insassen mit Plastikrohren verdroschen. Die Häftlinge schlugen auf seinen Kopf und sein Gesäß ein, bis Yang versprach, die Quote am nächsten Tag zu erfüllen.

Während der „Reflexionsphase“ musste Yang barfuß auf dem Betonfußboden stehen und zwar so, dass Hüften und Beine einen 90°Winkel bildeten. Wenn Yang die Quote erfüllte, durfte er sich ein Doppelbett mit anderen teilen. Wenn er es nicht schaffte, musste er sich mit 5-9 anderen Häftlingen ein ca. 2 m langes und 1,60 m breites Bett teilen.

Das Gefängnis kam Yang wie die Hölle auf Erden vor. Überall gab es Läuse und die Praktizierenden durften nur einmal im Monat duschen. Im Waschraum durften die Praktizierenden nicht miteinander reden, sondern mussten stattdessen dreimal nacheinander „1-2-3“ rufen.

Das Gefängnis versuchte die Praktizierenden auch pausenlos „zu läutern und umzuerziehen“. Wenn die Praktizierenden aufgrund der erlittenen Folter verwirrt waren, nutzen die Gefängnisangestellten den Moment aus. Sie brachten die Praktizierenden dazu, ihren Fingerabdruck unter eine von der Polizei vorbereitete Erklärungen zu setzen, mit der sie versprachen, auf Falun Gong zu verzichten.

Der stellvertretende Leiter der „streng kontrollierten Gruppe“ Wang Jian kommentierte einst: „Dieses Gefängnis dient als Hauptbasis für die Verfolgung der Falun Gong-Praktizierenden“.

Die Gefängnispolizei teilte die Gruppe im September 2007 in zwei neue Gruppen auf, um die Praktizierenden zu überwachen und ihnen den Schlaf zu entziehen. Der Gefängnismitarbeiter He Yan schlug Yang in seiner Nachtschicht einen Zahn heraus. Der Häftling Shen Gang wurde angewiesen, ab November 2007 Falun Gong verleumdende Videos abzuspielen.


Folternachstellung: Schwere Schläge („ Drücken und Brechen“)

Jedes Jahr während des Gefängnis-Meetings erklärte der Wärter Zhang Shumin, dass das Gefängnis sich an die Verwaltungsanordnung „8-5-1-1“ für Falun Gong Praktizierende und andere Häftlinge halten würde. Gemeint war damit, dass die Praktizierenden acht Stunden am Tag, fünf Tage die Woche arbeiten, einen Tag zum Lernen und einen Tag zur Entspannung haben sollten. In Wahrheit mussten die Praktizierenden jeden Tag bis zu 12 Stunden in der Werkstatt schuften.

Auch Yangs Familie wurde Opfer der Verfolgung

Yang hatte eine wunderbare Frau und einen gut erzogenen, genügsamen Sohn. Seine Frau wurde 2002 zu einer siebenjährigen Haftstrafe verurteilt, weil sie Falun Gong praktiziert. Da Yang zu dieser Zeit das Haus verlassen musste, war ihr damals 13-jähriger Sohn auf sich allein gestellt. Er ging gerade auf die Mittelschule. Mitzuerleben, wie seine Familie verfolgt wurde, traumatisierte ihn schwer. Glücklicher Weise erhielt der Sohn Hilfe von Yangs Verwandten, sodass er schließlich eine gute Universität besuchen konnte.

Yangs Frau wurde 2009 entlassen. Um ihren Mann und ihren Sohn zu unterstützen, arbeitete sie hart: Von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang führte sie in ihrem kleinen Geschäft Kleidungsänderungen durch und wusch Wäsche.

Der Redaktion nicht bekannte Mitarbeiter der KPCh verhafteten Yangs Frau am 11. März 2011. Sie behaupteten, sie hätte beim Betrieb ihres Geschäftes Feuerschutzrichtlinien nicht beachtet. Yangs Frau wurde daraufhin in die Gehirnwäsche-Einrichtung Hegang gebracht und dort geschlagen, bis sie das Bewusstsein verlor. Als sie sechs Tage später entlassen wurde, konnte sie sich nicht mehr auf den Beinen halten und musste nach Hause getragen werden.

Hintergrund

Yang arbeitete früher in einer Sortier-Fabrik der „He Bergbau Gruppe“. Er fing 1995 an, Falun Gong zu praktizieren. Früher litt er unter vielen Krankheiten und hatte sich schlechte Gewohnheiten angeeignet. Er hatte geraucht, getrunken und sich im Glücksspiel verloren. Als er anfing, Falun Gong zu praktizieren, wurde er seine Krankheiten los. Sein Chef sparte viel Geld, das er sonst für medizinische Behandlungen hätte ausgeben müssen. Yang richtete sich streng nach den Werten Wahrhaftigkeit, Barmherzigkeit und Nachsicht und wurde so auch seine schlechten Angewohnheiten los.

Für die Verfolgung verantwortlich:

Nan Sheng, Wärter
Jin Shibin (金世彬), Wärter der 13. Abteilung des Gefängnisses Hulan
Yang Yuming (杨玉明), der stellvertretende Wärter der 13. Abteilung des Gefängnisses Hulan (verantwortlich für Zwangsarbeit)
Sun Yuanze (孙元泽), erster Abteilungsleiter
Qingyu (王庆瑜), Chef
Sun Jihan (孙吉汉), zweiter Abteilungsleiter
Wang Zhiyong (王志勇), Chef: 86-451-57307109
Xu Ruye (胥 如 野), Kriminalsektionschef
Wang Jian (王健), Chef der Verwaltungsabteilung
He Yan (何 岩), Gefängnis-Mitarbeiter: 86 – 13314501008 (Mobil)

Englische Version:
http://en.minghui.org/html/articles/2014/4/3/16.html

Chinesische Version:
电视插播真相 杨永英被非法判刑十七年

Veröffentlicht am:
12.04.2014

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