Provinz Gansu: Stationen der Verfolgung zweier Rentnerinnen

24. November 2014 | Von einem Minghui-Korrespondenten in der Provinz Gansu, Festlandchina

(Minghui.org) Von der Verfolgung von Falun Gong in China sind Menschen aller Altersgruppen und Gesellschaftsschichten betroffen, auch viele alte Menschen. Der folgende Bericht skizziert einige Stationen der Verfolgung der beiden Rentnerinnen Frau Guo Lianqing und Frau Gao Xirong.

Die beiden wurden viele Jahre lang immer wieder eingesperrt und misshandelt. Laut den aktuellsten vorliegenden Informationen zu dem Schicksal dieser beiden Frauen sollten sie im letzten Jahr, am 14. Juli 2013, zu jeweils dreieinhalb bzw. vier Jahren Haft verurteilt werden. Was danach mit ihnen geschehen ist, ist der Redaktion derzeit noch nicht bekannt.

Im Jahr 2000 begann das Martyrium für Frau Guo Lianqing

Frau Guo und ihr Mann Wang Gengfa wurden jahrelang von der Polizei schikaniert und ihr Haus unzählige Male geplündert. Frau Guo wurde immer wieder festgenommen und eingesperrt.

Im Januar 2000 verurteilte man sie das erste Mal zu einem Jahr Arbeitslager. Sun Jieqiang, der Polizeichef und Sicherheitsbeauftragte des Pingchuan Polizeireviers, brachte sie damals in das Pingantai Arbeitslager in Lanzhou. Der dortige Leiter der siebten Station beauftragte zwei Mitgefangene damit, Frau Guo rund um die Uhr zu überwachen. Frau Guo musste dann mehr als zehn Stunden am Tag arbeiten. Im Winter setzte man sie der Kälte aus, im Sommer der Hitze. Die Beamten schlugen und beschimpften sie ununterbrochen. Am stärksten wurde sie misshandelt, wenn sie die Falun Gong-Übungen praktizierte. Man legte ihr Handschellen und Fesseln an, an denen sie aufgehängt wurde. Eine andere Foltermethode war die Einzelhaft in einer kleinen Zelle.

Trotz all dieser Misshandlungen und obwohl man sie sogar hungern ließ und ihr den Gang zur Toilette verbot, ließ sich Frau Guo in dem Lager nicht „umerziehen“ und dazu bewegen, Falun Gong aufzugeben.

Als Frau Guo infolge der Folterungen schließlich das Bewusstsein verlor, wurde sie aus der Pein befreit und endlich entlassen.

Im Dezember 2005 kam es zu einer erneuten Verhaftung, dieses Mal durch Liu Junrui, dem Leiter der Politik- und Sicherheitsabteilung des Pingchuan Polizeireviers. Nach dem Verhör sperrte man Frau Guo erneut in das Baiyin Arbeitslager. Das Gericht in Baiyin verurteilte sie illegal zu vier Jahren Haft. Danach kam sie in das Gansu Frauengefängnis.

Damit nicht genug, nach ihrer Entlassung suchten die Beamten Frau Guo nochmals auf. Im April 2012 tauchten sie in ihrer Wohnung auf, um sie wieder zu schikanieren. Daran beteiligt waren Agenten des Gansu Frauengefängnisses, des Büro 610 der Stadt Pingchuan und der Pingchuan Chemie Industrie Familiengemeinschaft.

„Wir werden eure Familien bis zu eurem Tod schikanieren, bis sie daran zerbrechen!“

Auch Frau Gao Xirong musste seit Beginn der Verfolgung von Falun Gong in China 1999 viele Jahre der Schikane, der illegalen Festnahmen und Misshandlungen erfahren. Man erpresste Geld von ihr, sperrte sie in eine Gehirnwäsche-Einrichtung und verurteilte sie zu vier Jahren Gefängnis mit Zwangsarbeit.

Im Dezember 2005 wurden Frau Gao und eine weitere Praktizierende von dem Leiter für Staatssicherheit der Stadt Pingchuan, Liu Junrui, und weiteren Polizisten verhaftet. Der Grund: Die beiden Frauen hatten Informationsmaterialien über Falun Gong verteilt. Das Gericht der Stadt Pingchuan verurteilte sie anschließend zu vier Jahren Gefängnis. Danach wurden die beiden in das Gansu Frauengefängnis gebracht. Liu Junrui sagte zu ihnen: „Ich sorge dafür, dass ihr so lange im Gefängnis bleibt wie möglich! Wir werden eure Familien bis zu eurem Tod schikanieren, bis sie daran zerbrechen!“

Das Gansu Frauengefängnis hat eine spezielle Abteilung für die Verfolgung von Falun Gong- Praktizierenden. Einer der dortigen Leiter, Zhu Hong, zwang die Praktizierenden, sich Videos über die Verleumdung von Falun Dafa und seinem Gründer, Li Hongzhi, anzusehen. Dann wurden die Praktizierenden noch bis spät in die Nacht vom Schlafen abgehalten, um sie anschließend sehr früh am Morgen zum Arbeiten zu wecken. Jeden Tag zwang der Wärter Meng Xianru sie zu Überstunden.

Während Frau Gao im Gefängnis war, gab ihr Mann unter dem Druck der Polizei das Praktizieren von Falun Gong auf. Später erkrankte er an einer Kleinhirnatrophie (Degeneration des Kleinhirns) und starb im Jahre 2007 daran.

Gefängnis verweigerte die Aufnahme, weil sie zu alt waren

Am 21. Dezember 2012 informierten Frau Gao und Frau Guo die Bewohner der Stadt Baiyin über Falun Gong. Sie gingen damals auch in ein Geschäft in der Shizi Straße im Bezirk Pingchuan. Dort sprachen sie mit einem jungen Mädchen namens Zhang Yun. Ein Freund von ihr namens Teng Yunfei zeigte die beiden Praktizierenden daraufhin bei der Polizei an. Er brachte die Polizisten der Dashuito Polizeiwache zu dem besagten Geschäft und zeigte auf die beiden Falun Gong-Praktizierenden.

Beide Frauen versuchten zwar friedlich, ihr Recht auf Meinungs- und Glaubensfreiheit deutlich zu machen und wiesen darauf hin, dass mit einer Festnahme gerade dieses Recht verletzt würde. Doch die Polizisten interessierte das wenig, sie nahmen sie fest und brachten sie zur örtlichen Strafanstalt. Dort verweigerte man die Aufnahme der Frauen mit der Begründung, sie seien zu alt für eine Inhaftierung. So wurden die beiden gegen 2:00 Uhr in der Nacht wieder freigelassen.

Kam es im Juli 2013 dann doch zur Verurteilung?

Einige Monate später, es war mittlerweile April 2013, überwachte und verfolgte Zhang Dongli unter Befehl seines Abteilungsleiters die zwei Praktizierenden heimlich. Als Frau Gao und Frau Guo den Passanten auf der Straße erklärten, dass Falun Gong eine gute Übungspraktik sei, forderte Zhang sie dann auf, zur Staatsanwaltschaft des Bezirks Pingchuan mitzukommen. Ein Vertreter der Staatsanwaltschaft, Zhang Xiaoping, brachte sie zum Gericht von Pingchuan. Dort versuchte das Gericht erneut, das Urteil von dreieinhalb und vier Jahren Haft wirksam zu machen.

Danach wurden Frau Gao und Frau Guo unter Hausarrest gestellt und permanent überwacht. Die Polizisten nutzten die Situation aus und erpressten Geld von der Familie. Der Gerichtstermin beider Frauen wurde auf den 14. Juli 2013 gelegt.

Derzeit liegen der deutschen Minghui-Redaktion keine weiteren Informationen zum Schicksal dieser beiden Frauen vor. Sobald wir Näheres erfahren, werden wir darüber berichten.

Hintergrund

Frau Guo ist 70 Jahre alt und Angehörige eines Mitarbeiters des 133 Coal Geological Exploration Teams. In der Vergangenheit litt sie an vielen Krankheiten und musste regelmäßig Medizin einnehmen. Im Zuge dessen litt sie an Herzproblemen und Neurasthenie, einer Nervenschwäche. Bereits wenige Bewegungen oder geringer psychischer Druck erschöpften sie völlig. Als sie in jener Zeit begann, Falun Gong zu praktizieren, waren nach nur sechs Monaten all ihre Symptome verschwunden.

Die zweite Rentnerin, Frau Gao, arbeitete früher selber für das 133 Coal Geological Exploration Team. Damals litt sie an Diabetes, Magenbeschwerden und Kopfschmerzen und musste deshalb viele Medikamente einnehmen. Nachdem sie 1996 mit Falun Gong begonnen hatte, brauchte sie die ganze Medizin nicht mehr. Seither erfreut sie sich einer guten Gesundheit.

Englische Version vorhanden
http://en.minghui.org/html/articles/2013/9/8/141876.html

Chinesische Version vorhanden
甘肃白银市两老妪面临非法开庭

Rubrik: Augenzeugenberichte

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