Frau Sun Aiqun aus der Provinz Shandong zeigt Ex-Staatschef Jiang Zemin wegen illegaler Haft und Folter an

2. Juli 2015 | Von einem Minghui-Korrespondenten in der Provinz Shandong, China

(Minghui.org) Die Falun Gong-Praktizierende Frau Sun Aiqun reichte eine Strafanzeige gegen den ehemaligen chinesischen Staatschef Jiang Zemin ein. Sie legt ihm zur Last, die brutale Verfolgung der spirituellen Praxis Falun Gong eingeleitet zu haben, wegen der sie zwei Jahre in einem Zwangsarbeitslager gefoltert wurde.

Bei dem Versuch, Frau Sun zu zwingen, ihren Falun Gong aufzugeben, folterten sie die Wachen durch längeren Schlafentzug, setzten sie eisigen Temperaturen aus oder misshandelten sie auf andere Weise.

Frau Sun reichte ihre Strafanzeige bei der Obersten Volksstaatsanwaltschaft ein, in der sie Jiang der Folter, Freiheitsberaubung und anderer Verbrechen bezichtigte.

Nun folgt ihr persönlicher Bericht über die Folterungen, die sie erlebt hat:

„Ich verbrachte die ersten drei Wochen meiner Haft im Zwangsarbeitslager, in einem winzigen Zimmer ohne Fenster. Es gab nur eine kleine Lampe und ich wusste nicht, ob es Tag oder Nacht war.

Die Wachen erlaubten mir nicht zu schlafen; immer wenn ich von der extremen Müdigkeit eingenickt war, kniffen und schlugen sie mich. Mein Geist war meist neblig und müde; das einzige, woran ich mich erinnerte war, dass “sie so grausam sind!“

Weil ich mich weiter weigerte, Falun Gong aufzugeben, zwang mich die nächste Gruppe diensthabender Wärter, bis zu 22 Stunden am Tag still vor einer Wand zu stehen. Wenn ich zu Boden sank, zogen sie mich nach oben.

Ich kann mich nicht erinnern, wie viele Tage ich so gefoltert wurde. Meine Beine waren dicker als meine Taille, meine Arme doppelt so dick und meine Füße waren so stark geschwollen, dass die Haut jeder Zeit aufreißen konnte. Ich hatte das Gefühl, als würden tausend Nadeln in meinen Körper stechen.

Später zogen sie mich in ein Badezimmer, um diese Folter fortzusetzen. Sie erlaubten mir am Tag nur für zwei oder drei Stunden zu sitzen. Ich musste dort auch meine Mahlzeiten einnehmen – ein kleines Brötchen und eine halbe Schüssel mit Wasser.

Weil mir nicht erlaubt wurde, mich zu waschen, waren meine Hände, Gesicht und Körper schmutzig, die Aufseherinnen verhöhnten mich deswegen.

Im Winter sperrten sie mich in einen kalten, dunklen Raum. Sie nahmen mir meine Jacke weg und öffneten bei eisigem Wind und Schneegestöber die Tür, um mich frieren zu lassen.

Nach einer Weile fesselten sie meine Arme weit auseinander gespreizt an ein Geländer, so dass nur die Zehenspitzen den Boden berührten. Ich musste wach bleiben, um zu verhindern, dass ich mich an den Handschellen selbst aufhänge. Andererseits hatte man mir schon so lange den Schlaf entzogen, dass es unmöglich war. Jedes Mal, wenn ich einschlief, weckte mich der Schmerz an meinen Handgelenken.


Folterdemonstration: Aufhängen

Da ich immer noch nicht bereit war, nachzugeben, änderten sie die Foltermethoden.

Sie brachten mich zurück in den dunklen Raum. Dann überkreuzten sie meine Beine und banden sie mit einem Seil fest zusammen. Danach zwangen sie mich, meine Arme vor der Brust kreuzen und banden meinen Oberkörper mit meinen Beinen zusammen. Ich konnte mich überhaupt nicht bewegen.

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Folter-Demonstration „In schmerzhafter Position zusammenbinden“

Während sie meinen Körper zusammenschnürten, verhöhnten sie mich: „So können Sie gut meditieren, oder? Ich lasse Sie den ganzen Tag lang meditieren.“

Nach den zwei Jahren Zwangsarbeitslager wurde ich im lokalen Büro 610 für weitere 15 Tage eingesperrt.

Während meiner Zeit im Arbeitslager musste meine Familie viel Leid zu ertragen. Für meine Schwiegereltern war es belastend, sich für so eine lange Zeit um unser Baby zu kümmern. Das Geschäft meines Mannes wurde zerschlagen und auch für meine Eltern war es sehr leidvoll. Es schmerzt sie noch immer, über das bittere Martyrium zu sprechen.

Hintergrund

Jiang Zemin startete im Alleingang die Verfolgung von Falun Gong im Jahr 1999. Trotz Widerspruch der übrigen Mitglieder des Ständigen Komitees des Politbüros nutzte er seine damalige Position als Chef der Kommunistischen Partei Chinas und zwang ihnen seinen Willen auf, um die Verfolgung zu beginnen.

Die Verfolgung hat in den vergangenen 16 Jahren zum Tod vieler Falun Gong-Praktizierender geführt. Weitaus mehr wurden gefoltert und sogar wegen ihrer Organe getötet. Jiang Zemin und seine Gefolgschaft sind direkt für den Beginn, die Weiterführung und Aufrechterhaltung der Verfolgung verantwortlich.

Unter Jiangs persönlicher Anleitung gründete die Kommunistische Partei Chinas am 10. Juni 1999 ein illegales Sicherheitsorgan auf Parteibasis, das Büro 610 genannt wird. Es setzt die chinesischen Gesetze außer Kraft und führt die Verfolgungspolitik direkt durch. Mit dem Aufruf: „Zerstört ihren Ruf, ruiniert sie finanziell und vernichtet sie physisch!“ wies der damalige Präsident Chinas, Jiang Zemin, die Handlanger der Verfolgung an, vor keiner Grausamkeit zurückzuschrecken.

Das chinesische Gesetz erlaubt seinen Bürgern, Strafanzeigen zu erstatten. Viele Falun Gong-Praktizierende üben nun das ihnen zustehende Recht aus, Strafanzeige gegen den ehemaligen Diktator zu erheben.

Englische Version vorhanden
http://en.minghui.org/html/articles/2015/6/20/151164.html

Chinesische Version vorhanden
在劳教所遭非人折磨 山东烟台孙爱群控告江泽民

Rubrik: Gerichtsprozesse

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