Boise, Idaho: Pensionierte Professorin stellt Strafanzeige gegen Jiang Zemin wegen der psychischen Folter während ihrer illegalen Haftzeit

17. August 2015 | Von einer Minghui-Korrespondentin in den USA

(Minghui.org) Eine pensionierte chinesische Professorin und Falun Dafa-Praktizierende hat eine Strafanzeige gegen den ehemaligen Führer der Kommunistischen Partei Chinas (KPCh) Jiang Zemin erstattet. Sie lebt jetzt in Boise in Idaho. Sie zeigt Jiang wegen seiner Verantwortung für die Verfolgung von Falun Gong an und wegen des Leids, das sie in China deshalb erlitten hatte.

Frau Wang Zhuhong (74) ist eine pensionierte Professorin. Sie war früher an der Elektronik und Technik-Universität in Chengdu in der Provinz Sichuan tätig. Durch Jiang Zemins Unterdrückungskampagne sahen sie und ihr Mann sich gezwungen, in die USA zu fliehen.

In ihrer Strafanzeige bei der Obersten Volksstaatsanwaltschaft bezichtigt Frau Wang Jiang Zemin neben anderen Verbrechen des Verstoßes gegen die Religions- und Meinungsfreiheit.

Sie erklärte in ihrer Anzeige: „Ich wurde gefoltert … Meine beiden Wohnungen [in China] wurden durchsucht. Ich wurde unrechtmäßig 13 Tage inhaftiert und 160 Tage in einer Einrichtung zur Gehirnwäsche festgehalten. Die Firma meines Mannes sprach ihm unter dem Druck des „Büro 610“ die Kündigung aus. Diese Verfolgung hat mir und meiner Familie seelisch und körperlich geschadet und verursachte große wirtschaftliche Verluste.“

Inhaftierung und Gehirnwäsche

Sowohl Frau Wang als auch ihr Mann hatten, bevor sie Falun Dafa zu praktizieren begannen, unter mehreren gesundheitlichen Problemen gelitten. Berichten zufolge wurden sie mit Beginn des Praktizierens vollständig gesund.

Im Jahr 2002 zog das Paar von Sichuan nach Shenzhen in der Provinz Guangdong, nachdem Herr Wang dort einen neuen Job antreten konnte.

Ihr glückliches Leben währte jedoch nicht lange. Frau Wang wurde am 9. Dezember 2005 verhaftet, weil sie einen Wasserverkäufer über die Fakten der Verfolgung von Falun Dafa aufgeklärt hatte. Bald darauf wurde sie wieder freigelassen, war aber in Shenzhen einer Hausdurchsuchung durch die Polizei ausgesetzt.

Das Paar wurde vom „Büro 610“ im Bezirk Nanshan nicht aus den Augen gelassen. Ihr Vermieter wurde von dem Amtsleiter genötigt, ihnen die Wohnung zu kündigen. Er setzte auch die Firma ihres Mannes unter Druck, ihn zu entlassen, was ihnen den Verlust eines Jahresgehalts ihres Mannes von 120.000 Yuan (ca. 17.000 Euro) kostete.

Am 29. Dezember 2005 wurden sie vom „Büro 610“ aus Shenzhen vertrieben und zurück nach Chengdu geschickt.

Am 19. Juni 2008 brach die Chengduer Polizei in ihre Wohnung ein und verhaftete Frau Wang. Sie wurde zunächst 13 Tage in der kommunalen Haftanstalt Chengdu eingesperrt, wo sie nicht ausreichend mit Nahrung versorgt wurde. Zudem war sie in einem überfüllten Raum mit 30 Personen und nur einer Toilette untergebracht.

Am 3. Juli 2008 kam Frau Wang in die Einrichtung zur Gehirnwäsche Xinjin in Chengdu. Dort stand sie rund um die Uhr unter der Beobachtung von zwei Insassen, und sie wurde gezwungen, vulgäre TV-Programme zu sehen. Wenn sie versuchte, die Falun Dafa-Übungen zu praktizieren, war sie häufigen Beschimpfungen und Schlägen ausgesetzt. Aufgrund der Folter konnte sie nachts nicht durchschlafen.

Im Nachhinein hat Frau Wang die Vermutung, dass sie während ihrer Haft in der Gehirnwäsche-Einrichtung vergiftet wurde. Eines Nachts hatte sie plötzlich Atemnot und wagte nicht, sich hinzulegen. Sie musste sich stützen. Jeder Atemzug war ein Kampf. Ihr Zustand besserte sich erst ein paar Tage später.

Frau Wang wurde nach 160 Tagen entlassen. Bald nach ihrer Rückkehr wurde ihr plötzlich schwindelig und sie spürte Schmerzen in der Brust. Sie konnte keine Nahrung bei sich behalten und verlor in kurzer Zeit mehr als 30 Pfund an Gewicht. Sie vermutet, dass ihr vor der Entlassung in der Gehirnwäsche-Einrichtung etwas ins Essen gemischte wurde.

Frau Wang und ihr Mann zogen in die USA, um bei ihrer Tochter zu leben, und so der Verfolgung in China zu entkommen.

Hintergrund

Jiang Zemin begann im Alleingang die Verfolgung von Falun Gong im Jahr 1999. Trotz Widerspruch der übrigen Mitglieder des Ständigen Komitees des Politbüros nutzte er seine damalige Position als Chef der Kommunistischen Partei Chinas und zwang den Funktionären seinen Willen auf, um die Verfolgung zu beginnen.

Die Verfolgung hat in den vergangenen 16 Jahren zum Tod vieler Falun Gong-Praktizierender geführt. Weitaus mehr wurden gefoltert und sogar wegen ihrer Organe getötet. Jiang Zemin und seine Gefolgschaft sind direkt für den Beginn, die Weiterführung und Aufrechterhaltung der Verfolgung verantwortlich.

Unter Jiang Zemins persönlicher Anleitung gründete die Kommunistische Partei Chinas am 10. Juni 1999 ein illegales Sicherheitsorgan auf Parteibasis, das Büro 610 genannt wird. Es setzt die chinesischen Gesetze außer Kraft und führt die Verfolgungspolitik direkt durch. Mit dem Aufruf: „Zerstört ihren Ruf, ruiniert sie finanziell und vernichtet sie physisch!“ wies Jiang Zemin als damaliger Präsident Chinas die Handlanger der Verfolgung an, vor keiner Grausamkeit zurückzuschrecken.

Das chinesische Gesetz erlaubt seinen Bürgern, Strafanzeigen zu erstatten. Viele Falun Gong-Praktizierende üben nun dieses ihnen zustehende Recht aus und zeigen den ehemaligen Diktator an.

Englische Version vorhanden
http://en.minghui.org/html/articles/2015/7/26/151743.html

Chinesische Version vorhanden
被强制洗脑、饭中投毒 旅美副教授控告江泽民

Rubrik: Ex-Staatsoberhaupt Jiang Zemin vor Gericht bringen

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