504 Falun Gong-Praktizierende aus Shanghai erstatten zwischen Ende Mai und 12. August Strafanzeige gegen Jiang Zemin

30. August 2015

(Minghui.org) Insgesamt 504 Falun Gong-Praktizierende aus der Stadt Linghai, Provinz Liaoning, haben laut Minghui-Website zwischen 27. Mai und 12. August 2015 Strafanzeige gegen Jiang Zemin erstattet.

Die Strafanzeigen beschuldigen den ehemaligen chinesischen Diktator, 1999 die brutale Unterdrückung von Falun Gong eingeleitet zu haben und machen ihn für das enorme Leid verantwortlich, das ihnen durch seine Kampagne zugefügt wurde. Die Strafanzeigen wurden an das Oberste Volksgericht und die Oberste Volksstaatsanwaltschaft geschickt.

Bis zum 13. August hat die Minghui-Website von 146.883 Falun Gong-Praktizierenden und deren Familienangehörigen Kopien ihrer Strafanzeigen gegen Jiang erhalten. In der Woche vom 7. bis 13. August wurden insgesamt 10.820 Anzeigen erstattet.

Nur weil sie sich weigerten, ihren Glauben aufzugeben, wurden sie festgenommen, inhaftiert und gefoltert. Ihre Wohnungen wurden geplündert persönliche Gegenstände von den kommunistischen Behörden beschlagnahmt. Von vielen waren auch die Familien betroffen und einige wurden gezwungen, enorm hohe Bußgelder zu bezahlen.

Es folgen einige dieser Fälle von Praktizierenden aus der Stadt Linghai, Provinz Liaoning.

60-Jährige wird Elektroschocks und wiederholten tätlichen Angriffen unterzogen

Am frühen Morgen des 6. Juli 2011 brach die Polizei in das Haus von Liu Jiqiu ein, durchsuchte es und brachte sie in das Untersuchungsgefängnis Jinzhou. Sie wurde geschlagen und zur Arbeit gezwungen. Später verurteilte man sie zu drei Jahren und sieben Monate Haft im Frauengefängnis Shenyang, wo sie grausamen Folterungen unterzogen wurde.

„Die Polizistin Guo Xu schockte einmal meinen Rücken mit einem Elektrostab. Es war sehr schmerzhaft. Danach befahl sie zwei Insassen, mich mehrere Minuten lang auf dem Kopf gestellt zu halten. Sie schlug mir mit ihren Schuhsohlen so lange ins Gesicht, bis sie erschöpft war. Dann wies sie die beiden Insassen an, mich zu fesseln und einen schmutzigen Lappen in meinen Mund zu stopfen. Sie traten und schlugen mich.“

„Ich hatte Verletzungen rund um die Augen, die zu bluten begannen. Meine Augäpfel schmerzten sehr und mir liefen die Tränen über das Gesicht. Auch heute noch kann man die Narben von den Elektroschocks auf meinem Rücken sehen. Mein Körper schmerzt immer noch und ich kann nicht klar sehen“, schreibt Frau Niu in ihrer Anzeige.

75-jährige pensionierte Lehrerin geschlagen

Dong Yajun wurde am 12. September 2001 zur Polizeiwache Linghai gebracht. Zuvor war die Polizei in ihr Haus eingebrochen und hatte es durchsucht, als sie und ihr Mann nicht da waren. Die Beamten traten und schlugen sie und fesselten dann ihre Arme auf ihrem Rücken.

Am nächsten Tag brachte man sie in das Büro des Untersuchungsgefängnisses, wo einer von ihnen mit einem meterlangen Holzbrett auf ihr Gesäß einschlug. Sie wollten wissen, woher sie das Informationsmaterial über Falun Gong habe, doch sie antwortete nicht. Die Polizisten schlugen sie so lange, bis sie zusammenbrach.

Frau Dong blieb 15 Tage lang eingesperrt und durfte erst gehen, nachdem die Polizei von ihrer Familie 3.000 Yuan erpresst hatte.

Paar in Gefängnis und Arbeitslager gebracht

Ren Guixia aus der Stadtgemeinde Jincheng von Linghai wurde acht Mal rechtswidrig eingesperrt, zuletzt am 25. Februar 2008: Polizisten brachten früh am Morgen in ihr Haus ein und nahmen sie und ihren Mann fest. Außerdem nahmen sie über 20.000 Yuan Bargeld mit.

Das Paar blieb zwei Monate lang im Untersuchungsgefängnis Linghai eingesperrt, bevor man sie ins Untersuchungsgefängnis Jinzhou brachte, wo sie nochmals zwei Monate lang festgehalten wurden.

Am 12. Mai 2008 wurde Frau Ren zu drei Jahren Haft im Frauengefängnis Shenyang verurteilt. Ihr Mann war zuvor zu zwei Jahren Zwangsarbeit verurteilt und ins Zwangsarbeitslager Jinzhou gebracht worden.

Frau Ren wurde im Gefängnis so schlimm misshandelt, dass sie mehrere Male ins Gefängniskrankenhaus zur Notfallversorgung gebracht werden musste. Da ihr Leben ernstlich in Gefahr war, bekam sie am 7. Dezember 2009 Hafturlaub zur medizinischen Behandlung.

Fünf Familienangehörige in Gefängnis und Zwangsarbeitslager gebracht

Li Jinqin und vier ihrer Familienangehörigen wurden am 13. September 2009 verhaftet. Polizisten tricksten Frau Li und ihren Mann aus, woraufhin sie die Tür öffneten und verhaftet wurden. Ihr Sohn Zhang Lei wurde an diesem Morgen ebenfalls verhaftet. Am Nachmittag nahm man auch Lis Schwiegertochter und ihre Mutter in deren Wohnungen fest.

Lis Sohn verurteilte man später zu fünf Jahren Gefängnis. Die anderen Familienangehörigen waren ein Jahr lang im Zwangsarbeitslager Masanjia eingesperrt.

„Am 27. November wurde ich von einer Gruppe Wärter gefoltert. Sie banden einen meiner Füße an einen Heizkörper und den anderen zogen sie in die Höhe, was sehr schmerzhaft war. Danach zogen sie meine Beine heftig auseinander. Die Schmerzen waren unerträglich, als ob meine Hüfte auseinanderbrechen würde. Ich fiel fast in Ohnmacht“, berichtet Frau Li in ihrer Strafanzeige.

„Meine Beine waren nach der Folter entstellt und sehr schwach, und mein ganzer Körper wies Wunden auf. Ich konnte nicht gehen und man musste mir zurück in die Zelle helfen. Gegen 4:00 Uhr holte man mich zur weiteren Folterung.“

Älterer Mann geschlagen und zu drei Jahren Zwangsarbeit verurteilt

Zhang Yu’an (69) kommt aus der Stadtgemeinde Jianye in der Stadt Linghai. Am 20. Juli 2002 brach die Polizei in sein Haus ein, nahm ihn fest und durchsuchte die Wohnung. Mit Nylonschläuchen schlugen sie ihn grün und blau.

Zwei Wochen später wurde Herr Zhang wegen des Besitzes von vier Falun-Bildern und zwei Büchern von Falun Gong zu drei Jahren Haft im Zwangsarbeitslager Jinzhou verurteilt.

Weil sie ihren Glauben nicht aufgaben, bekamen die Praktizierenden im Arbeitslager kein Essen und kein Wasser, sie durften nicht schlafen und nicht auf die Toilette gehen. Als Herr Zhang die schriftliche Erklärung, zu der er gezwungen wurde, für null und nichtig erklärte, schlug ihm ein Polizist mit einem Holzbrett auf den Kopf. Die Beule an seinem Kopf ist auch heute noch sichtbar.

61-Jährige einer Gehirnwäsche unterzogen

Li Yuxia ist 61 Jahre alt. Eines Tages im Juni 2004 kamen Agenten des Büros 610 zu ihr nach Hause. Als sie sich weigerte, die Tür zu öffnen, brachten sie einen tragbaren Kran herbei, zerschlugen ihre Fenster und nahmen sie fest. Sie kam direkt in die Gehirnwäsche-Einrichtung Fushun, wo Beamte sie dazu bringen wollten, Falun Gong aufzugeben und den Gründer der Praktik zu beschimpfen.

Frau Li bekam jeden Tag nur sehr wenig zu essen und durfte in der Nacht nicht schlafen. Als sie einen Monat später freigelassen wurde, hatte sich ihre Gesundheit verschlechtert und sie zeigte Symptome von Schizophrenie und Schlafstörungen, unter denen sie beinahe zehn Jahre lang litt.

Neben den oben genannten Praktizierenden haben folgende ebenfalls Strafanzeige erstattet:

Frau Li Jie aus der Stadtgemeinde Dalinghe: Verurteilung zu drei Jahren Zwangsarbeit
Frau Ma Jingchun (75): Inhaftierung und Erpressung von 2.000 Yuan
Herr Cheng Peixin (62): Inhaftierung und Konfiszierung persönlicher Dinge im Wert von über 10.000 Yuan

Hintergrund

Jiang Zemin, der damalige Präsident Chinas, startete im Jahr 1999 im Alleingang die Verfolgung von Falun Gong. Trotz Widerspruchs der übrigen Mitglieder des Ständigen Komitees des Politbüros nutzte er seine damalige Position als Chef der Kommunistischen Partei Chinas und zwang ihnen seinen Willen auf, um die Verfolgung zu beginnen.

Die Verfolgung hat in den vergangenen 16 Jahren zum Tod vieler Falun Gong-Praktizierender geführt. Weitaus mehr wurden gefoltert und sogar wegen ihrer Organe getötet. Jiang Zemin und seine Gefolgschaft sind für den Beginn, die Weiterführung und die Aufrechterhaltung der Verfolgung direkt verantwortlich.

Unter Jiangs persönlicher Anleitung gründete die Kommunistische Partei Chinas am 10. Juni 1999 ein illegales Sicherheitsorgan auf Parteibasis, das sogenannte Büro 610. Es setzt die Verfolgungspolitik um und agiert dabei außerhalb des chinesischen Gesetzes. Mit dem Aufruf „Zerstört ihren Ruf, ruiniert sie finanziell und vernichtet sie physisch!“ wies Jiang Zemin die Handlanger der Verfolgung an, vor keiner Grausamkeit zurückzuschrecken.

Das chinesische Gesetz erlaubt seinen Bürgern, Strafanzeigen zu erstatten. Viele Falun Gong-Praktizierende üben nun dieses ihnen zustehende Recht aus und zeigen den ehemaligen Diktator an.

Englische Version vorhanden
http://en.minghui.org/html/articles/2015/8/24/152217.html

Chinesische Version vorhanden
http://www.minghui.org/mh/articles/2015/8/17/314242.html

Rubrik: Ex-Staatsoberhaupt Jiang Zemin vor Gericht bringen

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