VOA: Untersuchungs-Update – China entnimmt weiterhin menschliche Organe in gewaltigem Umfang

9. Juli 2016 | Von einem Minghui-Korrespondenten

(Minghui.org) Voice of America (VOA) veröffentlichte am 24. Juni 2016 einen Bericht mit dem Titel „China entnimmt immer noch menschliche Organe in gewaltigem Umfang“.

In dem Bericht von VOA heißt es: „China entnimmt weiterhin in gewaltigem Umfang Organe von Gefangenen. Dies geht aus einem neuen Bericht hervor, der feststellt, dass Gefangene aus Gewissensgründen – einschließlich Falun Gong-Praktizierende – die Hauptzielgruppe bleiben.“

VOA bezieht sich bei dieser Aussage auf das Update eines Untersuchungsberichtes von David Matas, David Kilgour und Ethan Gutmann, das kürzlich veröffentlicht wurde. Die Schlussfolgerung dieses Updates lautet, dass die Kommunistische Partei Chinas den Staat einsetzt beim Massenmorden von unschuldigen Menschen im Ausmaß eines Genozides. Die Menschen sterben, weil ihnen Organe zu Transplantationszwecken gewaltsam entnommen werden. Bei den Opfern handelt es sich in erster Linie um Falun Gong-Praktizierende, aber auch um Uighuren, Tibeter und ausgewählte Haus-Christen. Die Beweise zeigen, dass der Umfang an Transplantationen weitaus größer ist, als das chinesische Regime bisher behauptet hat.

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In Taiwan stellen Falun Gong-Praktizierende den Organraub der KP Chinas an lebenden Falun Gong-Praktizierenden nach.

Im Jahr 2006 begannen der kanadische Menschenrechtsanwalt David Matas und der ehemalige Staatssekretär für den asiatisch-pazifischen Raum, David Kilgour, die Anschuldigungen zur Rolle des chinesischen Regimes beim Organraub an Falun Gong-Praktizierenden zu untersuchen.

Ihre Untersuchungsergebnisse veröffentlichten sie unter dem Titel Bloody Harvest: Revised Report into Allegations of Organ Harvesting of Falun Gong Practitioners in China [1]. Ihr Bericht erfuhr internationale Beachtung.

Am letzten Mittwoch veröffentlichten sie die aktuellsten Untersuchungsergebnisse in einem ausführlichen Report, die sie gemeinsam mit dem Enthüllungsjournalisten Ethan Gutmann ermittelt hatten. Ihre Ergebnisse zeigen, dass der Umfang des Organraubs in China beträchtlich zugenommen hat. Laut diesen neuesten Ergebnissen übertrifft die Anzahl der jährlichen Organtransplantationen in China bei weitem die offiziellen Zahlen Pekings, die bei 10.000 liegen.

„Wir richten unser Augenmerk auf die Websites von einzelnen Krankenhäusern, die Transplantationen machen, ihre Publikationen, Newsletter und zurückliegenden Kalender und ihren Patientenumfang und so weiter und auf verschiedene Indikatoren und gehen die Krankenhäuser nacheinander durch“, zitiert VOA Matas‘ Aussagen zu deren Vorgehensweise. „Es gibt über 900 Krankenhäuser in China, die Organtransplantationen durchführen. Wir können keine genaue Zahl nennen, aber wir können sagen, dass die Anzahl [der Transplantationen] weitaus höher ist als 10.000 pro Jahr – jedes Jahr werden mindestens 60.000 Organtransplantationen durchführt, höchstwahrscheinlich aber mehr …“

Untermauert durch Dokumentarfilm

Der kanadische Dokumentarfilmemacher Leon Lee gewann für Human Harvest den Peabody Award. Die Dokumentation geht aus Interviews hervor, die Matas und Kilgour mit Patienten und deren Verwandten geführt hatten. Die Interviewten hatten Transplantationen in China bekommen.

Lee sagte zu VOA: „In Kanada und Amerika kann die Wartezeit für Nieren und Lebern zwei oder drei Jahre dauern. Die meisten Patienten, die wir interviewt haben, warteten höchstens zwei Wochen – es dauerte weniger als einen Monat, bis sie die Operation bekamen.“

Lee sagte, dass sich die Ermittler als Transplantationspatienten ausgegeben und Telefonanrufe mit mehr als 100 Krankenhäusern mitgeschnitten hätten, in denen sie sich nach Problemen in Bezug auf die Organtransplantationen erkundigten. Sie entdeckten, dass auf die Frage nach der Organquelle ungefähr 15 Prozent der Ärzte zugaben, dass diese in erster Linie Falun Gong-Praktizierende seien.

Zeugenaussagen im Exil

Bevor Crystal Chen in die Vereinigten Staaten kam, wurde sie zweimal von chinesischen Behörden eingesperrt, die sie in ein Frauenzwangsarbeitslager in Guangzhou brachten.

Im Gespräch mit VOA von New York erinnert sie sich an „spezielle Gesundheitsvorteile“, die Falun Gong-Praktizierende im Lager erhielten.

VOA zitiert sie: „Ich erinnerte mich, dass sie Bluttests an uns Falun Gong-Praktizierenden durchführten, nicht nur einmal, sondern regelmäßig und das war die Vorbereitung auf einen möglichen Organabgleich.“

Auch ihre Mitpraktizierende Ma Chunmei saß mehrere Strafen in einem Frauenzwangsarbeitslager in der Provinz Jilin ab, bevor sich im Jahr 2004 US-amerikanischen Boden betrat. Eines Tages im Jahr 2002 wurde sie gezwungen, zu einer Knochenmarksprobe in ein Krankenhaus zu gehen, obwohl sie ansonsten völlig gesund war.

Internationale Verurteilung

VOA zum Hintergrund: „Im Dezember 2013 verabschiedete das Europäische Parlament eine Entschließung, in der die offiziellen Vertreter der Kommunistischen Partei Chinas dringend aufgefordert wurden, den Organraub an Gefangenen aus Gewissensgründen zu beenden.

Gut drei Jahre später, am 13. Juni 2016, verabschiedete das US-Repräsentantenhaus einstimmig eine Resolution, in der China dringend aufgefordert wird, den Organraub an Gefangenen aus Gewissensgründen zu beenden.“


[1] Der deutsche Titel lautet: Blutige Ernte – Untersuchungsbericht zu den Anschuldigungen der Organentnahmen an Falun Gong-Praktizierenden in China. David Matas und David Kilgour. Revidierte und erweiterte Fassung, November 2007
http://www.organharvestinvestigation.net/report0701/report20070131-german.pdf

Englische Version vorhanden
http://en.minghui.org/html/articles/2016/6/28/157595.html

Chinesische Version vorhanden
美国之音 法轮功学员仍被中共当局大规模摘取器官(图)

Rubrik: Medienberichte

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