Falun Gong-Praktizierende in Gehirnwäsche-Einrichtungen gesperrt

1. September 2016 | Von einem Minghui-Korrespondenten in der Provinz Hunan

(Minghui.org) Seitdem die Verfolgung von Falun Gong 1999 in Gang gesetzt wurde, nutzen die Verwaltungsorgane der Kommunistischen Partei Chinas (KPCh) sämtliche ihnen zur Verfügung stehenden Methoden, um es zu verleumden und auszulöschen. Millionen Praktizierende kamen in Gefangenschaft, tausende verloren ihr Leben.

Es folgen einige neue Berichte über eine der häufigsten Verfolgungsmethoden, die die KPCh an Falun Gong-Praktizierenden anwendet: sie sperrt sie in Gehirnwäsche-Einrichtungen.

Peng Xiaohui (m)

Peng Xiaohui aus der Stadt Yueyang in der Provinz Hunan ging am 26. Mai 2016 zu einer Verhandlung von drei örtlichen Praktizierenden. Als er registriert war, fing ein Agent des örtlichen Büros 610 an, ihm Fragen zu stellen. Dann verkündete ein Gerichtsbeamter, dass der Gerichtssaal voll sei und schloss die Tür.

Peng drehte sich um und verließ zusammen mit zwei älteren Praktizierenden das Gerichtsgebäude. Mehrere Agenten des Büros 610 packten ihn jedoch an den Armen und nahmen ihn fest. Peng wurden in ein „Bildungszentrum“ im Gebirgsdorf Xiuhua gebracht – tatsächlich ist das eine Gehirnwäsche-Einrichtung.

Zur Teilnahme an Gehirnwäscheverfahren gezwungen

Die Angestellten der Gehirnwäsche-Einrichtung durchsuchten ihn und fragten ihn über die Strafanzeige aus, die er gegen das frühere chinesische Staatsoberhaupt Jiang Zemin erstattet hatte. Peng sagte, dass er nichts Falsches getan habe, indem er zu dieser Verhandlung gegangen sei. Er wies sie darauf hin, dass es sein verfassungsmäßiges Recht sei, Strafanzeige zu erstatten.

Er erhob Protest und erklärte, dass die Angestellten des Büros 610 das Gesetz gebrochen hätten, als sie ihn in die Gehirnwäsche-Einrichtung gebracht hatten. Er weigerte sich, seinen Namen unter ihre Dokumente zu setzen. Die Gehirnwäsche-Mitarbeiter sagten zu Peng, dass er an den Gehirnwäscheverfahren teilnehmen, die Regeln einhalten und dem „Professor“ zuhören müsse.

Die Gehirnwäsche-Einrichtung stellte zwei Leute ab, die Peng im Auge behalten mussten. Sie zwangen ihn, täglich zwei Verfahren bei einem „Professor“ zu absolvieren. Die Vorträge waren wiederaufbereitete Lügen aus dem Jahr 1999, mit denen Falun Gong diffamiert wurde. Peng blieb ruhig und informierte seine Bewacher über die Fakten der Verfolgung von Falun Gong.

Der „Professor“ erkannte bald, dass seine Vorträge keine Wirkung auf Peng hatten. Er fing an Peng zu drängen, die „drei Erklärungen“ zu schreiben, mit denen er seinen Willen anzeigen sollte, das Praktizieren von Falun Gong zu beenden. „Wenn Sie nicht kooperieren“, drohte er, „dann werden andere, die nicht so nett sind wie ich, Ihnen sehr viele Schmerzen zufügen.“

Fingerabdrücke unter Zwang genommen

Acht Tage später wurde Peng in einen „Schulungsraum“ gebracht. Sobald er hineinkam, packten ihn zwei Leute an den Armen während ein Dritter seinen rechten Daumen erfasste, den er auf drei mit seinem Namen versehene Dokumente drückte. Peng protestierte lautstark und sagte, dass die unter Zwang erstellten Dokumente ungültig seien.

Nachdem sie seine Fingerabdrücke auf die Dokumente gepresst hatten, entließen sie Peng.

Drei weitere Praktizierende in Gehirnwäsche-Einrichtung gebracht

Bai Yinying (w)

Yan Fengwen, Li Yujun und sechs andere Polizisten erschienen am 15. Mai 2016 in Bai Yinyings Wohnung. Sie waren vom Komitee für Politik und Recht des Kreises Huarong und vom Büro 610 geschickt worden, um die Falun Gong-Praktizierende Bai zu verhaften.

Bai war zu dem Zeitpunkt nicht zuhause. Daher wiesen die Beamten ihren Mann an, sie anzurufen. Als Bai zurückkehrte, wurde sie festgenommen. Die Polizisten durchsuchten auch ihre Wohnung und beschlagnahmten ihre Bücher über Falun Gong und andere persönliche Gegenstände. Außerdem nahmen sie 300 Yuan (ca. 45 €) [1] aus ihrer Geldbörse.

Bai wurde in die Gehirnwäsche-Einrichtung im Bergdorf Xiuhua gebracht und dort bis zum 26. Mai festgehalten. In dieser Zeit durfte sie ihre Familie auf Anweisung der Wärter nicht besuchen. Nach ihrer Entlassung befahl die Polizei ihrem Sohn, sie daran zu hindern, Kontakt mit anderen Praktizierenden aufzunehmen.

Fu Fanggui (w)

Sieben Polizisten aus dem Bezirk Yueyanglou gingen am 20. April 2016 zu Fangguis Wohnung und nahmen sie mit. Sie brachten sie in die Gehirnwäsche-Einrichtung im Bergdorf Xiuhua.

Yang Daowen (m)

Yang Daowen wurde am 17. September 2015 in ihrer Wohnung in der Großgemeinde Wukou im Kreis Pingjiang festgenommen. Er wurde in die Gehirnwäsche-Einrichtung im Bergdorf Hengchang im Kreis Pingjiang gebracht. Dort wurde ihm vier Tage lang der Schlaf entzogen.

Für weitere fünf Tage wurde er in das Bergdorf Xiuhua gebracht. Die Angestellten der Gehirnwäsche-Einrichtung schlugen ihm mit einem Buch, das einen festen Einband hatte, ins Gesicht. Dabei beschädigten sie sein Trommelfell. Yang befindet sich nun in einem Untersuchungsgefängnis und wartet auf seine Verhandlung.


[1] Anmerkung:
Das durchschnittliche Einkommen eines Arbeiters beträgt in den Städten Chinas monatlich umgerechnet etwa 300,- €

Englische Version vorhanden
http://en.minghui.org/html/articles/2016/6/25/157560.html

Chinesische Version vorhanden
去旁听庭审 湖南岳阳彭晓辉等被绑架至洗脑班

Rubrik: Gehirnwäsche

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