Provinz Sichuan: Richterin schikaniert Verteidiger einer Falun Gong-Praktizierenden

7. Oktober 2016 | Von einem Minghui-Korrespondenten in der Provinz Sichuan, China

(Minghui.org) Eine Richterin in der Provinz Sichuan erlaubte kürzlich dem Verteidiger der Falun Gong-Praktizierenden Liang Wende nicht, bei der Verhandlung gegen seine Mandantin seinen Computer zu benutzen, so dass er seine Mandantin nicht verteidigen konnte.

Die Verhandlung fand in einem provisorischen Gerichtssaal im Untersuchungsgefängnis Naxi statt. Als der Anwalt ankam, sagte der Gerichtsdiener zu ihm, dass er seine Mappe nicht mit in den Gerichtssaal nehmen dürfe.

Der Anwalt kommunizierte mit Richterin Mei Yi mittels SMS, dass es rechtswidrig sei, wenn sie ihm verbiete, seinen Computer zu benutzen. Die Richterin kam zu ihm hin und wiederholte ihre Entscheidung. Sie ignorierte die Erklärung des Anwalts, dass der Computer relevante Dokumente des Falls und andere Akten, die der Anwalt für die Verhandlung vorbereitet habe, enthielte.

Der Anwalt wurde schließlich aus dem Gerichtssaal ausgesperrt. Richterin Mei machte dann mit der Verhandlung „hinter geschlossenen Türen“ weiter, bei der kein Zuhörer erlaubt war. Es wurde kein Urteil verkündet.

Außerhalb des Gerichtssaals baute die Polizei ungefähr 500 Meter vom Untersuchungsgefängnis entfernt eine Blockade auf. Polizeifahrzeuge parkten vor dem Eingang und Dutzende Polizisten patrouillierten in den Straßen. Die Leiter der beiden Bezirksbüros 610 von Jiangyang und Naxi, die Drahtzieher hinter dieser Verfolgung, waren anwesend.

Dutzende Menschen, darunter auch Liangs Familienangehörige, mussten außerhalb des provisorischen Gerichtssaals bleiben und durften an der Verhandlung nicht teilnehmen. Viele von ihnen waren um die 70 und 80 Jahre alt. Die Polizei schob sie weg und sagte zu ihnen, sie sollten nach Hause gehen.

Liang Wende, 61, war am 25. Dezember 2015 festgenommen worden und ist seitdem im Untersuchungsgefängnis Naxi eingesperrt.

Ihr Anwalt besuchte sie am 22. Juni 2016. Das Untersuchungsgefängnis erlaubte ihm jedoch nicht, mit Liang über die Telefonsprechanlage zu sprechen. Eine Glaswand war zwischen ihnen und er konnte nicht hören, was Liang sagte.

Trotz wiederholter Festnahme gibt sie Falun Gong nicht auf

Liang Wende hatte 1997 angefangen, Falun Gong zu praktizieren. Aber seitdem das frühere chinesische Staatsoberhaupt Jiang Zemin die Verfolgung von Falun Gong 1999 befohlen und durchgesetzt hatte, wurde sie wiederholt verfolgt. Trotz des sehr starken Drucks durch die Behörden, weigerte Liang sich, ihren Glauben an Falun Gong aufzugeben.

Sie wurde deshalb aus ihrer Arbeit entlassen und zu viereinhalb Jahren Gefängnis verurteilt, zweimal in Arbeitslager und fünfmal in Gehirnwäsche-Einrichtungen gebracht. Man ließ sie hungern, prügelte wild auf sie ein und unterzog sie unbarmherzig Gehirnwäsche-Sitzungen.

Die Polizei durchsuchte ihre Wohnung fünfmal und sie erlitt finanzielle Verluste von mehr als 100.000 Yuan (ca. 14.300 €) [1].

Nun droht ihre eine Verurteilung zu Gefängnisstrafe, weil sie sich weigert, ihren Glauben aufzugeben.


[1] Anmerkung: Das durchschnittliche Einkommen eines Arbeiters beträgt in den Städten Chinas monatlich umgerechnet etwa 300,- €

Englische Version vorhanden
http://en.minghui.org/html/articles/2016/8/17/158299.html

Chinesische Version vorhanden
四川泸州原工商局干部梁文德及律师控告法官

Rubrik: Augenzeugenberichte

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