Elektroingenieur in Deutschland erstattet Strafanzeige gegen Jiang Zemin wegen Folter

10. Oktober 2015 | Von einem Minghui-Korrespondenten in Deutschland

(Minghui.org) Viele Falun Gong-Praktizierende machen von ihrem Recht Gebrauch und erstatten Strafanzeige gegen Jiang Zemin, der die Verfolgung von Falun Gong einleitete, durch die sie in den letzten 16 Jahren großen Schaden und enorme Leiden ertragen mussten. Herr Guo Jufeng, ein 41-jähriger Falun Gong-Praktizierender, der jetzt in Deutschland lebt, erhob am 24. Juli 2015 beim Obersten Volksgerichts und der Obersten Volksstaatsanwaltschaft in Peking Strafanzeige.

Herr Guo floh vor sieben Jahren aus China. Er berichtete in seiner Anzeige über das, was er durch die Kommunistische Partei Chinas erlebt hatte. Er wurde sieben Mal verhaftet und innerhalb von acht Monaten in 17 verschiedenen Haftanstalten eingesperrt. Als er im März 2001 verhaftet worden war, wurde er zu zweieinhalb Jahren Zwangsarbeit verurteilt, die er in drei verschiedenen Arbeitslagern verbringen musste.

Während er an verschiedenen Orten inhaftiert war, wurde Herr Guo verschiedenen Formen von Misshandlungen ausgesetzt. In seiner Strafanzeige gegen Jiang führte er einige Einzelheiten der Foltermethoden auf.

Rechtes Bein gebrochen

Herr Guo verlor das Bewusstsein, als er bei dem Versuch, seiner Verhaftung zu entgehen einen steilen Hang hinunterstürzte. Dies geschah im Winter des Jahres 2001. Als er wieder zu sich kam, war er gefesselt, sein Bein war gebrochen und er befand sich in einer Polizeistation. Die Beamten brachten ihn in ein Krankenhaus, wo sein gebrochenes rechtes Bein in Gips gelegt wurde. Wieder zurück in der Station, verhörten sie ihn unter Folter. Sie ließen ihn drei Tage lang nicht schlafen. Wenn er einnickte gossen sie ihm kaltes Wasser über und ließen ihn in der nassen Kleidung in der kalten Jahreszeit.

In Einzelhaft gesperrt mit Händen auf den Boden gefesselt

Während Herr Guo in einem Drogen-Reha-Zentrum festgehalten wurde, sperrte man ihn in Einzelhaft, als er sich weigerte Videofilme anzusehen, die Falun Gong verleumdeten. Er wurde gezwungen in der Hocke zu sitzen und seine Hände wurden einen Tag lang an einer Bodenverankerung befestigt. Er bekam weder Nahrung noch Wasser.

Blut mit Gewalt abgenommen und mit Elektrostab geschockt

Ende März 2001 wurde Herr Guo ins Arbeitslager Dalian eingesperrt, einer Leibesvisitation unterzogen und bekam Blut abgenommen. Zwei Monate später wurden er und neun weitere Falun Gong-Praktizierende in ein Zimmer gebracht, in dem sie gezwungen wurden, sich hinzuknien. Ihnen wurde gesagt, sie sollten die Arme horizontal ausstrecken. Wenn sie sich bewegten, wurden sie mit einem Elektrostab gefoltert.

Herr Guo wurde fünf Stunden lang geschockt. Sein Hals war verbrannt. Während der Folter, hielten ihm die Wärter einen Spiegel vor das Gesicht, sodass er seine Entstellung sehen konnte.

100 Tage an einen Häftling gefesselt

Als Herr Guo im Arbeitslager war, wurde er 100 Tage an einen Häftling gefesselt. Zwei Häftlingen wurde befohlen, abwechselnd ihre Hände mit denen von Herrn Guo aneinander zu fesseln. Ihnen wurde eine reduzierte Haftstrafe versprochen, wenn sie sich fügten. Herr Guo musste in diesem Zustand alles tun: essen, sich waschen und zur Toilette gehen.

Zu schwerer Arbeit gezwungen

Wenn Herr Guo nicht gefoltert oder gezwungen wurde Materialien anzusehen, die Falun Gong verleumdeten, musste er in allen Arbeitslagern ohne Bezahlung arbeiten. Wärter folterten die Praktizierenden, wenn sie es versäumten, die ihnen zugewiesenen Aufgaben rechtzeitig zu beenden. Ein Wärter schockte Praktizierende so viele Male, dass er selber an den Daumen Blasen hatte, weil er so oft auf die Taste des elektrischen Stabes gedrückt hatte.

Zwangsernährt mit Bier

Herr Guo wurde mehrmals mit Gewalt ernährt, als er in einen Hungerstreik ging, um gegen die unrechtmäßige Inhaftierung zu protestieren. Einmal wurde er neun Tage an ein Bett gefesselt und mit Bier zwangsernährt. Da Falun Gong-Praktizierende keinen Alkohol trinken, hatte Herr Guo eine schlimme Reaktion. Er bekam Magenkrämpfe und musste erbrechen, und seine Kehle schwoll an.

Auf Kaution zur Behandlung freigelassen

Herr Guo wurde nach dieser gewaltsamen Ernährung mit Bier so schwach, dass die Behörden des Arbeitslagers ihn auf Kaution freiließen, damit er behandelt werden konnte und sie für seinen eventuellen Tod nicht verantwortlich gemacht werden würden. Die Lagerbehörden zwangen Herrn Guo 2.000 Yuan für seine eigene Freilassung zu bezahlen.

Aus China geflohen

Herr Guo wurde nach seiner Freilassung weiterhin belästigt, deshalb beschloss er, China zu verlassen. Im Jahre 2007 fand er eine Stelle bei einem deutschen Autohändler. Während er am 9. Januar 2008 auf einer Geschäftsreise in Deutschland war, spürte Herr Guo zum ersten Mal, was Freiheit bedeutet. Nach ernsthaften Überlegungen, entschied er sich zu bleiben. Seine Familie folgte ihm im Jahr 2009. Er ist nun ein zertifizierter Elektroingenieur.

Hintergrund

Im Jahr 1999 überging Jiang Zemin als damaliger Vorsitzender der Kommunistischen Partei Chinas (KPCh) die anderen Mitglieder des Ständigen Ausschusses des Politbüros und begann die gewalttätige Unterdrückung von Falun Gong.

Die Verfolgung hat in den vergangenen 16 Jahren zum Tod vieler Falun Gong-Praktizierender geführt. Weitaus mehr wurden gefoltert und sogar wegen ihrer Organe getötet. Jiang Zemin und seine Gefolgschaft sind direkt für den Beginn, die Weiterführung und die Aufrechterhaltung der Verfolgung verantwortlich.

Unter Jiangs persönlicher Anleitung gründete die Kommunistische Partei Chinas am 10. Juni 1999 ein illegales Sicherheitsorgan auf Parteibasis, das Büro 610 genannt wird. Es agiert außerhalb des chinesischen Gesetzes und führt die Verfolgungspolitik direkt durch. Mit dem Aufruf: „Zerstört ihren Ruf, ruiniert sie finanziell und vernichtet sie physisch!“ wies der damalige Präsident Chinas, Jiang Zemin, die Handlanger der Verfolgung an, vor keiner Grausamkeit zurückzuschrecken.

Das chinesische Gesetz erlaubt seinen Bürgern, Strafanzeigen zu erstatten. Viele Falun Gong-Praktizierende üben nun dieses ihnen zustehende Recht aus und zeigen den ehemaligen Diktator an.

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Die Zeitung Ruhr Nachrichten in Deutschland: Chinesisches Glück in Dortmund
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Englische Version vorhanden
http://en.minghui.org/html/articles/2015/9/28/152947.html

Chinesische Version vorhanden
逃离中国七年 电器工程师望世人了解法轮功真相

Rubrik: Augenzeugenberichte

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Spanien: Auf einem Fest in Barcelona das Bewusstsein für Falun Dafa wecken (Fotos)

(Minghui.de) Vom 04. bis 06. November 2011 betreute eine Gruppe von Falun Dafa-Praktizierenden einen Stand auf dem jährlichen Fest „Feria de Magic“ in Barcelona. In diesem Jahr befand sich der Stand in der Nähe des Standes für die Festgenehmigung. Viele Menschen hielten am Stand der Praktizierenden inne, um den Vorführungen der Falun Gong Übungen zuzuschauen und Informationsmaterial mitzunehmen.

Für das Fest hatten die Falun Dafa-Praktizierenden auch handgefaltete Papierlotusblumen vorbereitet und verteilten diese an die Besucher. Sie erklärten ihnen, dass die Lotusblüte, die aus dem Sumpf emporwachse, die reinen Herzen der Falun Dafa-Praktizierenden repräsentiere, die trotz der brutalen Verfolgung Wahrhaftigkeit, Barmherzigkeit, Nachsicht folgen.

Die Festbesucher waren erschüttert, als sie erfuhren, wie brutal Falun Dafa von der Kommunistischen Partei Chinas verfolgt wurde und immer noch wird und unterschrieben die Petition, in der zu einem Ende der Verfolgung aufgerufen wird.

Englische Version:
http://www.clearwisdom.net/html/articles/2011/11/18/129554.html
Chinesische Version:
巴塞罗那博览会上喜见法轮功(图)
Veröffentlicht am:
21.11.2011

Griechenland/Athen: Rede von David Kilgour bei der Zeremonie zur Entzündung der Menschenrechtsfackel in Athen

(Minghui.de) Die folgende Rede wurde vom früheren kanadischen Abgeordneten David Kilgour beim Fackellauf für Menschenrechte am 9. August 2007 in Athen gehalten. Im kommenden Jahr wird die Menschenrechtsfackel durch Städte auf der ganzen Welt getragen, mit dem Ziel, Aufmerksamkeit auf die Verbrechen gegen die Menschlichkeit durch die Kommunistischen Partei Chinas zu lenken.

Unabhängige internationale Organisationen und Beobachter sagen seit mehreren Jahren, dass sich mit dem Näherrücken des August 2008 die Menschenrechtsverletzungen durch Chinas Regierung verschlechtert haben, sich aber nicht verbessern, wie sie es in ihrer erfolgreichen Bewerbung um die Ausrichtung der Spiele versprochen hat.

David Matas und ich vervollständigten in diesem Jahr die überarbeitete Auflage einer unabhängigen Studie, die zu unserem Entsetzen ergab, dass seit 1999 die Regierung Chinas und ihre Behörden in zahlreichen Regionen des Landes eine große, aber unbekannte Anzahl von Falun Gong-Gefangenen umgebracht hat (Der Untersuchungsbericht ist unter organharvestinvestigation.net in siebzehn Sprachen verfügbar). Ihre lebensnotwendigen Organe, einschließlich Nieren, Lebern und Augenhornhäute, wurden unfreiwillig entnommen und zu hohen Preisen an Ausländer verkauft, die sich normalerweise mit langen Wartezeiten für freiwillige Spenden solcher Organe in ihren Heimatländern konfrontiert sehen.

Dies ist absolut nicht das, was wir von einer Regierung erwarten, die die Olympischen Spiele ausrichtet.

Sollte nicht die Wichtigkeit menschliche Leben zu retten, in diesem Fall die einer spirituellen Gemeinschaft, dessen Anzahl von einer chinesischen Regierungsbehörde in den 1990ern auf über 70 Millionen geschätzt wurde, jedes sportliche Ereignis außer Kraft setzen, auch einschließlich der Olympischen Sommerspiele 2008?

Wenn das Töten von Falun Gong-Praktizierenden in China nicht sofort aufhört, und wir alle werden es wissen, wenn es so ist, sollten gutherzige Menschen von überall einen Boykott der „Blutige Ernte Spiele“ fordern oder der „Völkermord Olympiade“, wie Mia Farrow sie in Verbindung mit Chinas Rolle in Darfur bezeichnete.

Quelle: http://de.clearharmony.net/articles/200709/39393.html
Dieser Artikel auf Englisch:
http://www.clearwisdom.net/emh/articles/2007/8/30/89073.html
Veröffentlicht in http://www.minghui.de am: 07.09.2007

Kriegsbereitschaft der chinesischen Bevölkerung im Test

Online-Umfrage im Auftrag des Politbüros der KP-Chinas
Die Neue Epoche 30.08.2005 08:26

Seit dem 2. Februar 2004 wird auf der chinesischen Webseite http://www.sina.com.cn* eine Online-Umfrage durchgeführt und deren Resultate unter der Rubrik „Sina Militär“ veröffentlicht. Sie unterliegt, wie alle Webseiten in China, staatlicher Zensur. Die Frage lautete: „Würden Sie als Soldat das Feuer auf Frauen, Kinder und Kriegsgefangene eröffnen, wenn Ihre Vorgesetzten dies erlaubten?“ Die Umfrage begann am 2. Februar 2004 und konnte auf zwei Arten beantwortet werden: Durch Ankreuzen von vorgegebenen Antworten oder durch die Formulierung eigener Antworten. Diese zweite Variante wird bis heute fortgeführt.

Eine Auswertung der im Zeitraum vom 2. Februar bis 1. März 2004 gegeben Antworten lässt lässt sich in folgenden Grafiken zusammenfassen:

http://bbs.omnitalk.org/military/ messages/22400.html

Bei der ersten Variante dieser Umfrage (linke Grafik) beteiligten sich 31.872 Personen. Hier konnte unter den vier vorgegebenen Antworten, die unter der Grafik stehen, ausgewählt werden. Bei der zweiten Variante (rechte Grafik) beteiligten sich im genannten Zeitraum 1.664 Personen. Hier waren keine Antworten vorgegeben, jeder konnte seine Meinung frei äußern. In der Auswertung wurden die gegebenen Antworten zusammengefasst und mit den fünf unter der Grafik genannten Antworten wiedergegeben.

„Das Ziel dieser vom Politbüro beschlossenen Umfrage ist es, herauszufinden: „Wenn China weltweit expandiert, und die Bevölkerung unserer Feinde in Massen getötet wird, wäre unser Volk gewillt, dies zu akzeptieren oder nicht, würden sie uns unterstützen oder gegen uns sein?“ so Chi Haotian, Chinas Verteidigungsminister bis 2004 und bis vor kurzem Vizevorsitzender der Militärkommission des Zentralkomitees der KP** bezeichnete es als besonderen Erfolg der Propaganda und Erziehung der letzten Jahrzehnte, dass über 80 Prozent der befragten Chinesen bejahten, auf Frauen, Kinder und Kriegsgefangene zu schießen.

Ein Auszug aus den Antworten der Umfrage auf SINA.com ***

Er sagte in einer im Januar 2005 auf http://www.boxun.com veröffentlichten Rede „Der Krieg ist nicht weit von uns, er ist der Geburtshelfer des chinesischen Jahrhunderts“: „Unsere wichtigste Intention war es, die Einstellung des chinesischen Volkes gegenüber dem Krieg herauszufinden. Wenn diese zukünftigen Soldaten es wagen würden, Zivilisten zu töten, so werden sie selbstverständlich hundertmal mehr Soldaten töten. Deswegen haben wir durch diese Umfrage die allgemeine Einstellung unseres Volkes gegenüber dem Krieg herausgefunden.“

Der sich aus dem Resultat der Umfrage ergebenden Zustimmung stehen ca. 4 Millionen Austrittserklärungen aus der KPC Chinas in diesem Jahr gegenüber.

(siehe auch: http://www.dieneueepoche.com/articles/2005/07/29/4311.html )

* SINA.com ist das größte und führende Online-Medien-Unternehmen in China mit über einhundert Millionen registrierten Nutzern.

** Die Zentrale Militärkommission ist das höchste militärische Führungsorgan der Volksrepublik China, das die bewaffneten Kräfte des ganzen Landes leitet. Im März 2005 löste Hu Jingtao seinen Vorgänger Jiang Zemin als Vorsitzenden der Militärkommission ab.

***http://comment2.news.sina.com.cn/cgi-bin/comment/comment.cgi?channel=jc&newsid=27-1-180066&page=134

Der Krieg ist nicht weit; er ist der Geburtshelfer für das chinesische Jahrhundert!

Die zweite Rede von Chi Haotian
Die Neue Epoche 24.11.2005 21:36
toon

Im Frühjahr 2005 erwähnte die Kommunistische Partei Chinas (KPC) in ihrer Propaganda Pläne für einen atomaren Schlag gegen den Westen. Auf mehreren staatlichen Webseiten erschienen zwei Reden von Chi Haotian, bis 2004 chinesischer Verteidigungsminister und bis vor kurzem Stellvertretender Vorsitzender der Militärkommission. Die Titel der Reden sind „Krieg kommt auf uns zu“[1], erschienen im Januar 2003, und „Der Krieg ist nicht weit von uns; er ist der Geburtshelfer des chinesischen Jahrhunderts“, erschienen am 15. Februar 2005. Die „Reden“ zeigen auf eine systematische und ausführliche Weise die beinahe 20 Jahre währende Angst der KPC und deren Ratlosigkeit in ihrem Kampf gegen ihren eigenen Untergang. Auf sehr untypische Weise legen die „Reden“ die wirklichen Gedanken der KPC offen, und sie verbergen nichts mehr – ein seltenes Geständnis der KPC, das helfen kann, ihre grundlegende Natur zu verstehen.

Hier der Originalwortlaut in einer Übersetzung der Neuen Epoche:

Der Krieg ist nicht weit; er ist der Geburtshelfer für das chinesische Jahrhundert!

(Rede eines alten Genossen)

Genossen, ich bin heute sehr aufgeregt, weil die von uns in Auftrag gegebene großangelegte Online-Umfrage, die von Sina.com [2] durchgeführt wurde, zeigt, dass unsere nächste Generation sehr hoffnungsvoll ist und die Zukunft für das Vorwärtskommen unserer Partei darstellt. Als die Menschen gefragt wurden: „Würden Sie das Feuer auf Frauen, Kinder und Kriegsgefangene eröffnen?“, bejahten dies 80 Prozent oder mehr, was unsere Erwartungen bei weitem übertraf.

Heute möchte ich vor allem darüber sprechen, warum wir Sina.com damit beauftragt haben, diese Umfrage unter unserem Volk durchzuführen. Die heutige Rede ist die Fortsetzung meiner vorhergehenden Rede [3]. In dieser Rede habe ich mit den “Angelegenheiten der drei Inseln” [4] angefangen und erwähnt, dass das seit 20 Jahren mehrfach angestimmte Thema von “Frieden und Entwicklung” schon abgeschlossen und folglich die einzige Wahlmöglichkeit für den nächsten Schritt Chinas die so genannte Modernisierung unter dem Schwert ist. Ich hatte außerdem erwähnt, dass wir gewaltiges Interesse am Ausland haben. Heute will ich weitere konkrete Erklärungen zu diesen beiden Themen geben. Auch wenn oberflächlich gesehen die Frage war, ob man das Feuer auf Frauen, Kinder und Kriegsgefangene eröffnen würde, so ist die Bedeutung, die darin zum Ausdruck kam, nicht darauf beschränkt. Unsere wichtigste Absicht war es, die Einstellung des chinesischen Volkes gegenüber Kriegen herauszufinden. Wenn diese zukünftigen Soldaten es wagen, Zivilisten zu töten, so werden sie hundertmal eher Soldaten töten. Aus dieser Umfrage geht die allgemeine Einstellung unseres Volkes gegenüber Kriegen hervor.

In Wirklichkeit geht unsere wahre Absicht jedoch noch weiter. Das Ziel dieser vom Politbüro der KPC beschlossenen Umfrage ist es, herauszufinden: Wenn Chinas globale Entwicklung den Tod vieler Menschen in den feindlichen Ländern erfordern würde, wird unser Volk dies mit tragen? Würde es dafür oder dagegen sein?

Jeder weiß, der Kern von Genosse Deng Xiaopings Ideologie [5] ist: „Entwicklung ist das Allerwichtigste.“ Genosse Hu Jintao [6] hat immer betont, dass „Entwicklung die Angelegenheit Nummer eins ist“. Dies müssen wir festhalten. Unsere Genossen jedoch verstehen dies oft einseitig, als ob „die Entwicklung“ nur auf unsere landesinterne Entwicklung beschränkt wäre. Tatsächlich jedoch ist „die Entwicklung“, auf die wir uns beziehen, die großartige Wiedergeburt des chinesischen Volkes, diese Wiedergeburt kann sich sicherlich nicht nur auf unser nationales Territorium beschränken, sie muss in die ganze Welt expandieren!

Warum sagen wir das?

Chi Haotian, chinesischer Verteidigungsminister von 1995 bis 2004 (Jonathan Utz/AFP/Getty Images)

Genosse Liu Huaqing [7], der Führer der älteren Generation unserer Partei, und Genosse He Xin [8], der junge strategische Wissenschaftler unserer Partei, haben beide „die Zentrumsverschiebung der zivilisierten Welt“ betont. Unser Slogan: „China wiederbeleben“ bezieht sich eben auf diesen Gedanken. Ihr könnt die Zeitungen dieser Jahre durchblättern oder im Internet nachforschen, wer der Erste war, der „Nationale Wiedergeburt“ als Slogan in unserer Partei vorschlug: Es war Genosse He Xin. Wisst Ihr, wer He Xin war? Obgleich die Art und Weise, wie er einen Bericht vortrug, ein öffentliches Ärgernis darstellte, mit hochgeschlagenen Ärmeln und Hosenbeinen und einer Haltung, als ob er mit jemandem kämpfen würde, ist seine historische Perspektive doch tatsächlich Teil des wertvollen Besitzes unserer Partei.

Diese Angelegenheit muss von Anfang an erklärt werden.

Wie jeder weiß, ist es die Ansicht der westlichen Wissenschaft, dass die Menschheit der gesamten Erde aus einer identischen Quelle stammt – der afrikanischen Mutter – und es deswegen keine Überlegenheit gewisser Rassen gibt. Nach den Untersuchungen der Mehrheit unserer chinesischen Wissenschaftler jedoch ist die chinesische Rasse anders als andere Rassen der Welt. Die Chinesen stammen nicht aus Afrika, sondern sie haben einen unabhängigen Ursprung im gegenwärtigen China. Jeder kennt den Peking-Menschen aus Zhou Kou Dian (Anm.d. Red.: Fossilienfund eines mehrere 100.000 Jahre alten Homo erectus bei Peking), ein Entwicklungsstadium unserer Vorfahren. Ein Projekt, „Suche nach dem Ursprung der chinesischen Zivilisation“, an dem wir gearbeitet haben, soll Chinas zivilisierten Ursprung, seinen Fortschrittsprozess und seine Entwicklung herausfinden. Früher sagten die Menschen immer: „Die chinesische Zivilisation ist etwa 5.000 Jahre alt.“ Heute glauben viele Experten, die sich mit der Forschung der Archäologie, der nationalen Kultur und der regionalen Geschichte beschäftigen, dass die vor kurzem gefundene nordöstliche Hongshan Kultur, die Liangzhu Kultur in der Provinz Zhejiang, die Jinsha Ruinen der Provinz Sichuan und die Überreste des Kaisers Shun in Yongzhou in der Provinz Hunan den Zustand der frühen chinesischen Zivilisation deutlich machen. Dies hat bewiesen, dass die Geschichte des chinesischen Reisanbaus während der Agrargesellschaft zwischen 8.000 und 10.000 Jahre zurückliegt. Das widerlegt die Hypothese, dass die chinesische Geschichte 5.000 Jahre alt ist. Deswegen beanspruchen wir für uns „ein Millionen von Jahren verwurzeltes kulturelles System, einen bis zu 10.000 Jahre alten Zivilisationsprozess, ein 5.000 Jahre altes Land mit langer Geschichte und eine 2.000 Jahre alte gemeinsame chinesische Identität“. Darauf sind wir stolz und es erklärt, warum wir die chinesische Rasse als „Abkömmlinge der Kaiser Yan und Huang“ bezeichnen. Damals im Hitler- Deutschland wurde behauptet, dass die germanische Rasse die Beste auf der Welt sei, und wir können sagen, dass unsere jener noch deutlich überlegen ist.

Als Ergebnis unserer glorreichen Geschichte hat sich unsere Rasse nach Amerika und in das Becken des pazifischen Ozeans ausgebreitet. So kamen zum Beispiel die amerikanischen Indianer und die ostasiatischen Rassen in der Region des Südpazifik aus China.

Wie ihr wisst, stand aufgrund der Überlegenheit der chinesischen Rasse unsere Zivilisationsentwicklung während der großen Tang-Dynastie an der Spitze der Welt. Keine andere Zivilisation konnte es damals mit uns aufnehmen. Wir waren das Zentrum der zivilisierten Welt. Jedoch hat uns die westliche Zivilisation aufgrund unserer eigenen Sturheit und weil wir uns an den Traditionen festklammerten und alle Kontakte ins Ausland aufgaben, überflügelt. Deswegen wanderte das Zentrum der Zivilisation in den Westen.

Wenn man einen Rückblick auf diese Geschichte wirft, denkt man selbstverständlich darüber nach, ob das Zentrum der Weltzivilisation nach China zurückkehren kann.

Genosse He Xin schrieb 1988 an das Zentralkomitee einen Bericht, indem er darauf hinwies, dass sich das Zentrum der Weltherrschaft, nachdem es seit dem 18. Jahrhundert in Westeuropa lag und später im 20. Jahrhundert in die USA verschoben wurde, im 21. Jahrhundert wieder in den Osten verlagern würde. Dieser „Osten“ ist sicherlich China.

Genosse Liu Huaqing brachte tatsächlich einen ähnlichen Gedanken schon einmal Mitte der 80er Jahre ein und wies aufgrund einer historischen Analyse darauf hin, dass sich das Zentrum der Weltzivilisation verlagert. Es wurde in der Vergangenheit aus dem Osten nach Westeuropa und dann in die USA verschoben und muss jetzt wieder in den Osten zurückkehren. Wenn das 19. Jahrhundert das Jahrhundert Englands und das 20. Jahrhundert das der USA war, dann ist das 21. Jahrhundert das Jahrhundert Chinas.

Indem wir diese Regel der Geschichte erkennen, begrüßen wir die Ankunft des chinesischen Jahrhunderts; daher ist es die historische Mission unserer Partei, dies zu in die Wege zu leiten! Wie ihr wisst, haben wir am Ende des 20. Jahrhunderts eine „Bühne des chinesischen Jahrhunderts“ in Peking errichtet. Als das neue Jahrhundert damals begann, ließ das Zentralkomitee der Partei die Menschen die Zhou Kou Dian-Fackel darüber erheben, um die Ausrufung des chinesischen Jahrhunderts zu feiern. Wir müssen der Regel der Geschichte folgen und erkennen, dass es das Ziel unserer Partei ist, das chinesische Jahrhundert entstehen zu lassen. Später haben wir im politischen Bericht des 16. Volkskongresses unserer Partei nicht nur die nationale Wiederbelebung des großen Ziels festgesetzt, sondern auch ausführlich in der neuen Parteiverfassung festgelegt, dass unsere Partei die Vorhut der chinesischen Nation ist. Dies alles ergibt sich aus der bedeutenden Weiterentwicklung des Marxismus und hat unseren Parteieifer offenbart. Wie jeder weiß, hat Marx früher nie erwähnt, dass die Kommunistische Partei die Vorhut einer Nation ist, er hat auch nicht gesagt, dass die „nationale Wiederbelebung“ zum Slogan der kommunistischen Partei werden sollte. Obwohl unser Nationalheld, Genosse Mao Tse-tung, sehr mutig war, wagte er auch nur die Flagge der „Revolution des Weltproletariats“ zu erheben, aber nicht, den Slogan „nationale Wiederbelebung“ laut zu erwähnen.

Wir müssen das Banner der nationalen Wiederbelebung hochhalten, um die Ankunft des chinesischen Jahrhunderts willkommen zu heißen. Welche Art von Kampf sollen wir führen, um das Ziel des chinesischen Jahrhunderts zu erreichen? Wir müssen lernen, die wertvolle Erfahrung der menschlichen Geschichte zu nutzen und alle herausragenden Errungenschaften menschlicher Zivilisation und die Lektionen anderer Nationen zu verstehen.

Diese Lektion betrifft sowohl den Zusammenbruch der kommunistischen Parteien der Sowjetunion und Osteuropas als auch die katastrophale Niederlage Deutschlands und Japans im zweiten Weltkrieg. Es gibt schon viele Debatten über den Zusammenbruch der kommunistischen Parteien der Sowjetunion und Osteuropas. Um Zeit zu sparen, möchte ich heute nicht länger darüber diskutieren, sondern über Deutschland und Japan sprechen.

Wie jeder weiß, hatte Hitler in Deutschland der Bildung seines Volkes, vor allem der jüngeren Generation, große Bedeutung beigemessen. Die Nazi-Partei und die Regierung haben speziell das „Reichs-Propaganda-Ministerium“, das Reichsministerium für Volksaufklärung und Propaganda, das Reichsministerium für Wissenschaft, Erziehung und Volksbildung, das “Deutsche Nachrichtenbüro“ und von den Grundschulen bis hin zu den Universitäten viele andere Propagandainstitute gegründet. Der Zweck war, der ganzen Nation beizubringen, dass die „Deutschen die herausragendste Rasse“ sind. Sie wollten das Volk glauben machen, ihre historische Mission als Arier sei es, die „Herrscher der Welt“ und die „Könige der Erde“ zu werden. Die Millionen von Deutschen hatten alle die gleiche Einstellung, die viel ausgeprägter ist als unsere heutige.

Trotzdem erlebten die Deutschen und auch die Japaner eine verheerende Niederlage. Was war der Grund dafür? Bei den Treffen des Politbüros studierten wir die Regeln des Aufstiegs und Niedergangs von Deutschland und Japan. Wir sind entschlossen, nicht die gleichen Fehler wie die Deutschen zu machen, wenn China zu neuem Leben zu erwecken wollen.

Genau betrachtet hat ihre Niederlage die folgenden Gründe:

Erstens bekämpften sie zu viele Feinde auf einmal. Sie folgten nicht dem Prinzip, diese zuerst untereinander zu isolieren und dann einen nach dem anderen zu besiegen.

Zweitens waren sie zu sehr auf den Erfolg bedacht und hatten keine Geduld und Ausdauer.

Drittens waren sie zu nachgiebig, wenn es darum ging, den Feind mit einer List zu schlagen und zu vernichten. Was immer sie übrig ließen, wurde für sie später zu einem Problem.

Lasst uns darüber nachdenken. Wenn Deutschland und Japan die USA damals in einer neutralen Position belassen hätten, während sie einen langen Krieg gegen die Sowjetunion führten, hätten sie Nuklearwaffen und Interkontinentalraketen entwickeln können. Sie hätten die nuklearen Interkontinentalraketen dann für einen Überraschungsangriff auf die USA und die Sowjetunion nutzen können, die dem Druck unmöglich hätten standhalten können und zu diesem Zeitpunkt aufgeben müssen. Vor allem das „kleine“ Japan machte einen großen Fehler, indem es Pearl Harbour angriff. Nicht nur, dass der kleine Angriff die USA nicht strategisch traf, sondern er zog sie auch in den Krieg hinein und schloss die Reihen, die den deutschen und japanischen Faschisten zum Verhängnis wurden. Wenn sie diese drei Fehler nicht begangen hätten, hätten sie gewonnen und die Weltgeschichte hätte neu geschrieben werden müssen. In diesem Fall würde ich befürchten, dass wir heute keine Möglichkeit hätten China zu kontrollieren. Japan hätte seine Hauptstadt nach China verlegt und die Kontrolle über China übernommen. Dann hätte Japan ganz Asien kontrolliert und die östliche Weisheit eingesetzt, um über Deutschlands westliche Weisheit zu siegen und die Welt unter seiner Kontrolle zu vereinigen. Das ist jetzt natürlich irrelevant; keine Abschweifungen mehr….

Der Hauptgrund für die katastrophale Niederlage von Deutschland und Japan lag darin, dass die Geschichte es nicht arrangiert hatte, sie zu „Königen der Erde“ werden zu lassen; denn rein sachlich gesehen sind sie nicht die herausragendste Rasse.

Wenn man allerdings oberflächlich die Situation des heutigen China mit der des damaligen Deutschland vergleicht, zeigt die Geschichte auffallende Ähnlichkeiten. Beide glauben, sie seien anderen Rassen überlegen. Beide erlebten eine Geschichte der Unterdrückung durch andere Länder und wollten Rache. Beide hatten die Tradition, ihre staatliche Führung zu verehren und die Überzeugung, sie hätten einfach zu wenig Lebensraum. Beide hielten die Banner des Nationalismus und Sozialismus hoch und nannten sich selbst deshalb „nationalsozialistisch“ und huldigten „einem Reich, einer Partei, einem Führer und einer Ideologie… .“

Wenn man aber Deutschland wirklich mit China vergleicht, ist Deutschland nur ein Kindergarten, so wie Genosse Jiang Zemin sagte. Wie viele Einwohner, wie viel Land hat denn Deutschland und wie lang ist seine Geschichte? Wir brauchten nur drei Jahre um die Acht-Millionen-Armee der Kuomintang auszuschalten. Wie viele Feinde hat denn Deutschland ausgeschaltet? Das von ihnen entfachte „Feuer“ dauerte nur etwas mehr als zehn Jahre und erlosch dann. Wir gehen seit mehr als achtzig Jahren ans Werk und sind auch jetzt noch sehr dynamisch. Als wir die Theorie der „Verschiebung des Zentrums der Weltzivilisation“ vorschlugen, war sie sicherlich viel besser als Hitlers Theorie vom „König der Erde“. Aufgrund der Tiefgründigkeit, Feinsinnigkeit und Vielfalt unserer Kultur erweisen wir uns als viel fähiger als die Deutschen.

Die Chinesen sind den Deutschen überlegen, weil sie die bessere Rasse sind; daher haben wir eine längere Geschichte, mehr Einwohner und ein größeres Land. Auf dieser Grundlage hinterließen uns unsere Vorfahren zwei wertvolle Erbstücke, nämlich den Atheismus und die Große Einheit. Der Gründungsvater unserer chinesischen Kultur, Konfuzius, hat uns diese beiden Erbstücke geschaffen.

Diese zwei Erbstücke bestimmen, dass wir eine stärkere Überlebensfähigkeit haben als der Westen. Darum war die chinesische Rasse fähig, so lange zu gedeihen. Wir sind dazu bestimmt, „weder vom Himmel noch von der Erde begraben zu werden“, ganz gleich, wie schwierig die natürlichen, künstlichen oder nationalen Katastrophen sein mögen. Dies ist unsere Überlegenheit.

Nehmen wir die Reaktion auf Krieg als ein Beispiel. Die Vereinigten Staaten existieren noch immer, weil sie auf ihrem Festland niemals Krieg erlebten. Wenn ihre Feinde ihr Festland anvisieren, werden diese schon Washington erreicht haben, bevor ihr Kongress seine Debatte beendet und den Präsidenten dazu ermächtigt hat, den Krieg zu erklären. Aber wir verlieren keine Zeit über solche trivialen Dinge. Genosse Deng Xiaoping sagte einmal: „Die Parteiführung trifft Entscheidungen sofort. Sobald die Entscheidung getroffen ist, wird sie unverzüglich umgesetzt. Es wird keine Zeit mit trivialen Dingen verschwendet wie in den kapitalistischen Ländern. Das ist unser Vorteil.“ Unser demokratischer Zentralismus der Partei gründet sich auf die Tradition der Großen Einheit. Obwohl das faschistische Deutschland auch größtes Gewicht auf den Zentralismus legte, bezog sich das nur auf die Macht des Führers, und sie ignorierten die kollektive Herrschaft der Regierung. Darum wurde Hitler später von vielen verraten, was die Kriegsleistung der Nazis grundlegend erschütterte.

Im Unterschied zu Deutschland sind wir alle durch und durch Atheisten, während Deutschland primär ein katholisches und protestantisches Land ist.

Hitler war nur halb ein Atheist. Obwohl Hitler ebenfalls glaubte, dass das gemeine Volk eine niedrigere Intelligenz besitze und demzufolge der Führer die Entscheidungen treffen sollte, und obwohl das deutsche Volk Hitler damals sehr verehrte, war das es in Deutschland nie Tradition, die Weisen zu verehren. Unsere chinesische Gesellschaft hat schon immer Weise verehrt, weil wir keine Götter anbeten. Wenn man einen Gott anbetet, kann man nicht gleichzeitig eine Person verehren, es sei denn, man betrachtet diese Person als einen Repräsentanten Gottes, wie es die Länder im Mittleren Osten tun. Auf der anderen Seite: sobald man eine Person als einen Heiligen betrachtet, soll man selbstverständlich von ihm geführt werden wollen, statt ihn zu überwachen und zu wählen. Das ist das Fundament unseres demokratischen Zentralismus.

Das alles Entscheidende im Widerstehen gegen das westliche, auf Parlamentarismus gegründete demokratische System ist die Verlässlichkeit einer Macht. Das ist nur China, und Deutschland nicht.

Hitlers Diktatur in Deutschland war vielleicht nur ein vorübergehender Fehler in der Geschichte.

Nun versteht ihr vielleicht, warum wir kürzlich beschlossen haben, weiterhin den Atheismus zu verbreiten. Wenn wir den Theismus aus dem Westen in China hereinlassen und zulassen würden, dass er uns von innen heraus leer macht, wenn wir alle Chinesen die Lehre Gottes hören und Gott folgen lassen würden, wer würde uns dann ergeben zuhören und folgen? Wenn die Leute nicht daran glauben, dass Genosse Hu Jintao ein qualifizierter Führer ist, sondern seine Autorität hinterfragen und ihn kontrollieren wollen, wenn die Kirchenangehörigen uns hinterfragen, warum wir Anführer des Gottes in der Kirche sein wollen, kann unsere Partei dann weiterhin China regieren?

Deutschlands Bemühung, „König der Erde“ zu werden, schlug fehl, weil die Geschichte ihnen diese historische Mission letztendlich nicht verlieh. Aber an die drei Lektionen, die Deutschland aus dieser Erfahrung mitnahm, sollten wir uns erinnern, wenn wir unsere Mission vollenden und unsere Rasse neu beleben. Die drei Lektionen sind: Ergreife entschlossen die Frage des Lebensraums des Landes, ergreife entschlossen die Kontrolle der Partei über das Land und ergreife entschlossen die allgemeine Richtung, „König der Erde“ zu werden.“

Als nächstes möchte ich diese drei Punkte besprechen.

Der erste Punkt ist der Lebensraum. Das ist der größte Fokus in der Wiederbelebung der chinesischen Rasse. In meiner letzten Rede sagte ich, dass der Kampf um grundlegende Lebensressourcen (einschließlich Land und Meer) die Quelle der überwiegenden Mehrheit der Kriege in der Geschichte ist. Dies mag sich im Informationszeitalter ändern, jedoch nicht wesentlich. Unsere pro Kopf-Ressourcen sind viel geringer als das der Deutschen damals. Des Weiteren hatte die wirtschaftliche Entwicklung in den vergangenen 20 Jahren schlimme Auswirkungen, und das Klima verschlechtert sich rapide. Unsere Ressourcen werden knapp. Die Umwelt ist ernstlich verschmutzt, insbesondere Boden, Wasser und Luft. Nicht nur die nachhaltige Entwicklung, sondern sogar auch das Überleben des Volkes ist gravierend bedroht, und das in einem Maß, wie noch nicht einmal das damalige Deutschland betroffen war.

Jeder, der in westlichen Ländern war, weiß, dass deren Lebensraum wesentlich besser ist als unserer. Sie haben entlang der Autobahnen Wälder, während wir kaum ein paar Bäume an unseren Straßen haben. Ihr Himmel ist oft blau mit weißen Wolken, während unser Himmel mit einer Schicht dunklen Dunstes bedeckt ist. Deren Leitungswasser ist sauber genug zum Trinken, während bei uns sogar das Grundwasser so verschmutzt ist, dass es ohne Filterung nicht getrunken werden kann. In ihren Straßen sind wenige Menschen, und zwei oder drei Personen können ein kleines Wohngebäude bewohnen; auf unseren Straßen dagegen wimmelt es von Menschen, und mehrere Personen teilen sich einen Wohnraum.

Vor vielen Jahren gab es ein Buch mit dem Titel „Gelbe Katastrophen“. Darin wird erklärt, dass unsere begrenzten Ressourcen eine Bevölkerung von 1,3 Milliarden nicht mehr länger ernähren werden und die Gesellschaft zusammenbricht, weil wir dem amerikanischen Konsumstil folgen. Nun hat unsere Population dieses Limit bereits überschritten, und wir sind auf Importe der Ressourcen angewiesen, um unsere Nation zu erhalten. Es ist nicht so, dass wir das nicht beachtet hätten. Das Ministerium für Landesressourcen beobachtet dieses Thema jeden Tag .

Aber der Begriff „Lebensraum“ wird zu eng mit dem Nazi-Deutschland in Beziehung gebracht. Wir wollen das nicht zu offen besprechen, um zu vermeiden, dass der Westen uns mit Nazi-Deutschland assoziiert, was wiederum die Sicht, China wäre eine Bedrohung, unterstreichen könnte. Deshalb reden wir in der Betonung der neuen Theorie von He Xin: „Menschenrechte sind nur Lebensrechte“, nur über „Leben(s)“, aber nicht über „Raum“, um so den Ausdruck „Lebensraum“ zu vermeiden. Der Grund, weshalb China mit dem Thema Lebensraum konfrontiert ist, liegt von der Perspektive der Geschichte her gesehen darin, dass die westlichen Länder den östlichen Ländern in der Entwicklung voraus sind. Westliche Länder gründeten auf der ganzen Welt Kolonien, wodurch sie sich bezüglich Lebensraum einen Vorteil verschafften. Um dieses Problem zu lösen, müssen wir die Chinesen aus China herausführen, so dass sie sich außerhalb Chinas entwickeln können.

Der zweite Punkt sind die Führungsqualitäten der herrschenden Partei. Das haben wir besser gemacht als die Nazi-Partei. Obwohl die Nazis ihre Macht über jeden Bereich der deutschen Staatsverwaltung ausbreiteten, betonten sie nicht ihre absolute Führungsposition, wie wir es gemacht haben. Sie haben es nicht gemacht wie wir und das Prinzip „die Partei soll die Partei kontrollieren“ als das Wichtigste angesehen. Als Genosse Mao Tse-tung die „drei Geheimwaffen“ vom Sieg der Partei bei der Eroberung des Landes zusammenfasste, betrachtete er die Entwicklung der Kommunistischen Partei Chinas und die Stärkung ihrer Führungsposition als wichtigste „Geheimwaffe“.

Wir müssen uns auf zwei Punkte konzentrieren, um die Führungsposition unserer Partei zu kräftigen und die Führungsqualitäten zu steigern.

Der erste ist, die „Theorie der Drei Repräsentanten“ [9] weit zu verbreiten und dabei zu betonen, dass unsere Partei der Pionier des chinesischen Volkes ist und nicht nur der Pionier des Proletariats. Viele Menschen sagen untereinander: „Wir haben euch, die Kommunistische Partei, niemals gewählt, um uns zu vertreten. Wie könnt ihr behaupten, unsere Vertreter zu sein?“

Über diesen Punkt braucht man sich keine Sorgen zu machen. Genosse Mao Tse-tung sagte, wenn wir unsere Alliierten zum Sieg führen und sie davon profitieren lassen, würden sie uns unterstützen. Also wenn wir die Chinesen aus China herausführen können und das Problem des mangelnden Lebensraums in China lösen, werden die Chinesen uns unterstützen. Dann brauchen wir uns über Bezeichnungen wie „Totalitarismus“ oder „Diktatur“ keine Gedanken mehr zu machen. Ob wir für immer das chinesische Volk repräsentieren können, hängt deshalb davon ab, ob wir sie erfolgreich aus China herausführen können.

Der zweite Punkt, ob wir das chinesische Volk aus China herausführen können, ist der wichtigste und bestimmende Faktor für die Führungsposition der KPC.

Warum sage ich das?

Ihr alle wisst, dass China sich ohne die Führung unserer Partei nicht zum heutigen Zustand hätte entwickeln können. Daher ist es unser oberstes Prinzip, die Führungsposition unserer Partei für immer zu schützen. Vor dem 4. Juni 1989 [10] nahmen wir so vage wahr, dass die Leute die kommunistische Partei lieben und unterstützen, solange Chinas Wirtschaft prosperiert. Deshalb mussten wir mehrere Jahrzehnte Friedenszeit erkämpfen, um Chinas Wirtschaft zu entwickeln. Ganz gleich, welcher „Ismus“, ob es eine weiße oder eine schwarze Katze ist, es ist eine gute Katze, wenn sie Chinas Wirtschaft entwickeln kann. Doch zu diesem Zeitpunkt hatten wir keine wohl überlegten Ideen, wie China nach der wirtschaftlichen Entwicklung mit internationalen Kontroversen verfahren soll.

Damals sagte Genosse Deng Xiaoping, dass die Hauptthemen in der Welt Frieden und Entwicklung seien. Aber der Aufruhr am 4. Juni 1989 schickte unserer Partei eine Warnung und eine Lektion, die immer noch frisch ist. Der Druck auf Chinas friedliche Entwicklung ließ uns die Hauptthemen unserer Zeit erneut überdenken. Wir sehen, dass keines der beiden Probleme, Frieden und Entwicklung, gelöst wurden. Die oppositionellen Mächte im Westen ändern die Welt immer gemäß ihren eigenen Visionen; sie wollen China ändern und versuchen, mithilfe der „friedlichen Umwandlung“ die Herrschaft unserer kommunistischen Partei zu stürzen. Wenn wir nur die Wirtschaft ausbauen, müssen wir uns immer noch mit der Möglichkeit auseinander setzen, die Führungsposition der KPC zu verlieren .

Dieser Aufruhr am 4. Juni hätte fast einen friedlichen Wechsel gebracht; hätte eine große Anzahl von ehemaligen Alt-Genossen nicht noch gelebt und im entscheidenden Moment Zhao Ziyang [11] entmachtet, wären wir alle ins Gefängnis gekommen. Nach dem Tod wären wir alle zu beschämt gewesen, um Marx Bericht zu erstatten.

Obwohl wir die Prüfung am 4. Juni überstanden, könnte eine friedliche Umwandlung ohne unsere Kontrolle immer noch in der Weise in China vor sich gehen, wie es in der ehemaligen Sowjetunion geschah, jetzt, nachdem eine Gruppe von Alt-Genossen verstarb.1956 unterdrückte die Sowjetunion den Zwischenfall in Ungarn und vereitelte die Angriffe von Titos Revisionisten aus Jugoslawien. Aber etwa dreißig Jahre später konnten sie Gorbatschow nicht mehr standhalten, nicht mehr auf der Parteilinie bleiben. Kaum waren diese wegbereitenden Alt-Genossen gestorben, wurde die kommunistische Partei von der friedlichen Umwandlung davon getragen.

Nachdem der Aufruhr vom 4. Juni 1989 unterdrückt war, überlegten wir immerzu, wie wir einer friedlichen Umwandlung in China vorbeugen und die Führungsposition der kommunistischen Partei erhalten könnten. Wir dachten immer wieder darüber nach, kamen aber auf keine guten Ideen. Ohne gute Ideen wird sich China unweigerlich friedlich wandeln, und wir alle werden in der Geschichte als Kriminelle dastehen. Nach gründlicher Überlegung kamen wir alle in der Partei zu folgendem Schluss: Nur indem wir die entwickelte nationale Stärke in die Kraft eines Faustschlages nach außen umwandeln und die Menschen aus China herausführen, können wir die beständige Unterstützung des chinesischen Volkes und deren ewige Liebe für die kommunistische Partei Chinas gewinnen. Unsere Partei wäre dann unbesiegbar, und das chinesische Volk wäre dann von der kommunistische Partei abhängig. Sie werden dann aus ihrem eigenen Willen heraus der kommunistischen Partei für immer folgen, so wie es in einem Reim steht, der früher auf dem Land häufig zu sehen war: „Hört auf den Führer Mao, folgt der kommunistischen Partei!“

Daher ließ der Aufruhr vom 4. Juni uns erkennen, dass wir die wirtschaftliche Entwicklung mit der Vorbereitung des Krieges kombinieren und gleichzeitig das Volk aus dem Land herausführen müssen!

Unsere Verteidigungspolitik hat deshalb seitdem eine Wende um 180 Grad vollzogen und mehr Wert auf „die Verbindung von Kriegszeit und Friedenszeit“ gelegt. Alle unsere wirtschaftliche Entwicklung dient der Vorbereitung auf den notwendigen Krieg! In der Öffentlichkeit werden wir weiterhin die wirtschaftliche Entwicklung betonen, doch in Wahrheit hat das Wirtschaftswachstum den Krieg zum Mittelpunkt! Wir haben einen riesigen Aufwand betrieben, um das „Projekt der Chinesischen Mauer“ zu konstruieren, das heißt entlang unserer Küsten- und Landesgrenzen sowie um unsere großen und mittelgroßen Städte eine solide „Chinesische Mauer” im Untergrund zu bauen, die einem nuklearen Krieg standhalten kann. Auch halten wir uns bei allem notwendigen Kriegsmaterial einen Vorrat. So werden wir nicht zögern, einen Dritten Weltkrieg zu beginnen, um das Volk aus dem Land zu führen und die Führungsposition der Partei sicherzustellen. So oder so werden wir, die kommunistische Partei Chinas, niemals von der Bühne der Geschichte abtreten! Wir würden eher die ganze Welt oder den ganzen Erdball Leben und Tod mit uns teilen lassen, als von der Bühne der Geschichte abzutreten!!! Gibt es heute nicht eine „Theorie der nuklearen Bindung?“ Diese Theorie besagt, dass die Sicherheit der gesamten Welt an die nuklearen Waffen gebunden ist. Das bedeutet, dass alle gemeinsam sterben werden, wenn der Tod unvermeidlich ist.

Nach meiner Ansicht gibt es eine andere Art von Bindung: das Schicksal unserer Partei ist mit dem der ganzen Welt verknüpft. Wenn wir, die kommunistische Partei, am Ende sind, wird China am Ende sein und die ganze Welt ebenso.

Die historische Mission unserer Partei ist es, die Chinesen aus China herauszuführen. Wenn wir zurück blicken, sehen wir, dass die Geschichte uns da gebracht hat. Erstens ist die lange Geschichte Chinas Resultat ihrer in der Welt größten Bevölkerung. Das bezieht sich sowohl auf die Chinesen in China als auch auf die Chinesen im Ausland. Zweitens, wenn wir eines Tages unsere Türen öffnen, werden die profitstrebenden westlichen Kapitalisten Geld und Technologien in China investieren, um an unserer Entwicklung mitzuwirken, um etwas in China, dem größten Markt in der Welt, zu erreichen. Drittens helfen uns unsere zahlreichen Auslands-Chinesen, ein günstiges Umfeld für die Einführung ausländischer Investitionen, ausländischer Technologien und fortgeschrittener Sachkenntnis zu schaffen. Dadurch ist garantiert, dass unsere Reform und unsere Politik der offenen Tür einen ungeahnten Erfolg haben werden. Viertens wird Chinas großartige wirtschaftliche Expansion unweigerlich zur Abnahme des Pro-Kopf-Lebensraumes führen, und das wird China ermutigen, sich für die Suche nach neuem Lebensraum nach außen zu wenden. Fünftens wird Chinas großartige wirtschaftliche Expansion zwangsläufig mit einer signifikanten Entwicklung unserer militärischen Kräfte einher gehen, was wiederum die Bedingungen für unsere Auslandsexpansion schafft. Schon seit Napoleons Zeiten ist der Westen auf der Hut vor dem Erwachen des schlafenden Löwen China. Nun ist der schlafende Löwe erwacht und in der Welt auf dem Vormarsch, und er ist nicht aufzuhalten! Was ist nun der dritte Punkt, den wir entschlossen in Angriff nehmen sollten, um unsere historische Mission der nationalen Wiederbelebung zu erfüllen? Wir müssen das „USA-Problem“ fest in den Griff bekommen.

Genosse Mao Tse-tung lehrte uns, dass wir eine entschiedene und korrekte politische Orientierung haben müssen. Was ist unsere hauptsächliche „korrekte Orientierung“? Es ist die Lösung des USA-Problems.

Das erscheint schockierend, aber die Logik ist an und für sich sehr einfach.

Genosse He Xin brachte eine sehr grundlegende und einleuchtende Beurteilung vor. Er erklärte in seinem Bericht für das Zentralkomitee der Partei: Die Wiederbelebung Chinas steht in einem grundlegenden Widerspruch zu westlichen strategischen Interessen, und darum werden die westlichen Länder unweigerlich alles tun, um sie zu behindern. Nur indem die Blockaden durchbrochen werden, die die westlichen Länder – angeführt von den Vereinigten Staaten – gebildet haben, kann China wachsen und sich auf die Welt zu bewegen!

Werden die Vereinigten Staaten uns erlauben, nach außen zu gehen und neuen Lebensraum zu erlangen? Erstens, wenn die Vereinigten Staaten uns mit Entschlossenheit aufhalten, wird es schwer für uns, irgendetwas Bedeutsames auf Taiwan und in irgendwelchen anderen Ländern zu tun! Zweitens, selbst wenn wir etwas Land von Taiwan, Vietnam, Indien oder sogar Japan ergattern könnten, wie viel mehr Lebensraum würde uns das bringen? Es wäre sehr unbedeutend! Nur Länder wie die Vereinigten Staaten, Kanada und Australien haben das weite Land, um unseren Bedarf für eine Massenkolonisation zu decken.

Demzufolge ist die Lösung des „USA-Problems“ der Schlüssel, um alle unsere anderen Probleme zu lösen. Erstens ermöglicht es uns, viele Menschen dorthin auswandern zu lassen und sogar ein weiteres China unter der gleichen Führung der KPC zu etablieren. Amerika wurde ursprünglich von den Ahnen der gelben Rasse entdeckt, aber Kolumbus gab der weißen Rasse die Ehre. Wir, die Abkömmlinge der chinesischen Nation, haben ein Recht darauf, das Land zu besitzen! Ich habe gehört, dass in den Vereinigten Staaten die gelbe Rasse einen sehr geringen sozialen Status hat. Wir müssen sie befreien. Zweitens, nach der Lösung des „USA-Problems“ werden sich die westlichen Länder in Europa vor uns verneigen, ganz zu schweigen von Taiwan, Japan und anderen kleinen Ländern. Folglich ist die Mission, die die Geschichte den KPC-Mitgliedern zugewiesen hat, die Lösung des „USA-Problems“.

Manchmal denke ich, wie grausam es für China und die Vereinigten Staaten ist, miteinander verfeindet zu sein und sich in einer engen Straße treffen zu müssen! Erinnert ihr euch an den Film über die Truppen der Volksbefreiungsarmee, die von Liu Bocheng und Deng Xiaoping angeführt wurden? Der Titel lautet in etwa “Die entscheidende Schlacht in der mittleren Prärie.” Es gibt eine bedeutende Bemerkung in dem Film, voller Kraft und Erhabenheit: ”Die Feinde sind dazu bestimmt, sich in einer engen Straße zu treffen; nur die Tapferen werden gewinnen!“ Dieser Kampfgeist, bereit zu sein, entweder zu gewinnen oder zu sterben, befähigte uns zur Machtübernahme im Festland China. Es ist geschichtlich vorgesehen, dass China und die Vereinigten Staaten in eine unvermeidliche Konfrontation geraten und auf einem engen Pfad miteinander kämpfen werden! Die Vereinigten Staaten haben zwar im Gegensatz zu Russland und Japan niemals China eingenommen oder geschädigt, sondern haben China auch noch bei ihrem Krieg gegen Japan geholfen. Aber sie werden sicherlich ein Hindernis sein, das größte Hindernis! Auf längere Sicht wird die Beziehung zwischen China und den Vereinigten Staaten ein Kampf auf Leben und Tod sein.

Eines Tages kamen Amerikaner zu Besuch und versuchten uns davon zu überzeugen, dass die Verbindung zwischen China und den Vereinigten Staaten eine Beziehung von wechselseitiger Abhängigkeit ist. Genosse Deng Xiaoping antwortete höflich: „Erzählen Sie Ihrer Regierung, dass China und die Vereinigten Staaten keine solche Beziehung von wechselseitiger Abhängigkeit haben, so dass keiner den anderen verlassen kann.“ Eigentlich war Genosse Xiaoping etwas zu höflich, er hätte es freimütiger sagen können: „Die Beziehung zwischen China und den Vereinigten Staaten ist ein Kampf auf Leben und Tod, wie zwei Feinde, die sich auf einer engen Strasse treffen.“

Natürlich ist jetzt noch nicht der richtige Zeitpunkt, um offen mit ihnen zu brechen. Unsere Reform und Öffnung zur Außenwelt ist immer noch auf deren Kapital und Technologie angewiesen; noch brauchen wir die USA. Deshalb tun wir alles, um unsere Verbindung mit den USA zu fördern, in allen Aspekten von ihnen zu lernen und sie als ein Vorbild für den Wiederaufbau unseres Landes zu nutzen.

Wie sind wir in diesen Jahren mit unseren auswärtigen Angelegenheiten umgegangen? Selbst wenn wir uns ein Lächeln abquälen mussten um sie zu erfreuen, selbst wenn wir ihnen unsere rechte Backe hinhielten, nachdem sie uns auf die linke geschlagen hatten, müssen wir weiterhin geduldig sein, um unsere Beziehung mit den USA weiter zu verbessern.

Erinnert ihr euch an die Figur des Wuxun in dem Film „Die Geschichte von Wuxun“? Um seine Mission [eine Schule zu errichten] zu erfüllen, ertrug er so viele Schmerzen und nahm so viele Faustschläge und Fußtritte hin! Die USA sind heutzutage das erfolgreichste Land der Welt. Erst nachdem wir all ihre nützlichen Erfahrungen erlernt haben, können wir sie in der Zukunft ersetzen. Obwohl wir momentan die amerikanischen Sprüche „China und die USA brauchen einander und teilen sich Sieg und Niederlage“ nachahmen, dürfen wir nicht vergessen, dass uns die Geschichte unserer Zivilisation immer wieder bewiesen hat, dass zwei Tiger unmöglich auf dem gleichen Berg zusammenleben können.

Wir dürfen auch niemals vergessen, was Genosse Deng Xiaoping betonte “Gib nie deine Beweggründe preis, und führe andere auf Irrwege.” Die verborgene Botschaft ist: wir müssen es mit den USA aufnehmen; wir müssen unsere letztendlichen Ziele verbergen, unsere Fähigkeiten verstecken und die Gelegenheit abwarten. Auf diese Art können wir einen klaren Kopf behalten. Warum haben wir unsere Nationalhymne nicht mit etwas friedlichem aktualisiert? Warum haben wir nicht die Stellen über Krieg geändert? Stattdessen haben wir sogar bei der Überarbeitung der Verfassung klar ausgedrückt, dass „Der Marsch der Freiwilligen“ unsere Nationalhymne ist. Deshalb werden wir verstehen können, warum wir einerseits ständig laut über die „Taiwan -Angelegenheit“ sprechen, aber nicht über die “USA-Angelegenheit”. Wir kennen alle das Prinzip von „Eine Sache unter dem Vorwand einer anderen zu machen.“ Wenn normale Menschen nur die kleine Taiwan-Insel sehen können, dann solltet ihr als die Elite unseres Landes in der Lage sein, das ganze Bild unserer Berufung zu sehen. Über die Jahre hinweg wurde nach dem Arrangement des Genossen Xiaoping ein großes Stück unseres Landes im Norden an Russland abgegeben; glaubt ihr wirklich, dass unsere Partei so dumm ist?

Um das „USA-Problem“ zu lösen, müssen wir in der Lage sein, über die herkömmlichen Routinen, Konventionen und Begrenzungen hinweg zu schauen. Wenn in der Geschichte ein Land ein anderes besiegt oder besetzt hat, war es nicht möglich, alle Menschen in diesem Land zu töten, da man damals die Bevölkerung mit Säbeln oder Lanzen oder selbst mit Gewehren und Maschinenpistolen nicht effizient genug beseitigen konnte. Deshalb war es unmöglich, einen Streifen Land zu bekommen, ohne die ursprüngliche Bevölkerung darauf zu belassen. Wenn wir die USA allerdings auf diese Art erobern würden, wären wir nicht in der Lage, dort viele Menschen anzusiedeln.

Nur durch die Anwendung spezieller Methoden, um die USA „zu säubern“, werden wir das chinesische Volk dort hinführen können. Dies ist die einzige Methode, die wir noch haben. Es geht hier nicht um die Frage, ob wir dies tun wollen oder nicht. Welche besonderen Methoden, die USA zu säubern, stehen uns zur Verfügung? Gewöhnliche Waffen wie Kampfflugzeuge, Geschütze, Raketen und Schlachtschiffe würden nichts bringen. Genauso wenig Massenvernichtungswaffen wie Atombomben. Obwohl wir gesagt haben, dass wir das Taiwan-Problem um jeden Preis lösen wollen, sind wir nicht so dumm, dazu bereit zu sein, durch die Anwendung von Atomwaffen mit den USA zusammen unterzugehen.

Nur durch nicht-zerstörerische Waffen, die dennoch eine große Anzahl Menschen beseitigen können, werden wir in der Lage sein, die USA für uns zu reservieren. In den letzten Jahren gab es eine sprunghafte Entwicklung in der modernen biologischen Technologie. Neuartige Biowaffen wurden eine nach der anderen entdeckt. Natürlich waren wir nicht untätig; in diesen Jahren haben wir die Gelegenheit genutzt, um derartige Waffen zu beherrschen. Wir sind schon in der Lage, unser Ziel der Säuberung der USA spontan zu erreichen. Als Genosse Xiaoping noch unter uns war, hatte das Parteikomitee den Scharfsinn und traf die richtige Entscheidung, keine Flugzeugträgerstaffeln zu entwickeln und sich stattdessen auf die Entwicklung tödlicher Waffen, die in der Lage sind, große Bevölkerungsgruppen im feindlichen Land zu beseitigen, zu konzentrieren.

Aus humanitären Gründen ist es nötig, eine Warnung an das amerikanische Volk herauszugeben und sie dazu zu überreden, Amerika zu verlassen und das Land, in dem sie gelebt haben, dem chinesischen Volk zu überlassen. Oder zumindest sollten sie die Hälfte der Vereinigten Staaten als chinesische Kolonie abtreten, schließlich wurde Amerika zu allererst von den Chinesen entdeckt. Aber würde dies wirklich funktionieren? Falls diese Strategie nicht funktioniert, bleibt uns nur eine Möglichkeit übrig. Wir müssen entschlossene Mittel anwenden, um Amerika “zu säubern” und so für unsere baldige Verwendung zu reservieren. Unsere Geschichte hat bewiesen, dass, solange wir es einfach gemacht haben, niemand auf der Welt uns beschädigen kann. Zudem, wenn die Vereinigten Staaten als Führer verloren sind, werden auch all unsere anderen Feinde gezwungen sein, sich zu ergeben.

Biologische Waffen sind in ihrer Unbarmherzigkeit beispiellos. Aber wenn das amerikanische Volk nicht stirbt, wird das chinesische sterben müssen. Falls das chinesische Volk an sein Land gebunden bleibt, wird zwangsläufig ein völliger Zusammenbruch stattfinden. Nach den Berechnungen des Autors von „Gelbe Katastrophe“ werden mehr als die Hälfte der Chinesen sterben, und das wären mehr als 800 Millionen Menschen! Kurz nach der Befreiung 1949 ernährte unser Land fast 500 Millionen Menschen. Während heute die offizielle Bevölkerungsstatistik bei über 1,3 Milliarden liegt. Dieses Land hat das absolute Limit seiner Kapazität schon erreicht. Eines Tages – wer weiß, wie bald es sein wird – kann der große Zusammenbruch jederzeit stattfinden, und mehr als die Hälfte der Bevölkerung wird dahingehen müssen.

Wir sind gezwungen, uns auf zwei Szenarien vorzubereiten. Falls ein Erstschlag mit biologischen Waffen erfolgreich ist, wird das chinesische Volk in der Lage sein, unsere Verluste in einem Krieg gegen die Vereinigten Staaten auf ein Minimum zu beschränken. Falls allerdings der Angriff fehlschlüge und die USA mit Atomwaffen zurückschlügen, könnte das für China eine Katastrophe auslösen und mehr als die Hälfte der Bevölkerung vernichten. Deshalb ist es notwendig, unser Luftabwehrsystem in den großen und mittelgroßen Städten weiter auszubauen. Was auch immer passiert, wir dürfen nur mutig für das Wohl unserer Zukunft, unseres Volkes und unserer Partei voranschreiten, egal welche Mühsal uns auch auf dem Weg begegnet und welche Opfer wir bringen müssen. Selbst wenn ein Atomkrieg ausbräche, ist es für die chinesische Bevölkerung kein Problem, sich wieder zu vermehren. Aber wenn die kommunistische Partei zusammenbrechen würde, wäre alles verloren, und für immer verloren!

In der chinesischen Geschichte, während des Übergangs von einer Dynastie zur anderen, haben immer diejenigen, die grausam und ohne Rücksicht gegenüber anderen waren, gewonnen und die Nachsichtigen haben immer verloren. Das typischste Beispiel betrifft Xiang Yu, den König des Staates Chu, der, nachdem er Kaiser Liu Bang besiegt hatte, ihn aus Gutherzigkeit nicht mehr weiter verfolgte. Seine Güte bezahlte Xiang Yu schließlich mit seinem Leben und Lius Sieg. [Im Krieg zwischen Chu und Han, kurz nachdem die Qin Dynastie (221-206 vor Christus) gestürzt wurde]. Deshalb müssen wir auf die Wichtigkeit der entschlossenen Anwendung von absoluten Mitteln achten. In Zukunft werden sich die beiden Rivalen China und die USA zwangsläufig auf einem engen Pfad begegnen, und Barmherzigkeit gegenüber dem amerikanischen Volk wäre gleichbedeutend mit Grausamkeit gegenüber dem chinesischen.

An dieser Stelle wird es jetzt wahrscheinlich einige Leute geben, die mich fragen wollen: was passiert mit den Millionen unserer Landsleute in den Vereinigten Staaten? Sie würden sich vielleicht fragen: Sind wir nicht dagegen, dass Chinesen Chinesen töten?

Genossen, die solche Fragen stellen, sind viel zu pedantisch, sie sind einfach zu unpragmatisch. Wenn wir darauf bestanden hätten, an dem Prinzip, dass Chinesen keine anderen Chinesen töten, festzuhalten, hätten wir China befreien können? Was die Millionen von Chinesen, die in den USA leben, angeht, so ist das natürlich ein großes Thema. Deshalb haben wir in den letzten Jahren Forschungen im Bereich der genetischen Waffen betrieben, zum Beispiel für solche Waffen, die gelbe Menschen nicht töten. Aber mit dieser Forschung Ergebnisse zu erzielen, ist extrem schwierig. Unter den Ländern auf der Welt, die Forschung im Bereich der genetischen Waffen betreiben, sind die Israelis am weitesten fortgeschritten. Ihre genetischen Waffen sind darauf ausgelegt, auf Araber zu zielen und Israelis zu verschonen. Aber selbst sie haben nicht die Phase erreicht, in der es möglich wäre, das Projekt praktisch umzusetzen. Wir haben mit Israel an einigen Forschungsprojekten zusammengearbeitet und können einige der Technologien, die verwendet werden, um Israelis zu immunisieren, übernehmen und die Technologien so umgestalten, dass sie gelbe Menschen beschützen. Aber ihre Technologien sind wie gesagt noch nicht ausgereift, und es wäre schwierig für uns, sie innerhalb einiger Jahre zu übertreffen. Falls fünf oder zehn Jahre bis zum Durchbruch nötig sind, können wir es uns nicht leisten, noch länger zu warten.

Alte Genossen wie wir können es sich nicht leisten, so lange zu warten, weil wir selbst nicht mehr so viel Zeit zum Leben haben. Alte Soldaten meiner Altersgruppe sind vielleicht in der Lage, noch weitere fünf oder zehn Jahre zu warten, aber Veteranen aus der Zeit des Anti-Japanischen Krieges oder die wenigen alten Soldaten der Roten Armee können nicht länger warten. Deshalb sind wir gezwungen, unsere Erwartungen an genetische Waffen aufzugeben. Aus einer anderen Perspektive betrachtet sind uns natürlich die meisten dieser Chinesen, die in den USA leben, zur Last geworden, da sie über eine lange Zeit hinweg von den liberalen Ideologien der Kapitalisten verdorben wurden und es ihnen schwer fallen würde, die Führerschaft unserer Partei zu akzeptieren. Sollten sie den Krieg überleben, müssten wir in der Zukunft entsprechende Kampagnen starten, um sie zu bekämpfen und umzuerziehen. Erinnert ihr euch noch: als wir gerade die Kuomintang-Partei (KMT) besiegt und Festland-China befreit hatten, hießen uns so viele Menschen unter dem kapitalistischen Bürgertum und den Intellektuellen von Herzen willkommen. Trotzdem waren wir später gezwungen, Kampagnen wie die „Unterdrückung der Gegenrevolutionäre“ und die „Anti-Rechts-Kampagne“ ins Leben zu rufen, um diese Gruppen sauber zu halten und sie zu bekehren. Viele von ihnen hielten sich lange Zeit versteckt und konnten erst durch die Kulturrevolution (1966-1976) entblößt werden.

Die Geschichte hat bewiesen, dass jeder soziale Umsturz höchstwahrscheinlich auch viele Opfer beinhaltet. Vielleicht können wir es so formulieren: Tod der Menschen ist der Motor, der die Geschichte antreibt. Wie viele Menschen sind während der Periode der „Drei Königreiche [12]“ gestorben? Wie viele Menschen sind gestorben, als Dschinghis Khan Eurasien eroberte? Wie viele Menschen sind gestorben, als Manchu in das Innere Chinas eindrang? Während der Revolution von 1911 starben kaum Menschen, aber als wir die „Drei großen Berge [13]“ stürzten und während der politischen Kampagnen nach der Machtübernahme der KPC, wie der „Unterdrückung der Gegenrevolutionäre“, die „Drei-Anti-Bewegung“ und der „Fünf-Anti-Bewegung“, starben mindestens 20 Millionen Menschen. Wir befürchteten eigentlich, dass einige jüngere Menschen heutzutage vor Angst zittern würden, wenn sie von Krieg oder sterbenden Menschen hören. In den Kriegszeiten waren wir es gewohnt, Tote zu sehen. Blut und Fleisch flog überall durch die Luft, Leichen lagen aufgestapelt auf den Feldern, und Blut floss in Strömen. Wir sahen das alles. Auf den Schlachtfeldern bekam jedermanns Auge einen roten Schimmer – wir mussten töten, da es uns sonst selbst das Leben gekostet hätte. Nur die Mutigen und Starken würden überleben.

Es wäre tatsächlich grausam, ein- oder zweihundert Millionen Amerikaner zu töten. Aber es ist der einzige Weg, der ein chinesisches Jahrhundert sichern wird – ein Jahrhundert, in dem die KPC die Welt führt.

Wir als humanitäre Revolutionäre wollen keine Toten. Aber falls uns die Geschichte vor die Wahl zwischen dem Tod des chinesischen Volkes und dem des amerikanischen Volkes stellt, wären wir gezwungen, das Letztere zu wählen. Denn für uns ist es wichtiger, das Überleben des Chinesischen Volkes und das unserer Partei zu sichern.

Was daran liegt, dass wir letztendlich Chinesen sind und Mitglieder der KPC. Seit dem Tag, an dem wir der KP beigetreten sind, war für uns das Leben der Partei immer wichtiger als alles andere! Die Geschichte wird beweisen, dass wir die richtige Entscheidung getroffen haben.

Nun, wo ich langsam zum Schluss meiner Rede komme, versteht ihr sicherlich, warum wir diese Online-Umfrage ins Leben gerufen haben. Um es einfach zu sagen: durch diese Umfrage wollten wir genau herausfinden, ob das chinesische Volk sich gegen uns wenden würde, wenn wir eines Tages beschließen würden, entschiedene Maßnahmen zur „Säuberung“ der USA durchzusetzen. Würden uns mehr Menschen unterstützen oder gegen uns stellen? Folgendes war unser grundlegender Gedanke dabei: wenn unser Volk damit einverstanden wäre, auf Kriegsgefangene, Frauen und Kinder das Feuer zu eröffnen, würden sie mit der „Säuberung“ der USA einverstanden sein. Mehr als zwanzig Jahrelang hat China Frieden genossen, und eine ganze Generation wurde nicht durch Krieg getestet. Besonders seit Ende des Zweiten Weltkrieges gab es in der Welt viele Veränderungen, was das Format, das Konzept und die Ethik von Kriegen betrifft. Vor allem seit dem Zusammenbruch der Sowjetunion und der kommunistischen Staaten in Osteuropa fing die Ideologie des Westens an, die Welt als Ganzes zu dominieren. Und die westlichen Theorien über die menschliche Natur und Menschenrechte haben sich zunehmend unter den jungen Menschen in China verbreitet. Deshalb waren wir uns nicht absolut sicher über die Einstellungen des Volks. Falls unser Volk sich grundsätzlich gegen die Säuberung der USA ausspräche, wären wir natürlich gezwungen, entsprechende Maßnahmen zu ergreifen.

Warum haben wir die Umfrage über das Web gemacht, anstatt die Menschen über die Verwaltungsorgane persönlich zu befragen? Wir taten es aus gutem Grund auf diese Weise.

Vor allem wollten wir von Menschenhand verursachte Störungen verhindern und uns tatsächlich über die wirklichen Gedanken des Volkes informieren. Außerdem bleibt es auf diese Weise viel vertraulicher und zeigt nicht den wirklichen Grund unserer Umfrage. Aber am wichtigsten ist, dass die meisten Leute, die in der Lage sind, auf Online-Umfragen zu reagieren, aus sozialen Gruppen stammen, die relativ gut ausgebildet und intelligent sind. Sie sind die stützenden und führenden Gruppen, die die entscheidende Rolle in unserem Volk spielen. Wenn sie uns unterstützen, wird uns das Volk folgen. Wenn sie sich gegen uns wenden, werden sie die gefährliche Rolle spielen, Leute anzustiften und soziale Unruhen zu stiften.

Es stellte sich als sehr beruhigend heraus, dass sie ihre Hausaufgaben gut gemacht haben. Tatsächlich hätten sie mindestens eine „zwei“ auf ihren Test verdient. Die Punkte würden bei über 80 liegen. Dies ist das herausragende Resultat durch die Arbeit unserer Partei im Bereich Propaganda und Erziehung im Lauf der letzten Jahrzehnte.

Natürlich gab es auch einige, die unter der Beeinflussung des Westens stehen und dagegen waren, auf Kriegsgefangene, Frauen und Kinder das Feuer zu eröffnen. Einige von ihnen sagten “Es ist schockierend und beängstigend, so viele Menschen zu sehen, die dafür sind, auf Frauen und Kinder zu schießen. Sind diese Menschen verrückt geworden?“ Andere sagten auch: „Die Chinesen geben sich immer wieder sehr gerne als friedliebendes Volk aus. Aber in Wirklichkeit sind sie die unbarmherzigsten Menschen. Die Kommentare der Bevölkerung beinhalten Mord und Totschlag. Mir läuft ein kalter Schauer über den Rücken.“

Obwohl sehr wenige Leute dieser Auffassung sind und sie in keinerlei bedeutender Weise die Gesamtsituation beeinflussen werden, müssen wir dennoch gezielt auf diese Auffassung hin die Propaganda verstärken.

Das bedeutet, energisch den neuesten Artikel des Genossen He Xin zu verbreiten, der bereits der Zentralregierung vorgestellt wurde. Ihr könnt ihn auf der Webseite nachlesen.

Wenn ihr auf die Webseite geht und die Suchfunktion verwendet, werdet ihr herausfinden, dass Genosse He Xin auch schon vor einiger Zeit in den Hongkonger „Wirtschaftsnachrichten“ während eines Interviews aufgezeigt hat, dass „die USA eine schockierende Verschwörung betreiben.“ Entsprechend den Beweisen, die er gesammelt hat, organisierte vom 27.9.1995 bis zum 01.10.1995 die „Michail Sergejewitsch Gorbatschow Foundation“, die von den USA finanziert wird, ein Treffen mit 500 der weltweit wichtigsten Politiker, Wirtschaftsbosse und Wissenschaftler, inklusive George W. Bush [zu dieser Zeit war er noch nicht US-Präsident], der Baronin Thatcher, Tony Blair, Zbigniew Brzezinski, sowie George Soros, Bill Gates, dem Futuristen John Naisbitt, usw., die weltweit berühmtesten Personen, die sich im Fairmont Hotel in San Francisco zu einer hochrangigen Konferenz zusammenfanden und über Probleme wie Globalisierung diskutierten und wie man der Menschheit hilft, ins 21. Jahrhundert einzutreten. Informationen von He Xin zufolge waren die herausragendsten Menschen der Welt in der Versammlung der Meinung, dass im 21. Jahrhundert lediglich 20 Prozent der Bevölkerung ausreichen werden, um die wirtschaftliche und finanzielle Lage der Welt stabil zu halten. Die anderen 80 Prozent, beziehungsweise 4/5 der Weltbevölkerung werden zu menschlichem Abfall und sind nicht in der Lage, neue Werte zu erschließen. Die anwesenden Personen dachten, dass diese überflüssigen 80 Prozent der Bevölkerung ein Müll-Volk sind und „High-Tech“-Methoden angewandt werden sollten, um sie schrittweise zu vernichten.

Da die Feinde im Geheimen planen, unsere Bevölkerung zu vernichten, können wir ihnen gegenüber sicherlich nicht unbegrenzt gnädig und barmherzig sein. Der Artikel von Genosse He Xin wurde zur richtigen Zeit veröffentlicht. Er hat die Korrektheit unserer Kampfstrategie „Aug’ um Auge, Zahn um Zahn“ und die Weisheit und Wichtigkeit der großartigen Voraussicht des Genossen Deng Xiaoping, Methoden zur Vernichtung der amerikanischen Militärstrategien zu entwickeln, bewiesen.

Damit die Wachsamkeit des Feindes nicht geweckt wird, können wir zur Verbreitung von He Xins Ansichten seinen Artikel natürlich nicht in Parteizeitungen veröffentlichen. He Xins Texte vermögen vielleicht den Feind daran erinnern, dass wir die moderne Wissenschaft und Technik inklusive „sauberer“ Nukleartechnologie, genetischen Waffen und Bio-Waffen verstehen und in der Lage sind, machtvolle Mittel einzusetzen, um ihre Bevölkerung in großem Umfang zu beseitigen.

Das letzte Problem, dass ich heute ansprechen möchte, ist das Vorantreiben der Kampfvorbereitungen mit voller Kraft

Momentan stehen wir an einer Wegegabelung, wobei der eine Weg nach vorne und der andere in die entgegengesetzte Richtung führt. Einige Genossen sahen in unserem Land überall Probleme auftauchen — das Problem der Korruption, die Probleme der staatlichen Unternehmen, das Problem der faulen Bankkredite, Umweltprobleme, Probleme der sozialen Hilfe, Probleme in der Erziehung und Bildung, das AIDS-Problem, das Problem der Einreichung von Petitionen und sogar das Problem mit Aufständen. Diese Genossen schwanken in ihrer Entschlossenheit, sich für einen militärischen Kampf vorzubereiten. Sie dachten, sie sollten sich zuerst um das Problem der politischen Reformen kümmern. Das heißt, politische Reformen sollten zuerst kommen, und nachdem man die inneren Angelegenheiten gelöst hat, könnte man sich des militärischen Problems annehmen.

Dies erinnert mich an die kritische Zeitspanne in der chinesischen Revolution 1948. Zu dieser Zeit brachte die Volksbefreiungsarmee ihre Pferde zum „Wassertrinken“ an den Yangtze-Fluß. Allerdings gab es gleichzeitig in den befreiten Gebieten extrem komplexe Situationen und nur sehr schwer zu lösende Probleme. Die Zentralleitung erhielt täglich Notstandsberichte. Was war also zu tun? Sollten wir anhalten, um Randprobleme und innere Angelegenheiten zuerst zu lösen, bevor wir vorwärts gehen? Oder in einem großen Schwung nach vorne unsere Pferde über den Yangtze bringen und gegen die Feinde kämpfen? Der Vorsitzende Mao mit seiner außergewöhnlichen Weisheit und seinem Elan gab den Befehl zum Weitermarschieren: „Setzt die Revolution bis zum Ende fort“. Und so befreite er ganz China. All die zuvor für „sehr ernst“ gehaltenen Probleme wurden durch diese große vorwärtsrollende Welle der Revolution gelöst.

Jetzt scheint es, als ob wir uns in der gleichen entscheidenden Zeitphase sind wie damals befinden, als die “Pferde am Yangtze Wasser tranken“. Die Probleme werden gelöst, so lange wir standhaft an dem fundamentalsten Prinzip der Vorbereitung auf einen militärischen Konflikt festhalten. Das Zentralkomitee ist der Auffassung, dass unsere internen Probleme schnell zu lösen sein werden, wenn wir das USA-Problem mit einem Schlag lösen können. Deshalb scheint es so, als ob unsere Kriegsvorbereitungen auf Taiwan gerichtet sind. Aber in Wirklichkeit sind sie auf die USA gerichtet, und die Vorbereitungen übersteigen bei weitem einen Angriff auf Flugzeugträger oder Satelliten.

Der Marxismus hat gezeigt, dass Gewalt der Geburtshelfer der neuen Gesellschaft ist. Deshalb ist Krieg der Geburtshelfer für die Geburt des chinesischen Jahrhunderts. Während wir uns auf den Krieg vorbereiten, bin ich voller Hoffnung für unsere nächste Generation.

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Anmerkungen:

[1] „Der Krieg kommt auf uns zu“ wurde zuerst im Januar 2003 unter dem Titel „Eine aktuelle Rede eines hochrangigen Beamten der Volksbefreiungsarmee“ auf Webseiten wie http://www.mwjx.com veröffentlicht.

Am 11. Oktober 2003 wurde sie erneut unter dem Titel „Der Krieg kommt auf uns zu – Chi Haotian“ auf Webseiten wie http://www.chinaren.com (Die Webseite des „Chinesischen Volkes“) veröffentlicht. Manchmal erschien sie auch unter dem Titel „China, hast du immer noch 10 friedliche Jahre?“.

Chi Haotian war bis 2004 in seinem Amt als Verteidigungsminister tätig, bis 2005 Stellvertretender Vorsitzender der allgewaltigen Militärkommission. Sein Folgeartikel „Der Krieg ist nicht weit von uns und ist der Geburtshelfer des chinesischen Jahrhunderts“ wurde am 15. Februar 2005 auf http://www.peacehall.com und am 23. April 2005 auf Boxun.com veröffentlicht.

(Dies sind offizielle Nachrichtenseiten der Partei und alle Server befinden sich in der VR China. Es ist für einen Dritten absolut unmöglich, darauf Meldungen zu veröffentlichen, die nicht mit der Meinung der Partei überstimmen).

[2] Sina.com ist eines der größten Onlinemedien in China. Die Online Umfrage wurde von der Sina.com Version für das Militär (jczs.sina.com.cn) durchgeführt. Sie begann am 2. Februar 2004 und endete am 1. März 2004. Es gab 31.872 Menschen die den Fragebogen ausfüllten. Die Internetadresse der Umfrage lautet “http://jczs.sina.com.cn/2004-02-02/1644180066.html” (Die Chinesische Regierung hat die Seite schnell wieder verschwinden lassen)

Die Hauptfrage war: “Wenn Sie ein Soldat wären und unter ausdrücklichem Befehl ihres kommandierenden Hauptmanns stehen, wären sie bereit, auf Frauen, Kinder, und Kriegsgefangene das Feuer zu eröffnen?” 34 Prozent der Besucher gaben an, dass sie egal unter welchen Umständen schießen würden, selbst wenn sie nicht unter dem Befehl ihres Hauptmanns stünden. 48.6 Prozent gaben an, dass sie schießen würden, wenn ihr eigenes Leben oder das ihrer Einheit in Gefahr wäre. Lediglich 3.8 Prozent der Teilnehmer gaben an, dass sie unter keinen Umständen schießen würden.

Die Besucher, die angaben, dass sie bereit wären zu schießen, waren zum größten Teil unter 25.

[3] “Der Krieg kommt auf uns zu”

[4] “Die drei Inseln” beziehen sich auf Taiwan, die Diaoyu Inseln und die Spratly Inseln.

[5] Deng Xiaoping (1904-1997). Von 1978-89 war Deng das heimliche Oberhaupt der KP und von China. Bereits seit Maos Tod 1976 und bis zu seinem eigenen Tod 1997 war er der inoffizielle Führer der KPC.

[6] Hu Jintao (1942-). Führer der „Vierten Generation“ der KPC.

Im Jahr 2003 wurde Hu Staatspräsident und Vorsitzender der kommunistischen Partei Chinas.

[7] Liu Huaqing (1916-). Kommandeur der Marine der chinesischen Volksbefreiungsarmee von 1982 bis 1988 und Vizegeneral der zentralen Militärkommission bis 1997. Es heißt, dass durch Lius Bemühungen die Volksbefreiungsarmee den heutigen Stand der Technik erreicht hat.

[8] He Xin (1949-). Parteikader der Chinesischen Akademie der Sozialwissenschaften.

[9] In den “Drei Repräsentanten” steht, dass die KPC das Streben nach technisch fortgeschrittenen Produktionsmitteln, eine Orientierung an der modernen Kultur, sowie die Interessen der absoluten Mehrheit des Volkes verkörpert. Das Papier wurde von Jiang Zemin, dem ehemaligen Parteivorsitzenden und Staatschef, verfasst.

[10] am 4. Juni 1989 erstickten Panzer der roten Volksarmee auf dem Tiananmen -. Platz des himmlischen Friedens – auf blutige Weise die Demokratiebewegung in China. Das Blutbad ging als das Massaker auf dem Tiananmen in die Geschichte des kommunistischen Regimes in China ein.

[11] Zhao Ziyang (* 17. Oktober 1919; † 17. Januar 2005 in Peking) Premierminister der Volksrepublik China von 1980 bis 1987 sowie Generalsekretär der Kommunistischen Partei Chinas von 1987 bis 1989. In seiner Funktion als Generalsekretär der Partei stand er für eine offene Außenpolitik und für die Durchführung von wirtschaftlichen Reformen. Für diese wurde er jedoch kritisiert, weil sie eine Inflation auslösten. Im Jahr 1987 wurde Li Peng Nachfolger von Zhao Ziyang als Premierminister.

Während der tragischen Ereignisse rund um das Tiananmen-Massaker im Jahr 1989 wandte sich Zhao an die protestierenden Studenten, um sie davon zu überzeugen, ihre Proteste abzubrechen, bevor es zu spät war. Gleichzeitig bereiteten die anderen Führer der Kommunistischen Partei, Deng Xiaoping, Yang Shangkun, Li Peng, Hu Qili die Verhängung des Kriegsrechts vor, um die Proteste niederzuschlagen. Nach der Niederschlagung der Proteste brach ein Kampf um die Macht aus, in dem Zhao alle seine Posten abgeben musste und wegen seiner Sympathie für die protestierenden Studenten unter Hausarrest gestellt wurde. Der Tod Zhao Ziyangs im Januar 2005 ließ die Seite der Regierung neue Unruhen befürchten. In der Geschichte der VR China haben Trauerkundgebungen für verstorbene populäre Politiker wiederholt zu Demonstrationen geführt, etwa der Tod von Hu Yaobang im Jahr 1989, der zum Massaker auf dem Tiananmen führte. (aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie)

[12] „Drei Königreiche“ bezieht sich auf die Länder Wei, Shu, und Wu, aus denen China von 220-80 vor Christus bestand.

[13] “Die Drei großen Berge”, so formulierte es die KPC, waren die schreckliche Last auf dem Rücken des chinesischen Volkes—Imperialismus, Feudalismus und bürokratischer Kapitalismus.

Dieser Artikel findet sich auf Chinesisch unter: http://epochtimes.com/gb/5/8/1/n1003911.htm (Bitte herunterscrollen)

Der Krieg kommt auf uns zu

Chi Haotian, Verteidigungsminister Chinas bis 2004
Die Neue Epoche 25.08.2005 22:51

„Der Krieg ist nicht weit von uns, er ist die Geburtshilfe des Chinesischen Jahrhunderts“
Das Folgende ist die Mitschrift einer Rede, die Chi Haotian zugeschrieben wird, seines Zeichens ehemaliger Verteidigungsminister Chinas und stellvertretender Vorsitzender von Chinas Zentraler Militär-Kommission. Die Autorenschaft der Rede ist nicht eindeutig zu klären. Sie scheint aber die Strategie der KPC für die weitere Entwicklung Chinas wiederzugeben.

In der hier veröffentlichten Rede wird die offiziell von der KP China vertretene Richtung der Politik der friedlichen und rein wirtschaftlichen Entwicklung als pure Parole bezeichnet und auf die eigentliche Marschrichtung verwiesen: Krieg als legitimes Mittel einzusetzen, damit das „legitime“ Ziel der Weltvorherrschaft erreicht werden kann.
Chi Haotien, Vizevorsitzender der Zentralen Militärkommission und Verteidigungsminister Chinas bis 2004 (Foto: AP)
Vor der Zeit der Machtübernahme Hitlers stand allen durch die Lektüre seines Buches „Mein Kampf“ die Möglichkeit offen, sich auf die auf sie zurollende Tragödie einzustellen und sie hatten die Chance, etwas dagegen zu unternehmen. In der gleichen Weise sehen wir in den Chi Haotian zugeschriebenen Reden die Vorankündigung dessen, was auf China und die Welt zukommt, wenn die KPC an der Macht bleibt. So sehen wir es als unsere Verpflichtung an, diese Rede ungekürzt zu veröffentlichen als Warnung für die ganze Welt, den Äußerungen der KPC-Diplomatie mit äußerster Vorsicht zu begegnen.

Die Rede führt Argumente an für die Notwendigkeit Chinas, einen Krieg mit Einsatz biologischer Waffen zu führen, um die Vereinigten Staaten zu entvölkern und sie für eine zukünftige massive chinesische Kolonialisierung vorzubereiten. Die Rede wurde im Januar 2003 unter dem Titel „Eine aktuelle Rede eines hochrangigen Beamten der Volksbefreiungsarmee“ auf Webseiten wie http://www.mwjx.com veröffentlicht. Am 11. Oktober 2003 wurde sie erneut unter dem Titel „Der Krieg kommt auf uns zu – Chi Haotian“ auf Webseiten wie http://www.chinaren.com veröffentlicht. Die beiden Webseiten sind Nachrichtenseiten, deren Server sich innerhalb Chinas befinden und die in China ohne Zensur besucht werden können. Wir berichteten in unserer letzten Print-Ausgabe über diese Rede und über die ihm ebenfalls zugeschriebene Folgerede „Der Krieg ist nicht weit; er ist der Geburtshelfer für das chinesische Jahrhundert, die im Januar 2005 auf der Webseite „http://www.boxun.com/“ veröffentlicht wurde.

Wir brachten auszugsweise Zitate aus beiden Reden und verglichen seine Aussagen mit der Nazi-Ideologie Hitlerdeutschlands. Chi bezieht sich in der Folgerede explizit auf das Deutschland unter Hitler.

Gesamttext der ersten Rede:

Werte Genossen,

Den Titel dieses Artikels schrieb ich schweren Herzens nieder, denn der Prozess der Modernisierung Chinas wurde ständig durch Angriffe und Invasionen von ausländischen Mächten behindert. Das typischste Beispiel ist das sogenannte „Goldene Jahrzehnt“ zwischen 1927 und 1937. Aus heutiger Sicht war dieses Jahrzehnt alles andere als golden. Während dieser Zeit, also am 18. September 1931, fiel Chinas Nordostgebiet in feindliche Hand. Die Marionetten-Regierung der östlichen Hebei Provinz wurde ebenfalls während dieser Zeit gegründet. Im Vergleich verlief die wirtschaftliche Entwicklung jedoch recht schnell. Die Entwicklung der Infrastruktur machte nicht wenige Fortschritte und die Ausrüstung der Armee wurde gleichfalls verbessert. China fing an, ein kleines bisschen Hoffnung zu bekommen. Aber das war etwas was die Japaner nicht tolerieren konnten. Sie gaben sich nicht mit der Besetzung der drei nordöstlichen Provinzen zufrieden. Sie verschwendeten keine Zeit und begannen eine umfassende Invasion von China. China musste den Krieg acht Jahre lang unter größter Vorsicht und Angst auf verbrannter Erde führen.

Zwar gewann China den Krieg (1937 – 1945), aber es verlor die äußere Mongolei und war schwer angeschlagen. Der Verlust betrug mehr als 600 Milliarden US Dollar. Nach acht Jahren Krieg war das bereits verarmte und schwache China in schlechterer wirtschaftlicher Verfassung als je zuvor. Mit anderen Worten: Japans Invasion, besonders sein allumfassender Krieg in China verlangsamte die Modernisierung Chinas enorm.

China die Entwicklung zu verwehren und sein Fortschreiten in Richtung Modernisierung zu verhindern, war schon immer die unveränderte Nationalpolitik der Großmächte, vor allem Japans, gewesen. Wir haben diesbezüglich die schmerzhaftesten geschichtlichen Erfahrungen gemacht. Zwar gibt es zwischen zwei Ländern eine Art Zusammenarbeit, aber die Grundlegende Basis der Beziehung zweier Länder bleibt Wettkampf, Konfrontation, und zeitweise extreme Konfrontation – Kriege. Zusammenarbeit ist nur vorübergehend, und bedingt, während Wettkampf und Konflikte endgültig bleiben. Sie sind das wahre Thema der Geschichte. Das ist der Grund, warum die sogenannte Parole von Frieden und Entwicklung von der heutzutage gesprochen wird völlig inkorrekt ist (bestenfalls ist sie einfach eine zweckmäßige und vorläufige Maßnahme). Für die Theorie der friedlichen Entwicklung gibt es weder handfeste Beweise, die sie stützen könnten, noch stimmt sie mit irgendwelchen sachlichen geschichtlichen Erfahrungen überein. Wobei man sich klar machen muss, dass China und Japan sowohl geographisch als auch geschichtlich schon immer Erzfeinde waren. Und die Spaltung zwischen China und der Sowjetunion in den 60er Jahren zeigte, dass jedes Land die Verfolgung seiner eigenen nationalen Interessen als einzigen Maßstab für seine Handlung nimmt. Keines der Länder lässt auch nur ein bisschen Platz für die Moral. In der Vergangenheit teilten sich China und die Sowjetunion die gleiche Ideologie, sahen sich den gleichen Feinden gegenüber, und Chinas niedrige technologische und wissenschaftliche Niveau reichte längst nicht aus, um eine Bedrohung für die Sowjetunion darzustellen. Nichts desto Trotz spalteten sich China und die Sowjetunion voneinander ab und führten einen massiven Kampf gegeneinander. Es gibt wahrscheinlich eine Reihe von Gründen, die dazu geführt haben. Aber der Grundlegendste für die Sowjetunion war dabei, dass sie kein immer weiter wachsendes, mächtiger werdendes China neben sich haben wollte. Und das, obwohl China eben erst anfing zu wachsen und eine lange Zeit gebraucht hätte um diesen Zustand zu erreichen, konnte es die Sowjetunion dennoch nicht tolerieren.

Wenn es für China und die Sowjetunion – ein starkes und ein schwaches Land, die sich gleiche Ideologie und gleiche Feinde teilten – möglich war, sich zu spalten, dann ist es mehr als offensichtlich, dass die ständige Bejubelung der Parole „Frieden und Entwicklung sind heutzutage der Hauptfokus“, nachdem Chinas politische-, militärische- und Handelsstrategie ausgelegt ist, eine reine Halluzination darstellen. Diese Theorie ist zerbrechlich und gefährlich.

Meiner Überzeugung nach stellen Frieden und Entwicklung als heutige Schwerpunkte eine vollkommen falsche, einseitige und schädliche Theorie dar, die die Massen aus folgenden Gründen betäubt:

Erstens: der Angriff auf Chinas Modernisierung ist immer eine Nationalpolitik der Großmächte gewesen.

Wir können eine historische Regel aus den Erfahrungen und Lehren ableiten, die Chinas moderner Geschichte und der 50jährigen Geschichte der Volksrepublik Chinas zugrunde liegen: der Angriff auf Chinas Modernisierung (einschließlich einer umfassenden Kriegsführung) ist immer eine Nationalpolitik der Großmächte gewesen. In den letzten 160 Jahren ist es so gewesen und so wird es auch in den nächsten 160 Jahren bleiben.

Zweitens: Entwicklung bringt auch Gefahr und Bedrohung mit sich; ohne das „Recht auf Krieg“ gibt es kein Recht auf Entwicklung.

Entwicklung bringt Gefahr und Bedrohung mit sich, was sich als allgemeine Regel in der gesamten Weltgeschichte herausgestellt hat. Es gab in der chinesischen Geschichte nur wenige Ausnahmen. Zum Beispiel konnte die Han-Dynastie (206 v. Chr. – 220 n. Chr.) anfangen, sich „hinter verschlossener Tür“ zu entwickeln, nachdem sie alle anderen Konkurrenten innerhalb der geographischen Grenzen in dieser Zeit besiegt hatte. Dann entwickelte sie die Ideologie der „Weltharmonie.“ Da vermieden wurde, das gemeine Volk, das Militär, die Wirtschaft oder die Kultur mit einzubeziehen, gab es keine Konkurrenten und keine der anderen Rassen konnte mit der Han-Rasse konkurrieren, auch hat niemand das Potential dazu gehabt.

Zur Zeit der Streitenden Reiche (403 – 222 v. Chr.) in der alten chinesischen Geschichte bedeutete die Entwicklung eines Landes eine Bedrohung für ein anderes Land und das war die allgemeingültige Regel. Sie ist auch Kern und Basis der westlichen Diplomatie, deren Vater der französische Kardinal Richelieu war, der als erster auf dem Feld der westlichen Diplomatie aus der mittelalterlichen „Ignoranz“ heraustrat. Er führte das Prinzip der modernen Diplomatie ein, die vollkommen auf nationale Interessen ausgerichtet ist und alle moralischen und religiösen Einschränkungen aufhebt. Von der von ihm eingeführten Politik der Diplomatie hat Frankreich mehr als 200 Jahre lang profitiert und erlangte dadurch eine Vormachtstellung in Europa. Richelieu plante den 30jährigen Krieg, der Deutschland so viel Leid brachte und dazu führte, dass es in kleine feudale Regionen aufgeteilt wurde. Dieses Chaos änderte sich erst, als Bismarck Deutschland wieder vereinte. Dieser Prozess verdeutlicht die oben erwähnte Regel, weil es ohne Bismarcks „Recht auf Krieg“ keine nationale Wiedervereinigung gegeben hätte, ganz zu schweigen vom Recht auf Entwicklung.

Drittens: Modernisierung unterm Schwert: Chinas einzige Wahl

Die Idee einer „chinesischen Bedrohung“ ist völlig richtig, und das ist ein typisch westlicher Gedanke. Der typisch chinesische Gedanke „ Ich schließe meine Tür um meine eigene Wirtschaft zu entwickeln, stört das jemanden?“ ist nicht gerade unklug, stimmt aber auch nicht mit der „internationalen Gepflogenheit“ überein. Im Zeitalter der Streitenden Reiche gab es auf dem harten Feld der nationalen Interessen keinen Raum für Freundlichkeit und Nachgiebigkeit – wer auch nur die kleinste Illusion hatte, wurde von der Geschichte grausam bestraft. Chinas Entwicklung ist sicherlich eine Bedrohung für Länder wie Japan. China selbst sieht das vielleicht nicht so, aber es ist ihm auch unmöglich diese tiefsitzende, international verbreitete Sichtweise der Großmächte einschließlich Japans zu verändern. Daher sollte und muss der Kernpunkt unserer Überlegungen sein: „Die Entwicklung Chinas ist eine Bedrohung für Länder wie Japan.“

Mit „Recht“ ist gemeint, dass jede Nation und jedes Volk ihr Recht auf Leben und auf Entwicklung haben sollte. So muss zum Beispiel China für seine wirtschaftliche Entwicklung Öl und Rohstoffe wie Holz importieren um seine Umwelt vor Abholzung zu schützen. Dies ist sehr vernünftig. Aber die Großmächte haben ihre eigenen „Gründe“: ein Land wie China wird im Jahr 2010 100 Millionen Tonnen Öl und im Jahr 2020 200 Millionen Tonnen Öl verbrauchen müssen. Werden diese Großmächte das tolerieren?

Der Grund für die meisten Kriege der Geschichte war der Kampf um lebenswichtige Ressourcen (einschließlich Land und Meere). Der Gegenstand des Konflikts wird sich im derzeitigen Informationszeitalter ändern, aber im Grunde wird es das gleiche bleiben. Entwickelte, fortschrittliche Zivilisationen wie Israel kämpfen seit über 50 Jahren mit den Palästinensern um unwichtige Landstriche (einschließlich des Kampfs um Wasserquellen).

Um für unser begründetes Recht auf Entwicklung zu kämpfen (außer wenn sich die Chinesen mit der derzeitigen Armut zufrieden geben und bereit sind ihr Recht auf Entwicklung aufzugeben), muss sich China auf Krieg vorbereiten. Dies wird weder von uns noch vom guten Willen der gütigen Menschen unter uns entschieden, sondern von der „internationalen Gepflogenheit“ und den Großmächten auf der ganzen Welt.

Die 20 Jahre dauernde Politik der friedlichen Entwicklung Chinas hat ihr Ende erreicht. Die internationale Umgebung hat sich vom Wesen her verändert: die Großmächte wollen den Modernisierungsprozess Chinas nochmals unterbrechen. Wenn China sich entwickeln will, wenn es sein Entwicklungsrecht behalten will, muss es sich auf den Krieg vorbereiten. Nur dadurch, dass sich China auf Krieg vorbereitet, kann es Raum und Zeit für seine zukünftige Entwicklung gewinnen.

20 Jahre der Entwicklung in pastoralem Stil haben ihr Ende erreicht. Das nächste Programm sollte und muss die „Modernisierung unterm Schwert“ sein.

Viertens: Die Diplomatie bestimmt die inneren Angelegenheiten.

Zur Zeit würden nicht einmal die härtesten Falken unter den Falken in China unbedingt einen Krieg befürworten, obwohl wir genug Gründe dafür hätten; wie zum Beispiel die Vereinigung des Landes und die Wahrung der Rechte in der Südchinesischen See. Das Gleiche gilt für das Recht auf Entwicklung, das extrem geschätzt wird, weil es den Chinesen in den letzten 160 Jahren nur selten zuteil wurde. Wenn aber dieses Recht auf Entwicklung immer mehr bedroht wird, ist es für uns Zeit, zu den Waffen zu greifen um dieses Recht der Chinesen zu schützen.

Es stimmt, dass innere Angelegenheiten die Diplomatie bestimmen, aber vergesst nicht, dass in dieser Periode der sich bekriegenden Länder die Diplomatie auch schon die inneren Angelegenheiten bestimmt. Dies ist nicht nur ein theoretischer Blickwinkel, sondern war auch eine historische Erfahrung der Volksrepublik China. In den 70er Jahren überstiegen Chinas Verteidigungsausgaben die Summe der Ausgaben für Wissenschaft, Bildung, Kultur und Gesundheit (was dazu führte, dass das chinesische Volk in Armut leben musste). Ich will heute sicherlich nicht wieder das gleiche. Was wir tatsächlich am meisten brauchen sind Investitionen in die Bildung. Aber würden die Weltmächte das erlauben? Wünschen wir uns etwa nicht, mehr in Wissenschaft, Bildung, Kultur und Gesundheit zu investieren?

Manche haben gesagt, dass aus den entschlüsselten sowjetischen Dokumenten zu erkennen war, dass die Sowjetunion keine umfassenden Pläne für eine Invasion in China hatte. Selbst wenn diese Dokumente wahr sind, muss das nicht das wahre Gesicht der Geschichte sein. Ein Schachspiel basiert auf gegenseitiger Wechselwirkung. Wenn sich China nicht unter der Führung von Mao Tse-tung geistig und materiell ausreichend vorbereitet und somit das Risiko und die Kosten für die Sowjetunion für den Fall einer Invasion in China enorm erhöht hätte, wäre die Geschichte anders verlaufen. Die schwache Figur kann nur Angreifer auf sich ziehen. Diejenigen, die das so sehen, sind die wahren Verteidiger des Friedens.

Fünftens: Das Böse als Ergebnis des Bettelns um Gutherzigkeit: gibt es in den nächsten 10 Jahren Frieden in China?

Um den Fortschritt der Modernisierung in China aufzuhalten und den Chinesen das Recht auf Entwicklung zu nehmen, haben die Weltmächte viele Karten in der Hand. Die drei offensichtlichsten Karten sind die „drei Inseln“ mit Taiwan als der wirksamsten. Falls in der Taiwan-Straße Krieg ausbräche, wäre die Entscheidungsgewalt nicht in unseren Händen, auch nicht in denen derer, die die Unabhängigkeit fordern, sondern in den Händen der USA und Japans. Falls ein solcher Krieg ausbräche, wäre es nicht nur ein Krieg zur Vereinigung, da der tiefere Zusammenhang darin besteht, dass die USA und Japan entschlossen sind, China sein Recht auf Entwicklung zu nehmen. Dies würde wieder einmal den Modernisierungsprozess in China aufhalten. So wie im Chinesisch-Japanischen Krieg von 1894-1895, als Japan in China einmarschierte und nicht nur Territorien und Reparationen forderte, sondern auch die Modernisierung Chinas aufhielt und den Chinesen ihr Entwicklungsrecht nahm.

Deshalb müssen wir den Krieg in der Taiwan-Straße auf der Ebene einer strategisch entscheidenden Schlacht betrachten. Aber auf Grundlage unserer derzeitigen militärischen Kraft ist es unmöglich, aus Sicht der USA oder Japans über diesen Aspekt zu reden, denn China hat nur wenige Interkontinentalraketen, während die USA entschlossen sind, die National Missile Defense (NMD) zu entwickeln.

Um eine Verzögerung des Kriegsausbruchs in der Taiwan-Straße zu verhindern, muss dieser Krieg zunächst auf die Ebene einer „symmetrisch strategischen Entscheidungsschlacht“ gehoben werden, wobei die Formel „toter Fisch, kaputtes Netz“ verwendet wird. Falls wir den Krieg in der Taiwan-Straße verlören, wären die Folgen schlimmer als die des Chinesisch-Japanischen Krieges 1894. Deswegen darf es entweder keinen Krieg geben, oder wir müssen Japan vollständig vernichten und die USA zum Krüppel machen, und dies kann nur durch einen Atomkrieg erzielt werden.

Das Böse als Ergebnis des Bettelns um Güte – das würde das Ende unserer aktuellen Politik signalisieren. Güte durch das Verlangen nach dem Bösen – nur durch die Macht, die in der Lage ist, Japan auszulöschen und die USA zu verkrüppeln, können wir Frieden bekommen; sonst kann das Taiwan-Problem nicht mehr als 10 Jahre hinausgeschoben werden, und es wird in den nächsten zehn Jahren Krieg geben!

Sechstens: Vorherrschaft ist das bezeichnende Charakteristikum für die Existenz einer Weltmacht

Was ist eine Weltmacht? Eine Nation, die Vorherrschaft ausübt, ist eine Weltmacht! Ohne Weltmacht würde man beliebig von anderen getötet, und das eigene Schicksal (einschließlich des Rechts auf Entwicklung) würde von anderen beherrscht werden, so wie eine Marionette beherrscht wird. Die Vorherrschaft in dieser Zeit der sich bekriegenden Länder ist eine objektive Tatsache; sie „kann nicht vom menschlichen Willen umgeleitet werden“. Die Frage ist, ob man sie erkennt oder nicht; ob sie aktiv verfolgt wird oder ein passiver Akt ist. Alle Probleme Chinas einschließlich der Frage der drei Inseln, der Frage der Entwicklung der strategischen Industrie, der Wohlstands-Umverteilung unter den verschiedenen sozialen Klassen – sind letztendlich alles Fragen, die den Kampf um die chinesische Vorherrschaft betreffen.

Wenn wir eine Vormachtstellung erreichen wollen, können wir uns ständige innere Kämpfe nicht leisten; wir brauchen innere Stabilität und Einheit. England z.B. hat es vor langer Zeit geschafft, die arbeitende Bevölkerung in den Adelsstand zu erheben, weil es in hohem Maße von seinen Kolonien in Übersee profitierte. Die hohen Entschädigungen die Japan aus China herausholte, kamen nicht nur den oberen Schichten Japans zugute, sondern nutzten auch den sozial weniger privilegierten Schichten sehr viel. Die Zeiten haben sich geändert, und die Lage jedes Landes ist heute auch anders geworden, aber der Grundsatz ist der gleiche. Wir sollten nicht nur militärische Fragen und Fragen der Diplomatie vom Standpunkt des Hegemonialstrebens aus anschauen, insbesondere die interne Struktur, und das Problem der Angleichung von Klasseninteressen sollten ebenfalls vom Blickwinkel der Hegemonie aus betrachtet werden. Diejenigen aus der Oberschicht, die die sozial schwächeren Leute unseres Landes ausquetschen und ausbeuten, können nicht die nationalen Interessen in dieser Ära der sich bekriegenden Länder repräsentieren. Sie sind dekadent und degeneriert und sollten in ihrem Einfluss beschränkt und vernichtet werden. Nur die Reifen und Weisen aus der Oberschicht können die nationale Interessen vertreten, die „Politik der Zugeständnisse“ in inneren Angelegenheiten ausführen und die Leute der unteren Schichten anleiten, um Profite aus Übersee zu erlangen (dieses Problem ist sehr komplex und wird später im Detail diskutiert. China hat enorme Möglichkeiten, Profite aus Überseeländern herauszuholen; nur wir haben sie noch nicht aktiv ausgeschöpft.)

Das Original im Chinesischen: http://epochtimes.com/gb/5/8/1/n1003911.htm

Die chinesische Machtwirtschaft

Das ist eine traurige Geschichte
ci
Die Neue Epoche 10.09.2006 21:51


Die Cliquenwirtschaft der Kommunistischen Partei hat den wirtschaftlichen Kreislauf zerstört. Die Zirkulation ist bereits in einen solchen Zustand geraten, dass Arbeiter, Bauern, Maurer und Zimmermann, d.h. die normalen Wirtschaftsteilnehmer weder konsumieren noch investieren können. (Foto: Guang Niu/Getty Images)

Die Kommunistische Partei Chinas (KPC) hat die Wirtschaft der VR China immer eine China-spezielle sozialistische Marktwirtschaft genannt. In den letzten Jahren hat sie diese sogar direkt als „Marktwirtschaft“ bezeichnet. Aber wie sieht der wahre Zustand der Wirtschaft in der VR China aus unter der Diktatur der KPC?

Es ist sehr deutlich: Die Wirtschaft im chinesischen Kommunismus ist keine „Marktwirtschaft“, sondern eine„Macht- oder Cliquenwirtschaft“. Wer Macht hat, wird die Wirtschaft leiten, die Machtposition im Markt besitzen und die unterschiedlichen Gesetze ausnutzen, um selbst zu profitieren. Er bedient sich ungeniert sogar öffentlich illegaler Methoden, wendet auch Gewalt an, nur um zu profitieren. Zwar behaupteten die unterschiedlichen Beamten aus oberen oder unteren Hierarchien, die Wirtschaft weiter zu entwickeln, jedoch erschufen sie für die Wirtschaft keinen neuen Reichtum, sondern sie kämpften nur gegeneinander um mehr Macht. Denn durch Macht besitzen sie wirtschaftliche Vorteile. Wer die Macht hat, besitzt auch die Wirtschaft.
Machtwirtschaft ist eine Art wirtschaftlicher Form, die sich von allen anderen wirtschaftlichen Formen unterscheidet, zum Beispiel von der feudalistischen Bauernwirtschaft, der kapitalistischen Marktwirtschaft und der sozialistischen Planwirtschaft. In Wirklichkeit wurde in Russland die sozialistische Planwirtschaft beendet als die Sowjetunion aufgeteilt wurde. Die chinesische KP hat etwa seit dieser Zeit langsam angefangen, sich zur Machtwirtschaft zu entwickeln.

„Hohes Wachstum“ oder „umfangreiches Ergaunern“?

Die chinesische Wirtschaft im Kommunismus erfährt alljährlich ein hohes Wachstum. Ist es wirklich Wachstum? Oder ist es doch betrügerisches Zusammenraffen? Ein einfaches Beispiel: Es gibt 10.000 Personen, 100 davon sind Mitglieder der KPC, die anderen 9.900 sind die normalen Bürger. Jede dieser 10.000 Personen besitzt ein lebenslang angespartes Vermögen in Höhe von 10.000 Yuan. Ein Auto kostet jedoch 200.000 Yuan. Weil jeder nur 10.000 Yuan auf der Hand hat, kann niemand von ihnen ein Auto kaufen, deswegen gibt es auf der Straße keine Autos.
Danach wird etwas geändert.
Ein Teil des Reichtums der normalen chinesischen Bürger muss an die KP-Kader abgegeben werden. Jetzt hat jeder normale Bürger nur noch 9.000 Yuan auf der Hand. Die abgegebenen 9.900.000 Yuan werden auf zehn KP-Mitglieder aufgeteilt. Jede dieser zehn Personen besitzt jetzt 1.000.000 Yuan und kauft sich ein Auto. Jetzt fahren auf den bisher leeren Straßen 10 Autos. Oberflächlich betrachtet hat sich die Wirtschaft rapide entwickelt.
Aber die normalen Bürger haben 1.000 Yuan von ihren 10.000 Yuan verloren. Zunächst bemerken sie das nicht so sehr. Viele normale Bürger freuen sich über das Wachstum und träumen davon, in der Zukunft auch ein Auto zu besitzen.

Die Wirtschaft verspürt einen weiteren Boom

Danach wird wieder etwas geändert. Ein weiterer Teil des Reichtums der normalen Bürger wird an die chinesischen KP-Mitglieder abgegeben. Jetzt hat jeder normale Bürger nur noch 8.000 Yuan auf der hohen Kante. Die abgegebenen 9.900.000 Yuan werden auf weitere zehn KP-Mitglieder aufgeteilt. Nun gibt es weitere 10 Personen, von denen jeder 1.000.000 Yuan besitzt. Von diesen 10 Personen kauft sich auch jeder ein Auto. Jetzt fahren auf den Straßen bereits 20 Autos. Die normalen Bürger haben zwar nur noch 8.000 Yuan auf der Hand, aber sie bemerken das immer noch nicht so sehr. Oberflächlich betrachtet hat sich die Wirtschaft weiter entwickelt. Die Wirtschaft verspürt einen weiteren Boom.
Jahr für Jahr geht der Reichtum der normalen Bürger immer mehr verloren. Die Anzahl der begünstigten Mitglieder der KPC erhöht sich jährlich um 10 und somit die Anzahl der Autos. Das funktioniert vielleicht so lange bis die 9.900 normalen Bürger nur noch 4.000 Yuan auf der Hand haben.

Das ist eine traurige Geschichte

Wenn die 9.900 normalen Bürger jedoch nur noch 1.000 bis 2.000 Yuan auf der Hand haben, dann ist es gerade noch das Existenzminimum, sie können und werden nicht mehr Geld abgeben. Jedoch von den inzwischen 100 Mitgliedern der KP haben 10 bis 20 Personen ihre 1.000.000 Yuan noch nicht bekommen. Sie haben gesehen, dass vor ihnen 80 Personen die 1.000.000 Yuan einfach bekommen haben und sie noch nicht. Deswegen sind sie verärgert und ungeduldig. Voller Wut versuchen sie, den bereits am Existenzminimum lebenden normalen Bürgern die restlichen 1.000 bis 2.000 Yuan zu rauben. Das ist eine traurige Geschichte, die leider in China immer und immer wieder vorkommt. Die chinesische Wirtschaft ist überhaupt auf keinem Wachstumspfad, sondern der ganze Reichtum der Gesellschaft hat sich mehr und mehr bei wenigen Personen angesammelt.

Hat die chinesische Wirtschaft Zukunft?

Der heutige Zustand ist so: 90 Prozent des Reichtums wird auf 2 Prozent der Bürger aufgeteilt. Hat eine solche Struktur des sozialen Eigentums Zukunft? Wenn 90 Prozent des Blutes einer Person sich in 2 Prozent seines Körpers akkumuliert, wie wird die Kondition der Person sein?
Ein weiteres Beispiel: Es gibt drei Personen, einen Bauern, einen Maurer, einen Zimmermann. Jeder hat 100 Yuan zum Investieren, und 100 Yuan für den Konsum. Der Bauer hat 100 Yuan für Getreide bezahlt, der Maurer hat 100 Yuan für den Hausbau ausgegeben und der Zimmermann hat 100 Yuan zum Herstellen von Möbeln benutzt. Jetzt kauft der Bauer mit den 100 Yuan für Konsum das Haus, das der Maurer aufgebaut hat. Der Maurer kauft mit den 100 Yuan für Konsum die Möbel, die der Zimmermann produziert hat. Der Zimmermann kauft jetzt mit den 100 Yuan für Konsum das von dem Bauern angebaute Getreide. Am Ende sind die 100 Yuan wieder zu dem Bauern zurück geflossen. Die 100 Yuan haben sich nicht vermehrt, sondern einen Kreislauf geschaffen. Die drei Personen haben alle bekommen, was sie wollten, aber auch nichts darüber hinaus. Das ist natürlich nur ein sehr einfaches Beispiel.

Ein ständiger Geldstrom in die Taschen der KP-Kader

Aber die KP hat das geändert. Die 100 Yuan für Konsum vom Bauern, Maurer und Zimmermann, insgesamt 300 Yuan, wurden jetzt auf die KP-Mitglieder aufgeteilt. Jetzt haben der Bauer, der Maurer und der Zimmermann ihr Geld für den Konsum verloren. Sie haben kein Geld mehr, um einzukaufen. Der Maurer hat sein Haus aufgebaut, aber niemand kann das kaufen. Er hat nun auch kein Geld mehr um Möbel zu kaufen. Dem Zimmermann geht es genauso. Das ist genau das Phänomen, wie es sich vor ein paar Jahren bei der chinesischen Konjunktur zeigte.
Der Zustand ist jetzt noch schlimmer. Die KP-Mitglieder haben das Eigentum des Bauern, des Maurers und des Zimmermanns weiter ausgebeutet. Die 100 Yuan des Bauern, des Maurers und des Zimmermanns fürs Investieren sind jetzt auch noch in die Hände der KP gefallen. Der Bauer hat jetzt kein Geld mehr, Getreide anzubauen, der Maurer hat kein Geld mehr, ein Haus aufzubauen, und der Zimmermann hat kein Geld mehr, um Möbel zu produzieren. Dieser schlimme Kreislauf muss aufhören weil er sonst die Wirtschaft zerstört.
Die Cliquenwirtschaft hat den wirtschaftlichen Kreislauf zerstört
Ein Beispiel: Ein Kohlebergwerk ist in China potentiell sehr reich und könnte hohe Gewinne einfahren. Aber aufgrund der fehlenden Investitions- und Konsumgelder, können die benötigten Kohlen weder in ausreichender Menge und Qualität abgebaut, noch von dem Stromkraftwerk gekauft werden.

Die Cliquenwirtschaft hat den wirtschaftlichen Kreislauf zerstört.

Die Zirkulation ist bereits in einen solchen Zustand geraten, dass Bauer, Maurer und Zimmermann, d.h. die Wirtschaftsteilnehmer, kein Geld mehr investieren und auch nicht konsumieren können.
Lange Zeit konnte diese Struktur der Wirtschaft vor dem eigenen Volk und dem Westen verborgen werden. Aber nun kann man es nicht mehr länger übersehen oder verstecken, denn wenn der Sommer kommt, dann sitzt man am Abend im heißen Zimmer, ohne Klimaanlage, ohne Ventilator und ohne Licht.
Wenn ganze Städte, wie in diesem Sommer, dunkel sind, da sie keinen elektrischen Strom mehr haben, dann weiß jeder, dass der unerbittliche Zerfall der chinesischen Wirtschaft schon angefangen hat.