Wunder: Sturz aus dem 18. Stock eines Gebäudes überlebt

Von einer Leserin aus der Stadt Guanghan, Provinz Sichuan, China

(Minghui.org) Anmerkung der Redaktion: Eine Leserin aus der Stadt Guanghan, Provinz Sichuan, schrieb vor kurzem an die Minghui-Website und bedankte sich bei Falun Dafa dafür, dass ihr jüngerer Bruder nach einem Unfall gerettet wurde, der tödlich hätte ausgehen können. Es folgt ihr Brief.

Lebensbedrohliche Verletzungen

„Mein Bruder arbeitet für eine Baufirma in der Stadt Guangzhou, Provinz Guangdong. Im Sommer 2011 fiel er während der Arbeit aus dem 18. Stock eines Gebäudes. Dank mehrerer Lagen von Sicherheitsnetzen war er nicht sofort tot. Er war jedoch bewusstlos. Seine Kollegen brachten ihn sofort ins Krankenhaus.

Nach einer zweitägigen Notfallbehandlung konnten die Ärzte keine Besserung feststellen und folgerten, dass er nicht mehr weiter behandelt werden könne und bald sterben würde. Sie weigerten sich, mehr zu unternehmen und gaben uns, seiner Familie, den Rat, ihn nach Hause zu bringen und alles für seine Beerdigung vorzubereiten.

Nachdem wir ihn aus Guangdong nach Sichuan zurückgebracht hatten, nahmen wir sofort Kontakt mit einem großen Krankenhaus in der Hauptstadt Chengdu auf. Als das Krankenhaus feststellte, dass mein Bruder kaum Chancen auf Genesung von seinen lebensbedrohlichen Verletzungen hatte, verweigerte es die Aufnahme.

Enttäuscht kehrten wir nach Hause zurück. Ein Arzt, der in einer Klinik in der Nähe chinesische Medizin praktiziert, kam und untersuchte meinen Bruder gründlich. Er schüttelte den Kopf und erklärte: „Er kann noch ein wenig atmen, doch man kann gar keinen Puls mehr messen. Es ist hoffnungslos.“

Ich konnte meine Tränen nicht zurückhalten. Mein Bruder war erst etwas über 30 Jahre alt. Wie konnte er so sterben? Wer sollte sich um sein kleines Kind kümmern?

Ein Wunder

Unter Tränen erinnerte ich mich plötzlich an meine Tante, die in der Nähe wohnte. Ihre achtjährige Enkelin Yingzi war im vergangenen Jahr von einem motorisierten Dreirad angefahren worden. Ein Rad war über ihren Hals gefahren und hatte ihr Schlüsselbein gebrochen. Der Arzt hatte damals erklärt, dass es mindestens drei Tage dauern würde, bevor Yingzi die Notaufnahme verlassen könne. Alle machten sich Sorgen. Doch nachdem meine Tante etwas zu Yingzi gesagt hatte, erlangte sie das Bewusstsein wieder und setzte sich nach wenigen Minuten auf. Drei Tage später ging sie schon wieder zur Schule. Warum sollte ich sie nicht um Hilfe bitten?

Ich suchte meine Tante auf und berichtete ihr, was geschehen war. Sie sagte, dass viele Menschen von der Hasspropaganda der kommunistischen Partei gegen Falun Gong getäuscht seien. Wenn wir die Fakten kennenlernen, das unterstützen, was rechtschaffen ist und aus der Kommunistischen Partei Chinas austreten würden, würden wir wundersam gesegnet sein.

Als meine Tante bei mir zuhause ankam, sprach sie darüber mit einem Dutzend Familienmitgliedern, Verwandten und Freunden, die gekommen waren, um meinen Bruder zu besuchen. Meine Tante erklärte ihnen, dass man gesegnet sei und eine bessere Zukunft hätte, wenn man mutig das unterstützt, was rechtschaffen ist. Sie schlug vor, dass wir zusammen folgende Worte rezitieren sollten: „Falun Dafa ist gut, Wahrhaftigkeit, Barmherzigkeit und Nachsicht sind gut.“

Wir glaubten ihren Worten und folgten ihrem Rat. Die Hälfte von uns trat aus der KPCh und ihren Organisationen aus.

Bald darauf bemerkte meine Schwägerin, dass die farblosen Nägel meines Bruders ein wenig Farbe bekommen hatten. Ich berührte sein Handgelenk und konnte seinen Puls spüren. Wir waren sehr ermutigt und rezitierten weiterhin die Worte, die uns meine Tante aufgetragen hatte.

Am frühen Morgen waren der Atem und der Gesichtsausdruck meines Bruders wieder normal. Er konnte sich sogar aufsetzen. Drei Tage später war er wieder völlig genesen. Das war wirklich ein Wunder.

Nachtrag

Als mein Bruder einige Tage später hinausging, reagierte ein Nachbar erschüttert bei seinem Anblick: „Ich habe gehört, dass du im Sterben liegst. Ist das echt? Bist du ein Geist?“

Mein Bruder lächelte und antwortete: „Ich bin nicht gestorben, Falun Dafa hat mich gerettet.”

Als sie von der Erfahrung meines Bruders erfuhren, waren viele Menschen beeindruckt und einige fingen sogar an, Falun Dafa zu praktizieren.

Es sind fast drei Jahre vergangen und mein Bruder ist der Zeit in der Lage zu arbeiten. Wir sind Falun Dafa und dessen Gründer sehr dankbar.

  • Veröffentlicht am:
  • 20.03.2014
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Persönlicher Bericht über die Foltermethoden von Polizisten und Wärtern (Provinz Guangdong und Jilin)

(Minghui.org) Im Folgenden beschreibt Frau Fan Minglan einem Minghui-Korrespondenten gegenüber von den Folterungen, denen sie nach einer Festnahme am 15. Februar 2011 ausgesetzt war.

Sie hatte sehr profitiert, als mit dem Praktizieren von Falun Gong im Juni 1997 begann. Als Falun Gong-Praktizierende wurde sie daraufhin verfolgt, eingesperrt und gefoltert und war erzwungenen Gehirnwäsche-Sitzungen ausgesetzt. Es folgen einige Einzelheiten der Qualen in einer Gehirnwäsche-Einrichtung.

„Am 15. Februar 2011 wurde ich festgenommen, als ich einen Mitpraktizierenden besuchte. Man brachte mich auf die Guangming Polizeiwache (Stadt Shenzhen in der Provinz Guangdong), nachdem sie mich vorher auf die Polizeiwache der Stadt Helon, Provinz Jilin gebracht hatten. Eine Gruppe von vier Polizisten verhörte mich abwechselnd zwei Tage und Nächte und entzog mir den Schlaf. Die Polizisten plünderten auch mein Haus.

Da sich der Beamte Gao Zhihua verletzte, als mich mit bloßer Hand schlug, schlug er danach mit einem Hausschuh weiter auf mich ein. Er zog mich auch an den Haaren. Der Beamte Li Jingzhu und weitere Polizisten legten meine Hände auf dem Rücken in Handschellen, zogen dann meine Arme nach oben und traten mir in den Rücken. Zwei Tage später wurde ich in das Untersuchungsgefängnis der Stadt Helong gebracht.

Wegen Herzproblemen entlassen

Im Untersuchungsgefängnis traten Symptome von schweren Herzproblemen auf, woraufhin sie mich aus medizinischen Gründen entließen. Im März 2011 wurde ich in die Gehirnwäscheeinrichtung gebracht, wo man die Insassen dazu zwang, sich den ganzen Tag lang Falun Gong verleumderische Videos anzusehen. Die Angestellten drohten uns damit, auch an den darauffolgenden Sitzungen teilnehmen zu müssen, wenn wir Falun Gong nicht aufgeben würden. Und sie drohten uns mit einem Gefängnisaufenthalt.

Später bemerkte ich, dass mein rechtes Bein viel dünner als mein linkes war, sodass ich beim Laufen zur Seite neigte. Am 23. April 2011 wurde ich dann entlassen.

Frühere Festnahme in Peking wegen friedlichen Appellierens

Etwas aus früherer Zeit: Ich wurde schon einmal festgenommen, als ich im Oktober 2000 auf dem Platz des Himmlischen Friedens in Peking für das Recht zum Praktizieren von Falun Gong appellierte. Die Polizisten aus der Stadt Yanji brachten mich zurück zur Polizeiwache der Stadt Xiaoyinzi.

Einer der Polizisten sagte damals: „Wie kannst du es wagen, nach Peking zu kommen, um zu appellieren? Ich werde dir eine Lektion erteilen.“ Dann schlug mich der Polizeidirektor Xue und sperrte mich für fünf Tage in Isolationshaft. Später wurde ich in das Untersuchungsgefängnis der Stadt Yanji gebracht und dort für einen Monat festgehalten. Anschließend verurteilten sie mich zu drei Jahren Haft im Heizuizi Arbeitslager.

Dort wurde ich gezwungen, von 3:00 Uhr morgens bis Mitternacht zu arbeiten. Den Falun Gong-Praktizierenden war es untersagt zu sprechen. Sie durften sich nur sehr duschen. Wenn wir die Arbeitsanforderungen nicht erfüllten, wurden wir von Wärter Wang verbal attackiert und mit einem Elektrostab geschockt. Nach vier Monaten im Arbeitslager wurde ich aus medizinischen Gründen entlassen.“

  • Veröffentlicht am:
  • 09.03.2014

Familie seit 14 Jahren auseinandergerissen: die Bemühungen einer jungen Frau, ihre Eltern zu befreien

(Minghui.org) „Mein Vater ist immer noch im Gefängnis und jetzt wurde auch meine Mutter illegal verurteilt. Das Einzige, was ich möchte, ist, dass meine Familie wieder zusammen ist und ein normales Leben führen kann. Ist dies zu viel verlangt?“ Dies ist die ernsthafte Bitte einer jungen Frau in China, die unter der Verfolgung von Falun Gong aufgewachsen ist. Ihr Name ist Li Songrong.

Frau Lis Familienleben wurde zerstört, als die Kommunistische Partei Chinas (KPCh) im Jahre 1999 mit der Verfolgung von Falun Gong begann. In den letzten 14 Jahren musste sie immer wieder mit ansehen, wie ihre Eltern verhaftet wurden, weil sie an Falun Gong und dessen Prinzipien „Wahrhaftigkeit-Barmherzigkeit-Nachsicht“ glauben.

Frau Li und ihre Familie stammt aus Poxin. Die Ortschaft liegt im Distrikt Maogang der Stadt Maoming, Provinz Guangdong. Ihr Vater Li Kun wurde im Jahre 2002 zu 14 Jahren Gefängnis verurteilt und aktuell immer noch im Sihui Gefängnis der Provinz Guangdong interniert. Ihre Mutter Liang Guifen wurde das letzte Mal am 2. November 2013 verhaftet. Am 27. Dezember verurteilte man sie zu dreieinhalb Jahren Gefängnis. Die Mutter legte Einspruch ein und wartet nun im ersten Haftzentrum von Maoming auf das Ergebnis. Nicht nur die Eltern, auch Frau Lis Großmutter und ihr Bruder wurden bereits einmal verhaftet, da auch sie Falun Gong praktizieren. Ihr Bruder Li Xinhua wurde im Jahre 2002 vom ansässigen Gericht zu fünf Jahren verurteilt, obwohl er zu der Zeit noch ein Jugendlicher war.

Als Frau Lis Vater im Jahre 1999 das erste Mal verhaftet wurde, war Frau Li gerade erst neun Jahre alt. Durch die Verhaftung war sie traumatisiert. Sie zweifelte nie an der Unschuld ihres Vaters, konnte jedoch den Spott ihrer Klassenkameraden, dass sie die Tochter eines Verbrechers sein solle, nicht ertragen. Deshalb zog sie sich zurück und fiel immer wieder in Depressionen.

Während der Verfolgung aufzuwachsen, war für Frau Li nicht einfach, doch sie kam durch. Sie schaffte es, die Hochschule zu beenden. Heute ist sie 23 Jahre alt und berufstätig. Sie weiß, dass sie sich für ihre Familie einsetzen muss und ist entschlossen, alles, was notwendig ist, zu tun, um ihre Eltern freizubekommen.

Nachfolgend ein offener Brief von Frau Li an das Justizsystem in Maoming, in dem sie alle Fehler im Zusammenhang mit der Inhaftierung ihrer Eltern aufdeckt. Darin fordert Frau Li die unverzügliche Freilassung ihrer Mutter. Sie hofft, dass dieser Brief die Menschen dazu aufruft, mitzuhelfen, ihre Familie wieder zusammenzuführen. Während sie diese Zeilen schrieb, kamen all ihre schmerzhaften Erinnerungen wieder hoch, sodass sie nur noch weinen musste.

Eine fröhliche Kindheit, die jäh zerstört wurde

Als ich im November 1990 geboren wurde, wurde ich von meiner biologischen Tante adoptiert und so das jüngste Mitglied in meiner neuen Familie. Meine Eltern und Großeltern waren alle in mich vernarrt und überschütteten mich mit endloser Liebe, köstlichem Essen und wunderschönen Kleidern.

Meine Großmutter und meine Mutter begannen im Sommer 1997, Falun Gong zu praktizieren. Sie nahmen mich oft zum Übungsplatz mit, wo ich viele andere Kinder traf. Während die Erwachsenen die Übungen machten, hatten wir Kinder viel Spaß beim Spielen. Diese Tage waren voller Freude.

Ich sah immer zu meinem Vater auf. Während er Militärdienst leistete, reiste er zu vielen verschiedenen Orten und hatte so viele Geschichten zu erzählen. Er war auch sehr geschickt und konnte im Haus alles reparieren. Als kleines Mädchen fand ich, dass mein Vater die mächtigste Person in der Welt war. Doch obwohl ich meinen Vater zutiefst liebte, war ich doch auch besorgt um ihn, da ihn oft sein Temperament mitriss. Ich erinnere mich noch an eine Nacht im Winter, als ich wegen eines Aufruhrs im Wohnzimmer wach wurde. Vater beschimpfte und schlug meinen ältesten Bruder, da dieser Geld gestohlen hatte, um damit Videospiele zu kaufen. Mein Großvater hielt meinen Vater auf, doch werde ich niemals den wütenden Ausdruck im Gesicht meines Vaters vergessen. Als mein Vater dann begann, Falun Gong zu praktizieren, wurde er viel ruhiger. Er verlor immer seltener seine Beherrschung. Als ich meine erste Prüfung in der Schule verpatzt hatte, schimpfte er nicht, sondern lächelte nur und ermutigte mich, es in Zukunft besser zu machen. Einst ein Kettenraucher mit dunklen gelben Zähnen, hörte er kurze Zeit nach Beginn des Praktizierens von Falun Gong damit auf.

Die ersten neun Jahre waren die fröhlichsten in meinem Leben.

Mein Vater wurde mir weggenommen

Anfang Herbst 1999 wusch sich mein Vater gerade nach einem langen Arbeitstag das Gesicht, als eine Gruppe Fremder in unser Heim einbrach. Ich weiß nicht mehr genau, was exakt geschah, doch weiß ich noch, dass danach unser 32-Zoll-Farbfernseher und unsere Musikanlage verschwunden waren und mit ihnen mein Vater.

Später nahm mich meine Mutter zu einem Ort mit, der „Drogenrehabilitationseinrichtung“ genannt wurde. Ich konnte nicht verstehen, warum mein Vater dort war, da er nie Drogen genommen hatte. Dennoch sah ich immer den Samstagen entgegen, da ich jeden Samstagmorgen mit einem anderen Mädchen 30 Minuten lang zu Fuß zu der „Drogenrehabilitationseinrichtung“ ging. Ich besuchte dort meinen Vater und sie ihre Großmutter. Wir machten dort auch unsere Hausaufgaben und blieben so lange, bis wir am Abend aufgefordert wurden, nach Hause zu gehen.

Ich war furchtbar erschrocken, als mein Vater eines Tages sein Gedächtnis verlor, nachdem er in einen Hungerstreik getreten war. Wir eilten ins Krankenhaus und sahen, dass er sehr blass geworden war. Er gestikulierte, dass ich näher zu ihm kommen solle, und murmelte mir zu: „Hab keine Angst. Papa ist in Ordnung und wird bald wieder zu Hause sein.“

Er kam wirklich einige Zeit später nach Hause, doch nur, um bald darauf erneut weg zu sein. Er musste fliehen, um der Polizei zu entkommen. Ich hörte zufällig Erwachsene sagen, dass die Polizei 15.000 Yuan (ca. 1500 €) als Belohnung für jeden ausgesetzt habe, der dabei helfen könne, meinen Vater zu fangen. Verzweifelt wollte ich, dass mein Vater wieder zu Hause war, doch fürchtete ich auch um seine Sicherheit. Als ich meinen Vater schließlich wiedersah, befand er sich in Haft, zuerst im ersten Haftzentrum von Maoming und später im Gefängnis Yangjiang.

Jedes Mal, wenn wir unseren Vater sehen wollten, mussten wir sehr früh aufstehen, um zuerst mit zwei Bussen und dann zu Fuß die Strecke zum Gefängnis zurückzulegen. Oftmals war es bereits 15 oder 16 Uhr, als unser Besuchsantrag schließlich genehmigt wurde. Dann mussten wir in einer Warteschlange anstehen, bis wir schließlich den Besucherraum betreten konnten. Wenn wir unseren Vater schließlich sahen, blieben oft nur noch 30 Minuten Besuchszeit übrig. Dennoch wusste ich jede Minute mit ihm zu schätzen.

Doch auch solche kurze Besuche fanden nicht immer statt. Eines Tages wurde unser Besuchsantrag abgelehnt. Der lokale Leiter des Büro 610 war gerade zugegen und sah mein trauriges Gesicht. Sofort kam er auf mich zu und rügte mich: „Werde ja keine Person, die die Gesellschaft hasst!“ Ich hätte gleichzeitig lachen und weinen können, so war mir zumute. Ich hatte zu viele Fragen, die ich ihm stellen wollte. Warum sagte der Polizist, der meinen Vater verhaftet hatte: „Dein Vater ist eine gute Person und ich bin ein schlechter Kerl. Das ist der Grund, warum ich ihn verhafte“? Warum hatten die Familien anderer Häftlinge keine Schwierigkeiten, ihr Besuchsrecht zu bekommen, während wir so viele Schwierigkeiten hatten, sobald wir unseren Vater sehen wollten? Warum konnten andere Besucher mit ihren Lieben sorglos sprechen, während wir die ganze Zeit von einem Wärter überwacht wurden? Doch statt dem Leiter des Büro 610 all diese Fragen zu stellen, erwiderte ich nur: „Nein, ich hasse niemanden.“ In diesem Moment verachtete ich mich selbst, weil ich solch ein Feigling war.

Wann immer ich andere über ihren geliebten Vater sprechen hörte, hatte ich nichts zu sagen. Ich konnte mich immer nur daran erinnern, dass mein Vater bald nach Hause kommen würde. Damit tröste ich mich nun seit 14 Jahren.

Großvaters schwere Last

Großvater war warmherzig und mochte Kinder. Da ich gerne las, kaufte er mir unzählige Magazine und Bücher. Als sich später ins Internat ging, sagte er seinen Nachbarn bereits Tage vor meinem Besuch, dass seine Enkelin bald nach Hause kommen würde.

Eine lange Zeit waren nur mein Großvater und ich zu Hause. Meine Großmutter und meine Eltern waren inhaftiert und meine zwei Brüder besuchten Schulen außerhalb der Stadt.

Das lokale Gericht ordnete plötzlich ohne triftigen Grund an, dass unser Haus verkauft werden sollte. Wir waren gezwungen auszuziehen. Großvater war den ganzen Tag mit dieser Sache beschäftigt, kam jedoch immer rechtzeitig nach Hause, um für mich zu kochen. Ich machte mir oft Sorgen darüber, dass meine Eltern uns nach ihrer Entlassung nicht finden würden, wenn wir obdachlos waren.

Als Großmutter endlich freigelassen wurde, weinte Großvater. Großmutter fragte: „Du hast in deinem Leben so viel durchgemacht, warum weinst du jetzt?“ Großvater seufzte: „Ich habe Angst, dass wir in unserem Alter keinen Platz mehr haben, wo wir leben können.“ Ich habe meinen Großvater nur zweimal weinen gesehen. Das zweite Mal war, als er hörte, dass Vater bewusstlos wurde, nachdem man ihn an Handschellen aufgehängt und brutal geschlagen hatte.

Seit der Verhaftung meines Vaters musste mein Großvater seine magere Pension dafür verwenden, die gesamte Familie zu versorgen, inklusive meiner Schulgebühren. Ich träumte oft davon, wie ich als Erwachsener Geld verdienen würde, um Großvater alles zurückzuzahlen. Doch ich bekam nie die Chance dazu, denn am ersten Samstag meines ersten Jahres auf der Mittelschule verstarb Großvater plötzlich, was für uns alle völlig überraschend kam.

Es sind nun sechs Jahre vergangen, seit Großvater gestorben ist. Jedes Mal, wenn ich meinen Vater im Gefängnis besuche, fragt er mich nach ihm und ich gebe ihm immer die gleiche Antwort: „Er hält sich großartig.“ Ich fühle mich sehr schlecht, ihn all die Zeit anzulügen, doch möchte ich auch nicht, dass er noch mehr Kummer hat.

Mutters ungesetzliche Verhaftung

Als ich noch klein war, ging ich immer mit Mutter mit, gleich, wo sie auch hinging. Als ich dann studierte und sogar später, als ich bereits einen Beruf hatte, war meine Mutter die erste Person, die ich anrief, wenn ich mit jemandem sprechen musste. Meine Mutter hörte mir immer geduldig zu und tröstete mich. Und wenn ich in den Schulferien wieder nach Hause kam, erwarteten mich immer Mutters Köstlichkeiten.

Ich erinnere mich daran, dass das Jahr 2000 besonders schwierig für mich war. Ich war erst zehn, doch meine Mutter und mein Vater waren bereits mehrmals verhaftet worden. Ich hatte Schwierigkeiten einzuschlafen, vor lauter Angst, von der Polizei geweckt zu werden. Eines Abends im kalten Winter versuchte meine Mutter, mich zum Einschlafen zu bringen, als wir hörten, wie Leute von außerhalb meine Mutter aufforderten, die Tür zu öffnen und nach draußen zu kommen. Ich brachte kein Wort heraus und sah nur meine Mutter an. Sie ignorierte die Leute und konzentrierte sich auf mich. Das Rufen hörte für eine Weile auf und wir dachten, es sei vorüber. Doch dann hörten wir einen lauten Knall an der Tür. Das Knallen ging weiter und es hörte sich an, als würde die Tür einbrechen. Ich dachte, mein Herz bliebe stehen. Meine Mutter ging hinunter, um die Tür zu öffnen, und sofort hörte ich schwere Schritte die Treppe heraufkommen. Meine Mutter fragte, was dieses Theater solle, und eine Stimme antwortete: „Es wird nicht lange dauern. Nur eine kurze Besprechung und wir werden Sie gleich wieder zurückbringen.“ Meine Mutter dachte eine Weile darüber nach und sagte den Leuten dann, dass sie ihren Mantel holen müsse. Sie kam in mein Zimmer zurück und ich wusste, dass uns ein Mann auf der anderen Seite der Tür beobachtete. Ich weinte und bettelte sie an, mich nicht alleine zu lassen. Mutter tröstete mich: „Weine nicht! Schlafe fest! Mama wird bald zurück sein.“ Ich hätte mir nie träumen lassen, dass „bald“ fast zwei Jahre später bedeuten würde. Als meine Mutter schließlich zurückkehrte, war es bereits Sommer des nächsten Jahres geworden und ich ging in die sechste Klasse.

Nachdem Mutter verhaftet worden war, war mein Vater gezwungen, von zuhause fernzubleiben und von Ort zu Ort zu ziehen, um nicht das gleiche Schicksal zu erleiden. Dennoch wurde er festgenommen, als er und mein zweiter Bruder meine Mutter kurz vor ihrer Freilassung besuchten. Nun musste Großvater die gesamte Familie mit seiner Pension versorgen und Mutter verkaufte Gemüse und Feldfrüchte, um zu helfen, über die Runden zu kommen.

Obwohl ich noch immer jung war, tat ich mein Bestes, um zu helfen, wo ich konnte. Im Winter musste ich um 4:00 Uhr unter meiner warmen Decke hervorkriechen, um meiner Mutter dabei zu helfen, Gemüse einzusammeln. Im Sommer wurde es auch nicht einfacher, da wir unter der stechenden Sonne zu leiden hatten: Unsere Kleider waren von unserem Schweiß oft ganz durchnässt.

Nachdem Großvater gestorben war, arbeitete meine Mutter noch härter, um die Familie zu versorgen. Sie grub so viel Gemüse und Feldfrüchte aus, wie sie nur konnte. Nachdem sie unsere eigenen Felder bestellt hatte, mietete sie andere Felder an, die brachlagen, um auch diese zu bestellen. Egal wie viel Geld sie auch durch den Verkauf der Ernte bekam, gab sie es für mich und meine Brüder aus. Auf diese Weise brachte sie mich durch die Hochschule hindurch.

Trotz dieses harten Lebens verlor meine Mutter nie die Hoffnung und erinnerte mich immer wieder daran, positiv zu bleiben und mich entsprechend den Prinzipien von Wahrhaftigkeit-Barmherzigkeit-Nachsicht zu verhalten. Dank ihrer unermüdlichen Unterstützung und Ermutigung graduierte ich Anfang 2013 und fand einen guten Beruf. Ich dachte immer daran, wie ich die finanziellen Lasten meine Familie reduzieren und wie ich meinen Vater in zwei Jahren zuhause willkommen heißen würde und war dann voller Hoffnung und Vorfreude.

Doch riss mich die brutale Realität aus dieser Tagträumerei heraus. Anfang November 2013, ich bereitete gerade eine Geschäftsreise vor, kam die Nachricht, dass meine Mutter zuhause verhaftet worden war. Sie war gerade von einem Arztbesuch zurückgekommen, als die Wohnung von Agenten umstellt wurde und sie unser Heim durchsuchten. Sie konfiszierten ihr Mobiltelefon, alles Bargeld und noch andere persönliche Dinge und nahmen meine Mutter ohne Haftbefehl mit. Ich war völlig verzweifelt und konnte mich nur dadurch beruhigen, dass ich zu mir sagte: „Mutter wird in Ordnung sein und bald wieder nach Hause kommen.“

Am 23. Dezember 2013 besuchte ich die erste Verhandlung gegen meine Mutter, hatte allerdings nur zweimal einen kurzen Augenkontakt mit ihr. Als meine Mutter zum Verteidigungsplatz ging, drehte sie sich um, um mich zu sehen. Sie warf mir dann einen weiteren Blick zu, als sie den Gerichtssaal wieder verließ. Meine Mutter war mir so nahe, dennoch schien sie so unendlich fern. Sie war blass und ihre Schritte schwer; auch schien sie etwas desorientiert. Obgleich meine Mutter in ihrem Leben viele Höhen und Tiefen durchlebt hatte, war sie immer optimistisch und gesund gewesen. Was war also in gerade einem Monat der Inhaftierung geschehen, das ihre Gesundheit so sehr angegriffen hatte?

Als der Staatsanwalt die sogenannten „Beweise“ gegen meine Mutter vorlas, warf einer seiner eigenen Zeugen ein: „Sie fabrizieren hier die Beweise zusammen. Ich habe das nie gesagt.“ Mein Herz zog sich zusammen und ich fühlte mich hilflos.

Am 27. Dezember 2013 war der zweite Verhandlungstag, an dem meine Mutter zu dreieinhalb Jahren Gefängnis verurteilt wurde, ohne dass es Beweise für irgendein Verbrechen gegeben hätte.

Mutters Verurteilung erfolgte ohne gesetzliche Grundlage

Meine Mutter wurde aufgrund der sogenannten „Verwendung einer Kultorganisation, um die Anwendung der Gesetze zu stören“ verurteilt. Nachdem ich Rechtsdokumente überprüft hatte, war es offensichtlich für mich, dass all die Anschuldigungen gegen meine Mutter völlig grundlos waren.

Erstens, das Regime führt eine Liste von Religionen, die als Kult klassifiziert werden. Falun Gong ist nicht auf dieser Liste. Wenn Falun Gong nie als Kult klassifiziert worden ist, wie kann dann das Gericht den Begriff des „Kults“ als Rechtfertigung zur Verurteilung meiner Mutter verwenden?

Zweitens, der Staatsanwalt beschuldigte meine Mutter, ein Bandenführer zu sein, der Falun Gong-Aktivitäten organisiert habe. Meine Mutter ist eine einfache Frau mit einer Grundschulbildung. Sie kennt nur die Landarbeit und hat keine Idee davon, wie man andere mobilisiert, geschweige denn anführt. Darüber hinaus war sie so sehr mit der Landarbeit beschäftigt, wie hätte sie da Zeit finden können, irgendwelche „Aktivitäten“ zu organisieren?

Drittens, „die Anwendung der Gesetze zu stören“ bezieht sich für gewöhnlich auf Gewaltakte, die die soziale Ordnung stören. Meine Mutter ist eine Falun Gong-Praktizierende und hat niemals irgendjemanden verletzt, dessen Freiheit gestört oder jemandes Eigentum beschädigt. Wenn sie also niemals jemanden in der Gesellschaft gestört hat, auf welcher Grundlage kann sie dann verurteilt werden?

Und viertens, die Polizisten hatten das Gesetz, als sie meine Mutter verhafteten. Sie durchsuchten unser Heim ohne Durchsuchungsbefehl und nahmen meine Mutter ohne Haftbefehl in Gewahrsam. Auch der Staatsanwalt brach das Gesetz und versagte darin, den rechtlichen Schritten in der Strafverfolgung zu folgen. Er zitierte verschiedene Beweise gegen meine Mutter, ohne auch nur einen davon während der Verhandlung zu präsentieren. Darüber hinaus fabrizierte er Beweise, die sogar von seinen eigenen Zeugen als falsch enthüllt wurden.

Es macht mich traurig, dass die gesetzestreuen Bürger verurteilt werden, während wahre Kriminelle frei ausgehen. Mein Vater ist immer noch im Gefängnis und jetzt wurde auch noch meine Mutter ungesetzlich zu Gefängnis verurteilt. Das Einzige, was ich möchte, ist, dass meine Familie wieder zusammenkommt und ein normales Leben führen kann. Ist das zu viel verlangt?

Als die Polizei vor 14 Jahren das erste Mal in unser Heim einbrach, war ich ein unschuldiges naives kleines Mädchen. Als meine Schulkameraden über meinen Vater tratschen, dass er ein Krimineller sei, und sich von mir distanzierten, wagte ich nichts zu sagen. Sobald es um Falun Gong geht, missachtet die Polizei seit 14 Jahren das Gesetz, doch habe ich gelernt, für meine Eltern einzustehen.

Ich fordere das Maoming Gericht auf, meine Mutter Liang Guifen unverzüglich und bedingungslos zu entlassen.

Ich bitte um Hilfe, damit meine Familie wieder vereint werden kann.

Li Songrong

1. Januar 2014

  • Veröffentlicht am:
  • 25.02.2014

Büro 610 verweigert Anwalt ein Treffen mit seinem Klienten, der rechtswidrig in Gehirnwäsche-Einrichtung inhaftiert ist (Provinz Guangdong)

Von einem Minghui-Korrespondenten aus der Provinz Guangdong, China

(Minghui.org) Der 50-jährige Li Wei aus Shenzhen verteilte am 30. September 2013 vor einem Supermarkt DVDs des Künstlerensembles Shen Yun Performing Art. Dabei wurde er von Polizisten des Büro 610 überwältigt und rechtswidrig festgenommen. Herrn Lis Ehefrau und seine Kinder leben in den USA. Wegen der Verfolgung darf er nicht zu ihnen ausreisen und lebt mit seiner 70-jährigen Mutter in Weiguoyuan, Stadt Huizhou zusammen.

Seine Familie engagierte einen Anwalt, der sich am 30. Dezember 2013 an das Komitee für Politik und Recht im Bezirk Luohu in Shenzhen wandte, um seinen Klienten zu treffen. Dort erhielt er die Auskunft, dass er einen schriftlichen Antrag stellen müsse, um eine Genehmigung zu erhalten.

Familie in Unwissenheit, Behörden verhindern Treffen mit Anwalt

Die Behörden unterließen es, seiner besorgten Mutter über die Verhaftung und den Verbleib ihres Sohnes zu unterrichten. Erst mit der Hilfe des Anwalts, den die Familie engagierte, konnten sie ihn nach drei Monaten in der Gehirnwäscheeinrichtung in Shenzhen ausfindig machen. Als der Anwalt sich um ein Treffen mit Li Wei bemühte, verhinderten dies die Angestellten des Komitees für Politik und Recht im Bezirk Shenzhen. Seine Mutter ist seit der Verhaftung ihres Sohnes dermaßen traumatisiert, dass sie sich nicht mehr traute, das Haus alleine zu verlassen.

Der Hergang der Verhaftung

Am 30. September 2013 verteilte Herr Li in der Nähe des Supermarktes Renrenlea Shen Yun Performing Arts DVDs, um seinen Mitmenschen die traditionelle chinesische Kultur nahezubringen. Als er mit einer älteren Dame über Falun Gong sprach, kamen vier Polizisten  herbei. Sie überwältigten ihn, warfen ihn zu Boden und fesselten ihn mit einem Gürtel. Danach zerrten sie ihn in den Polizeiwagen und rasten davon. Sie brachten ihn zur Zweigstelle der Polizeistation Huizhou im Bezirk Henan.

Strikte Überwachung des Büros 610 in Weigouoyuan

Das Büro 610 in Weiguoyuan überwacht die lokalen Falun Gong-Praktizierende sehr streng. Um die permanente Überwachung zu gewährleisten, haben sie extra Mitarbeiter eingestellt, die die Praktizierenden nicht aus den Augen lassen. Auch die Bürger bekamen den Befehl, Praktizierende zu melden, wenn sie sehen, dass diese Informationsmaterialien verteilen. In dem Gebäude, in dem Herr Li mit seiner Mutter wohnt, wurden sie ständig überwacht.

Wie Beamte der KPCh das Gesetz brechen

Nach Herrn Lis Verhaftung gingen Freunde und Verwandte von ihm zur Polizeiabteilung in Huizhou, um seinen Aufenthaltsort herauszufinden, blieben jedoch erfolglos. Mitarbeiter des Büro für öffentliche Sicherheit hielten ihn drei Monate fest, ohne seine Familie darüber zu informieren. Dies ist ein typisches Beispiel dafür, wie Beamte des chinesischen kommunistischen Regimes das Gesetz brechen.

Herrn Lis Mutter beauftragte einen Anwalt, der durch die Haftanstalt Huizhou und die Staatssicherheitsabteilung herausfand, dass ihr Sohn in Shenzhen festgenommen wurde und gegenwärtig in der Gehirnwäscheeinrichtung Xili festgehalten wird.

Am Nachmittag des 30. Dezember 2013 ging der Anwalt zur Gehirnwäscheeinrichtung Xili, um Herrn Li einige Kleidungsstücke von seiner Familie zu bringen. Dort sagte man ihm, dass der für die „Umerziehung“ von Herrn Li Verantwortliche gerade in einer Versammlung sei, und er daher seinen Klienten nicht sehen könne. Wahrscheinlich erhielten die Leute der Gehirnwäscheeinrichtung eine Anweisung vom Komitee für Politik und Recht, den Anwalt zu hindern, seinen Klienten zu sehen.

Wiedervereinigung mit Familie in den USA verhindert

Davor war Li Wei bereits zweimal zu Zwangsarbeitslager-Haft verurteilt worden. Beim ersten Mal kam er ins Zwangsarbeitslager Sanshui und beim zweiten Mal ins Zwangsarbeitslager Shenzhen. Die Behörden verfolgen ihn auf Schritt und Tritt und lassen ihn nicht zu seiner Familie in die USA ausreisen.

Unvollständige Liste von Abteilungen und Angestellten, die an der Verfolgung beteiligt sind:

Komitee für Politik und Recht in Luohu: +86-755-25666681; Verwaltungszentrum Luohu, 17. Stock.

Polizeiabteilung im Bezirk Luohu in: +86-755-84460050, +86-755-25777761, +86-755-84460010 (Fax) Wang Fei (王飞), männlich, Direktor vom Büro 610 des Komitees für Politik und Recht in Shenzhen: +86-13902902989 (Mobil)

Personal von der Gehirnwäscheeinrichtung Xili in Shenzhen, das an der Verfolgung beteiligt war:
Zhou Huaichun (周怀春), männlich, Direktor: +86-755-26001761
Chen Qiuhu (陈秋胡), männlich, stellvertretender Direktor: +86-13322923616 (Mobil)

  • Veröffentlicht am:
  • 25.02.2014

Praktiken in der Gehirnwäsche-Einrichtung von Maoming, Provinz Guangdong, um den Willen der Insassen zu zerstören

Von einem Minghui-Korrespondenten aus der Provinz Guangdong, China

(Minghui.org) Wenn sich inhaftierte Falun Gong-Praktizierenden einer Umerziehung widersetzen, werden in den Gehirnwäsche-Einrichtungen verschiedene Methoden eingesetzt, ihre Willenskraft zu zerstören. Im nachfolgenden Bericht erzählt die Falun Gong-Praktizierende Liang Qiuyuan, was sie in der Gehirnwäscheeinrichtung der Stadt Maoming erlebt hat.

Frau Liang aus der Gemeinde Poxin im Bezirk Maogang, Stadt Maoming wurde am 2. November 2013 zusammen mit 13 weiteren Praktizierenden festgenommen. Anschließend verurteilte man sie zu dreieinhalb Jahren Gefängnis und brachte sie in die Gehirnwäscheeinrichtung der Stadt.

Der persönliche Bericht von Frau Liang

„Funktionäre des Büro 610 verhafteten und verhörten mich am 2. November 2013. Ich weigerte mich, ihre Fragen zu beantworten, wo die Informationsmaterialien über Falun Gong hergestellt werden.

In der darauffolgenden Nacht am 03. November brachten sie mich um 1:00 Uhr in die Gehirnwäsche-Einrichtung der Stadt Maoming. Dort befand sich in jeder Zelle eine Überwachungskamera. Die Mitarbeiter Zhang Zhongyun und Wu Zhongyu befahlen mir, eine Garantieerklärung zu schreiben, in der ich versprechen sollte, Falun Gong aufzugeben.

Ich versuchte ihnen zu erklären, dass sie mit ihrem Vorgehen das bestehende chinesische Gesetz verletzen würden, doch sie weigerten sich zuzuhören. Stattdessen behaupteteZhang, dass er alle 300 Praktizierende der Stadt Maoming „umerziehen“ werde.

Dann versuchte er, mich zu zwingen, gegen Herrn Li Hongzhi, dem Gründer von Falun Gong, respektlos zu sein. Er zeigte mir ein Bild des Herrn Li und fragte: „Kennst du ihn?“ Ich legte meine Hände vor der Brust zusammen zur Heshi-Geste (Anmerkung der Redaktion: Handgeste zum Zeichen des Respekts), um meinen Respekt zu zeigen. Zhang drückte daraufhin das Bild fest auf meinen Kopf. Ich verlor das Gleichgewicht und fiel auf den Boden.

Danach schleifte er mich in Richtung des Bildes. Ich wusste, er wollte, dass ich mich darauf setzte, also hielt ich mich an einer Holzbank fest und bewegte mich nicht.

Er zog mir meine Schuhe aus und wollte sie auf das Bild stellen, doch ich stoppte ihn. Daraufhin stieß er mich zur Seite, trat auf das Bild und hüpfte darauf auf und nieder. Es schmerzte mich im Herzen, als ich sah, wie das Bild von Herrn Li zerstört wurde.

Ich warf ihm vor: „Es ist bekannt, dass Sie der Praktizierenden Frau Li Mei aus Poxin unbekannte Drogen injiziert haben. Als Folge der Injektionen war sie geistig gestört und starb. Sie haben sie getötet.“ Danach drohte mir Zhang, dass er auch mir eine Injektion verabreichen würde.“

Misshandlungen in Maoming führte zu einem Todesfall

Der Todesfall, den Frau Liang Herrn Zhang gegenüber angesprochen hatte, fand in der Gehirnwäsche-Einrichtung der Stadt Maoming statt. Dort war Frau Li Mei drei Jahre lang festgehalten und misshandelt worden. Außerdem hatte man ihr unbekannte Drogen injiziert. Dadurch war sie geistig verwirrt und starb im Jahr 2004.

  • Veröffentlicht am:
  • 24.02.2014

Familienmitglied warnt Vorsitzenden Richter: „Dafür werden Sie die Verantwortung tragen müssen”

Von einem Minghui-Korrespondenten aus der Provinz Guangdong, China

(Minghui.org) Die Falun Gong-Praktizierenden Wu Youqing, Li Qiao und Hu Xiuhui aus der Provinz Guangdong wurden am 16. Dezember 2013 vom Gericht der Stadt Xinyi rechtswidrig verurteilt. Ein Familienangehöriger warnte den Vorsitzenden Richter am nächsten Tag, dass er für die Urteile die Verantwortung tragen müsse, weil seine Unterschrift auf den offiziellen Dokumenten zu finden sei. Alle drei Praktizierenden legten beim höheren Gericht Berufung ein.

Frau Wu, 46 Jahre, und Frau Li, 42 Jahre, wurden jeweils zu vier Jahren Gefängnis und Frau Hu, 52 Jahre, zu dreieinhalb Jahren verurteilt. Der Staatsanwalt Yang Longbang von der Staatsanwaltschaft Xinyi, der vorsitzende Richter Xu Yiwen, die Richter Cai Biaorong und Lin Bohai und der Beamte Xu Xiaoming vom Gericht Xinyi waren an dem Verfahren beteiligt.

Am 17. Dezember 2013 rief ein Angehöriger von Frau Wu den Vorsitzenden Richter Xu Yiwen an und fragte ihn: „War das Urteil Ihre Entscheidung oder wurde es vom Justizkomitee oder vom Komitee für Politik und Recht festgelegt?“ Der Richter antwortete: „Ich bin nicht in der Position zu entscheiden. Der Fall wurde vom Justizkomitee überprüft und durchlief zwei verschiedene Ebenen des Gerichtssystems.“ Der Verwandte sagte: „Ihre Unterschrift steht auf dem offiziellen Dokument. Sie sind derjenige, der für die Verurteilungen zur Verantwortung gezogen wird.“

Frau Wus Verwandte brachte seine Absicht zum Ausdruck, wegen Missbrauch des Gesetzes Berufung einzulegen. Der Richter antwortete, wenn es während der Verhandlung einen Fehler gegeben habe, würde die Entscheidung von einem höheren Gericht abgelehnt werden.

Familienangehörige bedroht, weil sie Berufung einlegten

Bevor Wus Verwandter die Papiere für die Berufung am 19. Dezember 2013 übermitteln konnte, bekam er einen Anruf. Man erklärte ihm, wenn er gegen die Entscheidung des Gerichts Berufung einlegen würde, würde der Staatsanwalt Beschwerde einbringen und ein höheres Strafmaß fordern.

Die Drohung hielt den Angehörigen nicht auf. Er ging an diesem Nachmittag gemeinsam mit der Familie von Frau Li und Frau Hu zum Internierungslager Xinyi, um sich die Unterschriften für die Berufung von den Praktizierenden zu holen. Man erklärte ihnen, dass die Papiere zuerst zum leitenden Wachbeamten gelangen müssten, bevor sie den Praktizierenden gegeben würden.

Als die Familie einen Anwalt konsultierte, erklärte man ihnen, dass die Papiere zuerst den Praktizierenden zum Unterschreiben gegeben werden sollten, bevor sie vor Gericht kommen. Schließlich wurden die Papiere dem Direktor des Internierungslagers zur Durchsicht vorgelegt. Als die Familien das Internierungslager am 20. Dezember anriefen, bestätigte eine Wärterin, dass die Papiere von allen drei Praktizierenden unterschrieben und dem Gericht übermittelt worden seien.

Hintergrund

Frau Wu und Frau Hu kommen aus der Stadt Gaozhou und Frau Li aus der Stadt Xinyi in der Provinz Guangdong. Die drei wurden am 1. August 2013 von Beamten der Polizeiwache im Stadtteil Wangsha in Xinyi festgenommen. Am 10. August brachte man sie in das Internierungslager Xinyi, wo sie eingesperrt blieben.

Frau Wus Familie wurde am 4. November 2013 informiert, dass die Praktizierenden am 8. November vor das Stadtgericht Xinyi gestellt würden. Frau Hus Familie wurde allerdings nicht informiert und ihr Mann fand es nur durch die Familie von Frau Wu heraus. Als Frau Hus Mann anrief, um sich das Datum der Verhandlung bestätigen zu lassen, log ein Gerichtsbeamter und erklärte ihm, dass das endgültige Datum noch nicht entschieden sei. Auch Frau Wus Anwalt wurde nicht über die Verhandlung informiert. Als er es durch die Familie erfuhr, ging er am 5. November zum Gericht, um die Gerichtsakten einzusehen.

Die Verhandlung fand am 8. November 2013 im Gericht Xinyi statt. Die drei Praktizierenden kamen in Hand- und Fußfesseln.

Die Staatsanwaltschaft präsentierte ihren „Beweis“ und behauptete, dass man viele Falun Gong Materialien und DVDs im Auto der Angeklagten gefunden habe. Der Staatsanwalt meinte auch, dass die Praktizierenden aufgrund der großen Menge an Materialien, die sie besaßen, eine Strafe von sieben bis neun Jahren Gefängnis bekommen könnten. Ein paar Tausend Yuan waren konfisziert worden, als sie verhaftet wurden, doch der Staatsanwalt behauptete, dass nur ein paar Hundert Yuan genommen worden seien. Wus Anwalt hielt seine Verteidigungsrede und plädierte in ihrem Namen auf „nicht schuldig“.

Eine weitere Anhörung fand am Nachmittag des 15. Dezember 2013 im Gericht Xinyi statt und das Urteil wurde am nächsten Tag verkündet.

Die drei Praktizierenden legten beim mittleren Volksgericht der Stadt Maoming Berufung ein und forderten, dass die Entscheidung aufgehoben werde. Sie plädierten auf „nicht schuldig“, verlangten eine gesetzmäßige Entschädigung und forderten, dass die Beteiligten für ihre rechtswidrige Verurteilung zur Verantwortung gezogen werden.

Verantwortliche für die Verfolgung:

Wu Chenhong (吴晨虹), Direktor der Staatsanwaltschaft der Stadt Xinyi: +86-13929712988 (Mobil)
Liang Xuyou (梁旭有), Direktor des Gerichts der Stadt Xinyi: +86-13500071278 (Mobil)
Xu Yiwen (许奕文), Vorsitzender Richter des Gerichts der Stadt Xinyi: +86-13302514038 (Mobil)
Huang Changwen (黄昌文), Vorsitzender Richter des Zwischengerichts der Stadt Maoming: +86-668-2299693 (Büro) +86-13702869849 (Mobil)
Ni Junxiong (倪俊雄), Sekretär des Komitees für Politik und Recht der Stadt Maoming und Direktor der Polizeibehörde der Stadt Maoming: +86-668-2910171 (Büro), +86-668-2910088 (Büro)
Luo Juntai (罗均泰), Direktor des Büros 610 der Stadt Maoming: +86-668-2910609 (Büro), +86-668-2950266 (Büro), +86-13927542088 (Mobil)
Lei Tenglong (雷腾龙), Direktor des Büros 610 der Stadt Xinyi: +86-668-8882610 (Büro), +86-13580035891 (Mobil)

  • Veröffentlicht am:
  • 23.01.2014

Persönlicher Bericht: 108 Tage lang zwangsernährt

Eine Falun Gong-Praktizierende berichtet von ihrer Haft in einem Zwangsarbeitslager (Provinz Hebei)

(Minghui.org) Mein Name ist Yang Qingfang und ich komme aus der Stadt Chengde, Provinz Hebei. Ich wurde am 16. September 2001 unrechtmäßig festgenommen, weil ich auf den Platz des Himmlischen Friedens ging, um dort die Falun Gong Übungen zu machen. Ich wurde in ein Zwangsarbeitslager gebracht, doch weigerten sich die Lagerbehörden mich anzunehmen, weil ich ihre Gesundheitsuntersuchung nicht bestand. Danach wurde ich zurück zu meinem Arbeitsplatz gebracht und mir wurde gesagt, dass ich wieder festgenommen werden würde, wenn ich wieder gesund wäre. Ich verließ mein Zuhause, um einer weiteren Verhaftung zu entgehen und ging in die Stadt Shenzhen.

Im November 2003 wurde ich wieder festgenommen, als jemand sah, dass ich Informationsmaterialien über Falun Gong verteilte. Ich weigerte mich, den Polizisten meinen Namen zu nennen, also gaben sie mir den Namen „Li Shufang“ und verurteilten mich zu zwei Jahren Zwangsarbeit. Danach brachten sie mich ins Zwangsarbeitslager für Frauen in Sanshui, Stadt Foshan.

Gezwungen 60 Tage lang bis in die Nacht hinein still zu sitzen

Gleich nach meiner Ankunft im Arbeitslager kam ich in Einzelhaft. Zwei Wärterinnen und zwei kriminelle Häftlinge, die beauftragt wurden, mich zu überwachen, versuchten mich zu zwingen, meinen Glauben aufzugeben. Sie ließen mich jeden Tag erst nach Mitternacht schlafen.

Zwei Wochen später wurde ich in das „Angriffsteam“ gebracht, eine Einheit, die speziell erschaffen worden war, um Praktizierende intensiv zu misshandeln und bei ihnen Gehirnwäschen durchzuführen. Ich wurde alleine in einen Raum gebracht und von vier Wärterinnen und zwei Häftlingen überwacht. Sie zwangen mich jeden Tag, Videos anzuschauen, die Falun Gong verleumdeten und versuchten mich dazu zu bringen, dass ich Erklärungen schrieb, ich würde mit dem Praktizieren aufhören. Wenn ich mich weigerte, ließen sie mich nicht schlafen. Sobald ich meine Augen schloss, schlugen sie auf den Tisch, um mich mit lauten Geräuschen aufzuwecken. Ich ging fünf Tage und Nächte in einen Hungerstreik und wurde ziemlich schwach.

Wir mussten in die Hocke gehen und uns jedes Mal bei den Wärterinnen melden, wenn wir zur Toilette mussten und wenn wir essen oder schlafen wollten, andernfalls durften wir diese Dinge nicht tun. Ich weigerte mich, in die Hocke zu gehen oder mich bei den Wärterinnen zu melden, denn ich hatte keine Gesetze gebrochen. Ich wusste, dass sie mich fälschlicherweise eingesperrt hatten. Folglich wurde ich gezwungen, die ganze Nacht auf dem Boden zu sitzen. Ich legte ein Blatt Papier auf den Boden und ein dünnes Baumwolltuch darauf. So musste ich lange Zeit verweilen und durfte erst nach Mitternacht einschlafen.

Dies ging so über 60 Tage lang. Ich durfte keine Decke benutzen, mich nicht anlehnen oder hinlegen. Manchmal nahmen mir die Wärter und Häftlinge sogar das Baumwolltuch, auf dem ich saß, weg.

Mein Haar wurde bündelweise ausgerissen

Ich wurde später in die Abteilung 3 verlegt, eine Abteilung, die speziell gegründet wurde, um Falun Gong-Praktizierende zu misshandeln. Dort waren über 300 Praktizierende eingesperrt. Ich kam im 4. Stock in Einzelhaft. Nach einigen Tagen verlegten sie mich in den 5. Stock, dort gab es nur zwei Räume und es war ziemlich dunkel. Eine Praktizierende aus Maoming befand sich in einem Raum und ich wurde in den anderen gesperrt. Während sie gefoltert wurde, drehten die Wärter den Fernseher in meinem Raum auf volle Lautstärke, weil sie Angst hatten, ich könnte hören, was sie ihr antaten. Später wurde diese Praktizierende freigelassen, weil sie sich in einem kritischen Zustand befand. Ihre Familienangehörigen schickten mir später einen Brief, in dem sie mir berichteten, dass sie zehn Tage nach ihrer Rückkehr gestorben war.

Eines Tages wurde ich von der Wärterin Dai Shanshan und einigen anderen umringt und sie fingen an, mir meine Haare auszureißen. Sie rissen sie bündelweise aus und verstreuten sie im ganzen Raum. Sie beschimpften mich auch und lachten. Mir war sehr schwindlig und es klingelte in meinen Ohren. Abends schleppten sie mich in ein benachbartes Gebäude. Dai Shanshan sagte: „Niemand wird dich hier hören, du kannst so laut schreien, wie du willst.“ Danach rief sie noch einige andere herbei, um mich zu foltern. Ich musste die ganze Nacht auf dem Boden sitzen. Dai sagte später zu mir: „Ich habe deine Haare ausgerissen, gehe nur und melde mich!“

Eine eiskalte Nacht im Dienstbüro

Als ich in die Abteilung 6 verlegt wurde, befahl mir Zhang Xiaoying, die Leiterin dieser Abteilung, in die Hocke zu gehen, sobald sie mich sah. Ich sagte: „Ich habe mich noch nie in die Hocke gesetzt, seit ich hierher kam.“ Dann befahl sie mir stillzustehen, doch ich nahm überhaupt keine Notiz von ihr, also wies sie Häftlinge an, sich um mich „zu kümmern“. Sie schleiften mich über den Boden hin und her, bis sie müde waren und Blasen an den Händen hatten.

Als die Wärterinnen mit ihrer Arbeit fertig waren, sperrten sie mich ins Dienstbüro. Ich war somit gezwungen auf dem kalten Kachelboden zu sitzen. Sie öffneten das Fenster, so dass der kalte Nordwind direkt auf mich blies. Ich zitterte vor Kälte. Als ich versuchte, meine Schuhe auszuziehen, um mich darauf zu setzen, stoppte mich die diensthabende Wärterin. Ich verbrachte eine eiskalte Nacht im Dienstbüro. Ich ging in einen Hungerstreik, um gegen diese Misshandlung zu protestieren. Wärterin Zhang kam mit vier bis fünf anderen und schleifte mich zur Klinik, wo sie mich mit Gewalt ernährten. Sie hatten mir die Schuhe ausgezogen und so wurden meine Füße zerkratzt und bluteten.

Kollektive Bestrafung

Später wurde ich zur Abteilung 2 gebracht, wo die stellvertretende Abteilungsleiterin Si äußerst grausam zu Praktizierenden war. Sie versuchte unter den mehr als 300 Menschen in der Abteilung Hass gegen Falun Gong zu schüren. Bei der Hauptversammlung nach der Arbeit mussten alle Häftlinge sich in die Hocke setzen und ihr zuhören. Ich weigerte mich dies zu tun. Die Häftlinge, die mich überwachten, versuchten, dass ich mich mit ihnen in die Hocke setzte, doch ich sagte: „Ich bin keine Kriminelle, ich habe nichts Falsches getan, ich werde nicht in die Hocke gehen. Ich war bereits in einigen Abteilungen, doch ich habe mich niemals hingehockt.“

Beim Abendappell weigerte ich mich daran teilzunehmen, also durfte die ganze Häftlingsmannschaft tagelang nicht schlafen und wurde gezwungen, lange Zeit in der Hocke zu sitzen. Sie taten dies, damit die Häftlinge mich für ihr Leiden hassten. Ich versuchte, vor der ganzen Mannschaft mit den Wärterinnen vernünftig zu reden und sagte: „Die Partei hat genau dies während der Kulturrevolution gemacht, die Massen dazu aufgehetzt, untereinander zu kämpfen. Wenn eine Person beschuldigt worden war, dann wurde die ganze Familie hingerichtet. Ich übernehme volle Verantwortung für meine Taten und das hat nichts mit den Häftlingen zu tun.“ Danach ließen die Wärterinnen die ganze Mannschaft antworten, wenn mein Name beim Abendappell aufgerufen wurde.

108 Tage lang zwangsernährt

Da ich oft in einen Hungerstreik ging, wurde die Zwangsernährung eine normale Begleiterscheinung für mich. Ungefähr sechs Leute hielten mich fest, drückten mich auf den Boden und mein Mund wurde mit einem Metallgegenstand aufgebrochen und mit einem Knebel offen gehalten. Danach gossen sie mir Reisbrei und Drogen in den Mund. Anfangs hielt ich meinen Atem an und versuchte nicht zu schlucken, dann nahm ich tief Luft und spuckte alles aus, was sie mir in den Mund geschüttet hatten. Brei, Drogen und Milchpulver waren überall an meinem Hals, auf meinen Kleidern, in meinen Haaren und es roch fürchterlich. Sie ernährten mich alle 15 Minuten mit Gewalt und ließen den Knebel den ganzen Morgen in meinem Mund, was äußerste Schmerzen und Unbehagen verursachte.

Ich wurde jeden Tag auf einem Bett gefesselt und vier bis fünf Stunden lang mit Gewalt ernährt. Am 27. Tag erhöhte sich meine Herzfrequenz und ich hatte Schwierigkeiten beim Atmen. Sie behandelten mich etwas und verabreichten mir Sauerstoff, aber nichts half. Also brachten sie mich zur Notbehandlung ins Zentralkrankenhaus Sanshui. Ein gütiger Arzt fragte mich, wie viele Tage ich nichts gegessen hätte und eine Wärterin erwiderte: „27 Tage.“ Der Arzt schien sehr überrascht zu sein und fragte: „Warum haben Sie sie nicht früher hergebracht?“ Niemand antwortete ihm.

Ich wurde 27 Tage zwangsernährt und hatte auch einen Knebel in meinem Mund. Danach fuhren sie fort, diese ganze Prozedur noch weitere 81 Tage lang durchzuführen, und zwar durch einen Schlauch in meine Speiseröhre. Sie waren äußerst bösartig. Jedes Mal wurde ich von fünf bis sechs Leuten nach unten gedrückt und ans Bett gefesselt. Manchmal konnten sie den Schlauch nicht richtig einführen und der fingerdicke Schlauch wurde mehrere Male eingeführt und herausgezogen. Manchmal steckten sie ihn in meine Luftröhre und es fühlte sich an, als ob ich ersticken würde. Einige Mitpraktizierende sind gestorben, als man ihnen einen Schlauch in ihre Luftröhre einführte.

Manchmal ließen sie den Schlauch eine ganze Woche lang in meiner Speiseröhre, und wenn sie den Schlauch austauschten, war er bereits schwarz. Um sicherzugehen, dass ich den Schlauch nicht herausziehen würde, verschnürten sie meine Hände und später auch meine Füße. Nachts fesselten Häftlinge meine Arme und Beine ans Bett. Im Laufe der Zeit kamen die Leute von der Klinik tagelang nicht und sagten den Häftlingen, sie sollten mich zwangsernähren. Ich warnte sie: „Ihr seid nicht darin ausgebildet. Habt ihr einen Ärzteausweis? Übernehmt ihr die Verantwortung, wenn ich an den Folgen eurer Zwangsernährung sterben sollte?“

Während ich im Hungerstreik war, zwangen mich die Wärterinnen anderen zuzuschauen, die in der Kantine aßen.

Ins Krankenhaus geschleift

Einmal trugen mich einige Leute in einen Krankenwagen und brachten mich in ein Krankenhaus. Die Wärterinnen Si und Liu zogen mich aus dem Krankenwagen heraus und schleiften mich auf dem Boden, jede an einer Handschelle an meinen Handgelenken. Die Handschellen schnitten mir ins Fleisch und verursachten quälende Schmerzen. Sie schleiften mich zum Fahrstuhl und als wir im 2. Stock ankamen, schleiften sie mich zum Arzt.

Eine Wärterin sagte zu mir: „Du musst für alle medizinischen Kosten aufkommen, einschließlich Krankenhausbehandlung und Zwangsernährung.“ Ich erwiderte: „Ich wollte nicht hierherkommen, ihr habt mich hierher gebracht. Ich bin nicht krank, sondern ihr misshandelt mich. Ich werde keinen Cent bezahlen. Eines Tages werdet ihr mich auch für meine seelischen und körperlichen Leiden entschädigen müssen.“

Ich wog 80 Kg, als ich das erste Mal in das Zwangsarbeitslager gebracht wurde, doch als sie mich freiließen wog ich weniger als 35 Kg. Zwei meiner Zähne waren locker und viele meiner Haare waren herausgerissen worden. Ich war äußerst schwach und meine Arme und Hände waren entstellt, weil ich lange Zeiten gefesselt worden war.

Ich wurde auf diese Weise misshandelt, nur weil ich an meinem Glauben festhielt und mich weigerte, der chinesischen kommunistischen Partei nachzugeben.

  • Veröffentlicht am:
  • 22.01.2014