Symposium über den Organraub in China in der israelischen Knesset

(Minghui.org) Am Mittwoch, dem 24. April 2013, wurde im israelischen Parlament (die Knesset) ein Symposium über „Die Verantwortung des Staates Israel bezüglich des Organraubes an politischen Gefangenen in China“ abgehalten.

Auf dem Symposium wurde der Dokumentarfilm „Freies China: Der Mut zu Glauben (Gewinner von fünf Auszeichnungen bei internationalen Filmfestivals) gezeigt sowie die Zeugenaussage von Herrn Lizhi He, einem Falun Gong-Praktizierenden und ehemaligen politischen Gefangenen in China, gehört. Herr He reiste speziell wegen dieses Symposiums aus seiner gegenwärtigen Heimat Kanada an.


Herr Lizhi He sagt über die unmenschliche Folter in China aus

Trotz voller Terminkalender nahmen zehn Mitglieder der Knesset an diesem Symposium teil sowie Knesset-Personal und Zuschauer. Ebenso anwesend waren ein national ausstrahlendes wöchentliches TV-Programm und andere Medien. Knesset-Mitglied Feiglin und Herr He wurden von einem sehr populären Radioprogramm interviewt.


Das Symposium wurde von dem wöchentlich und national ausstrahlenden TV-Programm „Ro’im Olam“ aufgezeichnet

Sich gegen die Verfolgung von Falun Gong aussprechen

Die Initiative, dieses Symposium in der Knesset zu veranstalten, ging von Mosshe Feiglin aus, neugewähltes Knesset-Mitglied (KM) und gleichzeitig stellvertretender Vorsitzender der Knesset. Herr Feiglin hatte in den letzten Jahren wiederholt seine Stimme gegen die Verfolgung von Falun Gong erhoben und sich öffentlich über die Verbrechen gegen die Menschlichkeit durch die chinesischen Behörden geäußert.

In seiner Eröffnungsrede sagte Herr Feiglin, dass er unter Druck gesetzt wurde, um das Symposium abzusagen, und andere Mitglieder der Knesset ebenso unter Druck gesetzt worden seien, damit diese nicht an dem Symposium teilnehmen. Des Weiteren bemerkte er, dass viele Mitglieder der Knesset, die nicht bei diesem Symposium anwesend sind, dennoch mit diesem Thema sympathisieren.

Herr Feiglin bemerkte: „Sie können Argumente haben, aber es gibt eine rote Linie, die sehr leicht gefunden werden kann, und über dieser Linie hinaus kann es keinerlei Rechtfertigungen bzw. Argumente mehr geben. Die Gräueltaten des gewalttätigen Organraubs – das Stehlen menschlicher Organe – ist unfassbar und geschieht jetzt in unserer Welt, weil die Welt nicht ihre Stimme laut genug dagegen erhebt – sie ist viel zu ruhig. Aber jetzt, wo die Welt erwacht und alle Parlamente ihre Stimmen erheben, wird es nicht mehr möglich sein, dass das israelische Parlament sich schweigend verhält.“

Ein Opfer sagt aus

Herr Feiglin stellte Herrn Lizhi He (49) vor, ein Opfer der Einkerkerung und Folter, der eigens aus Kanada gekommen war, um an diesem Symposium teilzunehmen. Herr He wurde mit Hilfe der kanadischen Behörden aus China errettet. 1280 Tage (dreieinhalb Jahre) ungesetzliche Einkerkerung und mentale sowie körperliche Folter hätten fast sein Leben gekostet.

Herr He wurde monatelang gezwungen, völlig bewegungslos in einer festgelegten Position auf einem harten Brett zu sitzen; im Winter längere Zeit völlig nackt in Eiswasser eingetaucht; immer wieder daran gehindert, zu schlafen bzw. die Toilette zu benutzen; mit elektrischen Schlagstöcken elektrisiert und gezwungen, verleumdende Literatur über Falun Gong zu lesen. In einem Winter wurde er gezwungen, bei extrem kaltem Wind zu rennen, zu hüpfen und Liegestütze zu machen. Es war so kalt, dass der austretende Schweiß seines Körpers sofort zu Eis gefror. Anschließend musste er für lange Zeit aufrecht stehenbleiben.

Die Folter und das daraus folgende Monate lang anhaltende hohe Fieber griff Herrn Hes Lungen an. Er hustete Blut, hatte Atembeschwerden und bekam darüber hinaus schwere Nierenprobleme, wodurch in seinem Urin Blut auftrat. Er befand sich am Rande des Todes, wurde dennoch gezwungen, viele Stunden täglich und mehrere Monate lang einen Graben auszuheben und Steine zu schleppen.


Von links nach rechts: der Überlebende der Folter Lizhi He, stellvertretender orsitzender der Knesset (KM) Feiglin und der Vorsitzende des israelischen Falun Gong-Informationszentrums Herr Bar-illan

„Nie mehr wieder“

Die Zeugenaussage dieses gütigen Mannes verursachte ein düsteres Bild. Herr He schloss seine Aussage mit den Worten: „Die Menschen in Israel erinnern sich noch intensiv an das Leiden durch den Holocaust und sind sich meiner Meinung nach über die Folgen für die Opfer bewusst, wenn die Wahrheit und die Tatsachen eines Völkermordes auf blinde Augen und taube Ohren stoßen. ‚Nie mehr wieder‘ ist unser Versprechen gegenüber der gesamten Menschheit und ebenso ein Schwur, der von Gott gehört worden ist. Die Verfolgung von Falun Gong muss enden! Die Verbrechen des Organraubs müssen enden! Wir müssen den Übeltätern sagen: ‚Es reicht!‘ Ihre Worte werden Leben retten; Ihre Handlungen werden von Gott gesegnet sein. Ich danke Ihnen.“

„Die Stärke einer Nation wird an ihren moralischen Werten gemessen“

Ein angesehener Gast unterstützte die Sache: Natan (Anatoli) Sharansky, Vorsitzender der Jewish Agency for Israel. Er selbst war in der Sowjetunion ein politischer Häftling und wurde aufgrund massiver weltweiter Unterstützung gerettet. Herr Sharansky sprach über seinen Glauben: „Israel hat als Nation der Welt eine moralische Botschaft zu vermitteln. Die Stärke einer Nation wird an ihren moralischen Werten gemessen. Eine Nation kann stark erscheinen, doch wenn sie ihre Moral verliert, wird sie zwangsläufig schwach werden.“ Darüber hinaus erzählte er dem Forum, dass er sich vor Jahren als Wirtschaftsminister mit seinem chinesischen Amtskollegen getroffen hatte und diesem in dem Versuch, das Thema der Menschenrechte auf den Tisch zu bringen, erzählte, dass er ein politischer Häftling gewesen war. Dies löste für alle Teilnehmer des Treffens offensichtliches Entsetzen aus.


Natan (Anatoli) Sharansky Vorsitzender der Jewish Agency for Israel und selbst politischer Häftling in der Sowjetunion, kam zur Unterstützung des Forums

Langfristige rabbinische Unterstützung

Seit Jahren zeigen viele Rabbis in Israel aktiv ihre Unterstützung. Rabbi Meir Halevi, vom wiederbelebten alten Jewish Rabbinical Council „Sanhedrin“ fragte: „Warum verfolgen sie (das chinesische Regime) diese Menschen? Weil diese Menschen drei Prinzipien haben: Wahrhaftigkeit, Barmherzigkeit und Nachsicht. Diejenigen, die Wahrhaftigkeit verfolgen, zeigen, dass sie die Lügen unterstützen; diejenigen, die Barmherzigkeit verfolgen, zeigen, dass sie das Böse unterstützen; und diejenigen, die Nachsicht verfolgen, zeigen, dass sie definitiv nicht nachsichtig sind.“ Der neue „Sanhedrin“ begann vor einigen Jahren seine Aktivität und wählte als ersten Fall die Verfolgung von Falun Gong.*

Rabbi Uri Sharki sagte, dass es von höchster Bedeutung sei, dieses Thema in das jüdische Volksparlament zu bringen. Rabbi Elyakim Levanon stimmte dem zu und sagte zu dem Opfer: „Sie haben Glauben, wir haben Glauben – der Glaube wird siegen.“

„Menschen für ihren Glauben zu misshandeln, muss aufhören“

Die Organisatoren veröffentlichten einen Beschluss, in dem Folgendes steht: „Wir, die Teilnehmer dieses Symposiums, fordern, dass die chinesische Regierung die Praktik des Organraubes beendet; das ‚Abbild Gottes‘ [des Menschen], was uns allen gemeinsam ist, respektiert; und mit der Verfolgung und Misshandlung von Menschen aufgrund deren Glauben aufhört. Die Liberale Lobby der Knesset wird diese schwerwiegenden Menschenrechtsverletzungen in China weiter verfolgen und auf ihren moralischen Forderungen bestehen bleiben.“

Das Symposium war das erste Thema, das von der kürzlich etablierten Liberalen Lobby veranstaltet worden war, und wurde von dem israelischen Zweig von New Tang Dynasty Television mitveranstaltet.

* Israeli Rabbinical Council Finds Chinese Regime Liable for Falun Gong Deaths:
http://www.faluninfo.net/article/750/Israeli-Rabbinical-Council-Finds-Chinese-Regime-Liable-for-Falun-Gong-Deaths/

  • Veröffentlicht am:
  • 03.05.2013
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