Organbeschaffungskette in China basiert auf Vernichtung von Menschen – neuer Bericht im National Press Club veröffentlicht

27. Juni 2016 | Von den Minghui-Korrespondenten He Yu und Mu Wenqing

(Minghui.org) Drei internationale Ermittler haben am 22. Juni 2016 im Washingtoner National Press Club einen tiefgehenden aktualisierten Bericht vorgestellt, bei dem es um die Ermordung von Gewissensgefangenen zum Zweck der Organplünderung in China geht.

Ihre umfassenden Ermittlungen – gestützt auf Medienberichten, medizinischen Fachzeitschriften, Websites von Krankenhäusern und Web-Archiven – sind zu dem Ergebnis gekommen, dass die Zahl der Transplantationen in China und die Zahl der Opfer viel höher ist, als bisher geschätzt wurde. David Kilgour, ehemaliger kanadischer Staatssekretär für den asiatisch-pazifischen Raum, und der Menschenrechtsanwalt David Matas veröffentlichten im Jahr 2009 das Buch Bloody Harvest: Organ Harvesting of Falun Gong Practitioners in China, um den Organraub an lebenden Falun Gong-Praktizierenden in China zu beleuchten.

Millionen Praktizierende sind wegen ihres Glaubens inhaftiert worden.

Der preisgekrönte China-Analytiker und Enthüllungsjournalist Ethan Gutmann veröffentlichte nach seinen unabhängigen Ermittlungen im Jahr 2014 The Slaughter: Mass Killings, Organ Harvesting, and China’s Secret Solution to Its Dissident Problem (Deutsche Version: The Slaughter: Massenmorde, Organraub und Chinas geheime Lösung seines Dissidentenproblems).

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David Kilgour, ehemaliger kanadischer Staatssekretär für den asiatisch-pazifischen Raum, leitet die Pressekonferenz am 22. Juni im National Press Club, in der der neue Bericht vorgestellt wird.

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Der Menschenrechtsanwalt David Matas hat im Jahr 2009 zusammen mit David Kilgour „Bloody Harvest: Organ Harvesting of Falun Gong Practitioners in China“ veröffentlicht.

Erst wenige Tage vor der Veröffentlichung dieses Berichts und der Pressekonferenz hatte das Repräsentantenhaus der Vereinigten Staaten am 13. Juni 2016 einstimmig die Haus Resolution Nr. 343 zur Verurteilung der gewaltsamen Organentnahmen an Falun Gong- Praktizierenden und anderen Gewissensgefangenen sowie ethnischen Minderheitsgruppen in China verabschiedet.

„China hat wohl einige der grauenvollsten und ungeheuerlichsten Menschenrechtsverletzungen gegen die gefangene Falun Gong-Praktizierende und andere politische Gefangene begangen und dabei für diesen Missbrauch kaum Kritik, geschweige denn Sanktionen, einstecken müssen“, betonte die Abgeordnete Ileana Ros-Lehtinen (Republikaner, Florida), die die Resolution im Juni 2015 initiiert hatte. Sie erklärte, dass die Verfolgung und der Organraub „umfassend bekämpft und bedingungslos gestoppt werden“ müssen.

Gründliche Ermittlungen

Dieser neue 800 Seiten umfassende Bericht (download unter http://www.endorganpillaging.org) liefert eine detaillierte Aktualisierung der Ermittlungsarbeit der drei Autoren im letzten Jahrzehnt. Mit über 2.300 Nachweisen beinhaltet der Bericht umfangreiche Informationen, die aus Medienberichten, Werbematerial in China, medizinischen Fachzeitschriften und Websites von Krankenhäusern zusammengetragen wurden.

Weil viele Websites, die Bezug auf die chinesischen Transplantationen nehmen, entweder gelöscht oder modifiziert worden waren, nachdem der Organraub 2006 ans Tageslicht kam, hat sich der Bericht auch eingehend mit Informationen befasst, die sich in Website-Archiven befinden. Außerdem prüften die Ermittler die Zahl der Transplantationen, die Bettenkapazitäten der Krankenhäuser, die Ausbildung des medizinischen Personals und die Regierungsstrategien und Finanzierungen.

Organtransplantationen auf Bestellung

In den meisten Ländern müssen die Patienten jahrelang auf eine Nieren- oder Lebertransplantation warten. In China werden jedoch viele passende Organe innerhalb von Wochen – ja sogar Tagen – gefunden. Dazu gehören tausende Notfalltransplantationen von Lebern für Patienten, die ein neues Organ innerhalb von 72 Stunden benötigen. Einige Krankenhäuer boten sogar Garantien, dass sie innerhalb von zwei Wochen einen Leber- oder Nierenspender finden.

In Werbematerial oder auf Websites von chinesischen Krankenhäusern wurde behauptet, dass Spender jederzeit zu haben seien für Patienten, die Organe benötigen würden. Im Falle einer Abstoßung des Organs waren einige Krankenhäuser sogar in der Lage, für einen Patienten mehrere Organe ausfindig zu machen.

Darüber hinaus listeten die Krankenhäuser online ihre Gebühren für Organtransplantationen auf. Einige boten Zusatzleistungen an, um ausländische Patienten (Transplantationstouristen) anzulocken. Den ausländischen Patienten wurden hunderttausende oder sogar Millionen von US-Dollar für Organtransplantationen in Rechnung gestellt. Die Wartezeiten waren im Allgemeinen kurz, bei vielen betrug sie nur einige Wochen nach ihrer Bestellung.

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Ethan Gutmann, preisgekrönter China-Analytiker und Enthüllungsjournalist, präsentiert Updates zum Organraub in China.

Große Zahl an Organtransplantationen – wenige Spender

Ein weiteres Phänomen stellte für die Ermittler die riesige Zahl an Organtransplantationen in China dar. Laut den Websites der Krankenhäuser, der Sachkenntnis von Ärzten und den Medienberichten führten einige medizinische Teams Organtransplantationen nacheinander durch, wobei es kaum Pausen gab. Bei einigen Transplantationszentren betrug die Bettenauslastung regelmäßig über 100 Prozent. Als neue Gebäude errichtet wurden, die Einrichtungen erweitert wurden und Betten hinzukamen, gab der Organtransplantationschef Huang Jiefu 2015 seinen Plan bekannt, Transplantationslizenzen an weitere Krankenhäuser zu vergeben, also von 169 auf 300 aufzustocken.

Weil nach chinesischer Tradition der Körper nach dem Tod als Ganzes erhalten bleiben soll und es außerdem an einem effektiven Spendersystem mangelt, sind freiwillige Organspenden in China sehr selten. Die große Anzahl Organe, die innerhalb kurzer Zeit ausfindig gemacht wurden, warfen Fragen nach den Quellen auf. Die von offizieller chinesischer Seite angegebenen Quellen – exekutierte Gefangene (vor 2015) und freiwillige Spender – konnten nur für einen Bruchteil der Transplantationszahlen geltend gemacht werden.

Als der Organraub im Jahr 2006 zum ersten Mal internationale Beachtung fand, modifizierten bzw. löschten chinesische Institutionen eiligst ihre Angaben in Bezug auf Organtransplantationen. Obwohl Chinas offizielle Zahl an Transplantationen zirka 10.000 pro Jahr beträgt, könnte diese Zahl leicht von wenigen Krankenhäusern übertroffen werden. 2007 beantragten über 1.000 Krankenhäuser vom Gesundheitsministerium Zulassungen zu Organtransplantationen und gaben an, dass sie auf jeden Fall die geforderte Mindestanzahl an Transplantationsbetten hätten.

Auf der Grundlage der vom Ministerium als Minimum geforderten Kapazität könnten die 146 Krankenhäuser, die Zulassungen für Nieren- und Lebertransplantationen bekommen haben, seit dem Jahr 2000 mindestens eine Million Transplantationen durchgeführt haben. In Wirklichkeit operieren alle diese Einrichtungen weit über der Minimumkapazität hinaus. Außerdem führen auch viele Einrichtungen, die keine Zulassung des Ministeriums haben, Organtransplantationen bedarfsgerecht durch.

Staatsverbrechen

Als die Nachrichtenmedien 2006 den Organraub in China aufgedeckt hatten, wurde diese Praktik nachweislich fortgesetzt, wenngleich mehr im Geheimen. Wegen „Problemen mit den Organquellen“, wie ein bekannter Transplantationsarzt erklärte, werden die Transplantationszahlen oft weniger gemeldet und sind kaum dokumentiert. Eine Ermittlung der genauen Zahlen erweist sich daher als sehr schwierig.

Der Bericht befasst sich auch damit, inwieweit das Militär, die kommunistische Partei und Regierungsorganisationen am Organraub von Gefangenen aus Gewissengründen beteiligt sind, dazu gehören das Verschwinden von Falun Gong-Praktizierenden und erzwungene medizinische Tests an Falun Gong-Praktizierenden in staatlichem Gewahrsam.

Von Patientenquellen zu Anmeldeinformationen der Krankenhäuser, Kapazitäten, Personalqualifikationen und Finanzierung erfasst der Bericht detaillierte Informationen in Verbindung mit Zeugenaussagen, um ein Netzwerk einer systematischen Organbeschaffungskette zu errichten – eines profitgesteuerten, staatlich geförderten Verbrechens.

Die Tragödie endet nicht mit dem Organraub und den Organtransplantationen. Bei vielen der Ausstellungen von plastinierten Körpern, die weltweit gezeigt werden, ist die Quelle der Körper – die meisten von ihnen kommen aus China – ein Rätsel. Immer mehr Hinweise führen zu den inhaftierten Falun Gong-Praktizierenden ( http://en.minghui.org/html/articles/2015/2/28/149137p.html ) und viele von ihnen werden in dem Bericht besprochen.

Englische Version vorhanden
http://en.minghui.org/html/articles/2016/6/24/157546.html

Chinesische Version vorhanden
中共强摘器官最新调查报告华府发布

Rubrik: Weltweite Nachrichten und andere Veranstaltungen

Voice of America: Resolution zur Beendigung des Organhandels im US-Repräsentantenhaus führt Falun Gong-Praktizierende an

27. April 2016

(Minghui.org) Die Resolution H.R. 3694, das „Gesetz zur BEENDIGUNG des Organhandels“, war laut eines Berichts in Voice of America (VOA) vom 22. April 2016 eine der Resolutionen, die der Ausschuss für Auslandsangelegenheiten im US-Repräsentantenhaus am Tag zuvor verabschiedet hatte.

Es folgen Äußerungen von Journalisten und Ermittlern zu dieser Resolution, die am 6. Oktober 2015 vor den Ausschuss eingebracht worden war. Nach ihrer Verabschiedung wird sie nun allen Mitgliedern des US-Repräsentantenhauses zur Abstimmung vorgelegt.

Ed Royce, der Vorsitzende des Ausschusses für Auslandsangelegenheiten im US-Repräsentantenhaus, erklärt, dass der Organhandel in über 20 Nationen existiere. Kriminelle und terroristische Organisationen seien auf diesem ungefähr eine Milliarde Dollar umfassenden Schwarzmarkt aktiv tätig.

Der Abgeordnete Dave Trott merkt an, dass der Organhandel ein schwerwiegendes Verbrechen sei. Es existiere schon seit langer Zeit. Die Vereinigten Staaten hätten jedoch nicht rechtzeitig eine Politik oder Gesetze geschaffen, um dagegen anzukämpfen.

Ein Satz in der Resolution lautet: „Nach Schätzungen der Weltgesundheitsorganisation (WHO) werden nahezu zehn Prozent aller transplantierten Nieren weltweit rechtswidrig bezogen, ob von schutzlosen, verarmten Personen oder von Gefangenen.“ Ferner wird in der Resolution darauf hingewiesen, dass wohl Falun Gong-Praktizierende Opfer des Organraubs in China seien.

Dazu erklärt der Abgeordnete Trott, dass Falun Gong seit vielen Jahren in China verfolgt werde.

Der Forscher und Journalist Ethan Gutmann schätzt, dass „in der Zeit von 2000 bis 2008 ungefähr 65.000 Falun Gong-Anhänger um ihrer Organe willen getötet wurden. Auch eine Anzahl anderer religiöser und ethnischer Minderheiten war aller Wahrscheinlichkeit nach Zielgruppe.“

Der Abgeordnete Dave Trott fordert daher eindringlich von der US-Regierung, etwas gegen diesen Organhandel zu unternehmen. Er sagt, dass die US-Regierung bei den Bemühungen, dieses offenkundige Verbrechen zu beenden, die Führung übernehmen solle. Sie solle denen beistehen, die in der Welt am verletzlichsten seien.

Englische Version vorhanden
http://en.minghui.org/html/articles/2016/4/23/156397.html

Chinesische Version vorhanden
美国之音 美国会法案指中共可能摘取法轮功人士器官

Rubrik: Medienberichte

4.600 Bewohner von Tangshan unterschrieben die Petition zur Verurteilung des Organraubs

13. Juli 2015 | Von einem Minghui-Korrespondenten in Tangshan, China

(Minghui.org) In der chinesischen Stadt Tangshan unterzeichneten im Jahr 2014 mehr als 4.600 Bewohner eine Petition, in der sie die Kommunistische Partei Chinas (KPCh) aufforderten, den Organraub an Falun Dafa-Praktizierenden aus Profitgründen zu beenden.

Laut Dr. Torsten Trey, dem verantwortlichen Direktor der DAFOH (Doctors Against Forced Organ Harvesting), sind in den letzten 15 Jahren mehr als 130.000 Häftlinge in China wegen ihrer Organe getötet worden. Die überwiegende Mehrheit dieser Häftlinge waren Falun Dafa-Praktizierende, schuldig wegen nichts anderem, als sich zu weigern, ihren Glauben aufzugeben.

Im Folgenden sind einige Kommentare von Personen, die die Petition unterschrieben haben.

„Falun Dafa ist gut!“, sagte eine Frau zu einem Falun Dafa-Praktizierenden, als sie die Petition unterschrieb und daneben (wie in China üblich) ihren Fingerabdruck setzte. Ihr Ehemann, der ebenfalls unterzeichnete, fragte: „Warum wurde das kommunistische Regime noch nicht verurteilt? Wenn es erst einmal weg vom Fenster ist, werdet ihr alle frei praktizieren können.“

Bei einer anderen Gelegenheit seufzte eine Dame: „Falun Dafa hilft den Menschen, wieder einen Sinn für die Moral zu erlangen. Warum in aller Welt erlaubt die KPCh den Leuten nicht, es zu praktizieren?“

Als ein Praktizierender mit mehreren Arbeitern über die Petition sprach, sagte einer von ihnen: „Geben Sie es her, ich werde es unterzeichnen. Ich habe keine Angst vor der KPCh. Sie sollte schon längst zusammengebrochen sein.“ Er ermutigt auch seine Mitarbeiter, ihre Neun Kommentare über die Kommunistische Partei weiterhin zu lesen.

Ein Bauer rief einmal aus: „Ich werde es auf jeden Fall unterschreiben! Warum sollte ich nicht? Das ist eine Petition, die Leben rettet.“

Eine Dame, die nicht nur selbst unterzeichnete, sondern ihrer ganzen Familie riet, auch zu unterschreiben, sagte: „Falun Dafa-Praktizierende sind freundliche Menschen und können mit jedem auskommen. Sie stellen für uns Amulette und Kalender auf eigene Kosten her. Sie sind so nette Leute – genau die Art von Menschen, die unsere Gesellschaft braucht.“

Ein Student, der unterschrieb, meinte: „Ich gebe meine Unterstützung um der Gerechtigkeit willen.“

Ein älterer Herr lobte die Falun Dafa-Praktizierende, die die Unterschriften sammelte, mit den Worten: „Sie machen einen tollen Job! Verbreiten Sie die Nachrichten an noch mehr Menschen!“

Englische Version vorhanden
http://en.minghui.org/html/articles/2015/7/11/151483.html

Chinesische Version vorhanden
唐山市民支持法轮功的心声

Rubrik: Menschen erkennen die Wahrheit

Untersuchung hinsichtlich des Organraubs in Tianjin (Foto)

Von einem Minghui-Korrespondenten in Tianjin, China

(Minghui.org) Regierungsorganisationen und Einzelpersonen haben den Organraub von lebenden Falun Gong-Praktizierenden in China verurteilt und fordern eine gründliche Untersuchung dieser „beispiellosen Form des Bösen auf diesem Planeten.“

Die Kombination aus kurzen Wartezeiten von weniger als zwei Wochen für ein passendes Organ in China; der Mangel an Organspendern aus kulturellen Gründen; eine große Anzahl vermisster Falun Gong-Praktizierender; und die sich überlappende Zeitlinie der Verfolgung von Falun Gong und dem starken Anstieg der in China durchgeführten Organtransplantationen; deuten auf die einzige mögliche Erklärung hin: In China existiert ein riesiger Pool von lebenden Organen und Falun Gong-Praktizierende werden nach Bedarf wegen ihrer Organe getötet.

Das Orientalische Organtransplantationszentrum im Bezirk Nankai, der Stadt Tianjin, wird in mehreren unabhängigen Untersuchungsquellen als eine medizinische Einrichtung aufgeführt, die direkt am Organraub von lebenden Falun Gong-Praktizierenden beteiligt ist.

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Ein 2006 aufgenommener Screenshot der Homepage des Orientalischen Organtransplantationszentrums in Tianjin. Die markierten chinesischen Texte besagen: „Die durchschnittliche Wartezeit für eine Leber beträgt zwei Wochen.“

Informanten stellten 2013 weitere Anhaltspunkte für die Untersuchung hinsichtlich solcher Verbrechen in Tianjin zur Verfügung:

Hinweis 1: Der Organraub geht weiter

Eine Freundin in Tianjin enthüllte im September 2013 ein neues Transplantationsgeschäft des Orientalischen Organtransplantationszentrums.

Einer ihrer Angehörigen litt an einer Nierenerkrankung. Das Orientalische Organtransplantationszentrum schlug eine Nierentransplantation vor und fand innerhalb einer Woche eine passende Niere.

Der Familie des Patienten wurde gesagt, sie solle 560.000 Yuan anzahlen; sie bekamen jedoch keine Quittung dafür. Die Zahlung schloss die Kosten für die Operation, den Krankenhausaufenthalt und die Medikamente nicht ein.

Die Familie des Patienten verkaufte ihre Appartementwohnung und gab ihre gesamten Ersparnisse her, um die Zahlungen zu tätigen. Dann verlangte das Krankenhaus noch eine vertragliche Vereinbarung, den Vorgang vertraulich zu behandeln.

Hinweis 2: Ein Zug voll mit Praktizierenden – Bestimmungsort: Sujiatun

Ein Soldat in Dandong, Provinz Liaoning, erinnerte sich an einen Massentransfer von Falun Gong-Praktizierenden von Tianjin in den Bezirk Sujiatun, der Stadt Shenyang: „Es war ein sehr kalter Tag im Dezember 2000. Unsere Einheit wurde gegen 13:00 Uhr unerwartet zu einer dringenden Mission abkommandiert. In voller Ausrüstung umstellten wir die Bahnstation Dandong.“

„Wir hatten den Befehl, den Zug zu begleiten. Jeder Waggon bekam zwei Soldaten zugeteilt. Als wir in den Zug einstiegen, waren wir geschockt über das, was wir sahen: Der Zug war voll mit Falun Gong-Praktizierenden. Es waren Männer und Frauen, Junge und Alte. Man sagte uns, dass sie inhaftiert worden seien, weil sie in Peking waren, um für das Recht, Falun Gong zu praktizieren, appelliert hatten. Sie hatten Handschellen an den Handgelenken und waren an Metallstangen an der Decke des Waggons festgemacht, wie Hühner in chinesischen Feinkostläden.“

„Ich kann mich nicht erinnern, wie lange wir gefahren waren, schließlich erreichten wir den Bestimmungsort im Bezirk Sujiatun, der Stadt Shenyang, Provinz Liaoning [dieser Ort wurde von zwei Informanten angegeben und 2006 zum ersten Mal als Tatort der Gräueltaten des Organraubs in den Nachrichten veröffentlicht].“

Hinweis 3: Zwei Nierentransplantationen innerhalb kurzer Zeit

Ein Falun Gong-Praktizierender schickte im April 2013 einen Untersuchungshinweis an die Minghui.org: „Einer meiner Verwandten bat mich im Januar 2006, ich solle mich über eine Lebertransplantation im Orientalischen Organtransplantationszentrum in Tianjin erkundigen. Ich ging dorthin und hörte zufällig eine Unterhaltung zwischen einem Arzt und dem Familienangehörigen eines Patienten.

Der Arzt sagte: „Er [der Patient] hat großes Glück, dass innerhalb von drei Tagen nach seiner Einweisung ins Krankenhaus eine passende Leber gefunden wurde. Obwohl es mit dieser speziellen Leber nicht geklappt hat, ist eine weitere passende Leber für eine zweite Operation verfügbar. Wir können nichts garantieren, aber die Chancen stehen gut, dass es klappen wird.“

Hinweis 4: „In diesen Jahren gibt es viele gute Nieren.“

Ein Reporter kennt einen hochrangigen Regierungsbeamten, der 2004 zwei Nierentransplantationen in Tianjin hatte. Die erste Operation schlug fehl, aber die zweite war erfolgreich. Heute ist dieser Beamte bei bester Gesundheit.

Der Reporter schrieb im September 2013 an die Minghui.org: „Die Frau dieses Beamten erzählte mir beim Abendessen vor vier Jahren Einzelheiten über die Organtransplantation. Der Arzt sagte ihr, dass seine Niere [die zweite] von einer lebenden, sehr gesunden Person stammte. Der Arzt sagte auch, dass es in diesen Jahren viele Nieren aus guten Quellen gibt.“

Hinweis 5: Massenhafte Bluttests im Gefängnis Tianjin Binhai

Ein Falun Gong-Praktizierender, der im Gefängnis Tianjin Binhai inhaftiert war, erzählte: „2004 kam einmal ein großer medizinischer Bus in den Gefängnishof gefahren. Alle Falun Gong-Praktizierenden mussten ihre Hemden auszuziehen. Sie machten Röntgenaufnahmen und nahmen uns Blut ab.“

Hinweis 6: Eine zweite passende Leber innerhalb von 21 Stunden

Eine Person wurde 2007 von seiner Firma beauftragt, sich um einen Kollegen zu kümmern, der im Orientalischen Organtransplantationszentrum eine Lebertransplantation erhalten hatte, mit der Anmerkung, dass die Operation des Kollegen eine von drei für diesen Tag vorgesehene Operationen war.

Dr. Shen Zhongyang, Direktor des Orientalischen Organtransplantationszentrums und Direktor des Instituts für Lebertransplantationen im allgemeinen Krankenhaus der bewaffneten Polizei war der Chefchirurg.

Die erste Operation scheiterte, aber innerhalb von 24 Stunden war eine neue Leber verfügbar. Dr. Shen führte für den Kollegen die zweite Lebertransplantation durch, die sein Leben um weitere sechs Monate verlängerte.

  • Veröffentlicht am:
  • 16.03.2014

Detroit, Michigan: Weitverbreitete öffentliche Unterstützung zur Beendigung des Organraubs in China (Fotos)

Von einem Falun Gong-Praktizierenden in Michigan, USA

(Minghui.org) Die „Woodward Dream Cruise“ in Detroit in Michigan ist die größte Oldtimer-Veranstaltung in den Vereinigten Staaten. Ungefähr 50.000 Oldtimer-Autos rollten am 17. August 2013 vor 1.3 Millionen Zuschauern gemächlich die 17 Meilen lange Woodward Avenue hinab.

Falun Gong-Praktizierende aus Michigan nutzten diese Gelegenheit, die Menschen für die grauenvollen Verbrechen des kommunistischen chinesischen Regimes gegen die Menschlichkeit, vor allem für den Organraub an politischen Gefangenen zu sensibilisieren.

Tausende Falun Gong-Praktizierende in China wurden wegen ihrer Organe getötet, die dann zu Transplantationszwecken verkauft wurden und dem kommunistischen Regime Gewinne einbrachten. Augenzeugen zufolge wurden einigen die Organe entnommen, als sie noch am Leben waren.

Die Praktizierenden in gelben T-Shirts standen an den Hauptkreuzungen und Fußgängerwegen der Woodward Avenue, um Unterschriften auf einer Petition zur Beendigung des Organraubs in China zu sammeln.

Viele Menschen waren von der Brutalität dieses Verbrechens geschockt und unterzeichneten gerne diese Petition, um ihre Unterstützung für die Bemühungen der Praktizierenden auszudrücken.


Falun Gong-Praktizierende sammelten in Detroit, Michigan, Unterschriften unter eine Petition zur Beendigung des Organraubs in China

Was Sie machen, ist beachtenswert!

„Das ist grauenvoll!“, konnte man an diesem Tag viele Male hören, wenn die Menschen von der Praktik des Organraubs erfuhren und das kommunistische chinesische Regime deswegen verurteilten.

Viele bedankten sich bei den Falun Gong-Praktizierenden für ihren Einsatz, um diese Angelegenheit bekannt zu machen und einige ergriffen die Initiative, um Familienmitglieder und Freunde aufzufordern, auch die Petition zu unterschreiben.

Kathleen Williams arbeitet bei General Motors. Sie unterschrieb die Petition und lobte die Unterschriften-Aktion der Praktizierenden, die sie als mutig bezeichnete.

„Es ist abscheulich!“, bewertete eine andere Frau die Organraubverbrechen in China. Nachdem sie ihre Unterschrift unter die Petition gesetzt hatte, holte sie auch ihren Mann zum Unterschreiben.

Einige Frauen saßen am Straßenrand und bewunderten die Oldtimer-Parade, als ein Falun Gong-Praktizierender hinging und sie fragte, ob sie die Petition unterzeichnen möchten. Als sie die Fakten erfuhren, rief eine der Frauen sofort: „Ich unterschreibe natürlich, das ist schrecklich! Wir müssen diesem Verbrechen Einhalt gebieten!“ Sie nahm das Blatt von dem Praktizierenden und unterschrieb rasch mit Namen und Adresse.

Fünf von ihren Begleiterinnen unterschrieben auch die Petition. Die Dame zeigte mit ihren Daumen nach oben und lobte die Praktizierenden: „Was Sie machen, ist beachtenswert!“

Die Menschen unterstützen die unermüdlichen Anstrengungen der Praktizierenden

Ein junger Mann ging auf einen Praktizierenden zu, um die Petition zu unterschreiben. Er sagte, dass er aus Toronto in Kanada sei und seit Jahren Falun Gong-Praktizierende vor dem chinesischen Konsulat in Toronto sehen würde, die friedliche Proteste abhalten. Er äußerte sich bewundernd und unterstützend für die unermüdlichen Anstrengungen der Praktizierenden, zur Beendigung der brutalen Verfolgung von Falun Gong durch das kommunistische chinesische Regime.

Ein Feuerwehrmann war sehr interessiert an Falun Gong. Er unterschrieb die Petition und stellte viele Fragen über den Organraub und die Verfolgung von Falun Gong in China. Er bekundete Interesse für das Lernen von Falun Gong und wollte weitere Informationen im Internet lesen.

„Detroit News“ veröffentlicht Brief einer Praktizierenden


„Detroit News“ veröffentlicht den Brief einer Falun Gong-Praktizierenden, der die Beendigung des Organraubs in China forderte

Die Falun Gong-Praktizierenden in Michigan beteiligten sich den ganzen Sommer über an öffentlichen Veranstaltungen, um Unterschriften für die Beendigung des Organraubs an lebenden Falun Gong-Praktizierenden in China zu sammeln. Die Ortsansässigen zeigten viel Unterstützung für ihre Bemühungen.

„Detroit News“, die zweitgrößte Tageszeitung von Michigan, veröffentlichte am 6. August 2013 einen Brief von Frau Zhang, einer örtlichen Falun Gong-Praktizierenden. Die Überschrift des Briefes lautete: „Helfen Sie uns zur Beendigung des Organraubs“.

In ihrem Schreiben forderte Frau Zhang die Leser auf, ihre Kongressabgeordneten zu kontaktieren und dringend aufzufordern, die Resolution Nr. 281 des Repräsentantenhauses zu unterstützen. Diese Resolution, die kürzlich beim US-Kongress eingebracht wurde, fordert von China die sofortige Beendigung des Organraubs an politischen Gefangenen, von denen die meisten Falun Gong-Praktizierende sind.

Die Resolution sei „ein wichtiger Schritt, um mitzuhelfen, dass diese Gräueltat beendet wird”, so Frau Zhang. Sie werde dazu beitragen, dass die Menschen in Bezug auf diese Angelegenheit „informierte Entscheidungen treffen und eine aufrichtige Haltung einnehmen“.

Ein Leser kommentierte diesen Artikel folgendermaßen: „Ich bin Absolvent der Universität Michigan. Ich stimme völlig zu und glaube, dass in nächster Zeit diese Sache [die Wahrheit über den gesetzwidrigen Organraub in China] in den Vereinigten Staaten verbreitet wird.“

Englische Version:
http://en.minghui.org/html/articles/2013/9/2/141799.html

Chinesische Version:
在全美最大汽车巡游上征签反迫害

Veröffentlicht am:
04.09.2013

Missouri, USA: Stadt St. Louis verabschiedet Resolution zur Verurteilung der Organraubverbrechen an Falun Gong-Praktizierenden

(Minghui.org)


Stadt St. Louis

Resolution

Falun Gong

Weil Falun Gong (Falun Dafa) eine traditionelle chinesische Selbstverbesserungspraxis auf der Grundlage der Prinzipien Wahrhaftigkeit, Barmherzigkeit, Nachsicht ist, die Millionen Menschen aller Altersgruppen und Schichten anzieht und in über 100 Ländern auf der ganzen Welt praktiziert wird; und

Weil Hunderttausende Falun Gong-Praktizierende wegen ihres Glaubens eingesperrt und gequält wurden, seitdem im Juli 1999 der damalige chinesische Präsident eine „Auslöschungskampagne“ gegen Falun Gong initiierte; und

Weil eine unabhängige Untersuchung des ehemaligen kanadischen Parlamentsmitglieds David Kilgour und des Menschenrechtsanwalt David Matas am 6. Juli zu dem Schluss kam, dass es „Organentnahmen an Falun Gong-Praktizierenden ohne deren Einwilligung in großem Umfang gab und noch heute gibt“; und

Weil es unsere Verantwortung als Menschen ist, das Bewusstsein zu schärfen, um diese grauenvollen Verbrechen gegen unsere Mitmenschen zu stoppen, koste es, was es wolle;

Daher sei beschlossen, dass der Stadtrat von St. Louis die Regierung der Vereinigten Staaten auffordert, die Verfolgung von Falun Gong und den Organraub an Falun Gong-Praktizierenden und anderen unfreiwilligen Spendern in China zu verurteilen.

Eingebracht am 9. Tag des Juli 2013 von:

Dem Abgeordneten Craig Schmid, Stadtrat für den 20. Stadtteil

Dem Abgeordneten Lewis E. Reed, Vorsitzender des Stadtrats.

Angenommen an diesem 12. Tag des Juli 2013, beglaubigt von:

[Unterschrift]

Craig Schmid

Förderer im Stadtrat

Lewis E. Reed

Präsident, Rat der Stadt

David W. Sweeney

Sekretär des Stadtrats

  • Veröffentlicht am:
  • 21.07.2013

Untersuchung: Ich wurde fast ein Opfer des Organraubs der KPCh

Von Song Jing

(Minghui.org) Zwischen den Jahren 2000 und 2002 wurde ich wegen des Praktizierens von Falun Dafa von der Kommunistischen Partei Chinas (KPCh) ein paarmal verhaftet. Ich kam 2001 in das Zwangsarbeitslager Nr. 2 für Frauen in Shandong, wo ich gezwungen wurde, mich einer Reihe von seltsamen „Gesundheitskontrollen“ zu unterziehen. Die Polizei fotografierte mich auch und drohte mir, mich in den „fernen Nordwesten“ zu senden. Ich wurde einige Male für diese ungewöhnlichen Gesundheitskontrollen ausgewählt. Dank der Rettungsmaßnahmen meiner Familienmitglieder und meiner festen Entschlossenheit, nicht mit den Übeltätern zu kooperieren, gaben die bösartigen Ärzte und Polizisten letztendlich auf und ich entkam einer Tötung für meine Organe.

1. „Lebenslänglich”

Als ich am 01. Mai 2000 auf dem Platz des Himmlischen Friedens (Tiananmen) die Falun Gong-Übungen praktizierte, wurde ich unrechtmäßig verhaftet. Sie übergaben mich dem Yantai Büro in Peking. Da meine Haushaltsregistrierung während der Verfolgung unterbrochen wurde, wusste der Polizist, der mich bewachen musste, nicht, was mit mir zu tun sei und telefonierte herum, um sich Rat zu holen. Eines Tages erhielt er einen Anruf. Als das Gespräch zu Ende war, sagte er zu mir: „Wir haben neueste Anweisungen von oben. Dieser Schub von Praktizierenden wird lebenslänglich eingesperrt werden.“ Ich erklärte ihm die Fakten und schließlich gab er mich frei.

2. Entsetzliche Gesundheitskontrolle

Am 04. November wurde ich erneut verhaftet und im Zwangsarbeitslager Nr. 2 für Frauen in Shandong in der Gemeinde Wangcun in Zibo (allgemein als „Wangcun Arbeitslager“ bekannt) untergebracht. Auf dem Weg dorthin kam ich in das Arbeitslager-Krankenhaus (Hospital 83). Ich wurde von der Polizei hereingetragen. Die Untersuchung war nicht wie eine normale, wobei man in der Regel Größe, Gewicht, Blutdruck usw. überprüfen würde. Sie machten nur zwei Dinge: Bluttest und Organuntersuchung. Ich wurde für eine Typ-B-Ultraschall-Überprüfung auf ein Bett gedrückt. Als ich es ablehnte, mir Blut abnehmen zu lassen, sagte ein Arzt mit finsterem Gesicht: „Wenn du nicht kooperierst, werde ich eine dickere Spritze verwenden, um dir mehr Blut abzunehmen.“ Ich widerstand mit all meiner Kraft und sie konnten mir kein Blut abziehen.

Nachdem ich in das Zwangsarbeitslager gebracht wurde, ging ich in einen Hungerstreik. Am siebten oder achten Tag meines Hungerstreiks holten mich die Wachen zu einer anderen Gesundheitskontrolle ab; sie sagten, dass sie bei der ersten Untersuchung in meinem Körper einige Symptome gefunden hätten. Ich wurde betrogen und dachte, es sei eine echte Überprüfung und erlaubte ihnen, Blutproben zu nehmen. Sie schienen sehr zufrieden mit den Testergebnissen zu sein. Als ich darum bat, einen Blick auf das Laborblatt werfen zu dürfen, sagten sie: „Das hat nichts mit dir zu tun.“ Später hörte ich von ihnen, dass es eine obligatorische Untersuchung sei, die jeder über sich ergehen lassen müsse, bevor er zum Arbeitslager zugelassen wird.

3. „Spezielles Gefängnis”

Ich litt viel im Winter 2001. Eines Tages kam Chen Suping, eine Teamleiterin, zu mir und sagte: „Du hast eine lange Zeit nicht geschlafen, aber du hast noch einen rosa Teint. Du musst es ziemlich satt haben, von diesen Menschen (Kollaborateure, die Dafa verraten und falsche Verständnisse entwickelt hatten) umgeben zu sein. Möchtest du, dass ich dich an einen Ort schicke, wo es niemanden gibt? Keiner wird dich dort stören.“ Ich antwortete: „In Ordnung. Wo ist dieser Ort?“ Sie lachte und sagte: „Du bist so naiv. Wenn du gehst, wirst du nie mehr wiederkommen. Wir haben Anweisungen von oben. Wenn du dich nicht umerziehen lässt, wirst du lebenslänglich eingesperrt werden.“ Ich erwiderte: „Man muss den Anforderungen entsprechen, um eingesperrt zu werden. Welches Gesetz wenden Sie an, um mich zu überführen?“ Sie antwortete: „Dieses Gefängnis braucht weder einen Prozess noch ein [legales] Verfahren. Wir können einfach Leute dorthin schicken.“

Später erzählte mir auch die Polizeibeamtin Li Qian von diesem „speziellen Gefängnis“; sie sagte, dass niemand dort sei und man werde nie in der Lage sein, wieder zurückzukommen und es bestünde keine Notwendigkeit für irgendwelche rechtlichen Verfahren. Was sie sagte, war ungefähr das Gleiche wie das, was Chen Suping mir früher erzählte.

Es gab eine Person in meiner Zelle, die Falun Gong verraten und ein falsches Verständnis entwickelt hatte. Sie ging oft ins Büro, um ihnen bei den Dingen zu helfen. Einmal sagte sie leise zu mir: „Du solltest besser vorsichtig sein. Sie haben eine Akte über dich angelegt. Es scheint, dass sie dich zu einem ganz besonderen Ort schicken wollen.“

4. „Anweisungen von oben”

Im August 2002 ging die Teamleiterin Chen Suping für eine durch das Justizministerium organisierte Ausbildung nach Peking. Nachdem sie zurück war, kam sie eines Tages in den Keller, wo ich eingesperrt war. Sie sagte, sie würde mich wegschicken und habe nun Anweisungen von oben, um Personen, die „jung und gut ausgebildet“ seien wie ich, in den entfernten Nordwesten zu senden, und dass sie eine Quote zu erfüllen habe.

Ein paar Tage später kam sie zurück in den Keller und sagte: „Ich habe darüber nachgedacht. Wenn ich dich wegschicke, wird deine Familie hinter mir her sein. Also würde ich dich besser nicht fortschicken.“ Danach erwähnte sie nie wieder den „fernen Nordwesten“ oder das „spezielle Gefängnis“.

Damals unternahmen meine Familienmitglieder große Anstrengungen, um mich herauszuholen. Sie kamen jeden Monat, um mich zu besuchen. Obwohl sie immer abgelehnt wurden, waren sie im nächsten Monat wieder da. Sie schrieben auch viele Appellbriefe.

5. Seltsame Zahl

Eines Tages im Winter 2002 versammelte uns plötzlich das Arbeitslager alle in einem Gebäude. Es sei sehr wichtig, aber sie würden uns nicht sagen warum.

Als wir in den Flur gingen, sahen wir Polizisten von außerhalb, und sie sahen alle sehr geheimnisvoll und kalt aus. Sie grüßten einander noch nicht einmal, und alle von ihnen hatten einen finsteren Gesichtsausdruck, als ob etwas Ernstes und Wichtiges passieren würde. Nachdem die Polizisten unsere Namen und Ausweise überprüft hatten, befahlen sie jedem von uns, sich für ein Foto auf eine Plattform zu stellen, wobei ein Schild mit einer Zahl vor unserer Brust platziert wurde.

Danach wurden wir aufgefordert, in einen anderen Raum zu gehen, wo jeder von uns verpflichtet wurde, seinen Fingerabdruck (beide Hände) auf ein Stück weißes Papier zu geben. Ich fühlte mich sehr unwohl bei der ganzen Sache und wollte das nicht machen. Ein Beamter nahm meine Hände und drückte meine gesamten Handflächen nach unten auf das Papier. Ich kämpfte, um meine Hände von seinen zu befreien. Der Polizeibeamte schaute die Polizistin an, die mich gebracht hatte, und sagte: „Nicht kooperierend.“ Die Polizistin nahm mich dann aus dem Gebäude und schickte mich in die Zelle zurück.

Eine Weile später kamen die anderen Praktizierenden zurück und sie alle sagten, sie fühlten, es sei etwas Betrügerisches in der Luft. Ich konnte sehen, dass jeder ein wenig Angst empfand. Eine lange Zeit sagte niemand etwas. Eine Praktizierende (Beiname Wei) vom Shengli Ölfeld zitterte am ganzen Körper. Sie sagte leise zu mir: „Sie scheinen jemanden auszuwählen. Ich hoffe, dass sie mich nicht wählen.“ Ich fragte sie nicht, durch welche anderen Verfahren sie gehen musste, nachdem ich zurückgenommen wurde. Noch mehrere Tage danach war sie sehr verängstigt.

Später erklärten die Wachen, dass diese Polizeibeamten aus Jinan waren und eine „Datenbank“ aufbauen wollten. Aber wofür war die Datenbank? Nach den umfangreichen Beweisen, die später offengelegt wurden, war die Datenbank am ehesten für den Organraub an lebenden Falun Gong-Praktizierenden gedacht.

  • Veröffentlicht am:
  • 01.06.2013