Todesmeldung, Provinz Sichuan: Falun Gong-Praktizierender stirbt im Gefängnis

26. Oktober 2016 | Von einem Minghui-Korrespondenten in der Provinz Sichuan

(Minghui.org) Ein Bewohner des Bezirks Xingwen, der wegen seines Glaubens eingesperrt war, ist nach über vier Jahren Misshandlungen gestorben. Die Behörden ließen seinen Leichnam am nächsten Tag ohne Zustimmung seiner Familie verbrennen.

Huang Shunkun war am 23. August 2012 verhaftet worden, weil er Falun Gong nicht aufgeben wollte. Falun Gong ist ein Kultivierungsweg, der vom kommunistischen Regime in China verfolgt wird. Am 7. Mai 2013 verurteilte man Huang zu zehn Jahren Haft und brachte ihn in das Gefängnis Leshan.

Das Gefängnis nahm ihn jedoch aufgrund der langen Haftstrafe nicht auf. Deshalb brachten ihn die Polizisten zurück zum örtlichen Untersuchungsgefängnis, wo er einer ständigen Misshandlung unterlag. Er musste stundenlang Treppen hinauf und hinunter steigen. Später schaffte es die Polizei, ihn im Gefängnis Aba unterzubringen, wo er weiterhin misshandelt wurde. Huang starb am 30. September 2016.

Huangs Familienangehörige hatte ihn zum letzten Mal vor Gericht gesehen; das war am 31. Januar 2013 gewesen, als er verurteilt wurde. Seither waren ihnen alle Besuche untersagt.

Das Gefängnis informierte Huangs Familie erst einen Tag nach seinem Tod, kurz bevor sein Leichnam verbrannt wurde. Seine Angehörigen bekamen fünf Minuten um den Leichnam zu sehen. Bevor sie seine Asche bekamen, mussten sie für die Einäscherung bezahlen.

Früherer Bericht:
Provinz Sichuan: Pensionierte Falun Gong-Praktizierende unter fingierten Anklagen zu Gefängnis verurteilt
http://www.dde.clearharmony.net/articles/a113179-Provinz-Sichuan-Pensionierte-Falun-Gong-Praktizierende-unter-fingierten-Anklagen-zu-Gefangnis-verurteilt.html

Englische Version vorhanden
http://en.minghui.org/html/articles/2016/10/25/159671.html

Chinesische Version vorhanden
冤判十年 四川宜宾市黄顺坤被迫害致死

Rubrik: Todesfälle

Polizisten in der Provinz Sichuan fälschen Beweise gegen fünf ältere Frauen

20. Oktober 2016 | Von einem Minghui-Korrespondenten in der Provinz Sichuan in China

(Minghui.org) Polizisten aus der Staatssicherheitsabteilung der Kreispolizeibehörde Huili in der Provinz Sichuan haben Beweise gegen fünf ältere Falun Gong-Praktizierende gefälscht. Sie sind gerade dabei, die Strafverfolgungsdokumente zur Einreichung bei der Staatsanwaltschaft vorzubereiten.

Die fünf Praktizierenden sind Luo Jiping, Ma Lingxian, Dong Xiuqiong, Shen Jiafeng und Zheng Qiong. Am 30. Januar 2016 hatte die Ortspolizei der Gemeindewache Yundian sie festgenommen, weil sie Informationsmaterial über Falun Gong verteilt hatten. Seitdem sind sie im Untersuchungsgefängnis des Kreises Huili und dem Kreishaftzentrum Huili eingesperrt.

Kurze Informationen über die Praktizierenden

Ma Lingxian, 63, eine pensionierte Lehrerin, wurde zu Unrecht zweimal von der Polizei verhört, dreimal mit Geldstrafen belegt und dreimal rechtswidrig eingesperrt. Ihre Wohnung wurde sieben Mal durchsucht. Sie war zweimal im Zwangsarbeitslager eingesperrt, davon einmal im Januar 2007 über 40 Tage lang. Ihre Haft wurde jedoch dann aus medizinischen Gründen ausgesetzt. Ihr Gehalt wurde einbehalten und ihr Anspruch auf Gehaltserhöhung wurde zweimal annulliert. Polizisten suchten sie oft auf, um sie zu schikanieren.

Dong Xiuqiong, 65, wurde häufig von der Polizei schikaniert, weil sie die Menschen über die wahren Hintergründe von Falun Gong aufklärte.

Luo Jiping, 70, arbeitete vor ihrer Pensionierung im Kreiskrankenhaus Huili. Sie wurde viele Male in Untersuchungsgefängnissen und Zwangsarbeitslagern festgehalten. Ihre Pension hatte man fast siebeneinhalb Jahre lang zurückbehalten.

Shen Jiafeng, 59, wurde während ihrer Haft in den letzten sechs Monaten dreimal ins Krankenhaus eingeliefert.

Zheng Qiong, 60, war vor ihrer Rente an der ersten Oberstufe Huili angestellt. Sie wurde viele Male schikaniert, festgenommen und inhaftiert. 2008 war sie 15 Monate lang in einem Zwangsarbeitslager eingesperrt.

Englische Version vorhanden
http://en.minghui.org/html/articles/2016/9/9/158612.html

Chinesische Version vorhanden
四川省会理县警察欲构陷五位老太太

Rubrik: Augenzeugenberichte

Provinz Sichuan: Richterin schikaniert Verteidiger einer Falun Gong-Praktizierenden

7. Oktober 2016 | Von einem Minghui-Korrespondenten in der Provinz Sichuan, China

(Minghui.org) Eine Richterin in der Provinz Sichuan erlaubte kürzlich dem Verteidiger der Falun Gong-Praktizierenden Liang Wende nicht, bei der Verhandlung gegen seine Mandantin seinen Computer zu benutzen, so dass er seine Mandantin nicht verteidigen konnte.

Die Verhandlung fand in einem provisorischen Gerichtssaal im Untersuchungsgefängnis Naxi statt. Als der Anwalt ankam, sagte der Gerichtsdiener zu ihm, dass er seine Mappe nicht mit in den Gerichtssaal nehmen dürfe.

Der Anwalt kommunizierte mit Richterin Mei Yi mittels SMS, dass es rechtswidrig sei, wenn sie ihm verbiete, seinen Computer zu benutzen. Die Richterin kam zu ihm hin und wiederholte ihre Entscheidung. Sie ignorierte die Erklärung des Anwalts, dass der Computer relevante Dokumente des Falls und andere Akten, die der Anwalt für die Verhandlung vorbereitet habe, enthielte.

Der Anwalt wurde schließlich aus dem Gerichtssaal ausgesperrt. Richterin Mei machte dann mit der Verhandlung „hinter geschlossenen Türen“ weiter, bei der kein Zuhörer erlaubt war. Es wurde kein Urteil verkündet.

Außerhalb des Gerichtssaals baute die Polizei ungefähr 500 Meter vom Untersuchungsgefängnis entfernt eine Blockade auf. Polizeifahrzeuge parkten vor dem Eingang und Dutzende Polizisten patrouillierten in den Straßen. Die Leiter der beiden Bezirksbüros 610 von Jiangyang und Naxi, die Drahtzieher hinter dieser Verfolgung, waren anwesend.

Dutzende Menschen, darunter auch Liangs Familienangehörige, mussten außerhalb des provisorischen Gerichtssaals bleiben und durften an der Verhandlung nicht teilnehmen. Viele von ihnen waren um die 70 und 80 Jahre alt. Die Polizei schob sie weg und sagte zu ihnen, sie sollten nach Hause gehen.

Liang Wende, 61, war am 25. Dezember 2015 festgenommen worden und ist seitdem im Untersuchungsgefängnis Naxi eingesperrt.

Ihr Anwalt besuchte sie am 22. Juni 2016. Das Untersuchungsgefängnis erlaubte ihm jedoch nicht, mit Liang über die Telefonsprechanlage zu sprechen. Eine Glaswand war zwischen ihnen und er konnte nicht hören, was Liang sagte.

Trotz wiederholter Festnahme gibt sie Falun Gong nicht auf

Liang Wende hatte 1997 angefangen, Falun Gong zu praktizieren. Aber seitdem das frühere chinesische Staatsoberhaupt Jiang Zemin die Verfolgung von Falun Gong 1999 befohlen und durchgesetzt hatte, wurde sie wiederholt verfolgt. Trotz des sehr starken Drucks durch die Behörden, weigerte Liang sich, ihren Glauben an Falun Gong aufzugeben.

Sie wurde deshalb aus ihrer Arbeit entlassen und zu viereinhalb Jahren Gefängnis verurteilt, zweimal in Arbeitslager und fünfmal in Gehirnwäsche-Einrichtungen gebracht. Man ließ sie hungern, prügelte wild auf sie ein und unterzog sie unbarmherzig Gehirnwäsche-Sitzungen.

Die Polizei durchsuchte ihre Wohnung fünfmal und sie erlitt finanzielle Verluste von mehr als 100.000 Yuan (ca. 14.300 €) [1].

Nun droht ihre eine Verurteilung zu Gefängnisstrafe, weil sie sich weigert, ihren Glauben aufzugeben.


[1] Anmerkung: Das durchschnittliche Einkommen eines Arbeiters beträgt in den Städten Chinas monatlich umgerechnet etwa 300,- €

Englische Version vorhanden
http://en.minghui.org/html/articles/2016/8/17/158299.html

Chinesische Version vorhanden
四川泸州原工商局干部梁文德及律师控告法官

Rubrik: Augenzeugenberichte

75-jähriger Falun Gong-Praktizierender trotz Berufung ins Gefängnis gebracht

17. August 2016 | Von einem Minghui-Korrespondenten in der Provinz Sichuan, China

(Minghui.org) Obwohl der Anwalt des 75-jährigen Falun Gong-Praktizierenden Zhang Xinjian Berufung beim höheren Gericht eingereicht hatte, wurde er zu fünf Jahren verurteilt. Die Anklage lautete gemäß § 300 des chinesischen StGB „Verwendung einer Sekte, um den Gesetzesvollzugs zu unterminieren“ [1]. Man brachte Zhang am 8. Juli 2016 in das Gefängnis Jiazhou, ohne dass eine Berufungsverhandlung stattgefunden hatte oder eine Entscheidung mitgeteilt wurde.

Weder Zwangs Anwälte noch seine Familie wurden über seine Überführung ins Gefängnis informiert.

Zhang war bei seiner zweiten Verhandlung am 22. März 2016 vom Bezirksgericht Cuiping zu fünf Jahren verurteilt worden. Sein Anwalt Li Xiongbing legte in seinem Namen beim Mittleren Gericht der Stadt Yinbin am Tag der Verurteilung Berufung ein. Er erklärte, dass es kein Gesetz in China gebe, das besage, dass das Praktizieren von Falun Gong rechtswidrig sei. Weiter führte er aus, dass sein Klient sein Grundrecht auf Glaubensfreiheit ausübe, was den „Gesetzesvollzug nicht unterminiere“.

Zhangs Familie engagierte später den Anwalt Tang Tianhao zu seiner Verteidigung. Am 19. April gingen Anwalt Li und Zhangs Familie zum Mittleren Gericht und gaben dort den Antrag auf Übernahme der Verteidigung im Berufungsverfahren durch Anwalt Tang ab. Richter Huang Yun nahm den Antrag persönlich entgegen.

Am 1. Juni, als Anwalt Tang zum Mittleren Gericht ging, um Zhangs Fallakten einzusehen, bestritt Richter Huang Yun, Tangs Antrag für Zhangs Verteidigung erhalten zu haben. Tang musste daraufhin noch einmal eine Kopie des Antrags überbringen. Richter Huang erklärte ihm, dass er nicht vorhabe, ein öffentliches Verfahren für Zhang abzuhalten. Er wolle vielmehr das ursprüngliche Urteil beibehalten.

Am nächsten Tag legte Tang eine weitere Berufung ein. Diese zeigte auf, welche Beamten sowohl bei der Verhandlung als auch bei der Berufung involviert waren. Er erklärte, dass das gegen das Gesetz sei und forderte Gerechtigkeit für seinen Klienten.

Das Gericht ignorierte erneut seine Berufung und Zhang wurde Anfang Juli direkt ins Gefängnis gebracht.

Nach seiner Festnahme am 16. April 2015 war Zhang im Untersuchungsgefängnis Dayi in der Stadt Yibin eingesperrt gewesen. In dieser Zeit bekam er hohen Blutdruck und sein körperlicher Zustand verschlechterte sich.

Zhangs erste Anhörung hatte am 8. Dezember 2015 ohne Anwalt im Bezirksgericht Cuiping in der Stadt Yibin stattgefunden. Damals hatte der Richter kein Urteil verkündet.


[1] Diese Anklage wird standardmäßig verwendet, um Falun Gong-Praktizierende zu verhaften

Englische Version vorhanden
http://en.minghui.org/html/articles/2016/8/11/158212.html

Chinesische Version vorhanden
宜宾古稀老人被判刑五年 律师控告公检法制造错案

Rubrik: Augenzeugenberichte

Mann aus Sichuan zu vier Jahren Haft verurteilt, weil er Falun Gong publik machte

5. August 2016 | Von einem Minghui-Korrespondenten in der Provinz Sichuan

(Minghui.org) Ein Bürger der Stadt Chengdu wurde am 10. Juni 2016 zu vier Jahren Haft verurteilt, weil er ein Transparent mit den Worten „Die Welt braucht Wahrhaftigkeit Barmherzigkeit Nachsicht“ in der Öffentlichkeit aufgehängt hatte.

Cheng Huaigen wurde beschuldigt, „unter Verwendung einer Sekte den Gesetzesvollzug zu unterminiert zu haben“. Dies ist ein standardmäßiger Vorwand, den das kommunistische Regime Chinas benutzt, um Falun Gong-Praktizierende zu verurteilen. Falun Gong ist eine spirituelle Disziplin auf der Grundlage von Wahrhaftigkeit, Barmherzigkeit, Nachsicht.

Chengs Anwalt betonte, dass es kein Gesetz in China gebe, das Falun Gong kriminalisiere; aus diesem Grund sei die Verfolgung von Anfang an gesetzwidrig. Von daher habe sein Klient kein Gesetz gebrochen, indem er die Güte von Falun Gong verbreitet habe. Außerdem, wies der Anwalt darauf hin, habe das Transparent niemandem geschadet und schon gar nicht den Gesetzesvollzug unterminiert.

Cheng bezeugte in seiner Aussage, wie Falun Gong sein Asthma geheilt habe. Und das sei auch der Grund, warum er sich niemals davor gescheut habe, seinen Mitmenschen zu erzählen, wie gut Falun Gong ist.

Bei der Gerichtsverhandlung am 10. Juni bemerkte Chengs Familie, dass der einst kerngesunde Mann nach einem Jahr Haft nur noch aus Haut und Knochen bestand. Sie machen sich große Sorgen um ihn. Was wird ihm im Gefängnis alles zustoßen?

Englische Version vorhanden
http://en.minghui.org/html/articles/2016/8/1/158064.html

Chinesische Version vorhanden
挂条幅传播真善忍 成都程怀根被非法判刑四年

Rubrik: Augenzeugenberichte