Wang Jingxiang erneut in Haft – sie ist abgemagert und wird geschlagen

18. Juli 2015 | Von einem Minghui-Korrespondenten in Tianjin, China

(Minghui.org) Wang Jiangxiang, 59, eine Falun Gong-Praktizierende aus Tianjin, ist derzeit unrechtmäßig im Frauengefängnis Nr. 1 Tianjin inhaftiert. Die Wärter dort haben sie brutal zusammengeschlagen, weil sie die Gefängnisuniform nicht tragen wollte.

Als ihre Familie sie Anfang Juni 2015 besuchte, erfuhr sie durch ein Video, das von einem Wärter vorgespielt wurde, dass Wang Jiangxiang abgemagert ist, Schwierigkeiten beim Laufen hat sowie unter hohem Blutdruck leidet.

Außerdem sahen die Angehörigen, dass sie von den Gefängniswärtern brutal geschlagen worden und ihr Körper schwarz und lila war. Man ließ sie auch nicht schlafen.

„Wenn Frau Wang etwas Schlimmes geschieht, ist das ihre Verantwortung“, meinten die Gefängniswärter dazu nur.

Frau Wang wurde am 24. Mai 2014 unrechtmäßig von den Beamten der Polizeistation Xinli festgenommen und in die Haftanstalt des Bezirks Dongli gebracht. Am 12. August 2014 machte man ihr heimlich den Prozess.

Das war nicht das erste Mal. Bereits in den Jahren 2000 – 2010 war sie vier-Mal von Beamten der Polizeistation des Bezirks Dongli verhaftet worden und war insgesamt sechs Jahre im Frauenarbeitslager Banqiao interniert gewesen, wo man sie auch gefoltert hatte.

Während ihrer Haftzeit hatte man sie verprügelt, zwangsernährt und ihr Drogen ins Essen gemischt, die die Nerven schädigen. Sie bekam davon hohen Blutdruck, Diabetes, Magenblutungen und einen Hirninfarkt. Ihr Zustand war schon einige Male sehr kritisch.

Früherer Bericht:

Frau Wang Jingxiang, eine Falun Gong-Praktizierende aus Tianjin, nach vier Verhaftungen in lebensbedrohlichem Zustand (Fotos)
http://de.minghui.org/html/articles/2011/7/12/65349.html

Englische Version vorhanden
http://en.minghui.org/html/articles/2015/7/1/151343.html

Chinesische Version vorhanden
秘密冤判五年 王景香在天津市女子遭毒打

Rubrik: Augenzeugenberichte

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Droht dem pensionierten Weltraum-Forscher eine Gefängnisstrafe?

21. Juni 2015 | Von einem Minghui-Korrespondenten in Tianjin, China

(Minghui.org) Herr Xiong Huifeng, ehemaliges Vorstandsmitglied der Chinesischen Raumfahrtgesellschaft war am 26. August 2014 in seiner Wohnung in Tianjin festgenommen worden. Aktuell befindet er sich in Untersuchungshaft in der Haftanstalt Nankai. Er und seine Frau, Liu Yuanjie , – beide anerkannte Weltraumforscher – waren in den letzten 15 Jahren wiederholt verfolgt worden, weil sie Falun Gong praktizieren.

Dies war Xiongs vierte Festnahme, seit im Jahr 1999 die Verfolgung von Falun Gong begann. Obwohl er ein renommierter Forscher auf seinem Gebiet war und bereits einige Auszeichnungen erhalten hatte, sperrte man ihn im Jahr 2000 drei Jahre in einem Zwangsarbeitslager ein.

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Auszeichnungen des Weltraumforscher Xiong Huifeng

Jahrelange Schikanen der Polizei, mehrere Festnahmen und Wohnungsdurchsuchungen hatten einen Tribut von Frau Liu gefordert. Nach dieser letzten Festnahme ihres Mannes erlitt sie einen Nervenzusammenbruch, und ihre Gesundheit verschlechterte sich. Sie starb am 3. März 2015 im Alter von 79 Jahren.

Kein Hafturlaub – er durfte seine Frau nicht noch ein letztes Mal sehen

Xiongs Angehörige war am 4. März zur Haftanstalt Nankai gegangen, um ihm einen Besuch abzustatten. Vor allem wollten sie aber einen Antrag auf Hafturlaub stellen, damit er seine verstorbene Frau noch einmal sehen konnte. Beamte sagten ihnen, sie sollten den Antrag zur Polizeistation Wangdingdi bringen. Doch die Beamten dort wollten ihnen nicht helfen. Danach gingen die Angehörigen zum Gericht Nankai, wo sie auch ignoriert wurden.

Die Familie versuchte den ganzen Tag lang zu erreichen, dass Herr Xiong seine Frau noch ein letztes Mal sehen konnte. Doch niemand wollte ihnen helfen.

Am 6. Mai 2015 war eine Gerichtsverhandlung für den 77 Jährigen Herrn Xiong angesagt worden. Die Verhandlung wurde ohne ausreichende Begründung vertagt. Xiongs Anwalt forderte seine Freilassung, doch wurde dies von dem Gericht Nankai ignoriert.

Derzeit liegen uns noch keine Informationen über weitere Gerichtsverhandlungen vor.

Englische Version vorhanden
http://en.minghui.org/html/articles/2015/5/20/150650.html

Chinesische Version vorhanden
妻子去世不能见 老航天专家仍面临非法庭审

Rubrik: Augenzeugenberichte

Verspätete Todesmeldung 2003: Tod einer 48-jährigen Mutter durch Folter, ständigen Terror und Einschüchterung der Polizei (Tianjin)

Von einem Minghui-Korrespondenten aus Tianjin, China

(Minghui.org) Wegen der Informationskontrolle der Kommunistischen Partei Chinas (KPCh) und der Vertuschung der Verfolgung können Todesfälle häufig erst nach Monaten oder sogar Jahren bestätigt werden. Dies betrifft auch den Fall von Frau Li Yiqin aus Tianjin. Sie starb am 13. Oktober 2003 im Alter von 48 Jahren nach unsäglichen Quälereien im Arbeitslager und psychischen Drangsalen.

Polizisten verschleppen Frau Li mitten in der Nacht aus ihrer Wohnung

Im November 2001 stürmten Polizisten mitten in der Nacht Frau Lis Wohnung und nahmen sie fest. Damals war ihr Ehemann wegen des Praktizierens von Falun Gong bereits zu Arbeitslager verurteilt worden. So ließ man ihre 8-jährige Tochter allein und ohne Betreuung zu Hause zurück.

Hochkonzentriertes Salzwasser im Arbeitslager

Frau Li wurde später zu drei Jahren Zwangsarbeit verurteilt. Sie beugte sich nicht den Forderungen der Behörden, ihre Überzeugung von Falun Gong zu verneinen. Die Wärter im Arbeitslager versuchten mit drakonischen Maßnahmen, ihren Willen zu brechen und sie „geistig zu transformieren“. Sie stifteten strafgefangene Verbrecher an, Frau Li zu misshandeln. Diese gingen besonders kaltblütig vor und flößten ihr mitunter gewaltsam hochkonzentriertes Salzwasser ein und ließen sie kein Trinkwasser zu sich nehmen.

Freilassung im lebensgefährlichen Zustand

Ihr Gesundheitszustand verschlechterte sich dramatisch, so dass die Gefängnisleitung Angst bekam, sie würde sterben und für ihren Tod verantwortlich gemacht zu werden. Schließlich ließen sie Frau Li im Jahr 2002 frei, um die restliche Zeit des Urteils zu Hause abzuleisten.

Doch die Polizei belästigte sie weiterhin zu Hause und ließ ihr keine Ruhe zur Genesung. Der ständige Terror und die unablässigen Einschüchterungen gaben ihrem sowieso geschwächten Zustand den Rest. Am 13. Oktober 2003 verstarb sie im Alter von 48 Jahren.

Frau Li war beliebt in ihrem Umfeld und hatte eine gute Gesundheit durch Falun Gong

Frau Li Yiqins Nachbarn und Kollegen beschrieben sie als gutherzig und aufrichtig. Als sie von Frau Lis Festnahme erfahren hatten, gingen die Kollegen zur Polizei und forderten ihre Freilassung.

Ihre Familie berichtete später, dass ihre rheumatische Arthritis und ein gutartiger Tumor innerhalb von vier Monaten geheilt waren, nachdem sie begonnen hatte, Falun Gong zu praktizieren. Das ist einer der Gründe, warum sie auch angesichts dieser brutalen Verfolgung standhaft in ihrem Glauben blieb.

Englische Version:
http://en.minghui.org/html/articles/2014/6/30/1857.html

Chinesische Version:
天津法轮功学员李义琴十年前被迫害致死

Veröffentlicht am:
10.07.2014

Untersuchung hinsichtlich des Organraubs in Tianjin (Foto)

Von einem Minghui-Korrespondenten in Tianjin, China

(Minghui.org) Regierungsorganisationen und Einzelpersonen haben den Organraub von lebenden Falun Gong-Praktizierenden in China verurteilt und fordern eine gründliche Untersuchung dieser „beispiellosen Form des Bösen auf diesem Planeten.“

Die Kombination aus kurzen Wartezeiten von weniger als zwei Wochen für ein passendes Organ in China; der Mangel an Organspendern aus kulturellen Gründen; eine große Anzahl vermisster Falun Gong-Praktizierender; und die sich überlappende Zeitlinie der Verfolgung von Falun Gong und dem starken Anstieg der in China durchgeführten Organtransplantationen; deuten auf die einzige mögliche Erklärung hin: In China existiert ein riesiger Pool von lebenden Organen und Falun Gong-Praktizierende werden nach Bedarf wegen ihrer Organe getötet.

Das Orientalische Organtransplantationszentrum im Bezirk Nankai, der Stadt Tianjin, wird in mehreren unabhängigen Untersuchungsquellen als eine medizinische Einrichtung aufgeführt, die direkt am Organraub von lebenden Falun Gong-Praktizierenden beteiligt ist.

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Ein 2006 aufgenommener Screenshot der Homepage des Orientalischen Organtransplantationszentrums in Tianjin. Die markierten chinesischen Texte besagen: „Die durchschnittliche Wartezeit für eine Leber beträgt zwei Wochen.“

Informanten stellten 2013 weitere Anhaltspunkte für die Untersuchung hinsichtlich solcher Verbrechen in Tianjin zur Verfügung:

Hinweis 1: Der Organraub geht weiter

Eine Freundin in Tianjin enthüllte im September 2013 ein neues Transplantationsgeschäft des Orientalischen Organtransplantationszentrums.

Einer ihrer Angehörigen litt an einer Nierenerkrankung. Das Orientalische Organtransplantationszentrum schlug eine Nierentransplantation vor und fand innerhalb einer Woche eine passende Niere.

Der Familie des Patienten wurde gesagt, sie solle 560.000 Yuan anzahlen; sie bekamen jedoch keine Quittung dafür. Die Zahlung schloss die Kosten für die Operation, den Krankenhausaufenthalt und die Medikamente nicht ein.

Die Familie des Patienten verkaufte ihre Appartementwohnung und gab ihre gesamten Ersparnisse her, um die Zahlungen zu tätigen. Dann verlangte das Krankenhaus noch eine vertragliche Vereinbarung, den Vorgang vertraulich zu behandeln.

Hinweis 2: Ein Zug voll mit Praktizierenden – Bestimmungsort: Sujiatun

Ein Soldat in Dandong, Provinz Liaoning, erinnerte sich an einen Massentransfer von Falun Gong-Praktizierenden von Tianjin in den Bezirk Sujiatun, der Stadt Shenyang: „Es war ein sehr kalter Tag im Dezember 2000. Unsere Einheit wurde gegen 13:00 Uhr unerwartet zu einer dringenden Mission abkommandiert. In voller Ausrüstung umstellten wir die Bahnstation Dandong.“

„Wir hatten den Befehl, den Zug zu begleiten. Jeder Waggon bekam zwei Soldaten zugeteilt. Als wir in den Zug einstiegen, waren wir geschockt über das, was wir sahen: Der Zug war voll mit Falun Gong-Praktizierenden. Es waren Männer und Frauen, Junge und Alte. Man sagte uns, dass sie inhaftiert worden seien, weil sie in Peking waren, um für das Recht, Falun Gong zu praktizieren, appelliert hatten. Sie hatten Handschellen an den Handgelenken und waren an Metallstangen an der Decke des Waggons festgemacht, wie Hühner in chinesischen Feinkostläden.“

„Ich kann mich nicht erinnern, wie lange wir gefahren waren, schließlich erreichten wir den Bestimmungsort im Bezirk Sujiatun, der Stadt Shenyang, Provinz Liaoning [dieser Ort wurde von zwei Informanten angegeben und 2006 zum ersten Mal als Tatort der Gräueltaten des Organraubs in den Nachrichten veröffentlicht].“

Hinweis 3: Zwei Nierentransplantationen innerhalb kurzer Zeit

Ein Falun Gong-Praktizierender schickte im April 2013 einen Untersuchungshinweis an die Minghui.org: „Einer meiner Verwandten bat mich im Januar 2006, ich solle mich über eine Lebertransplantation im Orientalischen Organtransplantationszentrum in Tianjin erkundigen. Ich ging dorthin und hörte zufällig eine Unterhaltung zwischen einem Arzt und dem Familienangehörigen eines Patienten.

Der Arzt sagte: „Er [der Patient] hat großes Glück, dass innerhalb von drei Tagen nach seiner Einweisung ins Krankenhaus eine passende Leber gefunden wurde. Obwohl es mit dieser speziellen Leber nicht geklappt hat, ist eine weitere passende Leber für eine zweite Operation verfügbar. Wir können nichts garantieren, aber die Chancen stehen gut, dass es klappen wird.“

Hinweis 4: „In diesen Jahren gibt es viele gute Nieren.“

Ein Reporter kennt einen hochrangigen Regierungsbeamten, der 2004 zwei Nierentransplantationen in Tianjin hatte. Die erste Operation schlug fehl, aber die zweite war erfolgreich. Heute ist dieser Beamte bei bester Gesundheit.

Der Reporter schrieb im September 2013 an die Minghui.org: „Die Frau dieses Beamten erzählte mir beim Abendessen vor vier Jahren Einzelheiten über die Organtransplantation. Der Arzt sagte ihr, dass seine Niere [die zweite] von einer lebenden, sehr gesunden Person stammte. Der Arzt sagte auch, dass es in diesen Jahren viele Nieren aus guten Quellen gibt.“

Hinweis 5: Massenhafte Bluttests im Gefängnis Tianjin Binhai

Ein Falun Gong-Praktizierender, der im Gefängnis Tianjin Binhai inhaftiert war, erzählte: „2004 kam einmal ein großer medizinischer Bus in den Gefängnishof gefahren. Alle Falun Gong-Praktizierenden mussten ihre Hemden auszuziehen. Sie machten Röntgenaufnahmen und nahmen uns Blut ab.“

Hinweis 6: Eine zweite passende Leber innerhalb von 21 Stunden

Eine Person wurde 2007 von seiner Firma beauftragt, sich um einen Kollegen zu kümmern, der im Orientalischen Organtransplantationszentrum eine Lebertransplantation erhalten hatte, mit der Anmerkung, dass die Operation des Kollegen eine von drei für diesen Tag vorgesehene Operationen war.

Dr. Shen Zhongyang, Direktor des Orientalischen Organtransplantationszentrums und Direktor des Instituts für Lebertransplantationen im allgemeinen Krankenhaus der bewaffneten Polizei war der Chefchirurg.

Die erste Operation scheiterte, aber innerhalb von 24 Stunden war eine neue Leber verfügbar. Dr. Shen führte für den Kollegen die zweite Lebertransplantation durch, die sein Leben um weitere sechs Monate verlängerte.

  • Veröffentlicht am:
  • 16.03.2014

Rechtsanwalt überzeugt Gericht: Verhandlung auf unbestimmte Zeit verschoben

Von einem Minghui-Korrespondenten aus der Stadt Tianjin, China

(Minghui.org) Das Gericht Tianjin Hexi verhandelte am 26. Dezember 2013 gegen die beiden Falun Gong-Praktizierenden Frau Jia Mantao und Frau Zhou Hongli.

Nach der überzeugenden Verteidigung des Strafverteidigers, hatten Richter und Staatsanwalt nichts mehr zu entgegnen. Der Richter unterbrach daher die Verhandlung, ohne eine neuen Termin zu bestimmen.

Der Anwalt plädierte auf nicht schuldig. Er erklärte, Falun Gong zu praktizieren verstoße gegen kein Gesetz. Dazu führte er aus, das Jiang Zemins im Oktober 1999 gegenüber der französischen Tageszeitung „Le Figaro“ abgegebene Behauptung, Falun Gong sei illegal, auf keiner rechtlichen Grundlage Fuße. Das Verteilen von Falun Gong-Informationsmaterial sei weiter von der Verfassung geschützt.

Frau Jia Mantao: von mehren Zivilpolzisten überwältigt

Mehrere Zivilpolizisten warteten am 16. Juli 2013 in einem Fahrzeug vor Frau Jias Haus. Als ihr Mann die Wohnung verlassen hatte, schlugen sie zu: Sie zerschmetterten die Tür, durchsuchten die Wohnung und verhafteten Frau Jia.

Die Polizisten zwangen ihren Sohn, jede Schranktür und jedes Schubfach zu öffnen. Sie durchsuchten jeden Winkel der Wohnung. Dabei stahlen sie einen Drucker, einen Computer und Informationsmaterial zu Falun Gong.

Dann nahmen sie Frau Jia und ihren Sohn mit zur Polizeiwache Youyilu. Polizisten verhörten Jias Sohn über 30 Stunden lang. Er wurde erst freigelassen, als er den Haftbefehl seiner Mutter gegengezeichnet hatte.

An der Verhaftung waren Polzisten der Polizeistation Youyilu, Bezirk Hexi, deren Vorgesetzte, zwei Internet-Polizisten und noch einige andere beteiligt. Alle Beteiligten besaßen hohe Dienstgerade. Bei der Verhaftung zeigte jedoch niemand einen Ausweis oder einen Durchsuchungsbefehl vor.

Frau Zhou Hongli: Zusammen mit Sohn verhaftet

Sechs bis sieben Agenten in Zivilkleidung des Büros 610 durchsuchten am selben Tag gegen 9:00 Uhr morgens Frau Zhous Wohnung. Sie stahlen einen Computer, einen Drucker, Handys und Informationsmaterial zu Falun Gong.

Als Frau Zhou und ihr Sohn gegen 10:00 Uhr von einem Krankenhaus-Besuch ihrer Mutter nach Hause kamen, wurden sie von den Agenten verhaftet und über 20 Stunden in der Polizeistation festgehalten.

Rechtsstaat fehl am Platz

Die Agenten hatten im Vorfeld die Telefone der beiden Frauen tagelang abgehört und diese überwacht.

Der Polizist Yang Junqi von der Polizeistation Youyilu schüchterte Frau Jias Angehörige ein.

Um ihre Freilassung zu fordern, fuhren die Angehörigen der beiden Frauen wiederholt zur Polizeistation. Polizisten erklärten, die Frauen kämen in einem Monat frei. Später wurden zwei Monate daraus. Erst nach 70 Tagen Haft erhielten die Angehörigen beider Frauen deren Verhaftungsbefehl. Man informierte sie auch über einen bereitgestellten Pflichtverteidiger. Die Angehörigen lehnten diesen jedoch ab und engagierten einen eigenen Anwalt.

Verantwortliche Personen:

Yang Qingren (杨庆仁), Richter am Gericht Hexi: +86-22-58313582, 86 – 18920182260 (Handy)

Wang Chaoliang (王朝亮), Staatsanwalt der Staatsanwaltschaft Hexi: +86-22-28256272

Yang Junqi, Polizist von der Polizeistation Youyi.

Weitere Kontaktdaten finden Sie im chinesischen Originaltext.

  • Veröffentlicht am:
  • 09.02.2014

Rechtsanwälte verklagen Gericht wegen Machtmissbrauch und setzen öffentliche Verhandlung durch

Von einem Minghui-Korrespondenten in Tianjin, Festlandchina

(Minghui.org) Ein Mann wird in Tianjin vor Gericht gestellt, nur weil er Falun Gong praktiziert. Im Vorfeld dieser Gerichtsverhandlung kommt es zu diversen Streitigkeiten zwischen den Gerichtsbehörden und den beiden Verteidigern. Letztendlich muss das Gericht einer öffentlichen Verhandlung zustimmen. Am 4. November 2013 kommt es im zweiten mittleren Gericht von Tianjin zu einer Gerichtverhandlung, die bei allen Anwesenden Erstaunen hervorruft.

Rechtsanwalt verlangt Gerechtigkeit im Gericht

Bei dem Fall des Herrn Wang Guiqi, um den es an diesem Tag ging, hatten die Gerichtsbehörden versucht, alles im Geheimen abzuwickeln. Vielleicht war das der Grund, warum der Vorsitzende Richter anfangs sehr gereizt zu sein schien. Er unterbrach ständig den Praktizierenden und die Verteidigung des Anwaltes. Herr Wang und seine beiden Anwälte, Xie Yanyi und Li Hongbing, ließen sich nicht beirren und gaben eine starke Verteidigung. Sie sagten dem Richter und anderen Gerichtsbeamten, dass dieser Fall eine Ungerechtigkeit sei und dass sie gute Menschen verfolgen würden; deshalb würde ihr Verhalten vom Himmel bestraft werden. Alle im Gericht waren erschüttert.  Sie verstanden, was los war. Die Verhandlung dauerte fast drei Stunden. Die Gerichtsbehörden erteilten kein Urteil, wie sie es geplant hatten, sondern gaben bekannt, dass sie diesen Fall erst noch diskutieren müssten.

Anwältin reicht Klage ein: Gesetz missbraucht

Als die Verhandlung vorüber war, reichte die Anwältin Xie Yanyi eine Klage ein, in der sie die Mitarbeiter des Rechtssystems beschuldigte, ihre Macht missbraucht zu haben. Sie konstatierte, dass dieser Fall eine Ungerechtigkeit sei und dass sie ihrem Klienten und seiner Familie schweren Schaden zugefügt hätten. Ihr Vorgehen hätte auch eine negative Wirkung auf die Gesellschaft und sie hätten bereits ein Verbrechen begangen, denn sie hätten das Gesetz missbraucht.

Rechtsanwältin Xie sagte, es sei nicht ihr Ziel, diese Menschen zu verklagen, sondern sie aufzuwecken, damit sie erkennten, dass sie gute Menschen verfolgten und für ihre begangenen Verbrechen bezahlen müssten.

Rückschau: Herr Wang wiederholt verfolgt; Ehefrau befindet sich aktuell im Gefängnis

Herr Wang ist Techniker und arbeitete beim Elektrizitätswerk des Chemiewerks Dagu im Bezirk Tanggu. Seit die Kommunistische Partei Chinas im Jahr 1999 mit der Verfolgung von Falun Gong begann, wurde er fünfmal festgenommen und eingesperrt, davon zweimal in einem Zwangsarbeitslager. Seine Frau Yin Guanghua wurde im Bezirksgericht Tanggu zu dreieinhalb Jahren Gefängnis verurteilt. Sie ist bereits seit dem 8. Dezember 2011 im Frauengefängnis Tianjin interniert.

2012: Wohnungsdurchsuchung

Vier namentlich genannte Polizisten sowie einige Leute vom lokalen Gemeindekomitee durchsuchten am 21. November 2012 die Wohnung von Herrn Wang. Sie raubten seine persönlichen Besitztümer, darunter 10.000 Yuan in bar. (Seine Familie hat das Geld später wieder zurückgefordert).

Die 80-jährige Mutter von Herrn Wang ist gelähmt und hat niemanden, der sich um sie kümmert. Seine Schwester und andere Verwandte reichten bei verschiedenen Ämtern einen Antrag auf seine Freilassung ein.

Wang heimlich vor Gericht gestellt; eigene Verteidiger werden aktiv

Allerdings stellten die Behörden des Bezirksgerichts Tanggu Herrn Wang am 21. März 2013 heimlich vor Gericht, ohne seine Familie darüber zu informieren. Sie beauftragten einen Anwalt zu seiner Verteidigung. Doch seine Familie engagierte später zwei Rechtsanwälte aus Peking. Diese Anwälte gingen am 25. April und 8. Mai zum Gericht Tanggu und verlangten die Dokumente dieses Falles. Sie reichten auch ein Dokument ein mit dem Titel „Rechtsgutachten über die Wiedereröffnung einer Gerichtsverhandlung für den Fall Wang Guiqi“. Doch Richter Li Hongliang verwies darauf, dass der Fall bereits zum mittleren Gericht geschickt worden sei. Deshalb lehnte er ihre Forderung ab.

Verurteilt – Anwälte fordern öffentliche Verhandlung

Herrn Wangs Familie erhielt am 29. Juli eine Benachrichtigung, dass er zu viereinhalb Jahren Gefängnis verurteilt worden sei. Die beiden Anwälte aus Peking, Xie Yanyi und Li Hongbing, forderten, dass eine neue Gerichtsverhandlung für Herrn Wang abgehalten werden sollte und reichten Berufungspapiere ein. Beamte des zweiten mittleren Gerichts Tianjin benachrichtigten die Anwälte am 30. August, dass sie die Dokumente dieses Falles einsehen könnten. Die Anwälte forderten, dass das Gericht einen Kollegialausschuss organisiere, damit dieser Fall zu einer öffentlichen Verhandlung gemacht würde und dass seine Familie daran teilnehmen könnte. Zu dem Zeitpunkt reagierte das Gericht nicht auf ihre Forderung.

Drohungen der Vorsitzenden

Ein Angeklagter hat das Recht zu einer öffentlichen Gerichtsverhandlung. Allerdings befahlen Beamte der kommunistischen Partei der Vorsitzenden des Gerichts, die für diesen Fall verantwortlich war, Herrn Wang und seine Anwälte zu bedrohen. Sie sollten ihre Forderung für eine öffentliche Verhandlung zurückziehen. Ding Binghua, die Direktorin des zweiten mittleren Gerichts Tianjin, traf sich also am 22. September 2013 mit den beiden Anwälten und der Familie von Herrn Wang. Sie drohte ihnen, dass sie ihnen ihre Rechte absprechen würde, wenn sie ihren Klienten verteidigten.

Engagierte Anwälte setzen öffentliche Verhandlung durch

Die beiden Anwälte erwiderten, dass es ihre Plicht sei, einen unschuldigen Menschen zu verteidigen. Sie täten ganz bestimmt das Richtige, auch sei es einfach human und sie würden nach dem Gesetz handeln.

Aufgrund der starken Forderungen der Anwälte und Herrn Wangs hatten die Gerichtsbehörden keine andere Wahl, als einer öffentlichen Verhandlung am 4. November 2013 zuzustimmen.

An der Verfolgung von Herrn Wang beteiligt:

Li Zhenmin, Polizist der Abteilung des Amtes für Staatssicherheit, Bezirk Tanggu;
Feng Zhiping und Zheng Kaiyan, Polizisten der Polizeistation Hangzhoudao;
Si Dongwei, Polizist von der Polizeistation Daliangzi

Richter Li Hongliang vom Bezirksgerichts Tanggu (Tel: +86-22-65270984)
Ding Binghua, Vorsitzende des zweiten mittleren Gerichts Tianjin

  • Veröffentlicht am:
  • 22.01.2014

Lebensbedrohlich: Falun Gong-Praktizierender über 500 Tage im Hungerstreik

Von einem Minghui-Korrespondenten in Tianjin

(Minghui.org) Er musste von drei Mitgefangenen gestützt werden. Er war sehr dünn und sah schwach aus. Mühsam brachte er hervor, dass er zwangsernährt würde und seine Füße mit Fußfesseln gefesselt würden, damit er nicht die Falun Gong-Übungen machen konnte.

Diese wenigen und traurigen Informationen brachte eine Tochter, die ihren Vater im Gefängnis besuchte, mit nach draußen. Sie war die einzige, der es erlaubt wurde, Herrn Hua Lianyou zu sehen, als sie mit ihrer Mutter am 14. Oktober 2013 in das Gefängnis Binhai kam.

Dort wurde Herr Hua seit Oktober 2012 festgehalten, weil er weiterhin Falun Gong praktizieren wollte. Beamte des Bezirksgerichts Beichen hatten Herrn Hua während einer geheimen Verhandlung im September 2012 zu sieben Jahren Gefängnis verurteilt.

Es hatte lange Diskussionen gegeben, bevor die junge Frau zu ihrem Vater gelassen wurde. Gao Peizhi (Dienstnummer 1208326), Wärter des Gefängnistraktes Nr. 5, sagte, dass Herrn Huas Frau, Tian Zongli, ihn nicht besuchen dürfe, weil sie Falun Gong praktiziert. Frau Tian bestand jedoch darauf, ihn zu sehen. Die Wärter filmten das Gespräch und mehrere Beamte der politischen Abteilung des Gefängnisses waren anwesend.

Herr Hua befand sich bereits seit dem 24. April 2012 in Haft und das war nicht das erste Mal. Aus Protest gegen die Verfolgung war er am 23. Mai 2012 in den Hungerstreik getreten.

Er ist nun seit über 500 Tagen im Hungerstreik.

Das Leben vor der Verfolgung

Herr Hua Lianyou, 50, war Buchhalter einer Firma, die Kathodenstrahlröhren (CRT) herstellte. Er begann in den 1990er Jahren, Falun Gong zu praktizieren und lebt nach den Grundsätzen Wahrhaftigkeit, Barmherzigkeit und Nachsicht. Die Menschen sprachen gut über ihn und sagten, er sei gut und ehrlich.

2001 zum ersten Mal verhaftet

Seit die Kommunistische Partei Chinas (KPCh) im Juli 1999 mit der Verfolgung von Falun Gong begann, erklärte Herr Hua den Menschen die wahren Umstände der Verfolgung. Er wurde 2001 verhaftet und unrechtmäßig zu fünf Jahren Haft im Gefängnis Nr. 1 Tianjin verurteilt.

2006 wurde Herr Hua freigelassen und war als Folge der Verfolgung im Gefängnis geistig verwirrt. Er praktizierte weiter Falun Gong und erholte sich schnell wieder.

Abgeschnitten von der Familie und in bedrohlichem Zustand

Die Gefängnisbehörden verweigerten Herrn Hua seit dem 12. August 2013 jeglichen Kontakt mit seiner Familie. Als seine Familie im September 2013 das Gefängnis angerufen hatte, war niemand ans Telefon gegangen. Die spärlichen Nachrichten vom 14. Oktober deuten darauf hin, dass Herrn Huas Zustand lebensbedrohlich ist.

  • Veröffentlicht am:
  • 20.12.2013