Arzt erstattet Strafanzeige wegen Haft, Folter und Verlust des Arbeitsplatzes

23. August 2016 | Von einem Minghui-Korrespondenten in der Provinz Hubei

(Minghui.org) Der Falun Gong-Praktizierende Dr. Xiong Jiwei war seit Beginn der Verfolgung von Falun Gong mehrmals inhaftiert. Er bekam eine Gefängnisstrafe von vier Jahren und wurde zweimal in ein Arbeitslager gebracht. In Polizeigewahrsam erlitt er brutale Folterungen. Außerdem wurde ihm sein Arbeitsverhältnis gekündigt.

Er trat in Hungerstreik, um gegen die unrechtmäßige Verfolgung durch das Personal der Strafverfolgungsbehörden zu protestieren. Mehrmals war er wegen Folterungen dem Tode nahe.

Dr. Xiong, 45, erstattete am 13. Juni 2015 Strafanzeige gegen Jiang Zemin. Er beschuldigt das frühere chinesische Staatsoberhaupt, die Verfolgung von Falun Gong befohlen und durchgesetzt zu haben.

In seiner Strafanzeige berichtet Xiong: „Ich wurde in einem Krankenhausbett festgebunden. Meine Hände waren an Eisenstangen gebunden, die dann so weit hochgezogen wurden, bis es nicht mehr ging. Meine Füße zogen sie mit Fußfesseln so weit, wie sie konnten, nach unten. Mein ganzer Körper war gestreckt und musste in dieser Position fast eine Woche lang ausharren.

Die Wärter ließen den dicken Gummischlauch, den sie zu meiner Zwangsernährung benutzten, so lange in meinem Magen, wie sie mich zwangsernährten. ‚Es ist normal, dass Gefangene im Gefängnis sterben!‘, sagte ein Abteilungschef zu mir.“

1999: Ein Jahr Zwangsarbeit im Zwangsarbeitslager Xiaogan

Am 28. Oktober 1999 fuhr ich nach Peking, weil ich friedlich für Falun Gong petitionieren wollte. Ich wurde festgenommen, als ich mit anderen Praktizierenden auf dem Platz des Himmlischen Friedens die Falun Gong-Übungen praktizierte. Polizisten führten an uns Leibesvisitationen durch und schlugen mit ihren Ledergürteln auf uns ein. Wir wurden zunächst in Peking eingesperrt und dann in die Gebiete zurückgebracht, aus denen wir gekommen waren.

Als ich im Untersuchungsgefängnis Nr. 1 der Stadt Yingcheng inhaftiert war, verurteilte man mich zu einem Jahr Zwangsarbeit und sperrte mich in das Zwangsarbeitslager Xiaogan.

Im Zwangsarbeitslager musste ich schwere Arbeiten verrichten, so zum Beispiel Felsbrocken tragen, Häuser bauen, Fundamente graben und Leiterwagen ziehen, die mit Zement vollgeladen waren. Ich bekam jedoch nur sehr wenig zu essen. Das Essen hatte die Qualität von Schweinefutter. Außerdem schlugen die Wärter die Gefangenen, traten sie mit ihren Schuhen und peitschten sie mit ihren Ledergürteln aus.

Das Krankenhaus, in dem ich gearbeitet hatte, kündigte meinen Vertrag. Alle Sozialleistungen, die ich über die Jahre hinweg angesammelt hatte, wurden gekündigt.

2001: Gefoltert im Untersuchungsgefängnis Nr. 1 der Stadt Yincheng

Am 3. Oktober 2001 verhaftete man mich erneut. Zhou Tao, ein Polizist, schlug immer wieder auf meinen Kopf ein.


Folternachstellung: Schlagen und Stoßen

In der Polizeiwache der Stadt Yingcheng ließ mich Zhou nicht schlafen und die Toilette nicht benutzen. Er und ein weiterer Polizist namens Nie Yaoshan folterten mich während des Verhörs. Als ich mich weigerte zu kooperieren, rief Nie: ‚Hängt ihn auf!‘ Nachdem ich die Seite mit dem Schuldbekenntnis, das sie erfunden hatten, hinuntergeschluckt hatte, rief Nie: ‚Haltet ihn fest und bringt ihn um!‘

Sie verlegten mich in das Untersuchungsgefängnis Nr. 1 der Stadt Yincheng, wo ich mich weigerte, die Gefängnisuniform zu tragen.

Drei Wärter legten mir Handschellen an und schlugen mich. Ein Wärter forderte mich auf, mich hinzuknien. Ich weigerte mich jedoch. Er stieß auf mich ein und zog dann meine Arme hinter meinen Rücken. Zwei andere Wärter legten mir die Hände hinter meinen Rücken in Handschellen und schlugen mir ins Gesicht. Sie hängten mich an den Handschellen an einer Eisenstange auf.

Am nächsten Tag legten die Wärter wieder meine Hände hinter meinem Rücken in Handschellen und schlugen dann mit einem Holzbrett auf mich ein. Danach hängten sie mich an einer Handschelle ungefähr 30 Minuten auf.

Aus Protest gegen die Folter trat ich in einen Hungerstreik. Die Wärter befahlen einem zum Tode verurteilten Häftling, mich zu verprügeln. Ganz offen lobten sie den Gefangenen, weil er mich folterte.

Drei Monate später wurde ich freigelassen, nachdem die Beamten 1.500 Yuan (ca. 220 €) [1] für die Ortspolizei und 500 Yuan (ca. 75 €) für das Untersuchungsgefängnis von meiner Familie erpresst hatten.

Juli 2002: Festgenommen und verprügelt, während ich meine sieben Monate alte Tochter in den Armen hielt

Als meine Frau am 20. Juli 2002 festgenommen wurde, weil sie die Menschen über Falun Gong informiert hatte, ging ich mit unserer sieben Monate alten Tochter zur Polizeiwache Mafang, um sie zu sehen. Die Wärter sperrten uns ein und dann fingen sie an, mich zu schlagen und zu stoßen, obwohl ich immer noch unser Baby im Arm hielt. Ich wurde erneut in das Untersuchungsgefängnis Nr. 1 gesperrt.

Ich informierte die Häftlinge über Falun Gong. Tang Zhuqing, der Leiter des Untersuchungsgefängnisses, und Song Jiang, der politische Direktor, schlugen mich. Sie stopften mir ein Handtuch in den Mund und fesselten mir mit Handschellen die Hände hinter den Rücken. Aus Protest trat ich in einen Hungerstreik. Am nächsten Tag befahl das Untersuchungsgefängnis dem Gefängnisarzt, eine Zwangsernährung bei mir durchzuführen. Er schaffte es jedoch nicht, weil ich mich widersetzte.

Als nächstes legten sie mir schwere Fußfesseln an. Ein Wärter kettete sie ganz eng über meinen Knöcheln fest. Das verursachte quälende Schmerzen.

Oktober 2002: Am Tag der Festnahme zu vier Jahren verurteilt

Weil ich mit den Menschen über Falun Gong sprach, wurde ich am 30. September 2002 festgenommen. Um gegen die Verfolgung zu protestieren, trat ich im Untersuchungsgefängnis Yunmeng in einen Hungerstreik. Nach neun Tagen ohne Nahrung verschlechterte sich mein Gesundheitszustand und ich wurde daher entlassen.

Weniger als einen Monat später, im Oktober 2002 wurde ich jedoch wieder festgenommen und am gleichen Tag zu vier Jahren Gefängnis verurteilt. Ich durfte mir keinen Anwalt nehmen.

Im Untersuchungsgefängnis trat ich in einen Hungerstreik und war am neunten Tag dem Tode nahe. Im November wurde mir Haftaussetzung zur medizinischen Behandlung (auf Kaution) gewährt, jedoch wurde ich rund um die Uhr überwacht.

Einige Tage später nahmen mich drei Polizisten wieder fest und brachten mich in das Gefängnis Fanjiatai der Stadt Shayang, Provinz Hubei.

Gefängnis Fanjiatai der Stadt Shayang: Folter und Gehirnwäsche

Alle Praktizierenden im Gefängnis Fanjiatai wurden gefoltert und allen war die Kommunikation mit ihren Familien untersagt.

Wir mussten uns dort DVDs anschauen, auf denen Falun Gong verleumdet wurde. Ich weigerte mich zuzusehen. Daraufhin wurde ich in eine Einzelzelle gebracht. Sobald ich aus der Isolationshaft herausgelassen wurde, verprügelten Gefangene mich auf Befehl.

Aus Protest trat ich wieder in einen Hungerstreik. Am dritten Tag stemmten die Wärter gewaltsam meinen Mund auf und führten einen dicken Schlauch in meinen Magen ein, um eine Zwangsernährung durchzuführen.

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Folternachstellung: Der Mund wird aufgestemmt, um eine Zwangsernährung durchzuführen

Ich wurde auf den Boden geworfen und mein Kopf dabei verletzt. Doch die Wärter weigerten sich, sich um meine Verletzung zu kümmern. Mein rechter seitlicher Schneidezahn im Unterkiefer, der neben der Mittellinie des Gesichts liegt, wurde gebrochen. Der Gefangene, der das getan hatte, blieb unbestraft.

Im März 2004 durfte mich mein Vater besuchen. Wir mussten über eine Wechselsprechanlage miteinander reden. Mein Vater forderte, dass er direkt mit mir reden dürfe. Das wurde ihm zugestanden, aber ungefähr sechs Wärter umringten uns dabei. Als mein Vater mich fragte, ob mich die Wärter geschlagen hätten, brachten sie mich rasch weg.

Am 13. September 2005 weigerte ich mich, meinen Kopf rasieren zu lassen. Die Wärter befahlen den Gefangenen, meine Gliedmaßen bewegungsunfähig zu machen und dann schlugen und stießen sie fast eine Stunde lang auf meine Brust ein.

2008: Zu Zwangsarbeit verurteilt

Am 2. Juli 2008 wurde ich am Arbeitsplatz festgenommen und in das Untersuchungsgefängnis der Stadt Yingcheng gebracht. Als ich mich weigerte, Fingerabdrücke von mir nehmen zu lassen, schlug ein Polizist mit einem Stock so lange auf mich ein, bis der Stock brach. Ich wurde eingesperrt, Polizisten durchsuchten die Wohnung meiner Eltern.

Die nächste Festnahme erfolgte am 3. Dezember 2008. Die Polizisten zeigten weder ihre Polizeimarke noch einen Haftbefehl vor. Ich wurde in das Untersuchungsgefängnis Nr. 1 Yingcheng gebracht.

Man verurteilte mich zu einem Jahr Zwangsarbeit und sperrte mich in das Zwangsarbeitslager Shayang. Nach 20 Tagen erhielt ich ein Rechtsdokument, das meine Haft bestätigte. Es standen jedoch falsche persönliche Daten darauf und ich wurde Verbrechen angeklagt, die ich nicht begangen hatte.

Die Wärter zwangen mich zu Schwerstarbeit. Ich musste über lange Zeit hinweg in der Hocke verbringen und in Militärstellung stehen. Außerdem wurde mir der Schlaf entzogen.

2014: Leibesvisitation im Bahnhof

Als ich im Juli 2014 auf Geschäftsreise war, löste mein Personalausweis einen Alarm aus, als er am Bahnhof gescannt wurde. Man zog mich zur Seite und durchsuchte mein Gepäck. Sie durchsuchten meine Brieftasche und überprüften den Inhalt. Als sie Geldscheine fanden, auf denen Informationen über Falun Gong geschrieben standen, inhaftierten sie mich mehrere Stunden. Sie nahmen Blutproben von mir, fotografierten mich und beschlagnahmten mein Geld. Danach ließen sie mich wieder gehen.

Auf meiner Rückfahrt wurde ich wieder aufgehalten und es fand erneut eine Leibesvisitation statt. Als sie nichts fanden, durchsuchten sie mein Mobiltelefon. Sie sperrten mich eine Stunde lang ein, weil sie auf meinem Telefon Artikel über Falun Gong fanden. Wieder nahmen sie mir Blut ab und machten ein Foto, bevor sie mich freiließen.

Hintergrund

Jiang Zemin begann im Alleingang die Verfolgung von Falun Gong im Jahr 1999. Trotz Widerspruch der übrigen Mitglieder des Ständigen Komitees des Politbüros nutzte er seine damalige Position als Chef der Kommunistischen Partei Chinas und zwang ihnen seinen Willen auf, um die Verfolgung zu beginnen.

Die Verfolgung hat in den vergangenen 17 Jahren zum Tod vieler Falun Gong- Praktizierender geführt. Unzählige wurden gefoltert und sogar wegen ihrer Organe getötet. Jiang Zemin und seine Gefolgschaft sind direkt für den Beginn, die Weiterführung und Aufrechterhaltung der Verfolgung verantwortlich.

Unter Jiangs persönlicher Anleitung gründete die Kommunistische Partei Chinas am 10. Juni 1999 ein illegales Sicherheitsorgan auf Parteibasis, das Büro 610 genannt wird. Es agiert außerhalb des chinesischen Gesetzes und führt die Verfolgungspolitik direkt durch. Mit dem Aufruf: „Zerstört ihren Ruf, ruiniert sie finanziell und vernichtet sie physisch!“ wies der damalige Präsident Chinas, Jiang Zemin, die Handlanger der Verfolgung an, vor keiner Grausamkeit zurückzuschrecken.

Das chinesische Gesetz erlaubt seinen Bürgern, Strafanzeigen zu erstatten. Viele Falun Gong-Praktizierende üben nun dieses ihnen zustehende Recht aus und zeigen das frühere Staatsoberhaupt an.


[1] Das durchschnittliche Einkommen eines Arbeiters beträgt in den Städten Chinas monatlich umgerechnet etwa 300,- €

Englische Version vorhanden
http://en.minghui.org/html/articles/2016/5/26/157162.html

Chinesische Version vorhanden
青年医生陷冤狱逾六载 备受折磨

Rubrik: Augenzeugenberichte

Stadt Yuxi: Behörden verhaften drei Falun Gong-Praktizierende – Gründe unklar

22. August 2016

(Minghui.org) Chinesische Behörden verhafteten im August 2016 drei Falun Gong-Praktizierende. Es handelte sich um Frau Qu Shuxian, ihre Schwester Qu Shuqiong und Herr Fei Xuelong aus der Stadt Yuxi.

Frau Qu Shuxian wurde in der Wohnung einer Freundin verhaftet, Frau Qu Shuqoing verhafte man an ihrem Arbeitsplatz. Warum die beiden Frauen zur Zielscheibe der Behörden wurden, ist bisher nicht bekannt.

Herr Fei begleitetet am 8. August den Schwiegervater und die Schwiegertochter eines inhaftierten Praktizierenden zur Staatsicherheitsabteilung, um den Mitarbeiten dort die wahren Hintergründe der Verfolgung von Falun Gong zu erklären. Als Polizisten Herrn Fei aufforderten zu gehen, gehorchte er nicht und wurde daraufhin verhaftet.

Fei ist ca. 52 Jahre alt. Er war Dozent am Institut für Landtechnik Yuxi und früher schon einmal ins Visier der Behörden geraten: Im Jahr 2004 hatte ein Kollege ihn bei der Polizei gemeldet, woraufhin er verhaftet und zu einer 2-jährigen Gefängnisstrafe verurteilt worden war.

Trotz des Urteils hatte man ihn damals drei Jahre ins Gefängnis gesperrt und dort schwer gefoltert. Einmal wurde er so heftig geschlagen, dass er innere Verletzungen davontrug. Fei konnte sich daraufhin kaum noch selbst versorgen und starb fast an den Folgen der Verletzungen. Als man ihn schließlich entließ, hatte er seinen Job verloren.

Die Schwestern Qu sind beide um die 60. Auch sie waren früher schon Opfer der Verfolgung geworden: Bereits im März 2001 waren beide Frauen verhaftet und in eine Gehirnwäsche-Einrichtung gebracht worden. 2006 verhaftete man sie erneut, weil sie Informationsmaterialien über Falun Gong verteilt hatten. Man brachte sie daraufhin in das Frauenarbeitslager der Provinz Yunnan und hielt sie dort zwei Jahre lang fest.

Englische Version vorhanden
http://en.minghui.org/html/articles/2016/8/20/158339.html

Chinesische Version vorhanden
云南玉溪市又有三名法轮功学员被绑架

Rubrik: Augenzeugenberichte

Minghui-Bericht: 4.892 Falun Gong-Praktizierende im ersten Halbjahr 2016 verhaftet

21. August 2016

(Minghui.org) Laut einer Zusammenfassung von minghui.org hat man in China in der ersten Hälfte des Jahres 2016 insgesamt 4.892 Menschen wegen des Praktizierens von Falun Gong verhaftet.

Falun Gong ist eine spirituelle Praktik, die auf den Prinzipien von Wahrhaftigkeit Barmherzigkeit und Nachsicht beruht. Sie wird seit 1999 vom kommunistischen Regime verfolgt.

Gründe für die Verhaftungen

Von Januar 2016 bis Juni 2016 wurden im Monat 735, 426, 989, 837, 1.022 und 883 Praktizierende verhaftet, was einen Durschnitt von 815 Verhaftungen pro Monat ergibt.

Von diesen Praktizierenden wurden 682 (13,9%) verhaftet, weil sie eine Strafanzeige gegen den früheren Parteichef Jiang Zemin erstattet hatten. Jiang Zemin hatte die Verfolgung 1999 befohlen und durchgesetzt. Andere wurden der Polizei gemeldet, von der Polizei verhaftet oder überwacht. Unter den Inhaftierten sind auch 54 Menschen, die nicht Falun Gong praktizieren. Diese Menschen hatten sich für die Freilassung ihrer praktizierenden Angehörigen eingesetzt.

Bis heute wurden 1.882 (38,5%) Personen freigelassen. Die verbleibenden Praktizierenden werden an verschiedenen Orten festgehalten, so z.B. in Untersuchungsgefängnissen, Polizeistationen und Gehirnwäscheeinrichtungen. Gegen weitere 247 (5%) wurde ein Haftbefehl erlassen, ihnen droht ein Strafverfahren.

Beispielsweise wurde dem Hochschul-Absolventen Guo Jiayu der Zutritt zum Masterstudiengang verwehrt. Er hatte bereits die Aufnahmeprüfung für den Masterstudiengang an der Universität für Wissenschaft und Technologie bestanden. Doch da die Behörden wegen des Praktizierens von Falun Gong Druck auf ihn ausübten, durfte er den Studiengang nicht aufnehmen. Er reichte eine Beschwerde ein, die jedoch erfolglos blieb. Am 16. Juni 2016 verhaftete man ihn, weil er DVDs hergestellt und verteilt hatte, die Informationen über die Verfolgung von Falun Gong enthielten. Ihm droht nun ein Strafverfahren.

Näheres zu diesem Fall finden Sie hier: http://de.minghui.org/html/articles/2016/7/5/121716.html

Verhaftungen überall in China

Die Verhaftungen fanden fast in ganz China statt. Nahezu in jeder Provinz und in jeder zentral organisierten Gemeinde wurden Praktizierende verhaftet. Die meisten Verhaftungen ereigneten sich in der Provinz Shandong (968, 19,8%), gefolgt von Liaoning (574, 11.7%), Hebei (422, 8.6%), Heilongjiang (369, 7.5%) und Jilin (314, 6.4%).

Unter den verhafteten Personen befanden sich viele Hochschul-Lehrer, Studenten, Ärzte, Ingenieure, Buchhalter und Unternehmer.

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4.982 Verhaftungen in der ersten Hälfte 2016

Misshandlungen während der Haft

Bei vielen Praktizierenden ging man bei der Verhaftung sehr brutal vor, während der Haft wurden viele brutal misshandelt.

Man folterte die Praktizierenden körperlich, indem man sie schlug, sie aufhängte, ihnen den Schlaf entzog, sie mit Seilen und Handschellen strangulierte oder sie einer Zwangsernährung unterzog. Vielen Praktizierenden wurden auch unbekannte Substanzen injiziert, was zu Symptomen wie Muskelschwund, verschwommener Sicht, Gedächtnisverlust und Gewichtsverlust führte.

Beispielsweise wurde der 78-jährige ehemalige Lehrer Zheng Kaiyuan am 12. Juni verhaftet und von Agenten des Büros 610 in die Gehirnwäscheeinrichtung Wuzun gebracht. Zheng stammt aus dem Bezirk Hechuan in Chongqing.

Als er in einen Hungerstreik trat, um gegen die Misshandlungen zu protestieren, entnahmen ihm Polizisten Blut und injizierten ihm dann unbekannte Drogen in der Nähe von Leber und Milz. Kurz darauf litt er an Muskelschwund und äußerst starken und langanhaltenden Schmerzen im ganzen Körper. Inzwischen ist er bettlägerig, extrem abgemagert und kann nur noch flüssige Nahrung zu sich nehmen.

Näheres zu diesem Fall finden Sie hier:
http://de.minghui.org/html/articles/2016/7/24/121917.html

Einige Praktizierende starben sogar innerhalb von Tagen oder weniger Stunden ihrer Haftzeit. Näheres dazu finden Sie hier: http://de.minghui.org/html/articles/2016/7/21/121855.html ;
http://de.minghui.org/html/articles/2016/5/30/121315.html

Der letzte bestätigte Todesfall ereignete sich am 2. Juni 2016. Der Arzt für chinesische Medizin Wang Jigui verstarb plötzlich, kurz nachdem er in ein Krankenhaus gebracht worden war. Wang hatte am 25. Mai noch aus dem Gefängnis heraus mit seiner Familie telefoniert und ganz gesund geklungen.

Als seine Angehörigen den Leichnam betrachteten, bemerkten sie Prellungen an seiner Brust und an der rechten Seite seines Nackens. Als die Angehörigen einen Arzt nach dem Grund dieser Verletzungen fragten, antwortete dieser, die Verletzungen seien die Folge von Thorax-Kompressionen während eines Wiederbelebungsversuchs.

Große Summen Geld erpresst

Während der Verhaftung beschlagnahmten die Polizisten oft werthaltige Gegenstände wie Bargeld und Kontoinformationen. Insgesamt wurde in der ersten Hälfte des Jahres 2016 ein Betrag von 2 Millionen Yuan beschlagnahmt oder durch Erpressung erlangt.

Beispielsweise beschlagnahmten die Polizisten bei der Verhaftung des Paares Herrn Zhang Jingquan und Frau Liu Jinru 168.000 Yuan Bargeld und viele weitere Gegenstände wie Computer, Handys und sogar ein Motorrad. Die Verhaftung trug sich am 16. Juni in der Stadt Siping, Provinz Jiling zu.

In Jinzhou, Provinz Liaoning erpressten Agenten des Büros 610 zwischen 50.000 und 80.000 Yuan von Angehörigen verfolgter Praktizierender. Die Angehörigen befürchteten, die Praktizierenden könnten während der Haft gefoltert werden. Beispielsweise zahlten die Angehörigen der Praktizierenden Chen Youbin und Wang Ping riesige Summen, um deren Freilassung zu bewirken.

Frühere Minghui-Berichte

Minghui-Bericht für Mai 2016: 1.022 Festnahmen, die Hälfte von ihnen immer noch eingesperrt
http://de.minghui.org/html/articles/2016/7/13/121801.html

Minghui-Bericht: 1.826 Praktizierende im März und April 2016 verhaftet – zwei in Polizeigewahrsam gestorben
http://de.minghui.org/html/articles/2016/6/19/121529.html

Februar 2016: insgesamt 424 Festnahmen in China wegen des Praktizierens von Falun Gong
http://de.minghui.org/html/articles/2016/6/16/121510.html

Englische Version vorhanden
http://en.minghui.org/html/articles/2016/8/5/158121.html

Chinesische Version vorhanden
明慧报告 2016年上半年至少4892名法轮功学员被绑架

Rubrik: Dokumentation und Analysen

Alle sollten aufhören, Helfershelfer bei der Verfolgung von Falun Gong zu sein

13. August 2016 | Von Yiyan

(Minghui.org) Ungefähr zu dieser Zeit vor 17 Jahren begann die Kommunistische Partei Chinas mit ihrer unerhörten Kampagne gegen Praktizierende der spirituellen Disziplin Falun Gong, die auf den Prinzipien Wahrhaftigkeit, Barmherzigkeit und Nachsicht basiert.

Seit damals wurden unzählige Bürger verhaftet, gefoltert oder sogar um ihrer Organe willen getötet – und das nur wegen ihres Glaubens. Viele Menschen, die nicht Falun Gong praktizieren, waren feindselig gegenüber den Praktizierenden eingestellt, weil die Kommunistische Partei Chinas (KPCh) ständig Propaganda gegen die Praktik machte.

Diese unbarmherzige Verfolgung konnte die Bemühungen der Falun Gong-Praktizierenden nie eindämmen. Sie haben ständig publik gemacht, zu was die KPCh ihren Bürgern gegenüber fähig ist.

Viele Nicht-Praktizierende bewundern mittlerweile den Mut und die Entschlossenheit der Praktizierenden, über Jahre hinweg so zu agieren. Einige haben sogar öffentlich auf der Minghui-Website Erklärungen abgegeben, dass sie alles Negative, was sie in der Vergangenheit jemals über Falun Gong und die Falun Gong-Praktizierenden gesagt haben, für null und nichtig erklären. Sie haben versprochen, aufzuhören, Helfershelfer der Verfolgung zu sein. Sie sind entschlossen, für Falun Gong einzutreten.

Es folgt die Erklärung eines Mannes namens Guo Fengfa, dessen Frau Falun Gong praktiziert.

„Ich bin 81 Jahre alt. Meine Frau fing 1996 an, Falun Gong zu praktizieren. Bald hörte sie mit dem Rauchen auf und ihr chronischer Husten ging weg. Am meisten gefiel mir, dass sie aufhörte, eine dominante und schlecht gelaunte Ehefrau zu sein. Ich konnte Falun Gong nicht genug danken, dass ich dadurch eine viel bessere Ehe bekam.

Die Verfolgung, die drei Jahre später anfing, versetzte mich jedoch in Angst, weil ich nicht wollte, dass meine Familie wegen des Glaubens meiner Frau hineingezogen würde. Ich tat alles Mögliche, um sie dazu zu bringen, mit dem Praktizieren von Falun Gong aufzuhören. Ich beschimpfte sogar Falun Gong und dessen Gründer, weil sie meine Familie in Schwierigkeiten gebracht hatten.

Meine Frau aber schwankte nie in ihrem Glauben. Im Laufe der Jahre kam ich schließlich zu der Einsicht, dass sie nichts Falsches gemacht hatte, da sie nur ihr verfassungsmäßiges Recht auf Glaubensfreiheit ausübte. Falun Gong hat meine Frau nur gelehrt, eine gute Ehefrau zu sein. Ich hätte niemals etwas Schlechtes über Falun Gong und dessen Gründer sagen dürfen. Ich erkläre hiermit öffentlich alles, was ich in der Vergangenheit über diese Praktik gesagt habe, für null und nichtig.

Falun Gong ist gut! Wahrhaftigkeit, Barmherzigkeit und Nachsicht sind gut!“

Guo Fengfas Erklärung erinnerte mich an die vielen Menschen, die immer noch von der KPCh getäuscht sind oder noch nicht den Mut aufbrachten, auch nur ein faires Wort über Falun Gong zu sagen.

Ich hoffe aufrichtig, dass auch sie bald erkennen, dass Falun Gong-Praktizierende nie wegen ihres Glaubens hätten verfolgt werden dürfen. Ich meine, dass die Verfolgung eher enden wird, wenn sie aufhören, der Verfolgung Vorschub zu leisten und sich stattdessen für das Recht auf Glaubensfreiheit ihrer Mitbürger einsetzen.

Englische Version vorhanden
http://en.minghui.org/html/articles/2016/8/8/158172.html

Chinesische Version vorhanden
一份声明 见证良知经历的曲折

Rubrik: Offenes Meinungsforum

Ehepaar Teil der Massenverhaftung in der Stadt Hegang

19. August 2016 | Von einem Minghui-Korrespondenten in der Provinz Heilongjiang, China

(Minghui.org) Zhou Chuanzhi und seine Frau Gao Jinfeng sind beide Falun Gong-Praktizierende aus dem Bezirk Gongnan in der Stadt Hegang der Provinz Heilongjiang. Die Polizei verhaftete sie am 30. Juni 2016 in der Nähe des Gerichtsgebäudes der Stadt Baoquanling.

An diesem Tag wurden über ein Dutzend Falun Gong-Praktizierende und deren Familien festgenommen, wobei die Mehrzahl in derselben Nacht wieder freigelassen wurde.

Zhou, Gao und Liu Yu blieben bis 15. Juli 2016 im Untersuchungsgefängnis Hegang eingesperrt.

Vor ihrer diesmaligen Festnahme

Das Ehepaar war am 21. April 2002 in ihrem Zuhause von Polizisten der Polizeiwache Jiefanglu verhaftet und in das Untersuchungsgefängnis Nr. 2 der Stadt Hegang gebracht worden.

Gao wurde dort 49 Tage lang festgehalten und anschließend für drei Jahre in das Zwangsarbeitslager Jiamusi gebracht.

Zhou wurde zu zwei Jahren Zwangsarbeit verurteilt.

Ehepaar durch Falun Gong gesund geworden

Gao Jinfeng, Geschäftsfrau, begann im Juni 1998 Falun Gong zu praktizieren. Zuvor litt sie unter Arteriosklerose und Schlaflosigkeit. Diese Leiden verschwanden nach nur einer Woche des Praktizierens. Indem sie den Prinzipien von Falun Gong, Wahrhaftigkeit, Barmherzigkeit und Nachsicht folgte, zeigte sie das gute Benehmen eines Praktizierenden.

Gaos Mann begann am 1. Januar 1999 zu praktizieren, wodurch er innerhalb kurzer Zeit eine gute Gesundheit erlangte.

Englische Version vorhanden
http://en.minghui.org/html/articles/2016/8/11/158215.html

Chinesische Version vorhanden
曾遭劳教迫害 周传志和高金凤夫妇再被绑架

Rubrik: Augenzeugenberichte

Wer erkennt, lässt sich von der Propaganda der KPCh gegen Falun Gong nicht abschrecken

10. August 2016 | Von Qingquan

(Minghui.org) Es bedarf wahrer Weisheit, um bei dem beständigen Lügenschwall des kommunistischen chinesischen Regimes noch in der Lage zu sein, die Dinge so zu sehen, wie sie wirklich sind. In den vielen Jahren der Verfolgung von Falun Gong produzierte das chinesische Regime am laufenden Band Propaganda durch die staatlichen Medien, verleumdete die spirituelle Praktik und legte die Menschen herein. Trotzdem haben viele Menschen sich entschlossen, selbst herauszufinden, worum es sich bei Falun Gong handelt. Am Ende fanden sie das Beste in ihrem Leben.

Es folgen Geschichten von einigen dieser mutigen Menschen, die sich von der Propaganda nicht abschrecken ließen und angesichts der Verfolgung standhaft blieben.

Einsatz für Falun Gong führt zum Praktizieren

Der Ehemann von Zhang Zhenmin in der Stadt Lanzhou sprach darüber, wie seine Frau Falun Gong-Praktizierende wurde. „Sie sah im Fernsehen in den Nachrichten, dass Lehrer Li beschuldigt wurde, die Praktizierenden um Geld betrogen zu haben. Damals war sie noch keine Praktizierende, aber in unserer Familie gab es viele Praktizierende. Sie wusste, dass wir nichts bezahlten, um praktizieren zu können. So erkannte sie, dass die Nachrichten im Fernsehen Lügen waren, um Lehrer Li und die Praktik zu verleumden.“

Einige Monate nach dem Beginn der Verfolgung besuchte das Ehepaar Zhangs Eltern, die beide Falun Gong-Praktizierende waren. Sie erfuhr, dass ihre Eltern mit dem Praktizieren aufgehört hatten, weil sie ständig von der örtlichen Polizei schikaniert worden waren. Ihre Eltern hatten eine solche Angst, dass sie nicht einmal wagten, die Praktik zu erwähnen. Es schmerzte sie, dass ihre Eltern als gesetzestreue Bürger leiden mussten, obwohl sie eigentlich nur versuchten, gesund zu bleiben. So beschloss sie nach Peking zu fahren, um mit Praktizierenden gegen die Verfolgung zu protestieren. Auf dem Weg dorthin fing sie an, selbst diese Praktik zu lernen.

Medienfachleute durchschauen die Propaganda

Alle staatlichen Medien fingen an, Falun Gong zu attackieren, als die Verfolgung begann. Die Nachrichten über den friedlichen Protest am 25. April waren besonders scharf. Damals waren 10.000 Praktizierende zum Gebäudekomplex der Zentralregierung gegangen und hatten um eine faire Behandlung gebeten. In den Nachrichten wurde behauptet, dass es ein geplanter Angriff auf die Regierung gewesen sei. Chong Jinxia aus der Provinz Gansu schaute sich wiederholt die Nachrichten an und sah, dass niemand angegriffen wurde. Die Praktizierenden standen ruhig in einer Reihe und einige von ihnen meditierten sogar.

Chong arbeitete in Teilzeit als Nachrichtensprecherin und Moderatorin in der Propagandaabteilung ihrer Firma. Sie verstand, wie Nachrichten in China gemacht werden. Als die Medien weiterhin Falun Gong diffamierten, sprach sie mit ihren Kollegen, die Praktizierende gewesen waren. Sie borgte sich dann das Hauptwerk der Lehre von Falun Gong, das Buch Zhuan Falun aus und las es. Die Lehre fand bei ihr ihren Widerhall und so fing sie mit dem Praktizieren an.

Buddhistin erkennt den wahren Grund hinter der Verfolgung

Liu Guorong arbeitete vor ihrer Rente im Materialbüro der Stadt Nanyang. Vor der Verfolgung war sie Buddhistin. Als sie sah, wie das Fernsehen Falun Gong rund um die Uhr angriff und dass die Praktizierenden nacheinander festgenommen wurden, beschloss sie, herauszufinden, um was es sich bei Falun Gong handelte. Sie fand heraus, dass die Lehre Güte und Ehrlichkeit stärkte und erkannte , warum das kommunistische Regime Falun Gong angriff. So wurde sie zu einer Praktizierenden.

Neugier erweckt von der Propaganda

Nach zahlreichen Propagandasendungen gegen Falun Gong wurde Li Cuifang aus der Provinz Gansu neugierig. Sie kaufte sich das Buch Zhuan Falun und fing vor ihrem Laden zu lesen an. Eine Nachbarin ging vorbei und sah, dass sie ein Falun Gong-Buch las. Sie blieb stehen und warnte sie: „Die Polizei verhaftet Falun Gong-Praktizierende. Sind Sie sicher, dass Sie das lesen wollen?“ Li Cuifang fühlte sich von den Prinzipien in dem Buch angezogen und sie spürte eine ungeheure Energie in ihrem Körper. Sie fühlte sich sehr leicht und gesund. „So ein wunderbares Buch! Ja, ich lese es, warum nicht?“, erwiderte sie. Sie zögerte nicht, mit dem Praktizieren anzufangen.

Brillanter Student bleibt von der Propaganda unbeeinflusst

Qu Yanlai aus der Provinz Heilongjiang war ein brillanter Student und gewann die Provinzolympiade in Chemie und Mathematik. Er wurde von einer der landesweit besten Universitäten, der Shanghaier Universität Jiaotong, angenommen.

Als 1999 die Verfolgung begann, hatte er das Buch Zhuan Falun (Li Hongzhi) noch nicht zu Ende gelesen. Er wusste jedoch, dass die Propaganda im Fernsehen falsch war. Ihm war klar, dass sie ein Werkzeug war, um Hass gegen Falun Gong in der Öffentlichkeit zu schüren und die verfassungswidrige Verfolgung zu rechtfertigen. Qu blieb von den Nachrichten unbeeinflusst, las das Buch zu Ende und war entschlossen, nach der Lehre von Falun Gong zu leben.

Frühere Berichte:

Frau Zhang Zhenmin in Haft brutal gefoltert
http://de.minghui.org/html/articles/2011/1/1/62859.html

11 Jahre unschuldig im Kerker – dafür zeigt eine Lehrerin Jiang Zemin jetzt an
http://de.minghui.org/html/articles/2015/8/13/116270.html

Elderly Gansu Woman Facing Illegal Trial for Her Belief
http://en.minghui.org/html/articles/2014/10/2/146200.html

Englische Version vorhanden
http://en.minghui.org/html/articles/2016/8/4/158103.html

Chinesische Version vorhanden
真正的智者 明心见智

Rubrik: Offenes Meinungsforum

75-jähriger Falun Gong-Praktizierender trotz Berufung ins Gefängnis gebracht

17. August 2016 | Von einem Minghui-Korrespondenten in der Provinz Sichuan, China

(Minghui.org) Obwohl der Anwalt des 75-jährigen Falun Gong-Praktizierenden Zhang Xinjian Berufung beim höheren Gericht eingereicht hatte, wurde er zu fünf Jahren verurteilt. Die Anklage lautete gemäß § 300 des chinesischen StGB „Verwendung einer Sekte, um den Gesetzesvollzugs zu unterminieren“ [1]. Man brachte Zhang am 8. Juli 2016 in das Gefängnis Jiazhou, ohne dass eine Berufungsverhandlung stattgefunden hatte oder eine Entscheidung mitgeteilt wurde.

Weder Zwangs Anwälte noch seine Familie wurden über seine Überführung ins Gefängnis informiert.

Zhang war bei seiner zweiten Verhandlung am 22. März 2016 vom Bezirksgericht Cuiping zu fünf Jahren verurteilt worden. Sein Anwalt Li Xiongbing legte in seinem Namen beim Mittleren Gericht der Stadt Yinbin am Tag der Verurteilung Berufung ein. Er erklärte, dass es kein Gesetz in China gebe, das besage, dass das Praktizieren von Falun Gong rechtswidrig sei. Weiter führte er aus, dass sein Klient sein Grundrecht auf Glaubensfreiheit ausübe, was den „Gesetzesvollzug nicht unterminiere“.

Zhangs Familie engagierte später den Anwalt Tang Tianhao zu seiner Verteidigung. Am 19. April gingen Anwalt Li und Zhangs Familie zum Mittleren Gericht und gaben dort den Antrag auf Übernahme der Verteidigung im Berufungsverfahren durch Anwalt Tang ab. Richter Huang Yun nahm den Antrag persönlich entgegen.

Am 1. Juni, als Anwalt Tang zum Mittleren Gericht ging, um Zhangs Fallakten einzusehen, bestritt Richter Huang Yun, Tangs Antrag für Zhangs Verteidigung erhalten zu haben. Tang musste daraufhin noch einmal eine Kopie des Antrags überbringen. Richter Huang erklärte ihm, dass er nicht vorhabe, ein öffentliches Verfahren für Zhang abzuhalten. Er wolle vielmehr das ursprüngliche Urteil beibehalten.

Am nächsten Tag legte Tang eine weitere Berufung ein. Diese zeigte auf, welche Beamten sowohl bei der Verhandlung als auch bei der Berufung involviert waren. Er erklärte, dass das gegen das Gesetz sei und forderte Gerechtigkeit für seinen Klienten.

Das Gericht ignorierte erneut seine Berufung und Zhang wurde Anfang Juli direkt ins Gefängnis gebracht.

Nach seiner Festnahme am 16. April 2015 war Zhang im Untersuchungsgefängnis Dayi in der Stadt Yibin eingesperrt gewesen. In dieser Zeit bekam er hohen Blutdruck und sein körperlicher Zustand verschlechterte sich.

Zhangs erste Anhörung hatte am 8. Dezember 2015 ohne Anwalt im Bezirksgericht Cuiping in der Stadt Yibin stattgefunden. Damals hatte der Richter kein Urteil verkündet.


[1] Diese Anklage wird standardmäßig verwendet, um Falun Gong-Praktizierende zu verhaften

Englische Version vorhanden
http://en.minghui.org/html/articles/2016/8/11/158212.html

Chinesische Version vorhanden
宜宾古稀老人被判刑五年 律师控告公检法制造错案

Rubrik: Augenzeugenberichte